Meinung zur Krankschreibung am ersten Tag

@feynman
"Krankheitstage halbieren".

Wie das merz'sche "Halbieren" funktioniert, konnten wir bereits in einem Wahlkampf beobachten.
Damals wollte er mit seiner CDU die AfD "halbieren" ... und hat sie am Ende glatt verdoppelt.

Merz kann bestimmt einiges ... aber Rechnen gehört wohl eher nicht dazu.
 
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Im Endeffekt ist das Thema doch nur ein Lückenfüller. Jeder kann mitreden und sich aufregen. Am Ende passiert nicht viel und die Leute sind abgelenkt. Die Konservativen Erwartungen werden zu dem erfüllt und es kommt vor allem auch bei den Rentnern gut an wenn man die Jungen mehr kontrollieren will.
Alles in allem eine PR Show und wohl auch nur dazu gedacht. Leider spielen die Medien viel zu gut mit und strafen solche Stunts nicht ab.

Würde man wirklich das Gesundheitssystem verbessern wollen, dann wären andere Themen im Vordergrund.
 
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hallo7 schrieb:
Im Endeffekt ist das Thema doch nur ein Lückenfüller.
Ja, würde mich nicht wundern, wenn das hier nur von den Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz ablenken soll.
 
Da kann ich @hallo7 nur zustimmen. Statt sich darüber aufzuregen, dass man bei einem Monatsbrutto von 3.000 Euro von den Reformen "zur Entlastung" nichts hat, sondern auf 600 Euro Steuerersparnis dann 700 Euro mehr Sozialabgaben kommen - darüber liest man einfach nichts. (Quelle) Und bei 3.000 Euro Brutto liegt man halt nur knapp über den Mindestlohn.

Der Coup hat somit funktioniert, die Menschen regen sich über das völlig falsche Thema auf. Im Zweifel wird die Regelung doch wieder gekippt ...
 
Pummeluff schrieb:
Andererseits ist es natürlich eine Katastrophe für die Arztpraxen.
Im ländlichen Raum herrscht ein Mangel an Ärzten und wenn die mit noch mehr Papierkrieg zugeballert werden, bekommt man keinen Termin.
Das wird nicht unrealistisch, dass wenn man sich für den einen Tag krankschreiben will, erst am nächsten Tag beim Arzt vorstellig werden kann, weil der vorher keine Zeit hat.
Das die Ärzte überlastet werden und dringend von Papierkrieg erlöst werden müssen, ist bekannt und diese Idee setzt da noch eine Schippe oben drauf auf das Problem.
 
_killy_ schrieb:
Statt sich darüber aufzuregen, dass man bei einem Monatsbrutto von 3.000 Euro von den Reformen "zur Entlastung" nichts hat, sondern auf 600 Euro Steuerersparnis dann 700 Euro mehr Sozialabgaben kommen
"Arbeit muss sich wieder lohnen", " Warum arbeiten die Leute zu wenig".
...komisch.

Muss nur auf meine Abgaben gucken. Spitzensteuersatz, aber einen Lebensstandard, über den meine Eltern sich trotz Ausbildungsgehältern totgelacht hätten.
 
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Die Diskussion wird immer mehr OT! Bitte auf das Thema achten. Vielen Dank 👍
 
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Tomislav2007 schrieb:
Hallo


OK, ich scheine deinen Hausarzt zum Glück nicht zu kennen.
Mein Hausarzt hat 2x die Woche bis 18:00 Sprechstunde und meine Zahnärztin hat 3x die Woche bis 18:00 und 2x die Woche bis 19:00 Sprechstunde.
Man kann an seinem unflexiblen Arzt festhalten, man kann sich auch einen flexibleren Arzt suchen der Arbeitnehmerfreundliche Sprechzeiten anbietet.

Das könntest du mal bei uns aufm Land probieren ;) Da musst du Glück haben das dich eine Arztpraxis überhaupt als neuen Patient aufnimmt...

Hier läuft das meist so, Neue Patienten aus fremden Ortskreisen werden überhaupt nicht als Patienten angenommen, du musst zu dem Hausarzt gehen der "zu deiner Gemeinde" gehört. Ärztemangel sei dank ;)

HIer wirst du sogar von Facharztpraxen (z.b. Orthopäden) abgelehnt, Aufnahmestopp für neue Patienten).
 
