Leserartikel Lesertest: BitFenix Ronin

PeterSicherlich

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Einleitung
BitFenix sollte mittlerweile vielen ein Begriff im Gehäusemarkt sein, so konnte man im Jahre 2011 das BitFenix Shinobi vorstellen und mit diesem einen Erfolg erzielen. Man stellte ein grundsolides Gehäuse vor, welches weit weniger als 100€ kostet, dies bestätigten auch Tests.
Die Frage ist nun, ob das BitFenix Ronin in seiner Preisklasse ebenso überzeugen kann und vor allem, ob es sich gegen andere Gehäuse in dieser Preisklasse behaupten kann. So wird in diesem Test die Qualität des Gehäuses untersucht, geschaut, ob es durchdacht zusammengestellt wurde und vor allem, ob ein leiser Betrieb möglich ist.​


Technische Daten
  • Materialien: SofTouch™, Plastik, Stahl
  • Farben(Int/Ext) Schwarz
  • Dimensionen (WxHxL) 205 x 483 x 505mm
  • Mainboard Größen ATX, mATX, mini-ITX
  • 5.25” Laufwerkschächte x 3
  • 3.5” Laufwerkschächte x 6 (3 + 3)
  • 2.5” Laufwerkschächte x 6 (benutzt 3.5" Laufwerkschächte)
  • Lüfter Vorne 120mm x 2 (1 inbegriffen)
  • Lüfter Hinten 120mm x 1 (inbegriffen)
  • Lüfter Oben 120mm x 2 (optional) oder 140mm x 2 (optional)
  • Lüfter Unten 120mm x 1 (optional)
  • PCI Slots x 7
  • I/O Front Panel 2 x USB 3.0, 2 x USB 2.0, HD Audio
  • Netzteil PS2 ATX (Unten, verschiedene Ausrichtungen)
  • Extras Stahl Abdeckung, SofTouch™ Oberfläche, Staubfilter (x3 inbegriffen) , Werkzeuglose Laufwerk Arretierung
  • Modell-Nummer BFC-RON-300-KKWSK-RP
  • Anmerkung LED Beleuchtung nicht inbegriffen. Wird separat verkauft.
Daten übersetzt von BitFenix
Lieferumfang
  • Gehäuse
  • Englische Bedienungsanleitung
  • 5.25" Laufwerkadapter
  • zwei 120mm Lüfter (vorinstalliert)
  • zwei Staubfilter für 120mm Lüfter
  • ein Staubfilter für den Boden
  • Schrauben
  • zehn Kabelbinder
0 Lieferumfang.JPG0.0 Adapter.JPG
Testsystem
Testverfahren
Im Test habe ich versucht auf so viele Details wie möglich zu achten. Dafür habe ich alle Schritte sorgfältig und mit genügend Zeit vollzogen und diese mit Bildern dokumentiert. Für den technischen Testverlauf habe ich mehrere Programme verwendet, vor allem aber Prime95 (maximum heat), um die CPU auszulasten und FurMark (Burn-In Test), um die Grafikkarte an ihre Grenzen zu bringen. Ausgelesen habe ich die Werte mit SIW (System Info for Windows) und teilweise auch mit GPU-Z. Sie wurden im Idle immer nach 30min ausgelesen und unter Last nach 30-40min. (min. 30 Min, aber frühestens, wenn die Werte 5Min. konstant waren).

Erster Eindruck
1.0 Erster Eindruck.JPG 1.1 Erster Eindruck.JPG 1.2 Erster Eindruck.JPG 1.3 Erster Eindruck.JPG 1.4 Erster Eindruck.JPG 1.6 Erster Eindruck.JPG

Der erste Eindruck des BitFenix Ronin ist gut, so kommt es in einem recycelten Karton daher, ohne bunten Schnickschnack und ohne Folienüberzug. Wenn man den Karton öffnet, sieht man erst mal eine Installationsanleitung (Quick Installation Guide). Als nächstes holt man das Gehäuse aus dem Karton, hierfür hätte man noch eine Kerbe in das Styropor stanzen sollen, damit man das Gehäuse einfacher herausziehen kann. Das Ronin ist nochmals in eine Folie gewickelt und der restliche Lieferumfang befindet sich innerhalb des Gehäuses. Bis zu diesem Punkt macht das Gehäuse einen guten Eindruck, alles ist gut verpackt und die einzelnen Bauteile fühlen sich wertig an.​


