Meinung zur Krankschreibung am ersten Tag

P4ge schrieb:
Wir wissen nur der Krankenstand ist hoch und die Einstiegshöhe für einen potentiellen Missbrauch vergleichsweise niedrig.
Die Prämisse ist also schon mal der Generalverdacht.
Der verlinkte Artikel gibt übrigens eine Antwort darauf. Die Statistik wird von vielen Langzeiterkrankten nach oben gezogen. Aber wahrscheinlich passen dir da die Daten auch wieder nicht.

P4ge schrieb:
Warum wurde denn das Gesetz jetzt geändert? Wegen Bauchgefühl oder wegen Daten?
Nach den bisherigen Eindrücken ziemlich sicher nach Bauchgefühl und dem Gejammer der Vertreter des Mittelstands.

P4ge schrieb:
Ich habe aufgezeigt das die darin liegenden Vergleichslänger (Spanien) es anders regeln, in der Statistik oben stehen und doch ein Problem haben. Null Diskussion von euch.
Aber von Diskussion sprechen und Behauptungen, Argumenten und Belege fordern.
Spanien hat zum Beispiel deutlich strengere Regeln und trotzdem einen höheren Krankenstand. Wenn man schon mit anderen Ländern vergleicht wie unsere Regierung, sollte man daran ja schon sehen, dass sich nicht automatisch etwas ändert, wenn man strengere Regeln einführt.

Aber außer über die Quelle zu meckern kommt relativ wenig:
P4ge schrieb:
Bei dieser Festhaltung unterschlägst du bewusst, dass ich darinliegenden Zahlen für zumindest diskutabel halte. Da eure Meinung von der Sinnhaftigkeit auf dieseem Argument (diese Zahlen und Fakten) beruht solltet ihr euch der Diskussion stellen und ein Zerpfücken der Zahlen akzeptieren. stattdeessen kommt nichts dergleichen.
Wie wäre es denn, einfach mal eine handfeste Quelle zu bringen, die deinen Punkt stärkt?
Also etwas anderes als:
"Ja, mein Bauchgefühl wird schon stimmen", Quelle: Trust me, bro.
Klingt verdächtig nach einer HR Figur, die mit ihrer anekdotischen Evidenz argumentiert, schließlich kennt man "seine Pappenheimer".
Oder du glaubst halt einfach neoliberale Märchen, schließlich denkst du ja auch, dass das Dienstwagenprivileg kein Privileg wäre.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Corto schrieb:
Die liberal/konservativ/rechts eingestellten @Tomislav2007 @Incanus User finden es eher gut, die linken lehnen es ab.
Ich würde das nicht in liberal/konservativ/rechts/links unterteilen, ich würde das in High Performer und Low Performer unterteilen.
Die High Performer sind die beruflich/wirtschaftlich erfolgreichen die glücklich und zufrieden sind und ihre Arbeit gut erledigen.
Ich würde mich nicht als links bezeichnen und auch eher den High Performern zuordnen (bei nahenden Releases auch mal 12h am Tag + viel Wochenendarbeit, späte Meetings mit den USA meide ich auch nicht. Und im Urlaub auch zwischendurch mal am Reingucken, meine Projekte sollen ordentlich bleiben).

Meine Kollegen sind ähnlich drauf. Ach ja, unser Gehalt ist ganz gut, unser Chef kein Arschloch und die Aufstiegschancen gut. Klar hängt man sich da rein.

Trotzdem ist die Regel meiner Meinung nach Mist. Nicht nur, dass ich noch immer einen Hausarzt am neuen Ort suche. Wenn ich so im Eimer bin, dass selbst Homeoffice nicht geht, dann schaffe ich es auch nicht zum Arzt. Dass das nach 3 Tagen sein muss, okay. Aber direkt, wenn ich z. B. erbrechend aufwache?
 
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P4ge schrieb:
Euch als Verteidiger des Status Quo genüngt die nicht beweisbare Aussage "nicht relevant da unter 2%, nicht nenneswert ausgenutzt, andere Länder siehe vergleich ...". Verlangt dann von der Gegenseite belastbare Nachweise die euren Anforderungen genügen.
Warum sollte uns das auch nicht genügen? Wir wollen nichts ändern. Wir haben nicht die Bringepflicht. Die Politik möchte etwas ändern und muss den Sachverhalt somit erst einmal belegen. Und somit müsst ihr Befürworter:innen, die die talking points aufgreifen, natürlich liefern. Die Politik und ihr seid in der Bringepflicht.

Ganz davon abgesehen, dass man die eigenen Behauptungen ohnehin immer mit mehr als nur "Die Hürden sind niedrig, also wird es ausgenutzt" unterfüttern sollte.

