Konzeptidee für Radiator - Meinungen

Necoro

Cadet 3rd Year
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#1
Hallo,
mir geistert schon seit ein paar Monaten eine Idee für einen optimierten Radiator durch den Kopf, der mit Verdunstung deutlich effektiver gemacht werden soll. Ich habe noch nie eine WaKü besessen und plane das auch nicht, mich würde nur mal interessieren ob die Idee schonmal aufkam und welche (offensichtlichen?) Nachteile ich übersehe, wegen denen es ein solches Produkt bisher nicht am Markt gibt.

Meine Vorstellung wäre:
Ein Radiator, dessen Kühlrippen einen sehr großen Abstand haben, noch etwas weiter als bei einem Luftkühler. Diese Kühlrippen werden mit einem Medium beflockt das Wasser einigermaßen festhalten kann, feine Schwammflöckchen o.ä.. Die Oberfäche stelle ich mir dann samtartig vor. Der Radiator liegt nun hochkant oder quer, die Lüfter blasen also rechts, links, vorne oder hinten, nicht jedoch oben oder unten. Das ganze sollte dann außerhalb vom Gehäuse positioniert werden.
Über dem Radiator wird nun ein Wassertank in der Größe eines Ausgleichsbehälters mit einem Tropfsystem verbunden, das (am besten noch regelbar) den Radiator befeuchtet. Unter dem Radiator dann eine Auffangschale, falls zu viel Flüssigkeit durchläuft.

Durch die Verdunstungskälte müsste die Kühlflüssigkeit wesentlich stärker gekühlt werden als bei einem herkömmlichen Radiator, da ja beim Phasenübergang bekanntlich sehr viel Wärme aufgenommen wird. Als Flüssigkeit hab ich an destilliertes Wasser gedacht.

Das Einsatzgebiet sehe ich für Übertakter bei sehr hohen Außentemperaturen (z.B. Dachgeschoss)

Ich bin mal gespannt über eure Meinungen.
 

Lassart

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#2
Funktionieren sollte das schon. Wird bei großen Industriekühlungen auch schon im Sommer gemacht, dass diese mit Wasser besprenkelt werden.
Das Problem wird dann eher für den Nutzer sein, dass die Luftfeuchtigkeit im Zimmer ordentlich steigt.
 

MonteSuma

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#3
Dir ist klar, dass du somit die Luftfeuchtigkeit in deinem Raum erhöhst?
Die Idee einen Radiator (bzw. Ladeluftkühler) mit Wasser zu befeuchten gibts ja auch im Automobilbereich.
 

ghecko

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#4
Je nach Oberfläche, Luftstrom, Kühler, Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur könnte man die Wärmeabfuhr sicher beträchtlich erhöhen. Abgesehen von dem Wasserverbrauch sehe ich aber eher Bautechnische Probleme, weil man so relativ schnell eine hohe Luftfeuchtigkeit in dem Raum erreicht (Schimmel ahoi, Elektronik mag das auch nicht). Je nach Luftdruck und Temperatur ist die Luft auch irgendwann gesättigt. Wenn, dann nur mit Lüfungsanlage oder geöffnetem Fenster.
Wirst du nen Prototypen bauen? Wäre doch ein Leserartikel wert :D
 

TheRealX

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#5
Das klingt für mich wie eine Miniversion des Kühlsysteme wie Sie auch in großen Kraftwerken verwendet werden. Wird da nicht auch mit Wasser berieselt welches dann verdampft und über die großen Kühltürme abzieht?
 

Necoro

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#6
@Lassart, @MonteSuma Die Luftfeuchtigkeit habe bedacht, jedoch aus praktischen Gründen vernachlässigt, denn wer im Dachgeschoß wohnt, der hält es im Sommer kaum mit geschlossenem Fenster aus. (Außer ein gut isoliertes Haus und Raum zur Nordseite, da bräuchte man jedoch dann auch keine solche Kühlung.)


Wirst du nen Prototypen bauen? Wäre doch ein Leserartikel wert :D
Um einen Radiator selbst zu bauen habe ich nicht die technischen Möglichkeiten, einen Standard-Radiator zu verwenden ist meiner Erwartung nach aufgrund des dann sehr eingeschränkten Luftstroms nicht empfehlenswert.
 

ghecko

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#7
Akkuschrauber, Metallsäge und Lötbrenner. Dazu noch Hartlot, viele Kupferrohre und Kupferblech :D
So kompliziert ist das nicht.
 

MonteSuma

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#8
Wenn du annimmst, dass man im Dachgeschoss im Sommer immer das Fenster auf hat, was machst du dann mit den restlichen Tagen, an denen das nicht der Fall ist?

Gerade im Winter, wo die Luft weniger Flüssigkeit aufnehmen kann, wirst du das Problem mit der Luftfeuchtigkeit haben.

Vernachläsigen kannst du das auf keinen Fall. Die Luftfeuchtigkeit im Raum ist dein größtes Problem.
 

Mihawk90

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#9
Wie oben schon gesagt wird das technisch funktionieren, allerdings wäre ein solcher Bau (wenn man ihn nicht nur aus Spaß selbst baut sondern massentauglich sein soll) auch mit erheblichen (Entwicklung-)Kosten verbunden die natürlich dann an den Kunden weitergegeben werden. An der Stelle wäre es dann vermutlich sinnvoller einfach auf mehr Radiatorfläche zu setzen, im Zweifel mittels externem Radiator wie einem MoRa oder ähnlichem.
 

ghecko

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#10
Oder die Wasserkühlung mit einem Peltierelement ausstatten.
Vorteile:
- kein Wasserverbrauch
- Keine erhöhte Luftfeuchtigkeit
Nachteile:
- hoher Stromverbrauch
- Ohne Regelung Kondensation am Kühlkreislauf möglich.
 

