News Medienkompetenz muss stärker vermittelt werden

Eine "bessere Familienbildung und Veränderungen im Bildungssystem" wünsch ich mir auch herbei. Aber ich (als Computerfreak) frage mich, wo hier die dringende Notwendigkeit besteht, die Medienwelt um jeden Preis in den Unterrricht einzubinden.

Laggy.NET, du tust z.B. gerade so, als ob wir nun den Nachwuchs der "IT-Analphabeten" züchten. Was ist denn mit dem Klischee, dass die junge Generation öfter mal den Senioren den Umgang mit dem PC beibringt? Ich würde sagen da ist was dran, weil eben Kinder von Medien in ihren Bann gezogen werden. Und das manchmal in einem eher bedenklichen Maße.

Sicherlich ist die Faszination für die neuen Medien bei einigen Kindern stärker ausgeprägt als bei anderen. Aber ich würde mal behaupten, die bloße Präsenz der digitalen Welt erleichtert doch die Aufnahme des "Grundwissens". Wer die Leidenschaft zeigt, dem steht es frei, dieses Wissen (z.B. im Studium) zu vertiefen. Wer später mit MS Office umgehen können muss, der braucht mit Sicherheit keine Informatikkenntnisse dafür.

Mal im Ernst: Unser Bildungssystem hat wesentlich größere Probleme, als den mangelnden Umgang mit den Medien.
 
Ich äußere auch mal ein paar Gedanken, nachdem ich die Beiträge überflogen hab.

Ich selber werde Grundschullehrer und würde mich tatsächlich selber auch eigentlich als "Computerfreak" bezeichnen, da ich doch sehr stark mit dem Medium Computer und Co. aufgewachsen bin und es mich sehr interessiert. Hab auch ne Ausbildung zum ITA mit meinem Abi gemacht, sodass ich nicht nur ein Spielefreak bin, sondern auch von der Technik etwas Ahnung habe.

Generell ist diese Diskussion zu begrüßen, allerdings wird sie quasi ungehört an der Politik vorbei gehen, da viele auch schon gesagt haben, die Politiker nicht kompetent genug sind um etwas in dieser Richtung im Lehrplan zu ändern. Wichtig wäre es wirklich bei den Eltern und Lehrern an zu setzen, doch ich befürchte das wird erst nach dem nächsten Amoklauf oder so geschehen, da vorher einfach für soetwas kein Geld ausgegeben wird. Es muss immer erst etwas schlimmes passieren oder in ein Mediales licht gerückt werden bis sich in der Politik etwas tut.

Vll. werde ich mich auch mal politisch für diese Sache einsetzen um in dieser Richtung etwas zu bewegen, aber erstmal muss das (im übrigen größtenteils auch sinnfreie) Studium hintersich gebracht werden.

In der Grundschule sollte auf jeden Fall schon mit dem PC gearbeitet werden, was schon öfters geschieht nur leider nicht pädagogisch durchdacht. Es muss nicht nur mal nen Infoheft erstellt werden, sonder es müssen auch schon gewisse Gefahren erörtert werden, die in sozialen Netzen lauern oder vor pädo Erwachsenen gewarnt werden, die die Onlinewelt auch verstärkt nutzen. Solch Sinnvoller Unterricht fehlt leider komplett und müsste in den Lehrplan mit aufgenommen werden. Zudem müssen auch Infos für die Eltern viel stärker herausgegeben werden. Da reicht es meines erachtens nicht auf der Seite des Ministeriums für politische Bildung nen paar Flyer rein zu stellen es muss stärker geworben auch über die Schulen vielleicht.

Eltern müssen einfach lernen ihren Kindern den Medienzugang nur begrenzt zur verfügung zu stellen, das ist nicht leicht aber macht am meisten Sinn. Zudem sollten wie auch schon gesagt u.a. Games wie WoW ab 18 Freigegeben werden. Es wird sicherlich nicht alle daran hindern sich die Games zu besorgen, aber es wird auf jeden Fall schwieriger.

Leider befürchte ich, dass dieses Thema einfach nicht angegangen wird von der Politik, weil man einiges an Geld in die Sache stecken müsste. Wenn man z.B. mit Kindern auch in der Grundschule an PCs arbeiten möchte, dann sollte man auch ruhig mal etwas Geld in die Hardware investieren. In der Schule, in der ich mich aufhalte stehen nämlich nur schon 3 mal ausgemusterte Gurken rum, die sowas von Lahm sind, dass man damit nichtmal im Internet surfen kann.