Stattdessen werden dann Statistiken, die von der Seite gebracht werden, die gar nichts liefern müssten, ohne Gegenbelege beiseitegeschoben und mit "Das lässt sich ja eh nicht ermitteln" "argumentiert".

So funktioniert das aber nicht.
 
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Thane schrieb:
Die Prämisse ist also schon mal der Generalverdacht.
Diese Prämisse bringst du alleine ein. Ich stelle nur zwei Punkte fest.
Thane schrieb:
Der verlinkte Artikel gibt übrigens eine Antwort darauf. Die Statistik wird von vielen Langzeiterkrankten nach oben gezogen. Aber wahrscheinlich passen dir da die Daten auch wieder nicht.
Der Artikel gibt wieder wo die meisten Erkrankungen laut Barmer liegen.
Sie geeben nicht wieder, ob dies berufsbedingte Erkrankungen sind, sind geben nicht wieder das die Tele-AU ausgenutzt, beides ursprünglich Punkte, warum dieser Artikel genannt wurde. Der Artikel meint zu Tele-AU nur, das er im Verhältnis (<2%) substanziel zur Gesamterfassung beiträgt.
Unsere Diskussion geht hier aber darum das Ärzte meinen ohne Tele-AU würden die Praxen zusammenbrechen. Dieser Kausalzusammenhang kann doch nicht bestehen.
Der Artikel geht auch nicht auf die Frage der Ausnutzung der Tele-AU ein, sondern nur auf den Punkt "da die Masse so gering sei, würde es nicht den Gesamtanstieg der Krankentage erklären".
Es wurde hier also die falsche Frage gestellt.
Das deer Krankenstand hoch ist bestreitet ja niemand, die Zahlen sind halt da, aber vergleichen kann man sie nicht, wenn man die Messmethode ändert.

Thane schrieb:
Nach den bisherigen Eindrücken ziemlich sicher nach Bauchgefühl und dem Gejammer der Vertreter des Mittelstands.
Wenn ich sage, der Krankenstand ist hoch und die Einstiegshöhe für einen möglichen Missbrauch ist niedrig, was ist wohl die einfachste Möglichkeit etwas an den Zahlen zu ändern? Da braucht es nicht mal gejammer oder sonst was. Mach die Möglichkeit (man konnte früher die AU schon ab Tag 1 verlangen) zur Pflicht und erhöhe die Strunghöhe für den möglichen Missbrauch.
Denn wie oben schon gesagt, das die Praxen Jammern bei <2% Tele-AU, da scheint doch was nicht zu stimmen.

SO kann man ein und dieselben Daten komplett unterschiedlich Werten ohne den Zusammenhang zu verändern, ohne Lobbyarbeit. Aber das scheint auf der Verteidigerseite komischerweise niemand zu verstehen.

Thane schrieb:
Spanien hat zum Beispiel deutlich strengere Regeln und trotzdem einen höheren Krankenstand. Wenn man schon mit anderen Ländern vergleicht wie unsere Regierung, sollte man daran ja schon sehen, dass sich nicht automatisch etwas ändert, wenn man strengere Regeln einführt.
Das ist doch gerade das spannende und das wünsche ich mir an der Diskussion.
Spanien als gutes Beispiel: Extrem hohes Tarifnetz, Karenztage per Gesetz die aber dann im Tarif wegfallen und dennoch hoher Krankenstand.

Würde das vielleicht bei uns auch zu mehr Tarifverträgen führen, etwas was ich sogar politisch gewollt ist von den linken Parteien.
Andererseits müsste man ermitteln wie doch der unterschied ist zwischen den Krankenständen von Tarif und nichttarif Arbeitnehmern. Denn die Art der Erkrankungen wird höchstwahrscheinlich Branchenbedingt dort wie hier die gleichen sein.

Thane schrieb:
Wie wäre es denn, einfach mal eine handfeste Quelle zu bringen, die deinen Punkt stärkt?
Mein Punkt ist der, dass ich , wie oben schon gesagt habe die Entscheidungen nachvollziehbar halte, aufgrundlage genau dieser Daten, so wie ich sie lese. Natürlich kann man diese anders auslegen, aber das ist nicht mein Problem. Das ist die wie die Diskussion wie viel ist 2+2(2+2). Da gibt es auch mehrere Antworten , es kommt halt auf die Frage an.