Qualität und Design

  • Äußeres Gehäuse


2.0 Das Gehäuse.JPG2.1 IO Panel.JPG2.2 Deckel.JPG
Das äußere Design des BitFenix Ronin ist nicht nur auf den ersten Blick gelungen. Denn so sieht alles gut durchdacht aus und man leistet sich keine großen Schnitzer. Was positiv auffällt, ist das alles einheitlich gehalten wurde und das Gehäuse somit nicht wie viele andere zu verspielt und bunt daher kommt. Es fühlt sich auch wertig an und die neu entwickelte Soft Touch Oberfläche weiß auch zu gefallen. Wenn man sich nun die Oberseite des Gehäuses anschaut so ist diese ebenfalls gut verarbeitet und man sieht die USB- und Audioanschlüsse, die Luftlöcher, um die Luft aus dem Gehäuse zu befördern, sowie die Bedienungsknöpfe und die zwei Status LEDs. Da gibt es erst mal nicht viel zu bemängeln, meiner Meinung nach hätten die Luftlöcher für einen leiseren Betrieb noch etwas größer ausfallen können, genauso der Re-start Knopf, da er so etwas schwer zu bedienen ist.
2.3 Front.JPG2.3.1 Front CD-Laufwerk Abschluss.JPG2.3.2 Front Logo.JPG
Die Vorderseite braucht sich überdies nicht zu verstecken, da diese sich in dem einheitlichen Auftreten des Gehäuses einfügt. Nur das große, auffällige Logo gefällt mir nicht ganz so gut. Als etwas Störend empfinde ich auch das leicht hervorstehende Mesh-Gitter an den Seiten, das ist aber wohl Geschmackssache. Nervend ist zudem, dass sich die Front nur sehr schwer vom Gehäuse lösen lässt, das sollte einfacher gehen und für die Finger sollte man ggf. etwas mehr Platz lassen, damit beim abziehen keine Schmerzen auftreten.
2.4 Seite.JPG2.4.0 Seite ohne Hardware.JPG2.4.1 Seite mit Hardware und Cover.JPG2.4.2 Seitenteil1.JPG2.4.3 Seitenteil2.JPG
Wenn man nun die Seiten des Gehäuses betrachtet, so fällt einem sicherlich als erstes das Fenster des Gehäuses auf, sowie das dahinter liegende Cover (dazu aber später mehr). Die Seitenteile sind komplett in Schwarz gehalten, haben keine unnötigen Luftlöcher und sind im Großem und Ganzen gut verarbeitet. Das Fenster ist etwas kratzanfällig, diese Kratzer fallen aber nur bei direktem Lichteinfall wirklich auf. Außerdem sind die Seitenteile recht leicht (im Vergleich zum Lancool PC K-58) und etwas wabbeliger, dafür ist der Schiebemechanismus beim Ronin besser gelungen. Des Weiteren ist das Seitenteil des Ronin etwas auffälliger, da es bei Lichteinfall etwas glänzt (aber nur ganz leicht), hier entscheiden dann wohl mal wieder die persönlichen Präferenzen.
2.5 Boden mit Staubfilter.JPG2.5.1 Boden ohne Staubfilter.JPG2.5.2 Gehäusefuß.JPG2.5.3 Staubfilter Boden.JPG
Die Unterseite betrachte ich mit etwas gemischten Gefühlen, auch wenn es sich nur um kleinere Dinge handelt. So fällt aber erst mal positiv auf, dass es sehr viele Luftlöcher gibt und somit für eine gute Belüftung gesorgt wurde. Auch der Staubfilter weiß besser zu gefallen als beim Verlgeichsgehäuse, dem PC-K58, doch es ist noch lange nicht perfekt. Es lässt sich zwar einfacher anbringen, vor allem muss man das Gehäuse beim rausnehmen nicht hinlegen. Doch eine Gummischicht über dem Plastik, oder kleine Gumminoppen neben den Magneten hätten das Gitter um einiges verbessert und entkoppelt. Eine bessere Lösung wäre aber, wenn die Füße etwas weiter auseinander liegen würden und der Filter fast das ganze Gehäuse bedecken würde. Dazu dann noch eine gummierte Schiene, welche bis zum Ende durch geht und vorne, unten eine Nische zum Herausziehen (ähnlich der Frontkerbe) hat. Solche Staubfilter wünsche ich mir schon seit Jahren, doch wir scheinen uns dem nur langsam anzunähern. Ähnliches gilt auch für die Standfüße, diese wären komplett aus Gummi besser und würden besser Entkoppeln. Alles im allem ist die Unterseite aber auch in Ordnung.
2.6.1 Hinten Lüfter.JPG2.6.2 PCI- Slotbleche.JPG2.6.3 Netzteileinschub + Schrauben.JPG
Als letztes muss man noch die Rückseite betrachten, hier gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Doch auch hier sind große Löcher für eine gute Belüftung vorhanden und auch für eine Wasserkühlung befinden sich zwei Löcher auf der Rückseite. Etwas negativ sind mir aber noch die Schrauben aufgefallen, diese sind im schwarzen Design zwar etwas schicker als bei vielen anderen Gehäusen, der Kunststoffüberzug hätte aber nicht unbedingt sein müssen, hier ist Metall einfach wertiger.​
 

