Meinung zur Krankschreibung am ersten Tag

Logisch, wenn ich mich aus der Solidargemeinschaft ausklinke bleibt im Besten Fall mehr für mich selber übrig. Aber das ist dann doch das Gleiche, was hier anderen vorgeworfen wird. Man urteilt aufgrund seiner eigenen Situation und sieht die der anderen nicht, die sich das so nicht leisten können.
 
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@Incanus Irgendwo ist halt auch mal Schluss mit "Solidarität" (ein Wort, das in DE oft genutzt wird, um etwas einzufordern).

Wenn wenigstens die Gegenleistungen passen würden, wäre es ja okay. Aber ich werde vermutlich z. B. keine nennenswerte Rente bekommen. Sollte ich arbeitslos werden, werde ich erstmal alle Ersparnisse für die Rente bis auf ein paar tausend Euro abbauen müssen, bis ich Geld bekomme (was dann Altersarmut bedeutet). Und das, obwohl ich jahrelang im Spitzensteuersatz eingezahlt habe.
Elterngeld, wenn es dann mal bei mir/uns so weit ist? Wird auch zurückgeschnitten.
Wohnraum für ne Familie? Joa, auch schwierig. Bräuchte deutlich mehr Geld, aber ich gebe ja ca 50% ab.

So verabschiede ich mich lieber aus der "solidar"-Gemeinschaft. Ob das Auswandern in ein paar Jahren klappt, ist wieder eine andere Frage. Einige ehemalige Kommilitonen haben es bereits geschafft und schließen DE selbst als "Fallback" aus.

Für Mittelschichtler ohne großartigen Besitz passt das Preis-/Leistungsverhältnis nicht mehr. Da sind die Abgaben einfach zu hoch für die Leistung und das ist ein Problem. Sieht man auch an der schrumpfenden Mittelschicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klingt für mich ein bisschen, wie der alte Witz, 'Unterhalten sich zwei Kommunisten'.

Man kann meiner Meinung nach nicht auf Verständnis und Solidarität da pochen, wo es einem selber nützt und da, wo es einem an den eigenen Geldbeutel geht darauf pfeifen.

Weiß ja auch nicht, was Du als 'nennenswerte Rente' ansiehst, aber wer den Spitzensteuersatz zahlt (42% ab ca. 70.000€), sollte da schon was zusammenbekommen.
 
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Incanus schrieb:
Man kann meiner Meinung nach nicht auf Verständnis und Solidarität da pochen, wo es einem selber nützt
Ich war auf Schulen, in die es reingeregnet hat und an denen (kein Scherz) nicht einmal mehr die Kreide an den Tafeln gehaftet hat. Bei leichtem Schneefall hatten wir Schulfrei, weil es die Befürchtung gab, dass das Flachdach nicht hält. Im Winter war Unterricht in Winterjacken normal.

Im Studium könnte ich jetzt lange Geschichten rund um BAföG erzählen (ich zahle doch 50% Abgaben für Chancengleichheit, oder nicht?). Z. B. Bearbeitungszeiten von 10 Monaten (überbrück das mal). Arbeitest du dann in der Zeit, wirst du dreifach bestraft:
  • Das Geld wird angerechnet
  • Studierst du zu langsam durchs arbeiten (TU9 Mint + 20h/Woche passt nicht ganz), fliegst du ganz raus. Der ÖR-Zahlungsbescheid ist dann auch ganz schnell da (ja, das knallt rein, wenn das Geld knapp ist)
  • Du fliegst aus der Familienversicherung: Nochmal über 100€/Monat weniger
Hab dann aber im ersten Jahr gleich mal mehr Abgaben gezahlt, als ich BAföG im ganzen Studium bekommen hab.
Ja, wir wedeln uns dann gern einen auf das "kostenlose" Studium. Dass dann z. B. in den USA auch die Gehälter so sind, dass die Schulden aus dem Studium abbezahlt werden können, wird dann immer gern vergessen (außer vielleicht, man hat Bullshit studiert).

Wie dann z. B. das Bahnfahren im Studium lief, lassen wir besser weg.

Über Arztbesuche könnten wir noch reden. Keine Ahnung, wie das mit der Krankschreibung ab dem ersten Tag klappen soll. Ich kenne nur Überlastung und teilweise wochenlange Wartezeiten, wenn etwas größeres ist.

