Kaito Kariheddo schrieb:
Es ist zwar nicht zu empfehlen, aber du kannst deinen Nutzer zum Daueradmin machen, jeder wie er beliebt ¯\(ツ)/¯ (Disclaimer: Auf keinen Fall nachmachen...)
Unter gar keinem Fall unter irgendeinem Betriebssystem nachmachen, sofern man das System am Internet hängen hat, eventuell sogar mit anderen Menschen den Rechner teilt.
Das gilt unter Windows ganz genauso.
Tomsenq schrieb:
Selbst dann muss ich für den Passwortmanager vom Browser das passwort eingeben um den Keyring zu entsperren.
Unter Plasma und Cinnamon ist das bei den gängigen Desktop-Distris so, dass der Keyring mit der Anmeldung in Deinem Benutzerkonto freigeschaltet wird.
Ich gehe stark davon aus, unter GNOME und anderen DEs ist dem ganz ganz genauso der Fall.
Wobei Plasma einem offen lässt, für den Keyring ein eigenes Passwort einzugeben.
Kann man machen, ist mir persönlich aber auch viel zu blöd, wenn ich schon zuvor erst für die LUKS-Verschlüsselung und anschließend beim Login nach den Passphrasen gefragt werde.
Tomsenq schrieb:
manch einer hat halt keine Lust auf Kommandozeilen Befehle Und sowas ist fur ihn "frickeln"
Hier stimme ich zu, zumindest an einem Desktop-System.
Auf einem Raspberry Pi, NAS oder Server sehe ich das ganze etwas differenziert, doch da hat der Sicherheitsaspekt auch nochmal ein anderes Gewicht und die Systeme werden idR ohnehin anders gewartet.
Kaito Kariheddo schrieb:
Äh nein. Man kann Chromium-basierte Browser einfach mit --password-store=basic starten, dann gibts keien Abfrage
Cool story, dude, nur musst Du da zugeben, 98% der Leute sind sich dessen Schalter wohl unbewusst, noch würde es diesen Leuten in den Sinn kommen, so den Browser überhaupt zu starten.
Ist für mich allerdings auch kein oversight, denn wie gesagt, normal wird der Keyring mit der Benutzeranmeldung freigeschaltet.
Das gilt zumindest so für Ubuntu basierte Distris, Debians, SuSE und mit Sicherheit auch Fedora und vermutlich Cachy und Endeavour.
Habicht schrieb:
und wie würdest du dann eigentlich diese permanente und äußerst lästige Mausschubbserei nennen?
Ohne es abwertend zu bezeichnen, oder zu preisen, Gewohnheit und aus der Gewohnheit heraus, ist es Komfort.
Du hast es mit Deinem nächsten Satz für Dich aufs CLI bezogen, im Grunde bestätigt.
Habicht schrieb:
Da Lob ich mir doch die Kommandozeile - da weiß und sieht man wenigstens, was passiert.
Nun schauen wir uns die jungen Menschen und alle anderen an, welche man vielleicht auch im eigenen Umfeld kennt, wo der Computer keinen großen Teil des Lebens einnimmt, oderjene, die nach einem langen Arbeitstag einfach nur noch auf dem Sofa sitzen und fernsehen, ein Buch lesen oder irgendwas anderes, fernab von PC-Krams machen wollen.
Für diese ist die Bedienung eines Android oder iOS Standard, oder der Oberfläche ihres Fernsehers.
Die Leute wissen dann für ihr System meist auch, wo alles ist und da ist weder Maus schieben, noch das Terminal mit Tastatur der Standard.
Man kann sie nutzen, ja, aber es ist kein Standard.
ETI1120 schrieb:
Wer Kommandozeile als frickeln bezeichnet, drückt nur aus dass er oder sie keine Ahnung von Computern hat.
Ganz schön arrogant und überheblich zu erwarten, dass man sich mit dem Terminal auskennen muss, um Ahnung von Computern zuhaben.
Nur weil Du Auto fahren kannst, kannst Du noch lange keinen Panzer fahren, oder Flugzeug fliegen.
Sind ja alles Fortbewegungsmittel.
ETI1120 schrieb:
Ich bin auch kein Fan der Kommandozeile. Ich meide sie auch sooft es geht. Aber es gibt immer wieder Situationen an denen es erheblich praktischer ist Dinge in der Kommandozeile zu erledigen als durch Menues zu irren. Vor allem auch weil man Befehlsfolgen, die man öfters braucht als Batch-datei ablegen kann.
Das ist Deine Art, einen Computer zu nutzen, welche für Dich funktioniert.
Andere Personen haben einen ganz anderen Workflow, ganz andere Anforderungen, die Piepen Dir etwas, wenn Du denen so kommst.
pseudopseudonym schrieb:
Es gibt Leute, die mit Auswahl überfordert sind. Nicht selten sind das die, die noch heute der DDR nachjammern, weil alles so schön einfach war (wenig Optionen und viele Entscheidungen wurden für einen getroffen).
Da macht es sich jemand sehr leicht.
Fakt ist, es gibt einen ungeheuren Wildwuchs an Distributionen.
Fakt ist, wenn man von außen auf das ganze schaut, wird man erstmal erschlagen.
Man kann es jetzt so machen, wie
@Kuristina, mit einem Linux starten, welches einem optisch zusagt.
Hab ich so vor über 20 Jahren mit Knoppix gemacht, dann irgendwann SuSE ausprobiert, dann irgendwann neben Vista feste Ubuntu 7.04 installiert.
Da ist auch nichts falsches dran, ich fand auch die XP- und Vista-Optik damals sehr schön und wollte unbedingt deshalb auf die neuen Windows-Versionen, weg von 98SE.
In gewisserweise hat man das Thema ja auch noch immer mit jedem neuen Windows.
Es gibt aber auch jene, wo die Optik nichts bringt, die trotzdem in Probleme rennen.
Ich rate grundsätzlich zu Mint, als soliden Startpunkt und wenn sich abzeichnet, dass man mehr will, mehr braucht, andere Anforderungen hat, kann man noch immer weiter schauen.