Generell kann ich nur wieder sagen, dass die Politik, vorallem auch die aktuelle Regierung mehr als peinlich ist für unser Land. Mal schauen wie sich dieses Thema in der nächsten Zeit so schlägt.

@cyanmystery: Du siehst das ganze leider etwas zu einfach und Rosa. Klar gibt es viele Jugendliche, die ahnung haben und dieses Wissen auch teilen. Aber wenn du mal genau hinschaust dann geht es bei den Kids mehr ums Konsumieren und ums Spielen, was viele nicht im Griff haben. Wie man eine Maus bedient und nen PC hoch und runterfährt, das weis jeder irgendwann, aber auch das Verhalten und kontrollierte Umgehen mit dem Medium ist wichtig. Das Preisgeben von persönlichen Daten z.B. sollte in der Schule besprochen werden oder auch einfach der Umgang mit Suchmaschinen und das Arbeiten im Netz ist wichtig und muss erlernt werden. Nur weil man 5 Stunden am Tag PC oder Console spielt heißt es nicht, dass man auch weis, wie man eine ordentliche Powerpointpräsi macht oder das man sich auch in Foren/Netzwerken/Youtube gewissen Regeln unterziehen muss und sollte um ein ordentliches Miteinander zu gewährleisten. Viele, gerade auch junge Jugendliche meinen nämlich im Internet alles machen und sagen zu dürfen und merken dabei nicht, dass sie sich dabei z.B. blamieren. Da das Internet wenig, bis nichts, vergisst, kann dann später z.B. beim Ausbildungsplatz suchen erhebliche Folgen haben. Wenn man sich die Jugendlichen in den Netzwerken mal so anschaut, wie sie da mit ihren "Saufgruppen" und halbnackten Fotos pralen, dann pack ich mir immer wieder an den Kopf. Is klar, dass von denen viele keine Ausbildung bekommen.
 
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@rueckspiegel
du triffst den nagel aufn kopf, genau da muss man ansetzen.und sowas können eltern die nicht mit Internet und PC zusammenbau gelernt haben umgehen ,den meisten Eltern ist es schlichtweg egal was der Sprössling im Netzt macht,weil den Eltern es nicht bewusst ist.Das trifft haubtsächlich jugendliche ab 14 jahre,wo langsam eltern die rebelier ansätze des Kindes Spüren und sich fragen ob man mehr auf das kin dvertrauen sollte.
Bei vielen dingen geht dass auch aber nicht beim Medium Internet, genau da wo es am nachhaltigsten ist vertrauen eltern zuviel den kindern zu,die folge sind abmahnungen oder blosstellungen,mobbing,gefährliche konakte zu efobielen usw.
 
In der Grundschule sollte auf jeden Fall schon mit dem PC gearbeitet werden, was schon öfters geschieht nur leider nicht pädagogisch durchdacht.

Auch wenn ich nicht gerne einzelne Sätze aus dem Kontext reiße. Das trifft auf sämtlichen Unterricht und den überwiegenden Teil der Möchtegernpädagogik der Schulen und auf die Bildungspolitiker zu.
 
Ich wüsste nicht wozu ein Grundschüler Umgang mit Computern haben sollte. Es gibt keinen Lehrstoff, der nicht besser über Bücher und Lehrer vermittelbar wäre.

Und mit der späteren Medienkompetenz hat das gar nichts zu tun. Ich habe mit 18 das erste Mal einen Computer von nahem gesehen und bin sicherlich überdurchschnittlich kompetent.

Ich würde jedenfalls keinem Kind vor 10 einen Computer vor die Nase stellen, der hat in diesem Alter nur negative Auswirkungen. Ehrlich, mir fällt nichts Positives ein.
 
rueckspiegel schrieb:
Eltern müssen einfach lernen ihren Kindern den Medienzugang nur begrenzt zur verfügung zu stellen, das ist nicht leicht aber macht am meisten Sinn. Zudem sollten wie auch schon gesagt u.a. Games wie WoW ab 18 Freigegeben werden. Es wird sicherlich nicht alle daran hindern sich die Games zu besorgen, aber es wird auf jeden Fall schwieriger.
Du hast das ganze wirklich schön auf den Punkt gebracht und ich kann Deinem Post ausnahmslos zustimmen, nur obige "Forderung" würde ich als "etwas (wenn nicht sehr) problematisch" bezeichnen...

