Kurioses Arbeitsspeicherproblem?

Kazuya91

Commander
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Hallo Community,

da ich ratlos bin und keine Frage auf meine Antwort finden konnte, möchte ich euch um Hilfe bitten.

Ich baue seit einigen Jahren Rechner zusammen, und was mir immer am meisten Probleme macht ist der Arbeitsspeicher. Und zwar ist es ein kurioses Problem, wo ich echt ratlos bin.

Folgendes ist mir passiert:

Fall 1: ein PC-System zu DDR2 Zeiten. Es sollen 2x 2GB GEIL Black Dragon auf einem Board von ABIT-Mainboard eingesetzt werden. Baut man den RAM ein, braucht man mehrere Anläufe bis der PC mal normal funktioniert. Man muss ständig probieren:
erster Riegel rein in Slot 1 = fährt nicht hoch. Dann in den zweiten Slot = fährt nicht hoch usw.
Man versucht es mehrere Male und dann fährt er mit einem Riegel hoch. Dann steckt man den zweiten in einen Slot rein, und er fährt nicht mehr hoch. Dann nimmt man den gerade eingesetzten Riegel raus und er fährt aber trotzdem nicht hoch? WTF?

Probiert man es mehrere Male mit viel Geduld, und man schafft es einmal mit beiden Riegeln eingesetzt ins BIOS zu kommen, läuft der Rechner ewig und ohne Abstürze. Auch ein Memtest übersteht dieser Rechner ohne Fehler. Warum ist das so, dass man mehrere Anläufe braucht?

Das ABIT-Board wurde dann verkauft und die Riegel wurden in einem Asrock-Board eingesetzt. Auch da das selbe aber nicht so extrem wie beim ABIT-Board... Man braucht mehrere Anläufe damit der Rechner einmal hochfährt.

Jetzt kommt wahrscheinlich einer und sagt, es liege an den Riegeln. FEHLANZEIGE!
Das selbe Problem hatte ich auch mit einem ganz anderen Asrock Mainboard und Arbeitsspeicher von MDT (DDR2). Wenn er dann mal lief, lief er ewig.

2. Fall:
Der PC meines Bruders wurde mal verkauft. Da waren die Riegel von oben (GEIL BLACK Dragon) eingebaut. Der PC wurde dabei bei vor dem Verkauf dem Käufer demonstriert. Da lief er einwandfrei.
Käufer fährt mit dem PC nach Hause und startet ihn, aber er fährt nicht hoch. Er ruft mich an und fragt um Rat. Ich hab gefragt ob er eine neue Komponente eingebaut hätte aber er verneinte. Den PC hat er nicht mal aufgeschraubt. Dann meinte ich zu ihm, dass er die Arbeitsspeicherriegel immer rein und raus stecken sollte bis er hochfährt. Nach einigen Malen klappte es. Ich verstehe einfach nicht wieso...

3. Fall: PC mit DDR3 RAM und Asrock Mainboard mit B75-Chipsatz
Mein Bruder will zu einer LAN-Party und nimmt seinen PC mit. Ich fahre ihn mit dem Auto hin. Zuhause funktionierte er einwandfrei. Dort angekommen ruft er mich nach paar minuten an, dass der PC nicht hochfährt und der Bildschirm schwarz bleibt. Wieder der selbe Mist... Der RAM muss ca. 10 Mal hin und her und wieder eingesteckt werden und der PC läuft wieder.

Ich frage mich gerade ob ich einfach kein Glück mit Arbeitsspeicher habe oder dieses Problem normal ist. Für mich ist es unverständlich. Das Problem hab ich fast mit jedem meiner Systeme gehabt. Es ist einfach nur nervtötend. Je mehr Riegel man hat, desto langwieriger wird dieser Prozess den PC endlich mal wieder zum Laufen zu bekommen. Es ging schon so weit dass ich keine Lust mehr hatte und mich fast beschlossen hatte immer nur noch einen einzigen Riegel zu kaufen und auch auf Dual-Channel zu verzichten.

Hat jemand ähnliche Probleme gehabt? Ich hoffe ich bin nicht der einzige, ansonsten glaube ich wirklich an einen Fluch...:D
 
Zu zimperlich beim RAM einstecken? Diese müssen SPÜR- und HÖRbar einrasten.

Ansonsten: Falsche Timings, schlechte Spannungsstabilisierung, "günstiges" Netzteil.
 
Identisches Problem habe ich bei meinem Onkel mit einem Fertig-PC von HP: der Rechner läuft monatelang fehlerfrei und will dann die RAM-Riegel wieder neu eingesetzt bekommen (einmal raus- und wieder rein ist dort jedoch ausreichend). Ich konnte mir bisher eigentlich nur Ablagerungen an den Kontakten vorstellen, welche sich durch Rausziehen und Einstecken entfernt werden - über andere Theorien wäre ich auch dankbar.
 