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  • Inneres Gehäuse

3.0 Der Innere Aufbau.JPG3.1 mit Hardware.JPG6.0 Silentanalyse, Lüfter unten.JPG3.2 Mainboardtray.JPG 4.0 Lancool Vergleich.JPG4.2 Seite.JPG5.1 PCI Slotbleche.JPG
Kommen wir also nun zu dem inneren Aufbau des Gehäuses. Zunächst fällt auf, dass es ähnlich einheitlich (schlicht, schwarz) gehalten wurde, was ich als positiv empfinde. Außerdem war von Beginn an bei meinem Gehäuse ein kleiner Kratzer am Mainboardtray, das kann aber mal vorkommen und stellt keine Probleme dar, da man diese Fläche eh nicht sieht. Alles wirkt sehr aufgeräumt. Als erstes fallen einen wohl die vielen gut positionierten Löcher für das Kabelmanagement auf und das dieses Gehäuse, wie so viele andere auch, eine Montageöffnung für den CPU-Kühler besitzt.
3.3 Der Festplattenkäfig.JPG3.3.2 Festplattenkäfigseite.JPG3.3.3 Festplatteneinschub.JPG3.3.4 mit Hardware.JPG3.3.5 Festplattenkäfig - Schrauben.JPG6.1 Lüfter unten.JPG 4.4 Festplattenkäfig.JPG 5.0 Lancool Vergleich.JPG
Nun möchte ich aber vorerst auf den Festplattenschacht eingehen. Dieser ist in zwei Teile aufgeteilt, den einen kann man sehr einfach entfernen, um z.B. längere Grafikkarten zu verbauen, das ist schon mal sehr positiv. Der untere Festplattenkäfig ist fest verschraubt. Das Einschieben der Festplatten geht auch sehr einfach und schnell von der Hand, denn diese werden einfach von Magneten an den Seiten gehalten und man muss an nichts mehr rumschrauben, außer man verwendet 2,5“ Festplatten. Also alles sehr einfach, was mich stört, ist das diese Konstruktion nicht allzu solide ist und die Vibrationen sehr gut weiter gibt. Hier hätte man ruhig ein zwei Schrauben mehr verwenden sollen und dafür die Festplatten entkoppeln sollen. Wenn man seine Festplatten aber aus dem ganzen System eh nicht raus hört, sollte dies kein Problem darstellen. Auch das Ausbauen des zweiten Festplattenkäfigs ist einfach, angenehm ist überdies, dass nur Schrauben derselben Größe verwendet wurden. Das Einbauen eines Laufwerks gestaltet sich ähnlich einfach und dieses sitzt auch stabil im Laufwerkschacht, positiv ist zudem, dass es sehr gut mit der Gehäusefront abschließt.
4.5 PCI Schiene.JPG
Die anderen Bauteile lassen sich in gewohnter Manier verbauen und sollten keinen Nutzer vor Problemen stellen, das einzige was ich vermisse, ist die mechanische Halterung der PCI-Schiene des Lancool Gehäuses, hier war der Einbau nochmals einfacher. Des Weiteren hätte man noch zwei Gummistreifen unter das Netzteil legen können, das ist aber zu vernachlässigen, da man dies auch selbst schnell nachholen kann (Netzteillüfter entkoppeln).
6.2 Lüfter vorne.JPG3.4 Lüfter.JPG3.4.1 Lüfter.JPG3.4.2 Lüfter Front.JPG3.4.3 Staubfilter.JPG
Auch die Lüfter lassen sich erfreulicherweise vorne und hinten einfach anbringen, dazu muss man vorne nur die Frontblende abnehmen und den Lüfter mit den mitgelieferten Schrauben anbringen. Den Lüfter unten kann man ebenso einfach anbringen, hierzu findet sich aber leider nichts in der Anleitung.
3.5 Oben, ohne Lüfter.JPG3.5.1 Deckel.JPG3.5.2 IO-Panel am Deckel.JPG 4.3 Oben.JPG
Den oberen Bereich des Gehäuses muss ich hier erst mal loben, man hat gänzlich auf Metall unter den Lüftern verzichtet, einzig für die Anbringung der Schrauben befindet sich Metall am Deckel. Vor ein paar Jahren hatte ich mich bei dem Vergleichsgehäuse noch gefragt, ob ich das Metall oben nicht absägen sollte, damit sich der Luftstrom verbessert und die Geräusche verringert werden. Leider befindet sich oben am Gehäuse aber auch ein großer Kritikpunkt, denn das I/O Panel wurde leider nicht am Gehäuserumpf verbaut, sondern am Deckel, das heißt, wenn man die Kabel mit dem Mainboard verbindet hat man nicht mehr allzu viel Spielraum, um die Lüfter oben anzubringen, wenn man Pech hat muss man ggf. sogar wieder alle Kabel (vom I/O Panel am Mainboard) lösen, das ist sehr schlecht gelöst worden und für mich nicht nachvollziehbar. Außerdem sind Teile des I/O Panels verklebt, was einen Austausch darüber hinaus als schwierig gestalten würde.