P4ge schrieb:
Unsere Diskussion geht hier aber darum das Ärzte meinen ohne Tele-AU würden die Praxen zusammenbrechen. Dieser Kausalzusammenhang kann doch nicht bestehen.

Den Artikeln in diversen Zeitungen nach, die ich gelesen habe, beschwören die Ärzte nicht den Weltuntergang wegen fehlender Tele-AU.

Sie befürchten einen Aufwandsüberlauf wegen einer AU-Schwemme (all diejenigen, die bisher für 1-3 Tage keine AU brauchten, müssen jetzt zur Praxis und beanspruchen damit Ressourcen) in Kombination mit wegfallender Tele-AU.

Die Masse an zusätzlich benötigten AU ist der primäre Casus Knacktus - der Wegfall der Tele-AU ist (im Vergleich dazu) deutlich sekundär.
 
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P4ge schrieb:
Laut WHO ließen sich 80% aller Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Diabetes Erkrankungen wenn wir eine gesündere Ernährung,hätten mehr Bewegung treiben und Tabak verbieten würden.
P4ge schrieb:
Bei den Psychischen Erkrankungen ist es der "Trend" das wir immer erreichbar sein wollen.
Davon abgesehen, dass hier immer wieder neue große Punkte aufgemacht werden, ging es ursprünglich um Krankschreibung ab dem ersten Tag, telefonische Krankschreibung und die von dir eingebrachten klassischen Infektionskrankheiten durch angeblich schlechtere Lebensweise als noch zu Corona-Zeiten und suggerierten überflüssigen sozialen Kontakten.

Nun sind die weniger gewordenen sozialen Kontakte aber doch wieder schlecht:
P4ge schrieb:
Gleichzeitig waren wir sozial noch nie so isoliert wie heute.

Nun aber zum Thema: Du zählst also Dinge auf, die durch die Industrie und deren Lobbies durch Kampagnen gezielt gefördert und Menschen so – nicht nur von Zucker , Alkohol und Tabak, sondern auch von Smartphones, Autos, whatever – abhängig gemacht wurden.

Dann ist es ja gut, dass wir Firmen und Konzernen nicht auch noch doppelt dafür bezahlen, indem sie mit Hilfe der Politik die Arbeitnehmer:innenrechte immer mehr aushöhlen.

Aber es ändert an der Sachlage nichts: Die Menschen, die eine Veränderung herbeiführen wollen, müssen (natürlich nicht im rechtlichen Sinne) belegen, dass es ein signifikantes Problem – hier beim Thema Krankschreibung ab dem 3. Tag und bei telefonischen Krankschreibungen – gibt. Erweiternd könnte man hier noch mit der Anzahl der Krankentage.

Und du stellst wiederholt einfach nur die Behauptung auf, dass es in allen Belangen so ist, ohne konkrete Zahlen zu liefern. Und auf dieser Grundlage lässt sich einfach nicht aufbauen. Da kommen wir auch nicht zusammen. Sorry. Ich lasse mich da auch nicht auf eine Beweislastumkehr ein.

Wenn du der Meinung bist, die Zahlen ließen sich nicht korrekt erheben, weil Dunkelziffer oder whatever, dann ist das kein Argument für die Behauptung, sondern das genaue Gegenteil.
 
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Ich habe nun mehr oder weniger den gesamten Thread gelesen. Eigentlich wollte ich mich gar nicht äußern, da unsere Gesellschaft eh schon zu viel streitet.
Als ich aber lesen musste, dass AUs, die möglicherweise unberechtigt sind, mit Mord gleichgestellt werden, bin ich vom Glauben an die Menschheit abgekommen.
Diebstahl lasse ich mit gutem Willen noch gelten. Schließlich „bereichern“ sie sich doch durch unseren Krankenkassenbeiträge, Steuern und erzeugen Mehrarbeit, die andere im Gegenzug auffangen müssen.
Alles gut.

Aber Mord?
Was ist los mit euch?

