Lohnt sich ein Wechsel des Mainboards und RAM auf hochwertige Teile?

Xes

Admiral
Registriert
Nov. 2013
Beiträge
8.226
Guten Tag,

Habe mir vor einigen Wochen ein Upgrade meines Systems gegönnt. Das alte System war noch streng auf ein Budget von max. 700€ getrimmt (inkl. Win7) und wurde 2011 auf Basis von Vorschlägen erfahrener User (auch aus diesem Forum) gebaut.
Mittlerweile bin ich selbst recht erfahren was Hardware anbelangt (auch durch meine Ausbildung.) Zwei Faktoren kann ich allerdings (auch Aufgrund begrenzter Tests) nur schlecht einschätzen und hoffe auf Tipps und Erfahrungsberichte anderer User hier im Forum:

Wieviel Leistungsunterschied besteht zwischen einem günstigen Mainboard und niedrig getaktetem RAM (1066 Mhz) gegenüber teureren Komponenten?


Mal kurz einen Überblick wie das System aussieht:

Vorher:
Win7 auf 1TB Festplatte, i5 2400, G.Skill 2*4GB RAM 1066Mhz, GTX 560 Ti, Mainboard ein ASRock H61M/U3S3

Aktuell:
Win8.1 Pro auf 250GB MX100, Programme und Spiel verteilen sich zusätzlich auf eine 250GB Samsung EVO. Die GTX 560Ti wurde durch eine R9 290 und der i5 2400 durch einen i7 3770 ersetzt. Eigentlich blieben nur Board und RAM gleich. (ASRock H61M/U3S3, G.Skill RAM mit 1066Mhz)

Hier die Frage in wie fern bremst das billige Board und der niedrig getaktete RAM aus?
Bringt ein Wechsel auf ein hochwertigeres Board (Habe gerade dieses im Blick: http://geizhals.de/asus-z77-a-90mb0fh0-m0eay0-a912906.html ) und passenden RAM (diesmal vermutlich gleich 16GB/ 4*4GB mit 2133/2400 Mhz) deutlich mehr Performance?
Kann ich schnellere Datenraten der SSD durch hochwertigere SATA-Verbindungen erwarten? Gibt es spürbare Unterschiede bezüglich der Anbindung der Grafikkarte? Welche merklichen Unterschiede könnte ich mit einem neuen Board erreichen?

Das RAM Thema wurde ja schon oft diskutiert. Dennoch finden sich nur wenige richtige Tests. Rein auf dem Papier sehe ich aber 1066 vs 2133 Mhz –doppelt so schnell. Ist da wirklich kaum Leistungssteigerung zu erwarten?
Da ich den i5 2400 eh verkaufen werde könnte ich ihn mit dem alten Board und RAM direkt als Aufrüstkit verkaufen. Was meint ihr?
 
Boardwechsel bringt gar nichts, RAM nur sehr wenig % (würde sagen auf jeden Fall unter 5%).
 
Hi,

Wieviel Leistungsunterschied besteht zwischen einem günstigen Mainboard und niedrig getaktetem RAM (1066 Mhz) gegenüber teureren Komponenten?

Ansonsten alles gleich? Dann lass es.

VG,
Mad
 
Kommt auf deinen Anwendungsbereich drauf an. Manchmal bringt es was und manchmal auch nicht. Das Board bremst nichts und du brauchst auch kein Z-Board. Hole dir 1600MHz RAM, wenn du dich dann besser fühlst ;)
 
Bzgl. SSD und 'hochwertiger SATA-Verbindungen'. Ich vermute mal dass du den Unterschied von SATA 3Gbit/s zu SATA 6Gbit/s meinst.

Hinweis zu Mainboards/Notebooks, die "nur" SATA II unterstützen:
Da die Frage häufiger kommt, ob sich eine (SATA III) SSD auch mit einem alten Board/Notebook lohnt: JA!
Die hohe Geschwindigkeit kommt durch das parallele Arbeiten der SSD und die sehr geringen Zugriffszeiten. Durch SATA II werden ausschließlich die maximalen Transferraten auf 250 bis 280 MB/s begrenzt. Es gibt also keinen spürbaren Leistungsunterschied bei Verwendung von SATA II oder SATA III.

Quelle: [Sammelthread] Kaufberatung und Fragen zu SSDs


Bzgl RAM-Geschwindigkeit
Unter Empfehlungen für 'Suche mehr/neuen RAM' - Infos zu Takt, Timings, etc - VORHER lesen! steht alles nötige und erforderliche drin.
 
Naja RAM Steigerung gibts nur wenn man mit dem CPU sowieso schon im Limit läuft,
wenn man wie empfohlen zuerst ins GPU-limit einstellt und spielt, bringt ein schneller RAM nichts.

Bei den üblichen Verdächtige wie DayZ, arma3, FSX und BF4 sollte man das maximum aus seinen System schon rausholen.
 