Necoro

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#11
Akkuschrauber, Metallsäge und Lötbrenner. Dazu noch Hartlot, viele Kupferrohre und Kupferblech :D
So kompliziert ist das nicht.
Ich glaube, dass ich untalentiert genug bin um aus Versehen das halbe Rohr zuzulöten, sodass kaum mehr Kühlflüssigkeit fließt. :D

Ich merke schon, als Dauerlösung wird sowas nicht funktionieren. Also höchstens als alternativer Kühlweg für den Sommer. Wenn man einfach die "Bewässerung" nicht nachgefüllt wird, wenn sie nicht benötigt wird, dann geht die Kühlleistung von diesem speziellen Radiator im vergleich zu herkömmlichem Lamellenabstand natürlich in den Keller.

Wie wäre es mit einem 360er Radiator, bei dem nur ein oder zwei Drittel die alternative Kühlmöglichkeit bieten und der Rest die üblichen Maße hat. Praktisch eine Hybridlösung, wo bei Bedarf als "Kühlturbo" befüllt werden kann.
 

CPU-Bastler

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#12
1. Nimm einfach den Radiator 3 Nummern größer. Damit kann das Kühlwasser richtig auskühlen.
2. Ansonsten gibt es noch Perlier-Elemente. Minusgrade auf der einen Seite, Plusgrade auf den anderen Seite, wenn an das Element Spannungs angelegt wird.
3. Wärmerohr
4. Kälteanlage - optimale Lösung
5. PC in Kühlschrank einbauen. Kein Lärm, Kabel können zwischen Dichtgummi und Kühlschrankrahmen geführt werden. Einfach nachzubauen. Nebenbei kann man noch sien Feierabendbier kühlen.
 

homerpower

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#13
5. PC in Kühlschrank einbauen. Kein Lärm, Kabel können zwischen Dichtgummi und Kühlschrankrahmen geführt werden. Einfach nachzubauen. Nebenbei kann man noch sien Feierabendbier kühlen.
Klingt immer wieder nett, aber um 300 bis 500 Watt Wärme rauszubekommen braucht man schon ein ordentlichen Kühlschrank. Ich glaube bei einem normalen Kühlschrank hast du nur noch warmes Bier.

Btt: bei deinem Vorhaben wäre der Vorteil nur das man die Leistung eines kleines Radiators steigert. Bei der PC Anwendung könnte man auch einfach einen gewaltigen Radiator verwenden...
 

Cool Master

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#14
Vergiss es das wird in einem PC nichts bringen. Verdunstung kann nur gehen wenn es wirklich warm ist und diese Temperaturen erreichen PC-Radiatoren nicht. Alles andere bringt auch nichts. Denkst du nicht auch, dass EK, Alphacool und die ganzen anderen großen Hersteller schon längst etwas auf dem Markt hätten wenn es einen echten Vorteil bringen würde?

Ich nutze zwei 360er (oben) und ein 240er (vorne) Radiator und das langt für 1060, 1080, Threadripper und Spannungswandler am Motherboard. Das einzige was die Temperaturen wirklich sinken lässt ist meine Klima. Oder wenn ich die Lüfter Drehzahl manuell hoch schraube.
 

Cool Master

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#16
Wurde schon probiert, zumindest mitm Kühlschrank, das klappt nicht. Auch ein Tiefkühlschrank wird da nichts bringen weil die Teile nicht für so viel Hitze ausgelegt sind vor allem permanente Hitze. Alles was man in den (Tief)Kühlschrank rein stellt produziert ja nicht aktiv wärme.
 

ruthi91

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#17
Peltierelemente bringen es auch nicht. ~10% Wirkungsgrad, das heißt wenn nur 300W dauerhaft kühlen willst, musst du da 3KW reinjagen... und die meisten Elemente für den Heimgebrauch/Basteln laufen mit 12V.
Wenn die monetären Mittel beim Wakü Kreislauf knapp sind, und auch keine Highend OC Hardware wie Kompressorkühlung oder Chiller vorhanden sind, hängen die meisten einfach den Radiator in nen Eimer mit Eiswürfeln und Wasser.
Regelmäßig durchrühren und Eis nachkippen, dann erreichst du Wasserkreislauf Temperaturen von ~5°.

Im Winter bei Minusgraden zieht man sich warm an und geht in die Garage oder reißt die Fenster auf.
 

Cool Master

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#18

ruthi91

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#19
Im Winter ist die Luft ja kälter, also gibt's da kein Kondenswasser.
Wenn man das Wasser durch Eis runterkühlt muss man schon aufpassen, aber dann reicht es meistens starke Lüfter auf Graka und CPU/Sockel pusten zu lassen
 

Cool Master

Fleet Admiral
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#20
Ja aber das Zimmer hat ja vor dem öffnen eine gewisse Temperatur. Wenn du also bei ~25°C Zimmer das Fenster aufmachst und es ist z.B. -25°C kann sich da schon Kondenswasser bilden wenn es eben zu schnell abkühlt.
 
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