1. Medienzugang begrenzt zur Verfügung zu stellen ist in technologischer hinsicht sehr komplex und wird mit IPv6 nicht einfacher.
2. Filter und dergleichen sind letztlich auch nur mit dem Brecheisen durchgesetzte Verbote. Und Verbote sind etwas, das man nur dann einsetzen sollte, wenns wirklich nicht mehr anders. Jeder Erwachsene regt sich auf wenn man ihn in seiner Freiheit beschneidet durch Zensur oder dergleichen - und genau damit sollen unsere Kinder aufwachsen? Genau die vielen -meist nicht mal sinnvollen Vorschriften- die Eltern ihren Kindern machen sorgen dafür, dass diese die "Familiendiktatur" vielleicht irgendwann nicht mehr aushalten und sich dann mit 13/14/15 nix mehr sagen lassen.
3. Ein Verbot ist nicht notwendig sofern "menschlicher Hausverstand" vorhanden ist, moralische Grundwerte vorhanden sind und ein Minimum an Bildung da ist. Spätestens ab seinem 12 Lebensjahr sollte ein Mensch diese Anfoerdungen erfüllen. Den Hausverstand muss man vielleicht irgendwo vorraussetzen, bei der Bildung ist Kindergarten & Schule mitverantwortlich und bei den moralischen Grundwerten ist das Elternhaus UND die Schule gefragt. Und das ist der Punkt wo's scheitert. [is schon leicht OT, ich weiß...]
4. Kinder sollten bis zu einem gewissen Alter in einem behüteten Umfeld aufwachsen, in dem sie vlt. besser nicht alles mitbekommen, was sie nicht verstehen. Dieses Alter liegt etwa bei 9-10 Jahren. Bis dahin ist eine gewisse Abschottung hinsichtlich Medien (Internet/TV) auch noch haltbar, allerdings eher um zB ungewollte Seitenaufrufe zu unterbinden. Kinder diesen Alters surfen im Normalfall zB ohnehin keine Pr0n-Seite an...
Oberhalb dieses Alters macht eine Abschottung aber keinen Sinn und bewirkt eher das Gegenteil. Wir leben nicht in einer Blümchen-Welt. Unsere Kinder müssen sich langsam in die reale Welt einfügen -und da gehört gerade auch Gewalt und Sexualität genauso dazu wie Essen und Schlafen (auch wenn manche das vlt. nich wahr haben wollen). Zu lange "Verhätschelung" führt letztlich nur dazu, dass die Kinder nicht richtig lernen damit umzugehen...
Anbei sei vlt. noch bemerkt (als kleiner Gedankenanstoß), dass es einem Kind ungefähr 100mal (mindestens) mehr Kopfzerbrechen/Schmerzen bereitet wenn sich die Eltern streiten, wie ein Bericht in HD-TV aus Afghanistan wo ein blutüberströmter, toter Soldat gezeigt wird. Was von beidem zu mehr Druck für das Kind führt (und später die gewaltbereitschaft fördert) kann sich ja wohl jeder selbst denken.

@dahum: DU bist das beste Beispiel warum es diese News gibt...
Ich habe mit 9 das erste mal mit Windows 95 gearbeitet (3te Klasse Volksschule (=Grundschule]) und mich noch im selben Jahr besser ausgekannt wie die Lehrer, was dazu geführt hat, dass ICH die Rechner repariert habe, wenns ein Problem gab. Internetzugang hatten wir damals auch schon und haben in den Pausen im Netz gesurft... ;) Das war damals noch fortschrittlicher als heute. :rolleyes:
Könnte mich nicht erinnern, dass es wem geschadet hätte...
Erfahrung ist nur durch mehr Erfahrung zu ersetzen! ^^

MFG, Thomas
 
rueckspiegel schrieb:
Du siehst das ganze leider etwas zu einfach und Rosa. Klar gibt es viele Jugendliche, die ahnung haben und dieses Wissen auch teilen. Aber wenn du mal genau hinschaust dann geht es bei den Kids mehr ums Konsumieren und ums Spielen, was viele nicht im Griff haben.

