Kleine Frage zu Ip und Ethernet

Saylon

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Salut zusammen

Ich hab eine ganz grundsätzliche Frage:

Welche Rolle übernimmt die Ip innerhalb des Ethernet?

Oder anderst gefragt. Z.b in einem Heimnetz mit internetzugang und router ...
Wenn in einem Ethernet ja alles per Mac addressiert wird, wieso ist es trotzdem notwendig, dass ich eine IP im lokalen netz erhalte'

besten Dank für Antwort bereits im voraus.
 
ähm... IP hat nix mit MAC zu tun !!!

die MAC Adresse ist sozusagen nur das "Nummernschild" deiner Netzwerkkarte bzw - adapters !

und die IP-Adresse sagt dem Router oder anderen Rechnern wo dieses "Nummerschild" sich befindet !

... so in etwa zumindest
 
Schau dir mal bei Wikipedia das Prinzip des OSI Modells an: http://de.wikipedia.org/wiki/OSI-Modell

Ethernet spielt auf Schicht 2, IP auf Schicht 3. Theoretisch brauchst du im Heimnetz keine IPs wenn du nicht über die Routergrenze hinaus wolltest. Da es aber kaum Programme gibt bei denen es keinen Sinn macht die Pakete nicht routen zu können wirst du auch kaum eine Anwendung finden die zur Adressierung lediglich MAC Adressen verwendet.
Darüber hinaus erlauben die IPs auch im lokalen Netz ein gewisses Maß an logischer Segmentierung der Rechner, die MAC Adressen werden von den Herstellern der Karten einfach nur fortlaufend vergeben.

Beim IPX Protokoll z.B. konntest du auf die Vergabe einer Schicht 3 Adresse im lokalen Netz verzichten da automatisch die MAC Adresse Bestandteil der Schicht 3 Adresse wurde. Das gleiche Prinzip wurde mit IPv6 wieder mit den Link lokalen Adressen eingeführt. Hier wird die MAC Adresse zum Bestandteil der IP wodurch automatisch die Einmaligkeit gewährleistet, und keine weitere Konfiguration nötig ist.
 
Die MAC-Adresse ist fest auf einer Netzwerkkarte durch IEEE und Hersteller fest vergeben und ist die einzige definitive Adresse, mit der man einen Computer/Gerät im Netzwerk sicher identifizieren kann.
Die IP Adresse befindet sich auf einer Metaebene (übergeordneten Ebene) und macht einfach eine leicht zu handhabende Verbindung zu einer MAC über das ARP Protokoll.
Die nächste Metaebene zu der IP-Adresse ist der NetBIOS-Name/Computername oder eine URL. Diese Auflösung macht lmhosts/WINS, hosts/DNS, je nach Netzwerk und Konfiguration. Z.B. papasPC oder p4B22F020.dip.t-dialin.net (DNS-Name)

Die Metaebenen dienen einfach dazu die unteren Objekte transparent zu betrachten. Man kann einen Computer einfach austauschen, der Name und IP können gleich bleiben, die MAC ändert sich, ist aber völlig egal, die MAC interessiert den Anwender nicht.
Letztendlich interessiert z.B. nur x.microsoft.y.com und nicht die MAC des Servers.

Außerdem kann über die MAC-Adresse eine Kommunikation mit dem DHCP Server erfolgen. Ein Gerät sendet beim Einschalten die MAC und der DHCP Server gibt eine IP wenn so gewünscht. Oder ein Gerät wird über die MAC gestartet.
 
engine schrieb:
Die MAC-Adresse ist fest auf einer Netzwerkkarte durch IEEE und Hersteller fest vergeben und ist die einzige definitive Adresse, mit der man einen Computer/Gerät im Netzwerk sicher identifizieren kann.

Wollte da nur mal fix einhaken: auch die MAC-Adresse lässt sich ändern. Sie ist zwar nicht so prinzipiell variabel wie IPs, aber einen Rechner nur anhand seiner MAC-Adresse zu "identifizieren" kann auch in die Hose gehen.
 
Moin,

Masamune2 schrieb:
Theoretisch brauchst du im Heimnetz keine IPs wenn du nicht über die Routergrenze hinaus wolltest.

Das ist aber nur theoretisch so, da du dann ein Problem bekommst die Prozesse zu identifiezieren für die die jeweiligen Daten sind. Sprich, wenn du nur einen Prozess hast geht das evtl.
Edit: Auch nicht ganz richtig, siehe nächsten Beitrag von Masamune2
@drrrk
Man benötigt die IP um die MAC Adresse per ARP Request abfragen zu können.

@Saylon
IP dient einfach gesagt nur dazu, dass deine Daten im Netz geroutet werden können.
Im IP Datagramm befindet sich dann z.B. wieder ein TCP Paket in dessen Header ein Port Feld existiert womit der Prozess bzw. Endpunkt eindeutig adressiert wird.

MfG Psylo
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist aber nur theoretisch so, da du dann ein Problem bekommst die Prozesse zu identifiezieren für die die jeweiligen Daten sind. Sprich, wenn du nur einen Prozess hast geht das evtl.

Das unterteilen welcher Datenstrom zu welchem Prozess gehört findet auf einer höheren Schicht statt (z.B. mit TCP auf Schicht 4 [TCP Port Nummern]). Für die reine Übertragung von Daten von PC 1 zu PC 2 ist das erst mal unerheblich.
 
Da gebe ich dir vollkommen Recht, hatte ich weiter unten in meinem Post ja auch geschrieben.

MfG Psylo
 
Hi leute

vielen Dank für die zahlreichen Antworten!

ich glaube mir ists jetzt klar geworden, nachdem ich mir das OSI -model etwas näher angeschaut habe.

vielen Dank nochmals

gruz Saylon
 
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