Mainboard durch Versand beschädigt ?

Hatsune_Miku

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Moin hatte jetzt endlich nen käufer"privat" für mein altes system gefunden gehabt. Leider wollte er es alles via Versand haben obwohl ich bei versand immer ein ungutes Gefühl habe.
Asrock Z77 OC Formula,3770k geköpft,24GB DDR3 2x8 2x4
Jetzt sagte mir der Käufer das alles soweit läuft aber der Rechner nicht ausschaltet nach herunterfahren, er sagt CPU LED leuchtet und die lüfter drehen weiter.
Ich kenne das Problem nur verkehrt herum, sprich das der Rechner nicht startet, aber von sowas habe ich noch nie gehört.
Auch meinte er das das gleiche Problem auch mit einem anderen Prozessor so ist, also kann man das Problem auf das Mainboard reduzieren.
Kann es Transportschaden sein oder ist das jetzt wirklich blöder zufall das es versagt hat, das System lief ja auch bald knappe 10 Jahre 24/7?
Ich vermute auch das es eventuell durch die nicht rausgenommene Bios Batterie kommt, die Pakete liegen ja stundenlang in den kalten Transportern und durch die Batterie fliesst ja trotzdem noch minimal strom oder kann man sowas komplett ausschliessen?
Oder kommt das Problem durch die Korrosion welche auf der CPU stattgefunden hat ?
Auch hat er mir ein Bild von der CPU geschickt wo einige Kontakte korrodiert sind, sowas sollte/dürfte doch meines wissens nach garnicht passieren weil die kontakte doch ne beschichtung haben, oder irre ich mich hier grad auch?
Ebenso hatte ich vor dem Versand nochmal alles zusammengebaut und selbst getestet gehabt um zu sehen das auch wirklich alles so läuft wie es beschrieben war.
Der käufer sagt zwar das er jemanden kennt der es wieder IO bringen kann, warum sowas aber passiert würde ich trotzdem gerne wissen.
 

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Guten Morgen, das heisst er fährt hoch auch bis ins Windows, läuft ganz normal, schaltet nur beim Herunterfahren nicht ganz ab?
Hat er sein Windows neu aufgesetzt, oder hat er ne Platte mit Windows genommen und einfach angeschaltet?

Bios mal zurückgesetzt?
 
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Laut seinen Infos fährt er normal hoch und auch runter, nur das ausschalten klappt wohl nicht. Bios hat er schon geupdatet/gedowngradet. Er sagt auch das Quasi die Powerbuttons nicht reagieren, er muss hinten am netzteil die Kiste ausmachen
 
Dann würde ich eher auf Netzteil tippen. Das ist, wenn ich den Text richtig lese, nicht von dir? Das die Kontakte korrodieren glaube ich nicht. Die sind aus Gold und das ist chemisch inert, das wird wenn dann eher Dreck sein, der sich mit reinem Alkohol und einem Wattestäbchen entfernen lassen wird.
 
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Also anderes Netzteil wurde wohl auch schon probiert. Es läuft an sich ja auch alles wie es soll, nur das ausschalten klappt nicht.
Netzteil war auch mein altes Dark Power Pro P11 650W mit dabei. Aber daran scheints ja auch nicht zu liegen, hatte das Netzteil ja auch lange in benutzung und hätte es auch weiterhin nutzen können.
 

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Hatsune_Miku schrieb:
Moin hatte jetzt endlich nen käufer"privat" für mein altes system gefunden gehabt. Leider wollte er es alles via Versand haben obwohl ich bei versand immer ein ungutes Gefühl habe.
So ist es. Verkaufe auch ungern per Versand. Wo und wie wurde verkauft? Du hast doch Gewährleistung ausgeschlossen? Und ja es kann beim Versand einiges passieren. Es gibt eben auch genug Menschen die dann mit solchen Dingen kommen. Daher würde Ich Ihm sagen das dies ja nicht mehr Dein Problem sein kann.

Wer so eine alte Kiste per Versand kauft dem sollte auch klar sein das dann evtl auch was nicht mehr funktioniert. Oder er will eben was raus schinden?
 
