Klimaanlage mit HomeAssistant effizient automatisieren

derchris

Captain
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Zur Ausgangslage: Ich habe bei uns im Haus (Baujahr 2019) eine Daikin Klimaanlage/Wärmepumpe (LL) mit 3 Innengeräten, außerdem haben wir eine 11 kWp PV Anlage und 7,7 kWh Speicher. Die Daikin Dinger wurde im Oktober installiert, also noch keine Erfahrung damit im Sommer.

Ein Innengerät ist im Wohnzimmer (Erdgeschoss), eins im HomeOffice Büro (OG) und eins im Schlafzimmer (Dachgeschoss). Klar haben die Dinger eine Fernbedienung und aber auch einen Automatik-Modus, doch der "spricht" nicht mit dem Smart Energy Meter bzw der PV Anlage.

Das Ziel: Da "Smart Home" nicht heißt, dass ich dauernd irgendwelche Knöpfe drücke, würde ich das ganze gerne basierend auf Parametern automatisieren, dafür habe ich mein Home Assistant. Hier habe ich Außentemperatur (KNX Wetterstation), sowie aus jedem Raum die Raumtemperatur, sowie die Außentemperatur am Daikin Außengerät und die Temperatur an den Innengeräten, im Wohnzimmer habe ich zusätzlich noch einen Präsenzsensor.

Bevor ich mir nächsten Winter Gedanken darüber mache, wie und ob ich das Ding zum heizen nutze, statt der "teureren" Fernwärme und Fußbodenheizung, möchte ich erst mal diesen Sommer damit ordentlich kühlen. Da es ja eine nicht zu leugnende Korrelation zwischen Sonnenschein und Wärme im Haus gibt, wollte ich das wohl möglich nutzen und mir die Sonne, bzw den PV Ertrag zu nutze machen und die Klimaanlage dann laufen lassen. Meine Idee ist es, es möglichst angenehm zu haben und möglichst wenig Strom aus dem Netz zu beziehen.

Die Idee: Ich gucke, wie voll der PV-Speicher ist, wie viel PV-kWh rein kommen, wie warm es an den Außensensoren ist und wie die Temperatur im Schlafzimmer bzw Wohnzimmer ist/bzw ob sie steigt und abhängig davon die AirCon anzuwerfen und auf 20°C (Schlafzimmer) zu kühlen. Für das Wohnzimmer ähnlich (nicht ganz so kalt), dort aber abhängig von der Anwesenheit von Menschen - ist dort jemand länger als ein paar Minuten, mach das Ding an - ist dort keiner mehr, dann mach es nach XY Minuten Abwesenheit aus.

Die Alternativen: Was ist am effizientesten? Im Schlafzimmer z.B. sind wir eigentlich nur, wenn die Sonne nicht mehr scheint und wir schlafen wollen. Ist es dann effizienter erst zum Abend hin es von sagen wir mal um die 30°C auf 20°C runter zu kühlen und die AirCon dann im Eco/Flüstermodus nachts weiter laufen zu lassen - wenn die Außentemperaturen dann runter gehen, dann sollte es vom Verbrauch her ja in Ordnung sein.

Oder ist so ein System effizienter, wenn ich die steigende Temperatur vormittags direkt "abfange" und auf einem niedrigen level halte, obwohl dort keiner im Raum ist?

Habt ihr solche Sachen "smart" gemacht, oder lieber Knöpfchen drücken?
 
Das wird keiner sagen können, da es von der Physik deines Hauses abhängt. Hast du eine gute Dämmung, macht es Sinn das Haus tagsüber bei PV Ertrag runter zu kühlen und eben Abends gar nicht mehr zu machen.

Heizt sich das Haus aber stark auf, wir das nicht funktionieren.

Kurzgesagt: es kommt auf die Fähigkeit des Gebäudes an Wärme / Kälte zu speichern.

Du bist doch bereits auf einem guten Weg, du hast Sensoren und kannst den Verbrauch sehen. Aber hier ist es leider zum Optimum ein Blindflug.
 
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Ich würde mich mal mit evcc auseinandersetzen. Dort hast du zumindest schonmal die Möglichkeit mit PV-Überschuss die Geräte zu steuern.
 
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Hast du schon ein Home Assistant laufen? Wichtig wäre zu wissen ob du alle Sensoren, die PV und die Klima angebunden bekommst. Wenn ja, dann steht dem eigentlich nur noch die Logik im Wege.

Für einen PV Betrieb der Klima würde ich mir einen Überschusssensor in Home Assistant bauen. Also quasi Erzeugung abzüglich Hausverbrauch und abzüglich den aktuellen Verbrauch der Klima (ggf. weiteres Smartmeter für die Klima installieren).

Automation: Wenn Überschuss >= Erwarteter Verbrauch der Klima AND Akku über XX% AND Raumtemperatur unter XXGrad THEN Turn on Klima.

Nur ganz grobes Beispiel. Dies kann man natürlich noch beliebig erweitern mit Wetter Forecast, Außentemperatur, Trägheit des Gebäudes, Sonneneinstrahlung etc. etc.

Klar kommt man irgendwann an einen Punkt wo das ganze overengineered ist. Wann dieser Punkt erreicht ist und wie gut das funktioniert, liegt an dir.
 
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Ich habe auch so eine Automation im Einsatz, bei mir allerdings ohne die Kontrolle von Anwesenheit oder PV-Produktion. Wobei in meinem Fall eine Außentemperatur über 25°C eigentlich sowieso Sonnenschein und damit viel Stromproduktion voraussetzt.

1776498901150.png


Zusätzlich habe ich Automationen die die Klimaanlage wieder ausschalten. Je nach Ladestand des Stromspeichers geschieht das entweder schon Abends oder erst in der Nacht.
 
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Baalthorun schrieb:
Hast du schon ein Home Assistant laufen? Wichtig wäre zu wissen ob du alle Sensoren, die PV und die Klima angebunden bekommst. Wenn ja, dann steht dem eigentlich nur noch die Logik im Wege.
Ja habe ich, ist alles drinnen in HA. Einzig und allein fehlt mir der aktuelle Stromverbrauch der Klimaanlage.
 
Du kannst den Verbrauch der Klima auch als selbst ermittelten fixen Wert mitgeben. Auf jeden Fall aus dem Überschuss mit rausrechnen.

Ansonsten noch ein kleiner Tip aus der Praxis. Lege über die meisten Sensoren noch einen Statistiksensor und arbeite mit den Mittelwerten der letzten 10min oder so. Bei wechselhaften Wetter oder generell grenzwertig schwankenden Sensordaten schaltet sich die ganze Zeit die Klima an und aus.
 
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@Baalthorun das ist eine gute Idee mit dem Statistiksensor, gerade für den "Überschuss" und die Temperaturen.
 
der temperaturunterschied von 30 auf 20°C mag zwar im ersten moment als angenehm erscheinen aber es belastet den kreislauf. Wenn es mich nicht täuscht sollten max 8 °C unter der ausentemp sein.
 
wern001 schrieb:
Wenn es mich nicht täuscht sollten max 8 °C unter der ausentemp sein.
Die 30°C ist die max Temperatur die wir da mal im Schlafzimmer hatten. Selbst in warmen Nächten ist es draußen selten wärmer als 25°C, da sind die 20°C dann in dem Fenster
 
commandobot schrieb:
Mittels Sensoren kannst du die Leistungsaufnahme der drei Innengeräte und des Außengeräts messen.
Das weiß ich, dass ich das nachrüsten kann.
 
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