Memory und Bus Controller getrennt

MonteSuma

Lt. Commander
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Hallo,

ich brauche für ein Projekt auf der Arbeit einen Client, Hardware keine Software.

Anforderung war bisher i7, 16GB Ram und 10Gbit SFP+ Netzwerkkarte.

Ich habe daraufhin einen ganz normalen PC mit einer solchen Karte vorgeschlagen.

Unser Kooperationspartner hat mir darauf wie folgt geantwortet:

You know the server and PC will not use the same south and north bridge chipset. Therefore the chipset is key for performance, because the memory controller and BUS controller are both built in.
I will try to ask my IT colleagues to have a look.

Kennt sich jemand mit Serverhardware aus und kann mir das genau erklären?

Die zwei Aussagen wiedersprechen sich offensichtlich, aber den Sinn hinter seiner zweiten Aussage möchte ich dennoch verstehen.

Mir ist klar, dass ein normaler Chipsatz Norht- und Southbridge beinhaltet.

Mir ist jedoch nicht bekannt, dass man diese Komponenten auch trennen kann und dass das überhaupt sinnvoll ist.

KP, ob der Chipsatz bei richtigen Serverkomponenten anders aufgebaut ist.
 
Die klassische Northbridge gibt es eigentlich nicht mehr. Darüber waren früher der Bus und das Memory angebunden, in mordernen CPUs ist diese Funktionalität jedoch direkt integriert. Der Chipsatz heutzutage ist nur noch das, was früher die Southbridge war, d.h. hier werden z. B. die SATA-Schnittstellen angebunden.
 
RAM läuft heute in der CPU mit. Die CPU ersetzt so den wesentlichen Teil einer ehemaligen NB. Die SB besteht mit einigen weiteren Funktionen weiter als Bus-Controller, verwaltet aber zusätzlich noch PCIe Leitungen.

Selbst bei den Servern ist der RAM Controller seit den Sockel 1366 bzw. 2011 in der CPU. Was die dort schreiben trifft nur auf sehr alte Systeme zu die heute mit Sicherheit keiner mehr wirtschaftlich nutzt.

Da würde ich mal freundlich rückfragen, ob man denn up to date ist und sich mit aktueller Intel Server als auch Desktop HW ein wenig auskennt.

Das Blockdiagramm für Z170 Desktopsysteme:
http://www.intel.de/content/www/de/de/chipsets/performance-chipsets/z170-chipset-diagram.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit anderen Worten: seine zweite Aussage is Bullshit?

Mein Kooperationspartner verkauft selber Server Racks, vielleicht will er mir ja nur einen seiner Server andrehen, weil er glaubt, dass ich keine Ahnung habe...

Ich kenn mich bei Server Racks nicht aus, richtige Server basieren ja nicht auf 1366 oder 2011 oder?
 
Euer Kooperationspartner bezieht sich auf eine Architektur, die mit dem Athlon64, bzw. dem Core2 ausgestorben ist. Die wesentlichen Unterschiede zwischen Server- und Desktopchipsätzen betreffen in der Regel die Anzahl der verschiedenen Schnittstellen (ein Server braucht z.B. normalerweise weniger USB als ein Desktop-PC) und die unterstützten Features. Bei Servern kommen da noch verschiedene Wartungstools dazu kommen, die im Desktopbereich keine Rolle spielen.
Der Aufbau ist jedoch bei beiden gleich. Oftmals wird sogar die selbe Hardware (mit minimalen Anpassungen) verwendet.

Hier mal eine Gegenüberstellung von Z170 und C236.

edit:

...richtige Server basieren ja nicht auf 1366 oder 2011 oder?

Doch, schon.
 
Okay, vielen Dank für die Infos.

Ihr habt mir sehr geholfen!
 
Also wenn ich mir Intel's Enthusiast-Plattform (Sockel 2011-3) und die aktuellen Xeon-Chips ansehe, dann basieren aktuelle Server sehr wohl auf 2011-3 und selbst der Consumer-Chipsatz X99 ist dem Server-Chipsatz für die Xeons extremst ähnlich (wahrscheinlich sogar ein- und dasselbe, jedoch ein paar Features deaktiviert).
 
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