Das sind dann so die Erfahrungen meiner ersten 25 Jahre im Sozialstaat gewesen. Für den Standard gebe ich 50% ab? Das passt nicht!

Das Rentensystem ist so kaputt, dass es bereits fast ein Drittel der Steuereinnahmen draufgehen, um "zuzufüttern" (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/rentensystem-faq-101.html), weil der Generationenvertrag nicht mehr funktioniert. Ich soll da erste Hoffnung auf meine Rente in 30-40 Jahren haben? Da behalte ich das Geld lieber selbst - wenn es ginge.
Und wenn ich jetzt sehe, wie wenig Kinder es im Umfeld gibt, wird mir Angst und Bange.
 
Zuletzt bearbeitet:
@pseudopseudonym: Wenn du arbeitslos wirst, bekommst du ALG1 mit 60% vom netto. Da du Spitzensteuersatz zahlst und eine Sparrate hast, sollte das ja kein Problem sein. Mit Spitzensteuersatz bekommst du auch mind. 1,3 Rentenpunkte pro Jahr (ggf. deutlich mehr), was schon eigentlich eine ordentliche Rente bedeuten sollten. Klar, Wohnraum ist teuer, aber das hat nichts mit der Solidargemeinschaft zu tun.

Back to topic: Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen wie man soetwas einführen kann. Die Betriebe/Unternehmen, die dort ein Problem gesehen haben, konnten bereits mit dem alten Gesetz eine AU-Bescheinigung ab dem ersten Tag verlangen, wenn es Probleme gab. In den allermeisten Fällen war das aber nicht so, da es ja scheinbar auch keine Probleme mit den AU Tagen gab. Jetzt muss jeder sofort zum Arzt rennen, wird dabei wahrscheinlich deutlich länger krank geschrieben, als wenn man einfach ohne Bescheinigung mal 1-3 Tage krank wäre und darf sich in die überfüllten Wartezimmer hocken, was auch noch schädlich ist für die Genesung.
Beim Hausarzt ist es ja ohnehin schon eine Katastophe mal vorstellig zu werden, wenn man etwas hat (Stichwort Kapazität). Jetzt wird sich das ganze noch deutlich mehr verschärfen und ich prognostiziere mindestens mal keinen Rückgang der Krankheitstage, sondern in der Tendenz eher noch einen Anstieg. Mit gleichzeitigem Anstieg der Kosten für das Gesundheitssystem und der Arbeitsbelastung der Ärzt*innen.

PS: Dass das Rentensystem nicht passt ist ja völlig klar, da der Generationenvertrag eben nicht (mehr) aufgeht. Dennoch sollten wir froh sein über ein System was alle hinein zwingt, weil sonst dass Gejammer groß ist, wenn das ganze Geld zum Fenster rausgeworfen wurde und keiner mehr sozial aufgefangen wird. Manchmal muss man Leute auch zu ihrem Glück zwingen. Reformiert werden muss es natürlich dennoch komplett, da hast du völlig Recht.

 
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Hallo

Tarnari schrieb:
Was auch immer in deinem Leben dazu geführt hat, ich wünsche dir, dass du die Bitterkeit schaffst, zu überwinden.
Wie kommst du auf die abwegige Idee das ich verbittert sein soll ? Im Gegenteil, ich bin sehr lebenslustig/lebensfroh.
Ich wäre evtl. verbittert wenn ich mich mit den Problemen fremder Menschen beschäftigen und damit belasten würde.

jtr00 schrieb:
Wieviele FTEs hat deine Unternehmung eigentlich
Das Krankenhaus in dem ich arbeite hat etwas über 600 Mitarbeiter.

jtr00 schrieb:
und wie hast du Absenzen / Arztzeugnisse bisher gehandhabt?
Gar nicht, ich kann mich nicht daran erinnern wann ich zuletzt wegen Krankheit auf der Arbeit gefehlt habe, ich bin ein sehr gesunder Mensch.
Ich war ein wildes Kind, ständig bei jedem Wetter draußen, ich schätze da habe ich mein Immunsystem trainiert, was mir heute zugute kommt.