Reglohln schrieb:
Die Politik und ihr seid in der Bringepflicht.
Da scheinst du dich natürlich leicht aus der Affäre zu ziehen.
Unsere Gesellschaft schaft ein Problem (Krankenstand), darauf reagiert die Politik. Argumente braucht man da nur in soweit wie es politische Mehrheiten bedarf. Mit deiner / meiner Wahl haben wir den Argmunten schon vorab zugestimmt, jedes Lager verfolgt da seine eigene Agenda. Links sieht das übel beim Unternehmer, Rechts beim Arbeitnehmer.
Ich bin der Meinung man kann es sich nicht so einfach machen. Fördern und Fordern ist da schon eher meine denke.
Und auf dieser Basis zu sagen, ich soll Belege liefern warum ich das politische vorgehen für gut befinde, und mein gegenüber sagt mir "ok sehe ich nicht so, aber warum sag ich nicht" ist da schon schwierig in einer Diskussion.
Reglohln schrieb:
Ganz davon abgesehen, dass man die eigenen Behauptungen ohnehin immer mit mehr als nur "Die Hürden sind niedrig, also wird es ausgenutzt" unterfüttern sollte.

Stattdessen werden dann Statistiken, die von der Seite gebracht werden, die gar nichts liefern müssten, ohne Gegenbelege beiseitegeschoben und mit "Das lässt sich ja eh nicht ermitteln" "argumentiert".

So funktioniert das aber nicht.
Einmal bitte zurück zum richtigen lesen meiner Beiträge. Scheint ja die Regel zu sein bei euch.
 
Fakt ist, wir brauchen eine radikale Gesundheitskur im Gesundheitswesen und ohne Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze und Anpassung dieser an das neue System (analog Schweiz), Einzahlung von PKV Patienten in einen solidarischen Pool für die GKV, volle Übernahme der KK von Bürgergeldempfänger durch den Bund und dann lasst uns anschauen, wo noch Geld im Gesundheitswesen fehlt. Mit den o.g. Maßnahmen sollte schnell viel Geld eingenommen werden können und die Last wird für jeden geringer und die Versorgung sollte besser werden. Ich rede nicht davon, dass PKV Versicherte jetzt auch 16% Beiträge zahlen sollten, sondern gemessen an ihrem Gehalt z.B. 2% der an die GKV vom Gehalt abgeführt wird und fertig.
Dann erübrigen sich eigentlich viele der unnötigen Diskussionen, aber solch einen Mut hat niemand Inder Politik, da man sich ja in sein eigen Fleisch schneiden würde.
Und mit dem System sollten Überschüsse möglich sein, für ein deutlich besseres Gesundheitswesen, bessere Zahlung von Pflegekräften, mehr Geld für Krankenhäuser und das GKV Patienten nicht mehr 2. Wahl sind und auch schneller Termine bekommen, weil die Ärzte eine bessere Vergütung bekommen pro GKV Patient und nicht nach 10 von 12 Wochen pro Quartal schon ihre Budgets aufgebraucht haben. Bessere Versorgung und Therapiemöglichkeiten bedeuten gleichzeitig weniger Krankheitstagen und somit eine höhere wirtschaftliche Leistung aller.
 
P4ge schrieb:
Unsere Diskussion geht hier aber darum das Ärzte meinen ohne Tele-AU würden die Praxen zusammenbrechen. Dieser Kausalzusammenhang kann doch nicht bestehen.
P4ge schrieb:
Denn wie oben schon gesagt, das die Praxen Jammern bei <2% Tele-AU, da scheint doch was nicht zu stimmen.
Und genau dieses Bauchgefühl wird hier kritisiert und ist problematisch.

Hier kommen beispielsweise zahlreiche verschiedene Experten zu Wort und zeigen auf, warum das ein großes Problem ist. Die sollten das wohl am Besten wissen oder meinst du nicht? Oder eher Merz und die betroffenen Regierungsmitglieder?

Quelle: https://www.heise.de/news/Ende-der-...-zusaetzliche-Arztbesuche-sorgt-11352394.html

Zusätzlich kann auch jeder mal beim nächsten Besuch seinen Hausarzt fragen.
 
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P4ge schrieb:
Unsere Gesellschaft schaft ein Problem
Erstens: Die Gesellschaft schafft Krankenstand? Jst das nicht eher die Biologie?

Zweitens: Das ist deine Behauptung. Nun belege sie bitte.
 
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Guten Abend zusammrn,

Ich persönlich finde eine Krankmeldung ab dem ersten Werktag/Krankheitstag nicht gut. Die 3-Tage-Regelung halte ich für humaner.

Es kann ja sein, dass man aufgrund der Krankheit an dem Tag nicht zum Arzt kann, oder dieser geschlossen hat oder keine Sprechstunde hat etc.

Gut, der Arzt kann eine rückwirkende Krankmeldung ausstellen, aber gerne machen die das nicht, sondern erst zum Zeitpunkt der Diagnose durch den Arzt.
 
Skaiy schrieb:
Und genau dieses Bauchgefühl wird hier kritisiert und ist problematisch.
Warte mal. Ihr sagt wie in deinem Link auch diee Ärzte, die Tele-AU Abschaffung sorgt für Millionen zusätzliche Arztbesuche. Gleichzeitig sagt die Statistik das die Tele-AU "aktuell" weniger als 2% aller AU´s ausmacht.