Die gut gesetzten Kabelmanagement Löcher möchte ich dennoch nochmals erwähnen. Dahingegen vermisse ich die Kabelmanagement Schiene des K-58 etwas, da diese einfach, aber hilfreich war.
3.6 Coverschiene.JPG
Jetzt möchte ich noch etwas auf das schwarze Cover hinter dem Bild eingehen, dieses ist aus Plastik und lässt sich auch etwas schwer lösen. Es stellt keinen wirklichen Nachteil da, da man die ganze Schiene komplett und einfach entfernen kann. Wem es gefällt, der hat hier aber einen Designvorteil, wem es nicht gefällt, der kann die Blende rausnehmen und für denjenigen entstehen keine Nachteile.​
 
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PeterSicherlich

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Silentanalyse
Jetzt kommen wir wohl zu dem interessanteren Teil meines Testes. Der Großteil des Testverfahrens steht ja schon oben, ich möchte hier aber erst mal noch etwas näher darauf eingehen. Denn Standard heißt hier, BitFenix Lüfter – am Mainboard betrieben. Sonst habe ich einen BeQuiet 140mm Silentwing 2 @5V, oben angeschlossen + einen weiteren Lüfter an der genannten Stelle (Scythe Slipstream [800rpm] 120mm @5V, bzw. oben einen Silentwing 140mm @5V)
Die Ergebnisse habe ich in Bildern dokumentiert und so wie oben genannt beschriftet. Als erstes möchte ich die Idle Werte vergleichen, da es so meiner Meinung nach einfacher fällt zu unterscheiden und da einige es z.B. im Idle leise haben möchten aber dann bei Last (z.B. beim Spielen) Kopfhörer auf haben und es auch mal lauter werden darf.
6.3 Mesh abgedeckt.JPG6.3.1 Mesh abgedeckt.JPG