Und nun mal Butter bei die Fische:
Ich bin seit ich ca. 20 bin, immerhin schon seit 28 Jahren immer wieder krank aufgrund von Clusterkopfschmerz. Das ist eine ganz fiese Sache.
Das ist so eine Sache, die dein Gegenüber meist schulterzuckend zur Kenntnis nimmt:
„Kopfschmerzen hat ja jeder mal! Nimm ne Aspirin!“
Tatsächlich habe ich deshalb schon zweimal meinen Job verloren. Also, würde man die AG fragen, würden sie das natürlich abstreiten.

Fakt ist, meine Erkrankung kündigt sich nicht an. Ich hatte Jahre, in denen die Episoden extrem ausgeprägt waren. Wochenlang, jede Nacht attacken, meist zwischen 23 und 5 Uhr morgens. In Extremfällen fünf, sechs mal die Nacht.
Am nächsten Tag geht da gar nichts mehr.
Es sind gar nicht die Schmerzen, tagsüber treten die nie(!) auf. Aber es rädert…
Permanenter Schlafentzug. Das machst du zwei, drei Wochen mit, was dem Körper schon viel abverlangt, aber danach ist Schluss.
Der permanente Schlafentzug saugt dem Körper den Akku leer. Irgendwann sagt der Körper einfach „ich kann nicht mehr“.
Ich hatte aber auch schon lange Phasen, wo mich der Cluster in Ruhe ließ.
Zuletzt seit 1,1/2 Jahren ohne Attacken.
Ich danke Gott dafür.

So, nun zur akuten Situation.
Aktuell bin ich seit Anfang März nicht arbeitsfähig.

Ich hör sie schon alle schreien: Skandal!

Die Gründe liegen hierbei nicht beim Cluster, sondern eben bei Gründen.
Das ist übrigens auch eine wirklich erhaltenswerte Errungenschaft unserer Gesellschaft. Ich muss meine Krankmeldung nicht begründen.
Es geht niemanden außer den Ärzten und Menschen, denen ich mich anvertraue etwas an.

Ok, bleiben wir beim Thema, ich unterstelle allen Kritikern Menschlichkeit.
Unter dieser Annahme, erwarte ich erstmal Einfühlungsvermögen.

Fun fact. Ich hatte mal nen Kollegen, der sollte die Nachtschicht an einer 24h-Tankstelle an Sylvester um 0:00 Uhr starten.
Ich war zu der Zeit stellvertretender stationsleiter, weshalb um ca. 0:10 (ich hatte frei und war am feiern) mein Telefon klingelte und ein verständlich erboster Kollege am anderen Ende war:
„Wo ist Horst??? Ich hab jetzt frei und der ist immer noch nicht da!.
Ich will auch feiern!!!!

Ok, ich war zu der Zeit ein High-Performer wie alle sagen und sich wünschen und bin raus, Sylvester ade.
Hab dann die Nachtschicht an Sylvester übernommen und alle waren am kotzen.
Inklusive mir.
Am nächsten Morgen, Schicht zu Ende, vom Kollegen immer noch keine Nachricht.
Erst am späten Nachmittag an Neujahr, wo alle angefangen haben, sich Sorgen zu machen, hatte jemand die Eltern erreicht.
Grund für sein Nichterscheinen:
Er saß vor der Schicht auf dem Sofa, ist mit Zigarette eingeschlafen, das Sofa fing an, zu brennen und er musste mit schwerer Rauchvergiftung ins Krankenhaus.

Einige sagen nun:
Ja, selbst schuld! Wenn man halt raucht!

Andere sagen:
Zum Glück hat er das überlebt.

Mich zumindest hat das sensibel dafür gemacht, wie vielschichtig unerwartete Ausfälle begründet sein können.
Ganz plötzlich.

So, und nun nochmal zu mir.
Ich bin aktuell krank. Die Gründe mag ich hier öffentlich nicht nennen.
Ich habe sage und schreibe seit Anfang März zwei Monate gebraucht, um überhaupt einen Arzt zu finden, der mich behandeln kann.
Möchte?
Zwei Monate lang ist gar nichts passiert. Und das trotz 116 117, wer das kennt.
Meinen Job bin ich vermutlich los.
ÖD, nur befristete Verträge. Kündigen können sie mich vermutlich schwer, aber auslaufen lassen, ist doch eine valide Option!