Wenn ich sage (Bauchgefühl deiner Meinung nach) das kann doch nicht zum kollaps führen wird mir das mangels Beweis abgesprochen , nimmst du die gleiche Aussage und sagst, sie mal es führt zum Kollaps weil Ärzte das sagen, die aber auch nur sagen "wir sind am maximum" ohne ZAhlen zu liefern und pauschal sind, akzeptierst du das Argument für dich. Wie soll ich da eine faire Diskussionsgrundlage sehen?
Skaiy schrieb:
Zusätzlich kann auch jeder mal beim nächsten Besuch seinen Hausarzt fragen.
Evidenz? aktuell ist nicht viel los in unseren Praxen. Gilt das für die Region? ich denke nicht, fürs Bundesland, ich denke nicht. Für Deutschland , ganz bestimmt nicht. Aber wie soll ich das schon beweisen.

Reglohln schrieb:
Erstens: Die Gesellschaft schafft Krankenstand? Jst das nicht eher die Biologie?

Reglohln schrieb:
Zweitens: Das ist deine Behauptung. Nun belege sie bitte.
Das ist doch schön das man wieder nach Belegen gebeten wird.
Die meisten Erkrankungen sind Zivilisationskrankheiten (Herz-Kreislauf, Krebs, chronische Atemswegserkrankungen, Diabetes), grundlage dafür sind unsere Ernährung (warum wohl soll es eine Zuckersteeuer geben), Bewegungsmangel (wir haben heute mehr Arbeitsplätze im Büro als anderswo), Alkohol und Tabak/leichte Drogen sind heute so simpel und natürlich in unserere Gesellschaft integriegt wie nie zuvor.

Laut WHO ließen sich 80% aller Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Diabetes Erkrankungen wenn wir eine gesündere Ernährung,hätten mehr Bewegung treiben und Tabak verbieten würden. Willst du mir sagen, das all diesee Krankheiten von der Politik verornet sind?

Bei den Psychischen Erkrankungen ist es der "Trend" das wir immer erreichbar sein wollen. Wir haben unser Smartphone immer dabei, egal wo. Klar der Arbeitgeber tut sein übgries, der ist aber nicht die Politik.
Gleichzeitig waren wir sozial noch nie so isoliert wie heute. Social Media "erzählt uns " wie was von gemeinschaft, aber in den seltensten Fälle schafft es einen Mehrwert. Auch hier haben wir die Diskussion der Regulierung und wie wir damit umgehen sollten. Und das schon bei den jüngsten in unserer Gesellschaft. Auch das ist nicht von der Politik ausgegangen.

Wofür die Politik hingegen verantwortlich ist, ist die Verwaltung und der Umgang mit diesem Problem. Problem daran ist , und ja das ist jetzt meine Meinung, wir gehen es nicht energisch an, weil die Gesellschaft zu viele ABER macht.

Wir wissen um die Vorteile eineer gesunden Ernährung und Bewegung, trotzdem ändert sich nichts an diesen Krankheitsbildern. Es gibt steuerliche Anreize für mehr gesundees Essen bei der Arbeit, mehr Bewegung (E-Bike Leasing, Hansefit ) , ändert sich was an dieser Front? Nein

Problem ist hier das noch nicht genug Druck aufgebaut wird, dass sich ein ändern der Lebensweise sich positiv auf die Zukunft auswirken kann.
 
Um mal meine Meinung als Pflegekraft in leitender Position kund zu tun:

Kurzfristige Ausfälle machen zwar den Großteil der Krankmeldungen aus, über das Jahr gerechnet kommen aber dabei ähnlich viele Krankheitstage zusammen, wie bei den Langzeitkranken, die 4 Wochen+ krank sind.

Aktuell habe ich drei Mitarbeiter krank, einmal zwei Wochen, einmal drei Wochen und einmal vier Wochen und optional alle noch mit Verlängerung, weil es sich um orthopädische Probleme handelt, die gerne mal länger dauern.
Von anderen Kollegen aus der Leitungsebene habe ich ähnliche Berichte, was auch zugenommen hat sind psychische Probleme, insbesondere Burnout/Depression, was durchaus auf die zunehmende physische und psychische Belastung in meinem Berufsfeld zurück zu führen ist.


Was unsere Regierung aber nicht bedenkt: das kann jetzt in ganz unterschiedliche Richtungen gehen:
Die einen gehen weniger zum Arzt, schleppen sich krank zur Arbeit, infizieren Kollegen oder machen bei ihrer Arbeit Fehler, die Produktivität sinkt und es ist abzusehen, bis weitere Mitarbeiter erkranken und dann eine AU erhalten.

