Aber wenn der TE sich schon so deutlich als Gamer outet, wird er sich nicht mit den Spielen, die unter Linux laufen zufrieden geben, also muss das Windows so oder so bleiben. Dass bei einem Dualboot vorwiegend Windows geladen wird, liegt daran, dass man surfen, E-Mails schreiben, Officekram usw. sowohl unter Linux als auch unter Windows erledigen kann, spielen aber nur unter Windows (zumindest die ganzen Windowsspiele, an die man als Gamer gewohnt ist). Wozu dann ein Linux booten, wo keine Spiele sind? Also, wie gesagt, wenn der Haupteinsatzzweck des PCs das Gamen ist, dann wird ein Linux selten bis gar nicht gebootet, weil genau dieser Einsatzzweck dort nicht erfüllt werden kann. Also kann man es m. E. auch gleich lassen.
Ich mein, ich kann da aus Erfahrung sprechen. Ich hab zu meinen Windows-Zeiten auch gespielt und das war der Haupteinsatzzweck meines PCs. Ein Linux im Dualboot wurde selten bis gar nicht gebootet - eben weil man dort nicht anständig spielen konnte. Bis es mal eine Periode gab, als es irgendwie keine gescheite neue Spiele gab und die alten schon langweilig geworden waren. Dann war als Abwechslung ein bisschen Frickeln an der Linux-Installation angesagt und irgendwann hat es Spaß gemacht. Irgendwann war das System sehr hübsch eingerichtet, die ganzen 3D-Effekte von Compiz, Desklets, Gnome-Applets im Panel, etc. Dann fing auch das Windows an einem extrem hässlich vorzukommen, trotz TuneUp oder WindowBlinds. Die Fenster schwabbelten nicht, es gab keinen tollen 3D-Würfel, usw. Mit der Zeit hab ich dann immer weniger gespielt und immer mehr an der Konfiguration des Linux-Systems gefrickelt. Aber das Ende von Windows auf meinem PC war dann trotzdem ein glücklicher Zufall. Irgendwann streikte die PPPoE-Verbindung unter Windows und das Ding wollte einfach nicht ins Netz. Nachdem ich zu dem Zeitpunkt schon längst ein funktionstüchtiges Linux hatte und eh fast gar nicht mehr gespielt hab, hab ich die Windows-Partition einfach formatiert.
Was man also sieht, wenn man sich meine Story anschaut: Je mehr Linux, umso weniger spielen. Klar hab ich auch unter Linux weitergespielt und tu es auch jetzt ab und zu noch. Eine Zeit lang hab ich ziemlich viel Nexuiz mit einem Freund übers Internet gespielt, Gott sei Dank läuft Nexuiz auch auf Windows. Dann kam eine längere Periode von Battle for Wesnoth, bis ich irgendwann alle Kampagnen durch hatte. Also Möglichkeiten gibt es genug.
Das Problem ist aber Folgendes: Meine ganzen Freunde sind ja logischerweise bei Windows geblieben und spielten weiterhin die ganzen Windows-Spiele. Das heißt, Gesprächsthemen à la "Na, wie findest du das neue NFS?" gingen nicht mehr. Also Spielen unter Linux geht zwar wunderbar, aber Gamer ist man im normalen Sprachgebrauch dann keiner mehr.
Irgendwann ist das einfach eine Entscheidung zwischen Linux und Gamen. Wenn der TE denkt, er wird in absehbarer Zeit so weit sein, aufs Gamen (nicht Spielen, das geht auch unter Linux, ich hoffe, ihr habt den Unterschied verstanden

) zu verzichten, dann steht einer Linux-Installation nichts mehr im Wege. Wie ich das aber einschätze, ist ihm das Gamen noch zu wichtig, also wird das mit Linux vermutlich nichts, höchstens eine ein mal pro Monat gebootete Installation im Dualboot.
So, jetzt dürft ihr mich steinigen.
