Mhh, einges geht hier durcheinander.
1. Die Windows-CPU-Anforderung ist weit komplexer, als es News und diese Forumdiskussion darstellen. TPM-2.0-Chips gibt es auch nachrüstbar für ein paar, wenige AM3+-Mainboards. Das macht deren Bulldozer/Piledriver-Prozessoren aber trotzdem nicht zu Windows 11 kompatibel. Jedenfalls nicht so, dass man es ohne knackende Kniffe einfach mit dem offiziellen Home- oder Pro-Lizenz-ISO installieren könnte. Es gibt eine offizielle Liste an unterstützten Prozessoren und was da drauf ist, wird unterstützt. Die Darstellung, Windows 11 setze Dual-Core und 1 GHz voraus, mag irgendwo von Microsoft erwähnt worden sein und sie mag daher rühren, dass es ein paar Prozessoren der Intel-Celeron-N-Serie auf die offizielle Liste geschafft haben, die nur 2 Kerne und 1,1 GHz haben, aber schon allein, was 1 GHz ist, ist seit über 20 Jahren, seit Pentium M gegen Pentium IV, für den Rechendurchsatz irgendwie nebensächlich. Viel interessanter ist:
2. Was ist die Mindestvoraussetzung der ISA? Ubuntu ist eine Binärpaketdistro und darüberhinaus gibt es JS-JIT-Compiler in den WebEngines, ggf. JIT-Compiler in irgendwelchen installierten Laufzeitumgebungen, die nochmal selbst in Source-Distros eigene Mindestanforderungen an die vom Prozessor gebotene ISA stellen.Sowohl Fedora als auch OpenSuse hatten in den letzen Jahren ja schonmal Diskussionen um x86-64 v2 und sogar x86-64 v.3 (siehe
x-86-64 levels) - gegen letzteres gabs dann zu viel Gegenwind. Windows 11 setzt SSE 4.2 fest voraus, steht also bei x86-64 v2 und kann auch "mit Hacks" prinzipiell nicht mit AMD-K10-Prozessoren genutzt werden, weil dann immermal ein Binärpaket einen Befehl ausstoßen kann, den der Prozessor nicht kennt, was dann zum Programmabsturz führt. Was ist in dieser Hinsicht die Mindestanforderung von Ubuntu? Denn die wäre eben nicht schwammig, wie die Frage, wieviel Geduld ich brauche, sondern die wäre wirklich "hard-wired" geht oder geht nicht.