pseudopseudonym schrieb:
Und falls du dann mal das Sozialsystem brauchst, wirst du erstmal bestraft, wenn du das Geld nicht verblasen, sondern zurückgelegt hast. Also ja, unter den Umständen würde ich auf das Sozialsystem und die Abgaben lieber verzichten und so zumindest eine Chance auf den Wohlstand meiner Elterngeneration bekommen. Da wäre dann auch mehr Raum, mir selbst etwas zurückzulegen (z. B. für die Rente).
Richtig, genau das ist das Problem, bei unserem Sozialsystem stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis überhaupt nicht mehr.
Wenn wir nicht die gesetzliche Renten-/Arbeitslosenversicherung hätten würde man mit privater Vorsorge weiter kommen.

pseudopseudonym schrieb:
Das Rentensystem ist so kaputt, dass es bereits fast ein Drittel der Steuereinnahmen draufgehen, um "zuzufüttern"
Alleine schon das Unding das ich mein Leben lang Einkommenssteuern zahle und dann wird meine Rente noch versteuert.

Grüße Tomi
 
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pseudopseudonym schrieb:
@Incanus Irgendwo ist halt auch mal Schluss mit "Solidarität" (ein Wort, das in DE oft genutzt wird, um etwas einzufordern).

Wenn wenigstens die Gegenleistungen passen würden, wäre es ja okay. Aber ich werde vermutlich z. B. keine nennenswerte Rente bekommen. Sollte ich arbeitslos werden, werde ich erstmal alle Ersparnisse für die Rente bis auf ein paar tausend Euro abbauen müssen, bis ich Geld bekomme (was dann Altersarmut bedeutet). Und das, obwohl ich jahrelang im Spitzensteuersatz eingezahlt habe.
Elterngeld, wenn es dann mal bei mir/uns so weit ist? Wird auch zurückgeschnitten.
Wohnraum für ne Familie? Joa, auch schwierig. Bräuchte deutlich mehr Geld, aber ich gebe ja ca 50% ab.

So verabschiede ich mich lieber aus der "solidar"-Gemeinschaft. Ob das Auswandern in ein paar Jahren klappt, ist wieder eine andere Frage. Einige ehemalige Kommilitonen haben es bereits geschafft und schließen DE selbst als "Fallback" aus.

Für Mittelschichtler ohne großartigen Besitz passt das Preis-/Leistungsverhältnis nicht mehr. Da sind die Abgaben einfach zu hoch für die Leistung und das ist ein Problem. Sieht man auch an der schrumpfenden Mittelschicht.

Sehe ich auch so. Bei mir gehen über 2k€ im Monat einfach so weg. Für nichts. Würde ich dieses Geld JEDEN Monat in einen ETF anlegen.... Ufff. Ja, da hört es bei mir auch irgendwann mit der Solidarität auf. Arzttermine bekomme ich trotzdem nicht kurzfristig.

Zur Krankmeldung am ersten Tag: Völliger Unsinn und Symbol-Politik. Betrifft mich zum Glück nicht, denn bei uns gilt ein Tarifvertrag mit einer AU ab Tag 3. Da wird auch nichts geändert werden.

Die CDU WILL echte Probleme nicht angehen. Ich habe das Gefühlt es wird alles darauf vorbereitet die Brandmauer einzureißen.
 
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NephTis schrieb:
Bei mir gehen über 2k€ im Monat einfach so weg. Für nichts.
Zum Einen bleibt bei so einer Summe logischerweise noch jede Menge übrig, danach würden sich andere die Finger lecken, zum Anderen ist es eben nicht 'für nichts'.
Oder nimmst Du auch regelmäßig Deine Versicherungen in Anspruch, damit Du dort Beiträge nicht 'für nichts' entrichtest?
NephTis schrieb:
Würde ich dieses Geld JEDEN Monat in einen ETF anlegen.... Ufff.
Und dann gehen die ETFs in die Grütze, das Geld ist weg oder deutlich weniger geworden und schon ist das Gejammer groß, wenn der Staat denn nicht in die Bresche springt. Und wovon, wenn alle 'Großverdiener' sich der Solidargemeinschaft entzogen haben?
 
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@Portscan86 Das ist doch auch Teil des Problems. Das für viele genau dies das Thema ist.

Ich bringe mich in die Solidargemeinschaft ein und diese Schmarozer und Simulanten nehmen nur raus.
Ich zahle jeden Monat so viel ein und beomme nix raus. Wenn ich das einfach provat anlegen könnte wäre Ich viel besser dran.