Oder die Arbeitnehmer gehen (weil es gefordert wird) wegen jeder kurzfristigen Erkrankungen zum Arzt und in vielen Fällen wird der den Patienten länger krank schreiben, als mit der aktuellen drei Tage Regelung, am Ende haben wir dann längere Ausfälle mit der AU am ersten Tag.


Abgesehen davon:
Ich bin jetzt mit niedergelassenen Ärzten recht gut vernetzt und die schlagen bereits alle ihre Hände über dem Kopf zusammen.
Denn wenn man das jetzt mal richtig schwarz malt und jeder, der ein bis drei Tage krank ist, zum Arzt tingelt für eine AU, sind die Praxen damit maßlos überfordert.
Eine ehemalige Ärztin aus unserer Klinik ist relativ aktiv auf Instagram mit 140tsd Followern und die berichtet viel aus ihrer Praxis, dem Alltag und verknüpft das mit aktueller Politik, die hat mal hochgerechnet, das sie dafür theoretisch eine/n zusätzlichen ärztlichen Kollegen/in der Praxis bräuchte, um die anfallende Arbeit zu bewältigen.
In Zeiten, wo insbesondere Ärzte in Hausarztpraxen, vor allem in Strukturschwächeren Gebieten Mangelware sind, vollkommen utopisch, von der Finanzierung mal ganz abgesehen.


Als weitere Gedankenanregung sind die klassischen 1 Tages Erkrankungen: Kopfschmerzen (insbesondere Migräne oder Clusterkopfschmerzen), kurzfristige Durchfälle oder einfache Sportverletzungen.
Im akuten Migräneanfall zum Arzt gehen verschlimmert die Symptome, verzögert die Rekonvaleszenz und aus (häufig) einem Tag werden 2 oder 3.
Habe ich Durchfall und gehe damit zum Arzt, ist man auch ruck zuck länger krank geschrieben, bei Durchfall theoretisch 48h nach letzten Symptomen, so handhabt das auch unser Kindergarten. Zwei Tage Dünnpfiff und danach biste dann noch mindestens zwei Tage zuhause, schon ist die Woche voll.
Bin beim Sport umgeknickt, Knöchel tut weh und ist dick? Wenn man nicht direkt in die Traumaspirale kommt, erstmal ne Woche nicht belasten, wäre vielleicht auch am nächsten Tag schon besser, wenn man es direkt hochgelagert und gekühlt hätte.


Ich hab vollstes Verständnis dafür, das man Leute, die gezielt einzelne Tage blau machen herausfiltern möchte, aber dagegen hilft doch nicht, die gesamte arbeitende Bevölkerung unter Generalverdacht zu stellen und dabei unglaublich viel Zeit und Ressourcen zu verschwenden.
Nur um am Ende diejenigen, die blau machen doch nicht zu erwischen, denn die lassen sich so oder so krank schreiben.


P4ge schrieb:
Laut WHO ließen sich 80% aller Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Diabetes Erkrankungen wenn wir eine gesündere Ernährung,hätten mehr Bewegung treiben und Tabak verbieten würden. Willst du mir sagen, das all diesee Krankheiten von der Politik verornet sind?
Das ist jetzt schon sehr offtopic, wenn du darüber diskutierenmöchtest, bitte einen separaten Thread eröffnen:

Verordnet nicht, aber es wird auch relativ wenig getan, um eine gesündere Ernährung zu fördern.

Die stärkere Lobby haben hochverarbeitete Lebensmittel, nicht der Kohlrabi vom lokalen Landwirt.

Dann der Preisunterschied: gesunde Lebensmittel sind in der Regel kostspieliger als Fertigfutter, was kostet die Pizza beim Discounter? 3,59€ Margherita im 3er Pack bei Aldi, wenn ich mir die Zutaten einzeln kaufe, wird es schon schwer, das zu unterbieten.
Wenn Geld knapp ist (was es in Zeiten steigender Kosten in nahezu allen Bereichen ist), ist auch weniger Geld für gesunde Lebensmittel vorhanden.

Ein anderes Beispiel wäre die Zuckersteuer, bei uns vor über 30 Jahren abgeschafft, haben England oder Irland die Steuer vor nicht einmal 10 Jahren wieder eingeführt und das mit sehr positivem Effekt.
Die Selbstverpflichtung der Wirtschaft, wie sie hier betrieben wird, liegt auch hinter dem gerwünschten Ziel zurück.
Warum das so ist, liegt auf der Hand, Zucker aktiviert das körpereigene Belohnungssystem, schüttet Dopamin aus, dazu fördert er Heißhungerattacken, was im Endeffekt den Konsum entsprechender Produkte steigert.
Dazu gibt es auch einen interessanten Beitrag vom Max-Planck-Institut.