Wir reden aneinander vorbei. Ich kenne einfach viele Leute, die einen relativ gesunden Umgang mit Computern gelernt haben, ohne dass es dafür eine umfassende Schuleinrichtung gegeben hätte. Mit "relativ gesunden Umgang", meine ich, dass ein produktiver und kreativer Gebrauch des Computers erlernt wurde.

Die ausufernde Konsumkultur bereitet mir tatsächlich Unbehagen. Aber beziehen wir das doch mal aufs Fernsehprogramm. Geht es nur mir so, oder wird das Programm permanent verblödender? Die Sender werfen in immer größeren Dimensionen Kitsch à la DSDS oder GZSZ auf die Mattscheibe.

Die geforderte Medienkompetenz sollte es nun mit einschließen, dass die Schulkinder lernen die Inhalte und ihren Wert kritisch zu reflektieren. Nun erinnere ich mich daran, dass es bekannte (vermutlich "einfache und rosafarbene" ;) ) Familien gab, deren Nachwuchs nicht einem stumpfen Konsumwahn verfallen sind. Und das war mitten in den 90er Jahren, als eventuell irgendwo am Rande mal Vorschläge auftauchten, sich einer eventuellen Bedrohung der TV-Sucht doch mal intensiv in der Schule zu widmen.

Ja, ich habe auch Menschen kennengelernt, die einer wenigere heilen Welt entsprangen. Schon in der Grundschule fielen die Kinder auf, die nicht das Glück hatten in sozial intakten Familien aufzuwachsen. Ihre Probleme bewegten sich aber fernab des dumpfen TV-Konsums.

Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich stimme absolut zu, wenn es darum geht, mit den Schulkindern über die Medien und ihre Gefahren zu sprechen. Was mich abschreckt ist die (von einigen aus der News interpretierte) Forderung nach Unterricht mit Medien. Denn da bin ich ein konservativer Freak. Das Grundhandwerkszeug der Bildung sollten Stift und Papier und Buch sein.

Mit dem Untericht über die Medien ist es aber nunmal nicht getan. Denn die Konsumprobleme liegen nicht allein darin bergündet, dass das Konsumangebot besteht. Die Probleme liegen auch darin begründet, dass der stumpfe Konsum konkurenzlos dasteht. Die Schule ist doch häufig nur das Mittel zum Zweck. Trockene Fortbildung, um im späteren Leben möglichst fernab der Armut existieren zu können. In den unteren Schichten kann das Interesse an der Schule schonmal im Maße der Perspektivlosigkeit schwinden.

Bildung muss der nachkommenden Generationen auch Hoffnung, Motivation und Freude vermitteln können. Sie muss als lohnend erkannt werden und selbstkritisches Denken fördern. Dann werden die Kids auch weit davon weg kommen, die Spielekonsole als einzig interessanten Lebensinhalt zu begreifen.
 
Medienkompetenz? Wozu das denn? Es gibt doch die Bildzeitung! (Ha! Ha! Ha!)
Jedes Kind sollte programmieren können. Auch wenn es fast gar nichts ist. Nur um mal den Zusammenhang zu verstehen. Ebenso die Wiedergabe einer News, um zu verstehen, was dahinter steckt. (Zeitabhängige(re) Physik sollte auch ein Realschüler schon kennen.) Komputer machen immer nur begrenzt Sinn. Sie sind ein Arbeitsmittel. Jedes Kind sollte ein Buch komplett lesen/gelesen haben. Die Art, wie das geschrieben ist, ist anders als in den elektronischen Medien. Es ist sorgfältiger gestaltet.

Das Problem ist eher, mit Computern kann man Wissen anwenden, das man bereits hat, und (bis jetzt) es nicht erweitern. (Jedenfalls nicht um Dinge, die wirklich relevant sind.) Wenn sich das ändert, ist schon viel gewonnen. Wie Camue oder Satre mit Computern zusammen gehen, ist noch nicht gelöst. Es gibt Dinge wie (3D-)Tetris, die ganz nett sind, nur viel zu selten entwickelt sich daraus etwas Neues.

Außerdem sind News global. Wer von den Foren-Teilnehmern hier, schaut denn mal wirklich über den Tellerrand? Da ist doch so unbequem. Nicht wahr?