Xes schrieb:
Rein auf dem Papier sehe ich aber 1066 vs 2133 Mhz –doppelt so schnell. Ist da wirklich kaum Leistungssteigerung zu erwarten?
Beispiel:
du liest jede Woche ein Buch.
Amazon liefert "normal" in 2 Tagen, "Prime" am nächsten Tag, auf dem Papier ist das doppelt so schnell ;)

wenn du dir aber schon 2 Tage vor Ende des Buches überlegst, welches du als nächstes lesen möchtest, dann macht es absolut gar keinen Unterschied, ob die Lieferung einen oder zwei Tage dauert. Nur in seltenen Fällen, wenn du dir vielleicht nicht ganz sicher bist (soll es die Fortsetzung sein, oder ist das Ende doch so blöd, dass du lieber etwas ganz anderes anfängst) und bis zum letzten Tag wartest, kann es mal zu einer Verzögerung kommen.

Genauso sieht das bei der CPU und dem RAM auch aus, daher bringt in den meisten Fällen doppelt so schnelles RAM kaum einen Vorteil!
 
Bist du dir beim RAM sicher dass es 1066er ist? Als 4GB Module kamen, war 1333 eigentlich schon Standard. Gerade bei einem Hersteller wie G.Skill, der meiner Meinung nach auf hohe Taktraten mehr Wert legt als auf Qualität, finde ich das schon komisch dass da 1066er kommt.

Möglicherweise kann der Speicher auch schneller, aber ist aus Kompatibilitätsgründen auf 1066 vorprogrammiert.
Poste doch bitte mal die Artikelnummer oder einen CPU-Z Screenshot.
 
Das Board macht keinen Unterschied, da der Speichercontroller in der CPU sitzt.
SATA2 auf 3 bringt bei einer SSD ein bisschen was, aber deutlich weniger, als es klingt, da die schnellen Zugriffszeiten der Hauptvorteil einer SSD sind, und die hast du auch mit SATA2.
RAM aufrüsten bringt auch nur wenige Prozent, ausser in Ausnahmefällen.
PS: Wenn RAM aufrüsten, warum 4x4GB?
Nimm 2x8GB.
 
Tricky56 schrieb:
Nein, meint er nicht ! Da sein jetziges Board schon SATA3 hat...

Nen Scheiß hat sein Board, das U3S3 vom Marvellcontroller ist lahm und bringt nicht mehr, als Intel Sata2. Die MX100 performen nur richtig gut, an nativem Sata 3, zumindest messbar, im Alltag merkt man es weniger.

Genauso ist es mit PCIe2.0, das bremst auch nur so 1-3%.

Aber wenn man schon Highendhardware hat, sollte man auch nen passenden Untersatz haben und nicht so ne alte H61 Gurke.

Hab ja den Ram vergessen. Du hast DDR3 1066, das passt nicht richtig zum 3770 und verschenkt Leistung. 1600er würd ich schon holen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ich meine mal was bezüglich mainboards unterschiedlichen chipsätzen gelesen zu haben.
leider kann ich keinerlei quellen angeben.
in den tests kam raus das innerhalb der reihe ( amd 770 und 790 oder H87 und Z87) sehrwohl unterschiede in der geschwindigkeit waren. allerdings im bereichen der messtolleranz und die waren wohl bei rund 5% schwankung.

im normalfall hat man bestimmt keine spürbaren leistungsunterschiede.

ich denke auch wenn man von einem uralt chipsatz auf auf einen aktuellen umsteigt man keiner oder nur messbare geschwindigkeitsvorteile erlangt.
 
meckswell schrieb:
Aber wenn man schon Highendhardware hat, sollte man auch nen passenden Untersatz haben und nicht so ne alte H61 Gurke.

Genau daran liegen derzeit eben meine Bedenken. Ich will nicht am falschen Ende spaaren aber auch kein Geld unnötig rauswerfen.

Gerade da das Board auch schon über 2 jahre alt ist... Die 1155er Boards verschwinden langsam vom Markt wenn mir das billig Board in 6 Monaten abraucht ärgere ich mich möglicherweise weil ich kein gutes und p/l mäßig vertretbares Board mehr zu kaufen finde.
Andererseits wenn es sich nur um im Alltag nicht spürbare Leistungsunterschiede handelt ist es ja (von der Sicherheit abgesehen) rausgeworfenes Geld...

Ins CPU-Limit renne ich bei Spielen eventuell auch mal hier und da weil ich gerade in Shootern gerne die Details aufs Minimum setze um stabile 144fps (passend zum Monitor) zu erreichen. -Daher auch die Überlegung des RAM Wechsels der soll ja in solchen Szenarien doch was bringen.
 
Also ich würde hier auch den Ram wechseln und fertig. 1066er ist schon arg mager und beschneidet die Leistung unnötig. Kauf einfach den schnellsten den du mit vergleichbar geringen Preisaufschlag bekommen kannst und gut. Sowas wie n 2133er Kit. Wenn er nicht stabil mit XPM-Profil läuft, kannst ihn ja immer noch als 1600er laufen lassen.
 
Eine SSD und eine Gtx770 lohnt sich in jedem Fall. Spürbar auf alle Fälle. Wenn Du an ein gutes, Z77 oder besseres MB kommst, vielleicht ausm Marktplatz- um so besser :)
 
@bttn .. Da hat wohl einer den Text nicht ganz gelesen ...