Soll jetzt nicht heißen: Bitte lieber Staat, schreib mir vor, was es Morgen zu Essen gibt.
Aber ähnlich wie Meta und Co. ihre Feeds psychologisch optimieren, um ein suchtähnliches Verhalten anzustreben, so ähnlich funktioniert die Lebensmittelindustrie in Teilen auch, da ist eine Überlegung, im Sinne der sozialen Marktwirtschaft, staatlich zu regulieren.
 
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P4ge schrieb:
Wenn ich sage (Bauchgefühl deiner Meinung nach) das kann doch nicht zum kollaps führen wird mir das mangels Beweis abgesprochen , nimmst du die gleiche Aussage und sagst, sie mal es führt zum Kollaps weil Ärzte das sagen, die aber auch nur sagen "wir sind am maximum" ohne ZAhlen zu liefern und pauschal sind, akzeptierst du das Argument für dich. Wie soll ich da eine faire Diskussionsgrundlage sehen?
1. Fragst du dich gerade ehrlich, warum man lieber den zahlreichen verschiedenen voneinander unabhängigen Experten glaubt als einem random User in einem Computer-Forum?

2. Deine Erwartung ist: Rechnet mir das konkret alles vor, ansonsten ist es nicht so. 🤷

P4ge schrieb:
Evidenz? aktuell ist nicht viel los in unseren Praxen. Gilt das für die Region? ich denke nicht, fürs Bundesland, ich denke nicht. Für Deutschland , ganz bestimmt nicht. Aber wie soll ich das schon beweisen.
Das war lediglich ein praktisches Beispiel, um an eine direkte Aussage eines Betroffenen zu kommen, weil fast jeder mal irgendwann beim Hausarzt ist.

Aber das würde dir ja auch erst reichen, wenn dein Hausarzt das komplett durchrechnet.
 
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mykoma schrieb:
Dann der Preisunterschied: gesunde Lebensmittel sind in der Regel kostspieliger als Fertigfutter, was kostet die Pizza beim Discounter? 3,59€ Margherita im 3er Pack bei Aldi, wenn ich mir die Zutaten einzeln kaufe, wird es schon schwer, das zu unterbieten.
Zumindest bei dem Beispiel muss ich widersprechen (obwohl ich dir sonst rechtgebe). Hab im Studium u.a. mit selbstbacken incl eigenem Teig angefangen, weil das selbst im Vergleich zu dem 3er-Pack spottbillig war/ist.
 
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P4ge schrieb:
Warte mal. Ihr sagt wie in deinem Link auch diee Ärzte, die Tele-AU Abschaffung sorgt für Millionen zusätzliche Arztbesuche. Gleichzeitig sagt die Statistik das die Tele-AU "aktuell" weniger als 2% aller AU´s ausmacht.
Das liegt daran dass die eine angabe in % ist und die andere angabe nicht.
Es werden jährlich zwischen 70 und 80 Millionen AU Bescheinigungen ausgestellt. 2% sind 1,6 Millionen.
P4ge schrieb:
Wir wissen um die Vorteile eineer gesunden Ernährung und Bewegung, trotzdem ändert sich nichts an diesen Krankheitsbildern
Das liegt doch schon an unzureichenden Vorgaben für Kitas und Schulen die miterweile für Mittagessen eine entscheidende rolle spielen...
Hauptsache billig mehr fordert die poltik in dem Bereich nicht, billig heißt viel Kohlenhydrate wenig Gemüse und wenig frisches sondern fertig fraß mit u.a. zu viel Salz.
 
nik_ schrieb:
Fakt ist, wir brauchen eine radikale Gesundheitskur im Gesundheitswesen und ohne Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze und Anpassung dieser an das neue System (analog Schweiz), Einzahlung von PKV Patienten in einen solidarischen Pool für die GKV, volle Übernahme der KK von Bürgergeldempfänger durch den Bund und dann lasst uns anschauen, wo noch Geld im Gesundheitswesen fehlt.
nik_ schrieb:
Mit den o.g. Maßnahmen sollte schnell viel Geld eingenommen werden können und die Last wird für jeden geringer und die Versorgung sollte besser werden.
Abgesehen davon, dass ich nicht weiß, was mit "Anpassung dieser an das neue System (analog Schweiz)" gemeint ist, ist meine Frage: Ist das wirklich so?

Ich habe bisher keine konkreten und gleichzeitig aktuellen Quellen dazu finden können, wie hoch das Potential an Mehreinnahmen durch eine Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze der GKV ist. Ich war deshalb einmal so frei, dazu Google Gemini zu befragen, das sich allerdings auch nur allgemein auf "Volkswirtschaftliche Studien und parlamentarische Modellrechnungen" beruft, welche die möglichen Mehreinnahmen angeblich mit irgendwas zwischen 10 und 20 Mrd. Euro jährlich beziffern.