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Das habe ich noch nicht gefragt bezüglich ram, werde das mal weitergeben, wäre aber seltsam da hier zuletzt ja noch alles lief mit 8+4+8+4GB
Wenn alle stricke reissen nehme ich das zeug zurück und und verkaufs als defekt.
 
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Eine Sachmängelhaftung ist allerdings kein Freifahrtschein. Wenn Mängel vorliegen müssen diese auch behoben werden.
Das ist aber auch hier nicht das Thema. So wie es aussieht ist der Käufer nicht darauf aus irgendwie Geld zurück zu bekommen, sondern eher an der Lösung der Problematik interessiert.
Eine einfache Erklärung für das Problem habe ich auch nicht.
Wenn die CPU in einem anderen Board mit sonst allen Teilen korrekt arbeitet kann man das MB als Fehlerursache ausschließen oder fest machen.
 
Der Käufer soll es mal mit einer frischen Installation probieren.
Kann auch das Windows sein.
 
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Millkaa schrieb:
Eine Sachmängelhaftung ist allerdings kein Freifahrtschein. Wenn Mängel vorliegen müssen diese auch behoben werden.
Richtig, wenn offensichtliche Mängel vorliegen, die ich bspw. verschwiegen habe. Grundsätzlich lässt sich bei Privatverkauf die Sachmangelhaftung/Gewährleistung ausschließen. Wichtig ist, dafür die richtige Formulierung zu verwenden und mit der zum 01.01.2022 geltenden Gesetzesänderung ist es noch einmal wichtiger geworden, Artikel ordentlich zu beschreiben, weil dir aus jeder irreführenden oder gar falschen Beschreibung ein Strick gedreht werden kann.
Sprich: Wenn ich eine grüne GPU verkaufe und es ist eine rote GPU, muss ich nacherfüllen. ;)

So oder so: Im Gegensatz zu B2C-Geschäften, gibt es keine Beweislastumkehr und der Käufer muss Nachweise erbringen.


Ich würde es hier aber auch einfach mal mit einer Neuinstallation von Windows versuche. Im Idealfall nutzt er dafür vielleicht eine andere Festplatte. Oder ggfs. einen Linux Livestick. Wenn er dort versucht Herunterzufahren, müsste ja entweder dasselbe Problem auftreten oder es ist ein Windows-Ding.
 
Hatsune_Miku schrieb:
Ich vermute auch das es eventuell durch die nicht rausgenommene Bios Batterie kommt, die Pakete liegen ja stundenlang in den kalten Transportern und durch die Batterie fliesst ja trotzdem noch minimal strom oder kann man sowas komplett ausschliessen?
Nimmt bei neuen Boards jemand die Batterie raus? Nein.
Mustang1978 schrieb:
Also in einer Antistatik- Folie waren meine letzten drei neu gekauften Boards auch nicht, lediglich mit Kabelbindern an den drunter liegenden Schaumstoff befestigt.
Was aber insgesamt selbstverständlich trotzdem eine ESD-Schutzverpackung darstellt.

Hatsune_Miku schrieb:
Asrock Z77 OC Formula,3770k geköpft,24GB DDR3 2x8 2x4
Hast du das vormontiert verschickt oder in Einzelteilen?
Vor Versand getestet?
Wie lange nach Zustellung hat sich der Käufer gemeldet?
Hast du deine Seriennummern notiert?
 
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Natürlich darf man Sachen als Defekt verkaufen, man darf es nur nicht unterschlagen und es muss vor dem Vertragsabschluss deutlich gekennzeichnet werden. Entweder durch ein pauschales "Das Produkt ist defekt" oder der Teildefekt muss beschrieben werden.

Nur allerdings spielen hier in diesem Fall so viele Faktoren rein, dass trotz fehlendem Sachmangelhaftungsausschluss der TE/Verkäufer raus sein sollte. Bei 9 Jahre alter & gebrauchter Hardware würde ich als Käufer ohnehin solche "Probleme" einfach erwarten. Durch den Transport und den Einbau kann es zu Problemen gekommen sein. Eventuell reicht schon ein Masseschluss und das Netzteil schaltet sich nicht ab.

Ich denke, dass es zwar nicht destruktiv ist, aber auch nicht konstruktiv ist, dass wir über dich mit dem Käufer stille Post spielen.
 
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