Idlewerte
Ich habe sechs verschiedene Werte ausgelesen: Standard, Lüfter unten, Lüfter vorne (Mitte), Lüfter hinten, Lüfter oben und Lüfter oben, mit abgedecktem Mesh (oben2).
Die Idlewerte können sich grundsätzlich sehen lassen, manche Konfigurationen sind anderen aber vorzuziehen. Die mitgelieferten Standardlüfter, in der angebrachten Konfiguration (vorne + hinten) sind in Ordnung für mitgelieferte Lüfter, sie sind aber nicht Silent, vor allem der hintere hatte ein wahrnehmbares Spulenfiepen, wer also ein Silentsystem aufbauen möchte, sollte auf alle Fälle die Lüfter austauschen. Die Werte waren aber in Ordnung und so hat man auch noch etwas mehr Reserven (Mainboardanschluss).
Die Idee den Lüfter unten anzubringen fand ich am interessantesten, doch leider waren die Werte nicht wie erhofft. Der Prozessorlüfter musste hier ein ganzes Stück höher drehen als bei allen anderen Konfigurationen, außerdem waren hier die Grafikkartenwerte mit am schlechtesten, einzig der Airflow ist als gut anzusehen.
Zur Frontkonfiguration braucht man nicht allzu viel zu sagen, da dies wohl stark an die Standardkonfiguration angelehnt ist, die Werte sind in Ordnung, aber nicht überragend.
Die heck Konfiguration konnte sehr gut abschneiden, so sind die Grafikkarten Temperaturen gut, die Festplatte bleibt schön kühl, der Prozessor bekommt genügend Luft ab und auch der Airflow ist hervorragend. Außerdem ist diese Konfiguration von meiner Sitzposition aus etwas leiser (als z.B. die Frontkonfiguration), da der Lüfter weiter von mir entfernt ist und sich mehr Material zwischen mir und dem Lüfter befindet.
Auch die Konfiguration mit dem Silentwing oben (Zwei Lüfter oben) konnte überzeugen (Airflow + HDD gut), aber nicht ganz so gut abschneiden wie die Heckkonfiguration.
Die Luftlöcher vorne und hinten abzudecken hat aber nicht unbedingt den gewünschten Effekt gebracht (Unterdruck+ Airflow von unten nach oben verstärken). Die Temperaturen haben sich eher etwas verschlechtert und der CPU Lüfter dreht auch etwas schneller (vgl. Heckkonfig.). Aber wenn man die Flächen mit Dämmmaterial abdecken würde (z.B. Bitumen) könnte man ggf. positive Ergebnisse in Form weniger Geräuschemission (+ etwas schlechtere Temperaturen) erreichen.
gemessene Werte (Idle)
7.0 SIW Standard Idle.png7.1 SIW Idle, Lüfter unten.png7.1.1 GPU-Z Idle, Lüfter unten.gif7.2 SIW Idle, Lüfter vorne.png7.2.1 GPU-Z Idle, Lüfter vorne.gif7.3 SIW Idle, Lüfter hinten.png7.3.1 GPU-Z Idle, Lüfter hinten.gif7.4 SIW Idle, Lüfter oben.png7.4.1 GPU-Z Idle, Lüfter oben.gif7.5 SIW Idle, Lüfter oben2.png7.5.1 GPU-Z Idle, Lüfter oben2.gif

Lastwerte
Kommen wir nun zu den Temperaturen unter Last.
Ich fange wieder mit der Standard Lüfterkonfiguration an, hier können sie den Vorteil ausspielen, dass diese am Mainboard betrieben werden, dafür drehen sie zwar auch schneller, doch das ist nicht in dem Maße wahrnehmbar, da auch der CPU-Lüfter recht schnell dreht. Allein die Festplatte wird im Verhältnis zu anderen Konfigurationen etwas wärmer. Wen also die Lautstärke nicht zu sehr stört (vor allem aber im Idle!) kann auch auf die Standard Lüfter setzen.
Der Lüfter unten konnte mich mal wieder nicht überzeugen, da die HDD recht warm wird, die CPU Temperaturen nicht gut sind und auch der Airflow kann im Verhältnis zu den anderen Konfigurationen nicht überzeugen.
Bei dem Frontlüfter verhält es sich ähnlich, die HDD/ Airflow Temperaturen lassen zu wünschen übrig und der Rest ist nur in Ordnung.
Auch die Werte vom Heck und Top (oben) Lüfter haben die meisten Werte gemeinsam, sie sind alle durchweg sehr gut. Hier kann wohl der 140mm Lüfter seinen Vorteil ausspielen (normalerweise wäre sonst wohl der Hecklüfter besser). Und die Abdeckung des Meshs hat hier dann letztendlich eine Bruchlandung hingelegt, da alle Werte schlecht sind, nur der HDD Wert ist in Ordnung.
gemessene Werte (Last)
8.0 SIW Standard Last.png8.0.1 Standard Last Speedfan.png8.1 SIW Last, Lüfter unten.png8.1.1 GPU-Z Last, Lüfter unten.gif8.2 SIW Last, Lüfter vorne.png8.2.1 GPU-Z Last, Lüfter vorne.gif8.3 SIW Last, Lüfter hinten.png8.3.1 GPU-Z Last, Lüfter hinten.gif8.4 SIW Last, Lüfter oben.png8.4.1 GPU-Z Last, Lüfter oben.gif8.5 SIW Last, Lüfter oben2.png8.5.1 GPU-Z Last, Lüfter oben2.gif