Die einzige halbwegs konkrete, aber nicht sehr aktuelle Quelle, die ich dazu finden konnte, ist aus dem Jahr 2023 und besteht aus einer Anfrage von mehreren Abgeordneten und der Fraktion "Die Linke" an die damalige Bundesregierung sowie deren Antwort: Drucksache 20/7763

Darin wird zwar das Potential möglicher Mehreinnahmen eingeräumt, jedoch auch auf die Gefahr von Abwanderungsbewegungen in die private Krankenversicherung hingewiesen. Dies wurde auch im "Ersten Bericht der Finanzkommission Gesundheit" aufgegriffen, mit dem Hinweis, das eine solche Abwanderungsbewegung nicht ohne Weiteres durch eine erhebliche Erhöhung der Jahresarbeitsentgeltgrenze abgewendet werden könne (Seite 72, Abschnitt 5.1.7):
Eine Erhöhung der Jahresarbeitsentgeltgrenze greift auch in die Berufsausübungsfreiheit der privaten Krankenversicherer ein, weil deren potentieller Kundenkreis eingeschränkt wird, der sich bei ihnen gegen Krankheit versichern kann (BVerfG 1. Senat 2009). Eine Beschränkung der Berufsausübungsfreiheit muss entsprechend der Rechtsprechung des BVerfG „aus hinreichenden gewichtigen Gründen des Gemeinwohls gerechtfertigt“ sein.

Der Bericht ist insgesamt, ab Seite 50, sehr lesenswert, bspw. in Bezug auf die Finanzierungslücken in den kommenden Jahren. Für 2027 werden ca. 15,3 Mrd. Euro angepeilt, mit weiteren Steigerungen in den Folgejahren. Geht man bei dem o.g. Mehreinnahmepotential von irgendwo zwischen 10 und 20 Mrd. Euro aus, dann wäre die Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze bestenfalls kostendeckend. Dies aber auch nur dann, wenn sie vollständig realisiert werden könnte, d.h., niemand in die PKV wechselt und die höheren Krankenversicherungsbeiträge auch nicht gegenüber dem Finanzamt geltend gemacht werden können. Nach wie vor ist es so, dass die Krankenversicherungsbeiträge das zu versteuernde Einkommen reduzieren.

Die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze würde also die Steuereinnahmen senken und, was gern vergessen wird, auch die Beitragszahlungen der Arbeitgeber erhöhen. Heißt, die Lohnnebenkosten steigen, was auf Preise umgelegt wird, mit all den damit einhergehenden weiteren Auswirkungen.

Interessant ist der Bericht der Finanzkommission speziell auch in dem Punkt der Ursachen für die Ausgabensteigerungen bei den gesetzlichen Krankenkassen, denn ohne diese Steigerungen würde die aktuelle Diskussion wohl gar nicht geführt werden. An mehreren Ursachen ist "der Gesetzgeber" selbst verantwortlich.
Ursächlich für die anhaltend starke Ausgabendynamik sind einerseits die Folgen der in der GKV größtenteils erst zeitverzögert wirkenden hohen Inflation im Zuge der Energiepreiskrise in den Jahren 2022 und 2023. Entscheidend ist aber auch, dass ausgabendämpfende gesetzliche Regelungen und Wirtschaftlichkeitsanreize in den letzten zwei Dekaden vom Gesetzgeber sukzessive reduziert wurden (vgl. Abschnitt 6.1.1). Die Ausgabenzuwächse konkret in 2025 sind zudem auch von gesetzlichen Neuregelungen in 2024 und 2025 wie beispielsweise der vollständigen Entbudgetierung der Kinder-, Jugend- und (seit Oktober 2025) auch der Hausärzte, der Erstbefüllungsvergütung für die elektronische Patientenakte sowie der vollständigen Tarifrefinanzierung im Krankenhaus (eingeführt mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG)) geprägt. Zudem wurden in den letzten Jahren in vielen Sektoren zahlreiche Vergütungszuschläge außerhalb der eigentlichen Vergütungssystematik gesetzgeberisch eingeführt, die erheblich zur Ausgabendynamik beigetragen haben. Des Weiteren werden bestehende Instrumente zur Preisregulierung aufgrund von Rechtsunsicherheiten und Schiedssprüchen nicht ausreichend ausgeschöpft (beispielsweise Festbeträge für Hilfsmittel oder Preis-Mengen-Regelungen bei Arzneimitteln). Auch medizinische Innovationen im Bereich der Arznei- und Hilfsmittel (beispielsweise hochpreisige, patentgeschützte Arzneimittel) treiben die Ausgabendynamik in der GKV. Die demografische Entwicklung spielt bei der Ausgabendynamik bisher eine geringe Rolle. Dies könnte sich jedoch insbesondere in den 2030er Jahren ändern."