Was ich damit sagen will, an all die high-Performer da draußen (was für ein unmenschliches Wort!), ihr habt bisher sehr viel Glück gehabt.
Und das meine ich genau so. Sei es euch gegönnt.
Ernsthaft.
Andere haben aber oft nicht so gerade Wege. Häufig auch welche, die sich nicht selbst beeinflussen lassen.
Gönnt aber diesen Menschen doch auch das Glück, das sie ein System haben, welches sie auffängt.
Ich bin kein High-Performer. Ich mache meinen job aber schon immer sehr gewissenhaft und oft über das zu erwartende hinaus.

Manchmal geht es aber nicht.
Ergänzung ()

Sorry für den Roman.
 
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Tarnari schrieb:
In Extremfällen fünf, sechs mal die Nacht.
Am nächsten Tag geht da gar nichts mehr.
Und genau wegen sowas halte ich die neue Regel für unmenschlich. An solchen Tagen braucht es genau eins: Ruhe.
Der Stress mitm Arzt macht es nur schlimmer.

Tarnari schrieb:
„Kopfschmerzen hat ja jeder mal! Nimm ne Aspirin!“
So schlimm wie du hab ichs bei weitem nicht. Ich weiß nicht mal, was das genau ist. Aber find mal nen Arzt und sitz dann den ganzen Tag im Wartezimmer, vermutlich mehrere Termine - wo wir auch bei Problem zwei mit der Krankschreibung wären. Auf jeden Fall, ins Büro kann ich damit meistens noch so halbwegs. Aber viel brauchbares passiert dann nicht mehr.
 
Tarnari schrieb:
ihr habt bisher sehr viel Glück gehabt.
Und sie merken offenbar nicht einmal, dass sie sich mit der Unterstützung für solche Einschnitte (gern genommen auch Kürzungen beim Bürgergeld oder sonstigen Sozialleistungen) ins eigene Fleisch schneiden. Als seien sie Übermenschen, die einfach niemals krank werden können.
 
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Ach, ich hab doch eine Anekdote.
Hab einige Jahre in einer großen Kette von Freizeitattraktionen gearbeitet, ein großer internationaler Konzern in der Branche.
Die Zentrale sitzt im Ausland und wollte immer(!) an spätestens Neujahr um 12:00 Uhr die Inventurergebnisse des souvenirshops haben, aber auch unbedingt abzüglich der Verkäufe einschließlich 31.12.
Da ich Leiter war, fiel die mir dies zu.
Also über viele Jahre kein Sylvester, weil zählen und erfassen. Die guten, fleißigen Zähl-Bienchen konnten um meist 22:00 Uhr gehen und hatten noch einen Rest vom Abend.
Meinereins musste noch da bleiben und die gezählten Bestände ins Warenwirtschaftssystem tickern. Gab es größere Abweichungen, hieß das durchaus bis 2/3 Uhr alleine als letzter da zu bleiben, damit es korrigiert, passt, begründet werden kann und die feine Damen und Herren in der Zentrale glücklich waren.

So, weshalb ich das erzähle?
Die Vorgeschichte dazu ist so. In einem der Jahre hatte ich mir über Weihnachten eine fiese Erkältung eingefangen. Zwischen Weihnachten und Neujahr, ging es mir etwas besser, nicht wirklich, aber etwas.
In bestem Willen (ich muss die Inventur leiten!!!!) bin ich kurz vor Sylvester zurück in den Betrieb. Vorbereiten und so.
Als ich dann am PC saß, ca. 1:00, wenn ich richtig erinnere, habe ich rapide abgebaut.
Es ging mir immer miserabler.
Aber gut. High-Performer!!!! Also durchhalten.

Hat leider nicht lange geklappt. Aufgrund einer verschleppten Erkältung, anschließender angehenden Lungenentzündung und Husten so stark, dass ich mir eine Rippe gebrochen habe wurde ich ein ziemlicher low-Performer.
Dumm gelaufen. Sechs Wochen Ausfall.

Ich habe, wie ich finde für damals 2.400€ brutto (gut, da war ich 22/23 Jahre alt) als Teamleiter ziemlich high performt.
Gedankt haben sie es mir später mit einer fristlosen Kündigung wegen wiederholter vermeintlich nicht eingegangenen AUs als ich wieder Cluster hatte.
Damals hat man sowas noch per Post gemacht.
Klar, sind sie damit nicht durchgekommen. Aber es war einkalkuliert. Ich war es eher wert, mit Abfindung und Lohnrückzahlungen loszuwerden.
High-Performer? Pfff…
Wer performt denn für die, welche nicht performen können?