@TE:
Evt Interessantes zu den Ram findest du hier Klick mich! vlt is das ja genau das, was du gesucht hast.

Was dein MB-Betrifft .. der 3770 ist nicht übertaktbar, demnach benötigst du keine Z-Board, wenn du mit der Ausstattung deines jetztigen Boards zufrieden bist, sehe ich keinen Grund das nicht zu behalten ...

LG LilaMicra
 
@LilaMicra:
Dass der i7 3770 nicht übertaktbar ist weis ich selbst. ;)
Ich habe das "ASUS Z77-A"im Blickfeld weil es 1. eine gute Bestückung aufweist, 2. Für ~60€ noch annehmbar günstig ist und 3. (nicht ganz so wichtig ^^) optisch recht gut aussieht. (Hoffe auch auf eine dementsprechende Qualität.)

@bttn:
Vermutlich falsches Thema habe ja bereits 2 SSD`s und eine Grafikkarte die schneller als die GTX 770 ist. ;)

@HisN, Dingens21 und die anderen die den RAM angesprochen haben:
Hier herrscht eben noch keine Klarheit bei mir: HisN spricht von ~2% in anderen Tests sind deutlich höhere Ergebnisse zu lesen. Gerade im Zusammenhang mit CPU-Limit scheint schnellerer RAM ja doch etwas zu bringen.

Gibt es denn Tests in denen einfach nur die Grafik auf niedrig/mittel gesenkt wird (einzelne GK, normale Auflösung) und so ein eventuelles CPU-Limit provoziert wird (gerade mit Blick auf zukünftige Shooter um 144fps stabil zu erreichen)? Könnte in einem solchen Szenario mein langsamer RAM nicht bremsen?

Mein derzeitiges System soll so noch etwa 2-3 Jahre bleiben bevor ich die gesamte Plattform neu aufbaue. DDR4 ist also für mich vorerst nicht in Sicht.

Noch zum MB:

Pro neues MB kaufen:
1. Neues Teil, das Alte hält eventuell nicht mehr so lang da billig.
2. Zumindest messbar schneller. (SATA und Pci-e)
3. Mehr Anschlüsse für eventuelle, spätere Erweiterungen. (Beim jetzigen kann ich den Gehäuse USB3 Anschluss nicht nutzen :( .)

Contra:
1. Mehrleistung wohl kaum spürbar.
2. Kostet natürlich was.
3. Aufwand alles auseinander und wieder zusammen zu bauen.
 
In anderen Tests wird Cherry-Picking betrieben. Du hast Dir den von mir gelinkten Thread mal zur Gemüte geführt?
Klar ... in speziellen Fällen können 10% rauskommen. Natürlich, besonders auf einem Mainstream-Board, das kein Quadchannel bietet bringt mehr Bandbreite (eventuell) mehr Punkte. Aber im täglichen Betrieb sind es vielleicht 2%. Lasst euch doch nicht immer vom besten Fall blenden^^ Oder betreibst Du Deine Anwendungen hauptsächlich im CPU-Limit? Was zukünftige Anwendungen an Hardware-Leistung brauchen ... wer will es wissen. Dein "kleiner" nicht übertaktbarer Prozessor ist doch bei aktuellen Shootern (z.b. BF3/4) gar nicht in der Lage 144 FPS zu liefern durchgängig. Ist da die Frage nicht illusorisch gestellt? Irgendwas wird immer bremsen, aber RAM ist dabei ganz hinten in der Reihenfolge. Davor haben die Chip-Designer nämlich den Cache des Prozessors gesetzt, damit genau das nicht passiert.
Und die Tests gibt es .. in dem von mir verlinkten Thread, den Du dann wahrscheinlich nicht gelesen hast. Hätte mich mir die Mühe sparen können. Lieber gleich Mundgerecht vorgekaut? *g*
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein danke brauchst es mir nicht vorkauen :D dennoch danke für die Mühe. ;)

Trotzdem kommt in den Bf4 Benches (die wieder alle Ultra (also GPU beschränkt) waren falls ich nichts übersehen habe) Doch recht hohe Sprünge zu sehen:
Einmal auf einem leeren Server 96 gegenüber 106 bei 1333Mhz vs 2133Mhz, bei einem anderen Test 60 gegenüber 70 von 1600Mhz vs. 2400Mhz.

Danke Mantle reicht der Prozessor übrigens für dauerhafte 144fps in Bf4. (Auf niedrigen Settings hängt der meist auf dem Maximum von 200fps und droppt gelegentlich auf 170 runter.) Zumindest auf 32p Infanteriemaps die anderen spiele ich recht selten.

In Bf3 Knicken die Fps selbst auf lowsettings ein. 104 war das niedrigste was ich in einem kurztest bekommen habe. Meist pendelte er in Feuergefechten zwischen 120 und meinem eingestellten 144 Maximum.


Vermutlich komme ich aber mit meinen Fragen hier nicht weiter.
Ich bedanke mich für alle Antworten! :)
Werde mal auf der Arbeit fragen ob ich ein ein 1600Mhz Kit zum testen ausleihen zu darf und mich dann entscheiden.
 
Zurück
Oben