@Incanus Irgendwo ist halt auch mal Schluss mit "Solidarität" (ein Wort, das in DE oft genutzt wird, um etwas einzufordern).
Wenn wenigstens die Gegenleistungen passen würden, wäre es ja okay. Aber ich werde vermutlich z. B. keine nennenswerte Rente bekommen. Sollte ich arbeitslos werden, werde ich erstmal alle Ersparnisse für die Rente bis auf ein paar tausend Euro abbauen müssen, bis ich Geld bekomme (was dann Altersarmut bedeutet). Und das, obwohl ich jahrelang im Spitzensteuersatz eingezahlt habe.
Elterngeld, wenn es dann mal bei mir/uns so weit ist? Wird auch zurückgeschnitten.
Wohnraum für ne Familie? Joa, auch schwierig. Bräuchte deutlich mehr Geld, aber ich gebe ja ca 50% ab.
So verabschiede ich mich lieber aus der "solidar"-Gemeinschaft. Ob das Auswandern in ein paar Jahren klappt, ist wieder eine andere Frage. Einige ehemalige Kommilitonen haben es bereits geschafft und schließen DE selbst als "Fallback" aus.
Für Mittelschichtler ohne großartigen Besitz passt das Preis-/Leistungsverhältnis nicht mehr. Da sind die Abgaben einfach zu hoch für die Leistung und das ist ein Problem. Sieht man auch an der schrumpfenden Mittelschicht.