Günstiges Netzteil definitiv nicht. Das passiert mit einem EVGA 500B und einem Corsair VX 450W. Wenn das Netzteil schuld wäre, warum läuft er dann einwandfrei wenn der erste Anlauf geschafft ist?

Die Timings werden alle vom BIOS automatisch eingestellt. Und das mit dem Einrasten und "zimperlich" ist hoffentlich nicht ernst gemeint...
 
Dr. Wiesel schrieb:
Günstiges Netzteil definitiv nicht. Das passiert mit einem EVGA 500B und einem Corsair VX 450W. Wenn das Netzteil schuld wäre, warum läuft er dann einwandfrei wenn der erste Anlauf geschafft ist?

Die Timings werden alle vom BIOS automatisch eingestellt. Und das mit dem Einrasten und "zimperlich" ist hoffentlich nicht ernst gemeint...

Bei einigen BeQuiet Netzteilen gab es einen Bug, dass diese erst nach mehrmaligen Einschalten richtig hochfuhren, da die Spannungsregulierung nicht sauber lief.

Und das mit dem Einrasten IST ernst gemeint. An den RAM-Riegeln sind seitlich Einkerbungen, in denen die Halter am Mainboard einrasten müssen. Du glaubst nicht, wie viele PCs ich schon auf meinem Schreibtisch stehen hatte, wo diese eben nicht richtig eingerastet waren, und ein identisches Fehlerbild produziert haben.


Frage: Woher weißt du, dass es immer der RAM war? Bios Beep-Code? Oder hast du dann einfach den RAM neu eingesetzt auf "Verdacht" und es lief dann wieder?
 
Naja, ich hab ja wie oben beschrieben schon gesagt, dass ich den RAM immer wieder neu raus und reingesteckt habe bis der Rechner wieder lief. Ein Memtest hat auch ausgeschlossen dass der RAM defekt war. Der PC lief dann auch wirklich einwandfrei und das solange bis man diesen PC transportiert hat (mit dem Auto z.B.) oder sich entschloss die Menge des RAMs zu verändern (Upgrade/Downgrade).

Ich achte immer drauf dass der RAM sauber einrastet. Genau deshalb bin ich ja so überfragt...
 
Piepst denn der Speaker einen Arbeitsspeicherfehler? Oder bleibt einfach der Bildschirm schwarz?
 
Das ABIT-Board hatte einen Speaker eingebaut. Soweit ich mich erinnere, hat er nicht gepiept und der Bildschirm blieb einfach schwarz. Erst als man ihn ohne RAM gestartet hatte, gab er einen Piepen von sich raus.

Die Asrock Boards hatten beide keinen Speak eingebaut.
 
Die Sache mit dem Transport deutet aber doch sehr auf ein mechanisches Problem hin.
 
Seliador schrieb:
Die Sache mit dem Transport deutet aber doch sehr auf ein mechanisches Problem hin.
Ja, und zwar auf einen Haarriss bzw. mehrere Haarrisse. Einfacher Test: PC geht nur stehend oder nur liegend.


Abit-Mainboard: berüchtigt wegen der ersten Elkos mit Elktrolyt auf Wasserbasis. MDT-RAM: xxx-800-16 -> wenn hinter der 16 kein "A" folgt, dann auch große Probleme mit div. Konfigurationen.
Netzteile sind auch schon angesprochen wurden.
 
UweW. schrieb:
Ja, und zwar auf einen Haarriss bzw. mehrere Haarrisse. Einfacher Test: PC geht nur stehend oder nur liegend.
Das wäre vielleicht auch eine Möglichkeit, durch den mechanischen Druck auf das Mainboard könnten die Leiterbahnen wieder für eine gewisse Zeit miteinander verbunden werden.
 
also im bezug auf einen neu zusammengebauten pc muss auf die belegung geachtet werden. bei asus müssen die riegel z.b. in slot 2 und 4 stecken, statt in 1 und 3, sonst passiert nicht viel.

ansonsten klingt das mit dem transport schon so, als wäre der speicher nicht richtig eingerastet.
 
Ich hatte auch schon die Konstellation dass manche Boards das EEPROM des Speichers nicht auslesen konnten. Auf anderen Boards gings aber. Nachdem ich die Module mit den selben!!!! SPD Daten neu überschrieben hatte liefen sie plötzlich in allen Boards.

Ebenfalls hatte ich schon die Combo aus dreckigen Modulkontakten und minimal zu groß gefertigten Slots. Das hat sich so ähnlich ausgewirkt.

Kleiner Tipp für die Zukunft: Willst du nicht dass dir sowas passiert dann kauf Standardspeicher (z.B. 1600 CL11) von Samsung, Hynix oder Micron (Crucial) und keinen OC Kiddiespeicher für teuer Geld.
 
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