Insgesamt betrachtet bleibe ich bei meiner Behauptung, dass ein zwingender AU-Nachweis ab dem ersten Tag, um so den Krankenstand zu senken (und damit die Kosten für ärztliche Behandlung), nur von den eigentlichen Baustellen im Gesundheitswesen und deren Ursachen ablenkt. Und dies zementiert letztlich die Untätigkeit in Bezug auf wirklich notwendige umfassende Änderungen, die die Finanzlage auch tatsächlich langfristig verändern könnten.
 
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Capet schrieb:
Beitragsbemessungsgrenze
Wisst ihr warum diese überhaupt existiert?
Weil disse auch die Ansprüche des krankengeldes begrenzt.
Denn diese ist an die Beitragszahlungen gekoppelt...
Bedeutet nunmal dass eine Anhebung oder auch Aufhebung wie hier gefordert auch Verpflichtungen und kosten bedeutet.
 
Hallo

Reglohln schrieb:
Die Politik möchte etwas ändern und muss den Sachverhalt somit erst einmal belegen.
Die Politik möchte nicht etwas ändern, die Politik hat es schon geändert.
Wie kommst du auf die Idee das die Politik Änderungen belegen muss ?

Reglohln schrieb:
Die Politik und ihr seid in der Bringepflicht.
Das scheint die Politik anders zu sehen oder wieso kommen keine Belege von der Politik ?

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Das scheint die Politik anders zu sehen oder wieso kommen keine Belege von der Politik ?
Weil diese unwillens Ist, und die Kommunikation mit der Bevölkerung im großen stiel einstellt.
Das wähler von dieser inkompetenz die schnauze voll hat wird auch in den letzten umfragen mehr als deutlich und unterstreicht dass diese Regierung auf seine Bevölkerung scheißt.
https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend
https://www1.wdr.de/politik/politik-in-nrw/nrw-trend-juni-2026-100.html
https://www.tagesspiegel.de/politik...-union-sturzt-auf-20-prozent-ab-15718114.html
https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-april-100.html
https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-juni-100.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Khaotik schrieb:
Ich hatte z.B. schonmal zuhause einen Arbeitsunfall am 2. Tag meines zweiwöchigen Urlaubs
Wie geht das denn bitte?
Bist du im durch den AG angemieteten Home Office gestolpert?
 
Man darf auf das Ergebnis gespannt sein, wenn Angelich Merzel die Krankheitstage halbieren will :D Ich sehe das genauso: Die Krankheitstage werden zunehmen, weil die Leute dann nicht nach einem Tag ohne Krankschreibung wieder in die Arbeit gehen, sondern sich für die ganze Woche krankschreiben lassen. Ich freue mich schon auf die Interventionsspirale mit der dann das wieder "repariert" werden soll...

Ja, in Deutschland wird zu wenig gearbeitet. Aber das liegt nicht daran, dass die Menschen faul sind bzw. ständig blau machen, sondern weil in diesem Land einfach die Anreize völlig falsch gesetzt werden.

Jeder halbwegs ordentlich bezahlte Ingenieur oder Facharbeiter muss den fünften Tag der Woche praktisch mit dem Spitzensteuersatz versteuern. Kein Wunder, dass sich dann viele in die 4-Tage-Woche verabschieden. Von den Anreizen rund um das Bürgergeld will ich gar nicht erst anfangen...
 
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Tomislav2007 schrieb:
Es gibt nicht "Die Politik".
Tomislav2007 schrieb:
Das scheint die Politik
Die "Politik" sind unsere Volksvertreter. Sie haben vorher um Stimmen gekämpft, gewisse Versprechungen gemacht, sind dazu verpflichtet durch ihren Eid im Sinne des Volkes Entscheidungen zu treffen.

Wenn man das nun wie die März Regierung macht, dann hat das den folgenden Effekt:

  • Umfragewerte fallen in den Keller (aktuell zu beobachten)
  • weniger Stimmen bei der nächsten Wahl und damit evtl. ein Machtwechsel

Dann bekommt das Volk jemanden anderen vorgesetzt wenns gut läuft.

Eine Regierung, die die Menschen noch mitnimmt und ernst nimmt wäre toll.

All das kann März nicht. Aber auch die aktuelle SPD nicht.

Sie entscheiden Dinge, die für niemanden nachvollziehbar ist. Nun denn. Sie massakrieren sich selbst. Scheint ja so gewollt zu sein. Denn Umfragewerte kann jeder lesen und auch die Reaktionen der Menschen auf die geplanten Änderungen waren vorhersehbar.

Dann ist natürlich die Frage, warum man sehenden Auges ins Umfrageverderbnis läuft.
 
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