Online-Games stehe ich eher kritisch gegenüber. Natürlich ist das alles ganz nett, bloß bis jetzt (auch) noch nicht wirklich schön gelöst. Da blinkt an allen Ecken und Enden der Kommerz durch. Außerdem kann man jederzeit einem Rinzler (oder einem totalen Noob) gegenüber stehen. Dafür fehlt mir irgendwie der Humor.
(Ein "Gewinn bringendes" Verhältnis zwischen Individuum und Gemeinschaft steht noch aus. Nicht jeder kann alles. usw.)
 
Also ersteinmal muss ich sagen, dass ich es schön finde, dass hier so konstruktiv diskutiert wird und nicht gleich irgendein gebashe losgeht, find ich wirklich angenehm, auch mal die verschiedenen gedanken mit zu bekommen, auch wenn ich nicht allem zustimme.

@cyanmystery: So ganz unrecht hast du natürlich auch nicht, mag wohl sein, dass wir da etwas aneinander vorbei reden ^^ prinzipiel darf man aber nicht immer davon ausgehen, dass alle familien super in takt sind und das man gerade auch in der grundschule mit vielen eher problematischen eltern zu tun hat. daher sollte man schon auch intensiver mit den kindern über das netz sprechen, wie ich finde. es ist nunmal fakt, dass auch grundschüler sich schon im schülervz usw tummeln, daher reicht es nicht später das ganze inhaltlich zu bearbeiten. aber gut, dir ging es ja auch um das arbeiten mit dem medium computer. dies finde ich in so fern auch wichtig, da kinder auch in dem alter schon kennen lernen sollen, dass nen pc nicht nur zum spielen und surfen da ist. dies tun die kinder nämlich auch schon in dem frühen alter und es wird sicherlich noch häufiger vor kommen. in der schule kann man den kindern dann kindgerechte internetseiten und suchmaschinen präsentieren, die sie dann zuhause vll auch ehr benutzen und somit etwas sicherer surfen, wobei man das zuhause eh nicht mehr unter kontrolle hat. zudem gibt es von klett und anderen verlagen schöne lernsoftware in mit denen kinder spielerisch lernen können, was den kindern einfach spaß macht, warum sollte man den computer also verbannen? abwechslung ist immer gut um kinder bei laune zu halten. der computer ist ja nur eine ergänzung zum unterricht, natürlich wird normal mit stift, buch und papier gelernt, das wird sich so schnell nicht ändern, dennoch sollte man nicht pauschal den pc als ungeeignet abstempeln, gerade, wenn man sich in diesem bereich nicht so sehr auskennt und noch nicht mit kindern und computern zusammen gearbeitet hat. der computer besitzt für kinder in dieser altersstufe einfach einen gewissen reitz, warum soll man diesen nicht in positiver hinsicht ausnutzen?

@dahum: wenn du meine beiträge liest, dann wirst du vielleicht feststellen, dass es sehr wohl nützlich, als auch notwendig ist kinder und computer zusammen zu führen. du darfst deine erlebnisse nicht bei allen vorraussetzen. klar kann man super erst mit 18 jahren mit der computerarbeit anfangen und kommt super durchs leben, nur wenn du schon in der weiterführenden schule powerpoint präsis erarbeiten sollst oder facharbeiten schreiben musst, dann hiflt es dir ungemein, wenn du dafür den pc nimmst. desweiteren entwickelt sich die gesellschaft einfach dahin, dass computer immer früher genutzt werden und auch kinder schon zugang zu diesen haben. Und wie gesagt, auch kinder die jünger als 10 jahre alt sind surfen im netz und spielen mit consolen, daher ist es nur logisch sie mit sinn und verstand an dieses medium heran zu führen. wenn du deinen kindern bis dahin nen computer vorenthalten willst, dann darfst du das gerne tun, allerdings wird sich ein gewisser druck, evlt auch durch die schule, aufbauen, dass sie einen computer nutzen sollen/können. spätestens auch bei freunden, daher lieber sie lieber selbst an das thema heran führen und kontrolliert das gerät nutzen lassen, dann sollte das kein problem sein. mit dem computer zu arbeiten macht doch einfach mal spaß, ist abwechslungsreich und auch ein kleines spiel von der sendung mit der maus homepage wird nen 8/9 jähriges kind sicher nicht zu nem schlechteren menschen machen.