Wirklich, sowas w..t mich an.
Ihr habt bisher wahrscheinlich einfach sehr viel Glück gehabt mit gesundheitlichen Rückschlägen.
Ich wünsche euch aufrichtig, dass das so bleibt.

So viel zu meiner anekdotischen Evidenz.
 
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h00bi schrieb:
Wie geht das denn bitte?
Bist du im durch den AG angemieteten Home Office gestolpert?
Stell dir vor, man kann mehr als eine Arbeit haben. Ich bin noch nebenberuflich selbstständig und hatte dabei einen Unfall. Für den Urlaub ist das unerheblich ob Freizeit- oder Arbeitsunfall - kannst dir wiederholen weils nunmal nicht als erholungszeit angesehen wird.
 
Hallo

Reglohln schrieb:
Und sie merken offenbar nicht einmal, dass sie sich mit der Unterstützung für solche Einschnitte (gern genommen auch Kürzungen beim Bürgergeld oder sonstigen Sozialleistungen) ins eigene Fleisch schneiden.
Stell dir mal vor es gibt Menschen die keine Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes haben.
Wer einen guten gesuchten Beruf gelernt hat und arbeiten will der findet immer eine neue Arbeit, im aller schlimmsten Fall in einem anderen (EU) Land.
Ich würde vor Glück weinen wenn man die Renten- und Abeitslosenversicherung abschafft und ich das (viele) Geld selber vernünftig(er) anlegen könnte.

Reglohln schrieb:
Als seien sie Übermenschen, die einfach niemals krank werden können.
Wir können auch krank werden, wenn wir krank werden dann sind wir aber auch wirklich krank.
Wir brauchen keine AU freien Krankheitstage, weil die Krankheit evtl. doch nicht so schlimm ist.

Tarnari schrieb:
Ok, bleiben wir beim Thema, ich unterstelle allen Kritikern Menschlichkeit.
Unter dieser Annahme, erwarte ich erstmal Einfühlungsvermögen.
Fällt mir bei fremden Menschen mehr als schwer, bei Verwandten, Freunden, Bekannten, Ja selbstverständlich gar kein Thema.
Wenn ich das für Fremde hätte würde ich alleine schon wegen der vielen Kriege auf der Welt starke Depressionen bekommen.

Grüße Tomi
 
@Tomislav2007 Wieviele FTEs hat deine Unternehmung eigentlich und wie hast du Absenzen / Arztzeugnisse bisher gehandhabt?
 
Tomislav2007 schrieb:
Fällt mir bei fremden Menschen mehr als schwer
Das finde ich wirklich schade. Was auch immer in deinem Leben dazu geführt hat, ich wünsche dir, dass du die Bitterkeit schaffst, zu überwinden.
 
Reglohln schrieb:
Und sie merken offenbar nicht einmal, dass sie sich mit der Unterstützung für solche Einschnitte (gern genommen auch Kürzungen beim Bürgergeld oder sonstigen Sozialleistungen) ins eigene Fleisch schneiden. Als seien sie Übermenschen, die einfach niemals krank werden können.
Ob die Abgabenlast davon kommt, ist natürlich fraglich. Glaub ja, dass wir das ganz andere Baustellen haben, siehe allein die CDU-/CSU-Korruption in den letzten Jahren (Autobahnmaut, Maskendeals).
Aber mittlerweile ist Abgabenlast so hoch, dass man sich kaum noch etwas aufbauen kann, wenn man nicht z. B. einen alten Mietvertrag hat oder bereits Wohneigentum. Wenn auch der realistische Best-Case zu gedeckelt durch die Abgabenlast/das Sozialsystem ist, läuft etwas schief.

Und falls du dann mal das Sozialsystem brauchst, wirst du erstmal bestraft, wenn du das Geld nicht verblasen, sondern zurückgelegt hast. Also ja, unter den Umständen würde ich auf das Sozialsystem und die Abgaben lieber verzichten und so zumindest eine Chance auf den Wohlstand meiner Elterngeneration bekommen. Da wäre dann auch mehr Raum, mir selbst etwas zurückzulegen (z. B. für die Rente).
 
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