Es ist doch offensichtlich, dass ein Großteil der Meinungen zu dem Thema nicht auf der wissenschaftlichen Erkentnisslage zu Prävelenz und Auswirklung der Probleme und im Raum stehenden Maßnahmen aufbauen, sondern auf Ego und Bauchgefühl. In dem Kontext auch Rational, da stehen schon in sich Valide überlegungen hinter. Aber ich kann halt Rational zu vielen Fehlschlüssen kommen, wenn ich mit zu wenigen oder teils falschen Grundlagen und Annahmen arbeite.

Und wir fördern ja an vielen stellen in unserem Gesellschaftsbild noch den tollen Einzelkämpfer, den es zum einen in gar nicht mehr gibt. Selbst auf einer Einsamen Insel unterliegen wir mit Treibgut und Klimaauswirkung dem Wirken der anderen Menschen. Und zum anderen kämpft jeder Mensch zu einem erheblichen Teil für sich selbst und idr. so gut er nur kann.
 
Keylan schrieb:
Ich zahle jeden Monat so viel ein und beomme nix raus.
Das kann sich aber verdammt schnell aendern.
Ich weiss aktuell genau, wo (mehr als) meine Krankenkassenbetraege bleiben. Die Spritzen die ich bekomme haben einen Privatzahlerpreis von ~1200 Euro im Monat.
 
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Einige scheinen sich ein System wie in den USA zu wünschen wo man trotz 3 Jobs seine Arztrechnungen von mehreren Hunderttausend Euro nicht zahlen kann. Aber Hauptsache ich zahl nichts für Andere mit.

41% der Erwachsenen Amerikaner haben Schulden im Gesundheitswesen.
 
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NephTis schrieb:
Würde ich dieses Geld JEDEN Monat in einen ETF anlegen...
...hast du trotzdem keine Versicherung.

RAID ≠ Backup
Investment/Altersvorsorge ≠ Versicherung
 
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Incanus schrieb:
Und 59% finden Obamacare zu teuer

Wenn das wirklich pauschal und einkommensunabhängig 800$/Monat kostet (irgendwo gelesen), ist es das auch. Ein entscheidender Vorteil des deutschen Systems wurde unterschlagen.

Der gleiche Trick wie beim "Bürgergeld": den Wählern verkauft als Wiedergutmachung der miesen Hartzreformen, aber die damalige bessere Versicherung für Beitragszahler (Arbeitslosenhilfe dauerhaft ohne Vermögensanrechnung) wurde unterschlagen, und damit die größte Agendalüge am Leben gelassen, um hinterher besser gegen das Bürgergeld hetzen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh wow, hier gehts ab.

Die reichen Schnösel wollen der Solidargemeinschaft aufkündigen. Das bedeutet Zwei-Klassen-Gesellschaft, aber so richtig. Privat versichert / gesetzlich versichert. Die armen Jokel zahlen ihre paar Kröten in die gesetzliche, wodurch die immer mehr Pleite geht und sie immer mehr selber zahlen müssen und immer immer ärmer werden. Diese asozialen reichen Schnösel nennen die armen Jockel Schmarotzer. Dass die denen die Büros und Praxen für Minilohn putzen, dass die die Drecksjobs machen, ignorieren sie, diese Ignoranten. Sie denken nur an sich und an immer mehr Geld für sie. Das ist nichts anderes als Sozialdarwinismus. Aber ist ja heutzutage wieder forumstauglich ... Die armen Jockel seien ja nur zu faul und es gehe ihnen eh viel zu gut. Ihnen wird nichts, rein gar nichts, gegönnt. Absolute Missgunst. Sie sollen alle geknechtet und vermagdet werden. Keine Rechte. Darf man ja wohl noch sagen. Ja, man darf sagen, dass man ein asozialer reicher Schnösel ist, was hier einige getan haben.

Es gibt diese Honks, und wenn die regierenden Politiker auf solche Honks hören, sind sie selbst Honks.

Einige Wissenschaftler waren und sind weiterhin bemüht die Rational Choise Theorie (Wahlforschung) von Anthony Downs zu widerlegen. Die Kommentare hier in diesem Forum bestätigen jedoch entgegen aller Wissenschaft die Theorie.
 