@X1800er: so pauschalisieren kann man das nicht. zudem kann ich dir nur sagen, ist es kein leichter job lehrer zu sein, oder auch zu werden. inhaltlich ist der stoff vll. nicht so schiwerig, aber wie du schon sagst, alles didaktisch wertvoll und immer korrekt an zu wenden ist einfach verdammt schwierig und nicht immer machbar. es gibt sicher viele lehrer die es besser machen können und sich auf die faule haut legen, aber alle mit deiner aussage so über einen kamm scheren ist doch etwas einfach, meinste nicht auch?
 
früher bevor die PC´s multimediatauglich wurden, galt der Spruch: Glotze macht doof. Nun ist ja der PC eine interaktive Glotze mit tausendmal mehr Möglichkeiten. Entscheidend ist die Frage: wie werden diese Möglichkeiten in der Regel genutzt? haha...genau....

Nach meiner Einschätzung ist selbst Surfen für viele eine Sucht geworden, ganz zu schweigen vom Zocken. Der PC stiftet mehr Schaden als er nutzt. Ist nur meine Einschätzung. Was man dagegen tun kann? Intaktes Elternhaus, das sich des Sucht- bzw Verblödungspotentials dieser ganzen Multimediascheisse bewußt ist.
 
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Find ich nicht :D

Also mir bringt es Herzlich wenig, wenn wir eine Diashow mit ner Powerpoint in der Schule machen müssen ?! Wer macht sowas mit Powerpoint?
 
@rueckspiegel

Du magst in einigen Punkten recht haben, aber es liest sieh fast so, als wenn man fast nur noch den PC in den Unterricht einbinden soll. Dass er derzeit zu wenig genutzt wird liegt vor allem an der Überalterung der Lehrer und dem niedrigem Interesse dem Medium gegenüber.
Jedoch sollte das Medium PC im Unterricht nur als Abwechslung dienen und nicht zum Hauptaugenmerk werden. Oberste Medium im Unterricht ist und bleibt Tafel + Buch.
Sollte man den PC wirklich nutzen (wobei man abschätzen müsste, in welchen Fächern), dann nur um mit Office zu arbeiten bzw. den Gebrauch zu erlernen (zumindest in deinem Fall in der Grundschule). Dabei würde ich sehr vorsichtig mit dem Medium Internet umgehen. Aufklärung ist gut, aber man sieht es häufig, was die Kinder alles für Seiten ansteuern, sobald sie mal freie Hand haben. Auch wenn es zusätzlich Lernsoftware von Klett oder Westermann ist, so sollte man jene als Lehrer auch kritisch betrachten. Software wird seltener vom Kultusministerium geprüft (zumindest wurde es mir so vermittelt) und da gibt es teilweise wirklich Unwahrheiten innerhalb der Software, was die Schüler natürlich glauben (sollte noch nicht genügend Grundwissen angehäuft sein, um den Sachverhalt zu hinterfragen).

Den Umgang mit dem PC sollten auch Grundschüler erlernen, jedoch vorzugsweise zur Aufklärung und leichten Anfängen von Office. Die Vertiefungen sollten bei den weiteren Bildungswegen (Gesamt-, Realschule, Gymnasium) gefördert und vertieft werden.
Eine Grundlage zu schaffen ist nicht schlecht, jedoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass sie dann wieder vor der Marschbirne sitzen. Was daheim passiert, kann man meist nicht abschätzen, wobei das Bild da sicherlich wenig anders aussieht.
Man kann von Grundschülern (jetzt ist wieder die Frage des Alters) nicht erwarten, sich bereits kritisch mit dem Medium auseinanderzusetzen. Spielend lernen am PC ist gut, aber nicht den Eindruck vermitteln, dass es das Schulbuch ersetzt.
 
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dahum schrieb:
Ich wüsste nicht wozu ein Grundschüler Umgang mit Computern haben sollte. Es gibt keinen Lehrstoff, der nicht besser über Bücher und Lehrer vermittelbar wäre.

Computer sind eine Ergänzung - kein Ersatz.

Z.B. dynamische Geometriesoftware - da eröffnet man den Schülern ganz neue Verständnisdimensionen, gerade im Zugmodus. Sowas ist eindeutig eine Bereicherung.