Vergleich zum K-58
Abschließend möchte ich noch einen Vergleich zwischen beiden Gehäusen liefern. Der Vergleich ist wohl am ehesten zwischen der „oben2“ Konfiguration gegeben, da auch die Luftlöcher beim K-58 abgedeckt wurden (Idle Betrieb etwas leiser). An dieser Stelle braucht sich das Ronin gar nicht zu verstecken, die Werte sind durchweg besser und das Gehäuse könnte so durchaus Silenttauglich sein. Das liegt sicherlich vor allem an den vielen Löchern im Boden, wie auch am Weglassen des Stahles oben am Gehäuse.
gemessene Werte (Lancool Gehäuse)
9.0 Idle SIW.png9.1 SIW Idle, Festplattenkäfig normal, ohne Soundkarte.png9.2 SIW Idle. Festplattenkäfig gedreht.png9.3 GPU-Z Idle K-58.png9.4SIW Load.png

Lüfterfazit
Die Konfiguration hängt wohl immer von dem Typ ab, nur um mal einige Beispiele zu nennen:
  • Verbraucht der Prozessor viel Strom (= mehr Abwärme)
  • Oder doch eher die Grafikkarte
  • Wo befinden sich die besseren Kühler/leiseren Lüfter
  • Was wird unter Last eher beansprucht
  • Kann es unter Last auch mal lauter werden
  • etc.
Wie man sieht gibt es verschieden Typen und an denen sollte man auch seine Lüfterkonfiguration anpassen. Mein Prozessor wird beispielsweise nie unter Last betrieben, aber dafür meine Grafikkarte. Aus diesem Grund habe ich den CPU Lüfter unten am CPU Kühler angebracht, damit dieser die Abwärme der Grafikkarte abträgt. Das würde ich beispielsweise nicht machen, wenn der Prozessor des Öfteren unter Last laufen würde, da dieser Lüfter dann der lauteste im Gehäuse wäre, hier würde ich wohl sogar noch den Kühler tauschen.
Man kann aber sehr wohl eine Empfehlung für bestimmte Konfigurationen aussprechen, so hat sich gezeigt, dass, wenn man <zwei Lüfter verwendet, diese die Luft immer aus dem Gehäuse heraus befördern sollten. Demnach sollte man wohl oben zwei oder hinten und oben einen Lüfter verwenden, am besten testet man das aber mit seiner eigenen Hardware nochmal. Zu empfehlen wäre auch noch, die Lüfter über eine Steuerung oder SpeedFan zu steuern. Zudem wirkt sich eine Bitumenbox (Dämmbox) bei einer HDD + SDD gut auf die Festplattentemperaturen aus. Hingegen kann man von einem Abdecken der Gehäuselöcher Vorne und Hinten wohl in den meisten Fällen abraten, da sich die Temperaturen hier zu negativ entwickeln. Wer sich auch nochmals näher mit den verschiedenen Konfigurationen auseinandersetzten möchte, sollte sich diesen Test von Hardwaremax ansehen.


Allgemeines Fazit
Alles im allem handelt es sicher hier um ein grundsolides Gehäuse in guter Qualität, der Gesamteindruck wird aber leider durch einige kleinere Mängel geschmäht.
Positiv ist meiner Meinung nach das Design (schlicht), das es nicht sehr groß ist und die vier USB Anschlüsse in der Front. Auch der innere Aufbau, vor allem das Kabelmanegament sei hier genannt, ist gelungen. Zudem wissen die vielen Lüftlöcher bei mir zu gefallen (vor allem die großen im Deckel). Das Fenster und das Abdeck Cover hätte man meiner Meinung nach weglassen können, aber das ist wohl Geschmackssache. Etwas schade finde ich, dass nicht so sehr auf die Entkopplung geachtet wurde, vor allem beim Festplattenkäfig und das man an den meisten Stellen nur 120mm Lüfter anbringen kann. Ein großer Nachteil ist auch das im Deckel fest integrierte I/O Panel.
Im Wesentlichem kann man aber nicht von dem Gehäuse abraten, gleichfalls kann ich aber auch keine 100%ige Empfehlung aussprechen, man sollte sich viel mehr die genannten Vor- und Nachteile von diesem und andern Gehäuse anschauen und dann abwägen. Hier könnte für viele beispielsweise schon das günstigere BitFenix Shinobi ausreichen, andere könnte dahingegen das Fractal Design Arc reizen.

Preisvergleich: ~80€, Stand: 01.10.2013
 
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