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@Mirlo ich wusste ja gar nicht, dass du so drauf bist :daumen:

Man muss es ja mal so sehen, mit den Sozialabgaben, als reiche Person, kauft man sich ja nicht nur eine Renten- und Krankenversicherung, sondern man investiert auch in eine Gesellschaft, in der es sich noch lohnt reich zu sein.

Was bringt mir mein Reichtum, wenn mir der Pöbel am Ende den Kopf abschlägt? Oder andauernd eingebrochen wird, oder die Kinder permanent entführt werden, oder man überfallen wird ...

Passiert zwar auch jetzt schon, aber ich würde mal sagen, es ist nicht an der Tagesordnung.

Achso, jemand der im Monat 2k abgibt und 2k für sich hat, würde ich nicht als reich bezeichnen. Auch bei 10k im Monat noch nicht.
 
Janush schrieb:
@Mirlo
Man muss es ja mal so sehen, mit den Sozialabgaben, als reiche Person, kauft man sich ja nicht nur eine Renten- und Krankenversicherung, sondern man investiert auch in eine Gesellschaft, in der es sich noch lohnt reich zu sein.

Nein, als Steuerzahler erwartet man, dass der Staat entsprechend die Infrastruktur bereitstellt, für ein vernünftiges Leben. Sprich, Wohnraum, Schulen, Straßen & Autobahnen ...

Janush schrieb:
Was bringt mir mein Reichtum, wenn mir der Pöbel am Ende den Kopf abschlägt? Oder andauernd eingebrochen wird, oder die Kinder permanent entführt werden, oder man überfallen wird ...

Hierfür gibt es die Gewaltentrennung, die man als Steuerzahler finanziert - Gesetzgeber, Gerichte und Polizei.

Janush schrieb:
Passiert zwar auch jetzt schon, aber ich würde mal sagen, es ist nicht an der Tagesordnung.

29.200 Messerangriffe für 2025 lt. BKA. (klick) Macht im Schnitt 80 Messerangriffe am Tag. Und das sind nur die Messerangriffe - die das BKA im der Statistik mit aufführt weil auch entsprechend gemeldet wurde.

Janush schrieb:
Achso, jemand der im Monat 2k abgibt und 2k für sich hat, würde ich nicht als reich bezeichnen. Auch bei 10k im Monat noch nicht.

Löblich, leider zahlst du den Spitzensteuersatz schon ab 70k und ab 278k zu versteuernden Einkommen. Die meisten Diskussionen der Politiker drehen sich immer um die Personengruppen, die den Spitzensteuersatz heute schon zahlen.

Das Thema ist m.E. aber weiterhin die große Ablenkung davon, dass mit der Steuerreform von SPD & CDU man demnächst schon bei 30k Jahresbrutto um 100 Euro mehr belastet wird als bisher. Die Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen findet gar nicht statt.
Es regt sich aber auch wie hier im Thread, jeder nur über die neue Regel zur Krankschreibung auf.
 
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_killy_ schrieb:
Einkommen findet gar nicht statt.
Es regt sich aber auch wie hier im Thread, jeder nur über die neue Regel zur Krankschreibung auf.
Der thread geht ja auch thematisch nur suf die Krankschreibung ein.

Dir steht es frei einen neuen thread zu einen anderen thema zu eröffnen
 
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_killy_ schrieb:
Nein, als Steuerzahler erwartet man, dass der Staat entsprechend die Infrastruktur bereitstellt, für ein vernünftiges Leben. Sprich, Wohnraum, Schulen, Straßen & Autobahnen ...
Ich meinte ja auch eigentlich alle Abgaben inklusive Steuern.

Ich habe keine Kinder, möchte aber trotzdem, dass der Staat ordentliche Schulen für die Kinder der anderen baut ... usw.

Ich könnte auch ne Firma in den USA aufmachen, mich in Deutschland abmelden und mich nie irgendwo länger als 6 Monate im Jahr aufhalten und schon kann ich mich der Gesellschaftsfinanzierung fast komplett entziehen. Aber wenn das jeder macht, was soll dann werden?

Wie gesagt, ich habe keine Ahnung wie ich drauf wäre, wäre ich reich (also wirklich reich, und nicht nur Gutverdiener) ... vielleicht sag ich es euch, wenn es soweit ist 😅
 
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