Aber es ist natürlich nur ein kleiner Anteil am Unterricht.
 
das beste Medium ist die eigene Birne, also das Begriffs- u. Vorstellungsvermögen. Da wirkt zuviel Visualisierung kontraproduktiv. Alles bebildern zu wollen ist eine Rückbildung in vorsprachliche Zustände. Mag man der Werbung überlassen, die hat etwas andere Ziele..:D Zu meiner Zeit war der Diaprojektor das Maß aller Dinge. Sind pädagogische Moden. Ebenso wie der Schrei nach mehr Multimedia in Schulen.
 
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@Son Goku: Ja, hast vollkommen recht. So habe ich es auch gemeint. Natürlich soll der PC nicht das Buch und Stift und Papier ersetzen, auf keinen Fall. Es ist und bleibt eine Ergänzung, die aber recht vernünftig eingesetzt werden sollte und das muss man auch "neuen" Lehrerinnen und Lehrern beibringen. Daher sollte es im gewissen maße auch in die Ausbildung einfließen, wie ich finde.

@pilzbefall: Deine Ansichten teile ich wiederum nicht. Wieso sollte Vizualisierung kontraproduktiv wirken? Wie Kryptolan schon schreibt ist es sehr wohl, sehr Hilfreich z.B. Geometrische Dinge am PC zu erklären. Oder einfach den Spieltrieb am Computer von Kindern sinnvoll zu nutzen. Und wie schon gesagt nur als Ergänzung und nicht regelmäßig täglich! Und wie kommst du darauf, dass Bebilderung ein Schritt zurück ist? Hast du schonmal versucht Geometrie ohne Bilder oder Zeichnungen zu erklären? Und wenn ich im Unterricht etwas über, was weis ich "Schule vor 100 Jahren" mache, dann können doch wohl ein paar Bilder nicht schaden um zu zeigen, wie das ganze damals ausgesehen hat. Nur Texte lesen ist wohl ehr veraltet und langweilt Kinder ungemein, gerade in dem Alter. Und ein Diaprojektor damals, war wohl etwas anderes als nen Beamer heute. Alles mit "Früher" vergleichen kann man nicht, da sich Zeiten und Möglichkeiten ändern und es entstehen nicht einfach nur irgendwelche Moden, gerade nicht mit dem Medium Computer, das überall und fast immer im Einsatz ist, wenn man sich umschaut.
 
Analog zu rueckspiegel's Äußerungen.

Das Problem ist jedoch (so fällt es mir derzeit auf), dass die neue Lehrer Generation mit dem PC derzeit nicht arbeiten muss (ausgenommen die Informatiker). Einzige womit jeder arbeiten muss ist Power Point, da so die Vorträge gehalten werden. Ansonsten helfen wohl nur Weiterbildungen in diesem Bereich. Jedoch machen einige Lehrer jene auch nicht mit. Erstmal abwarten, wie die neue Lehrergeneration aussieht, welche damit schon aufgewachsen ist. Man kann solch einen Umschwung auch nicht von Heut auf morgen Planen.
 
@rueckspiegel: an dem was pilzbefall schreibt is schon was dran... Während man bei Büchern (auch Hörbüchern) noch die eigene Phantasie gebraucht ist diese bei Video/Bildmaterial eher/überhaupt nicht der Fall. Ob sich das langfristig auf die eigene Kreativität auswirkt wird wohl niemand mit Sicherheit sagen können.
Visualisierung kann aber auch ein Kreativer Prozess des Einzelnen sein, wenn man selbst etwas (auch am PC) zeichnet/entwirft/... .
Prinzipiel hängt "Bebilderung" aber nicht direkt mit PCs zusammen...

@Son Goku: Wohl war! Nur nichtmal Powerpoint beherrschen die Lehrer idR richtig. Wobei ich weniger das Layout und die Optik meine, als viel mehr den Inhalt und dessen Aufbereitung für Powerpoint. Viele Lehrer quetschen ganze Absätze auf eine Powerpoint-Folie und verlangen dann, dass man diese in wenigen Minuten abschreibt... Da sieht man dann immer schön, welche Lehrer gut unterrichten können und sich ein bisschen in die Schüler hineinversetzen können und welche nicht...

MFG, Thomas
 
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@HighTech-Freak: Wer sagt denn, dass man mit dem PC nur Videos oder Bilder sich anschaut?

@Floi: da muss ich dir recht geben. der junge ist echt ne pfeife. hab den schon öfters im tv gesehen. was der da so von sich gegeben hat, hat sich nicht positiv in mein gedächtnis eingebrand.
 
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