DarthFilewalker schrieb:
Dass das Rentennivieau bis 2031 stabil bei 48 % bleiben soll, finde ich ebenfalls gut.
Für die heutigen Rentner und die Generation 55+ die ihren Renteneintritt in Riechweite hat, sind es natürlich gute Neuinkeiten.
Für für die Jungen Leute unter 25, und die nicht mehr so ganz jungen Leute mit 25-45 ist das Thema völlig nebensächlich.
DarthFilewalker schrieb:
Warum keine Wiedereinführung der Wehrpflicht? Aus Erfahrungen mit Azubis auf meiner Arbeit kann ich sagen, dass 1 Jahr Bundeswehr oder Ersatzdienst einigen jungen Leuten gut tun würde.
Ich denke das eine Wehrpflicht nur mehr schadet als es nützt.
Nämlich würde das vorallem Bildungsgerechtigkeit verschlechtern, da jetzt schon die Dauer eines Studiums finanziell ärmere Schüler abschreckt ein Studium anzutreten. Wenn es dazwischen auch noch Wehrpflicht gäbe, dann noch mehr Schulabgänger dazu gedränkt statt Studium nur eine Ausibldung zu machen oder als Helfer zu jobben.
Wenn dann müsste man allen die Wehrdienst leisten im Gegenzug ein erhöhtes Befög gewähren, damit sie dann im Studium weniger arbeiten müssen und so die Zeit wieder aufholen könnten.
Und ich kann mir nicht vorstellen das man ein einem Konflikt Wehrdienstleistende die vielleicht 8 Monate Wehrdienst minus 3 Wochen Urlaub und minus 3 Wochen Krankheit geleistet haben wirklich sinnvoll einsetzen könnte. Ausser als Kanonenfutter.
Wirklich als Soldat oder Soldatin geeignet sind vielleicht ca. 30% der jungen Männer und ca. 20% der jungen Frauen eines Jahrgangs. Und die bräuchten dann schon einen ca. 2-3 jährigen Wehrdienst um sie im konfliktfall halbwegs sinnvoll einsetzen zu können.
DarthFilewalker schrieb:
Das Thema Migration/Einbürgerung wurde ebenfalls angegangen. Ob das allerdings reicht, um das Ruder wieder rumzureißen und die Zustimmungswerte der Altparteien zu erhöhen, wird die Zeit zeigen. Wenn wir schon (qualifizierte) Ausländer ins Land holen, dann müssen diese auch vernünftig integirert werden - nicht nur jobmäßig, sondern auch kulturell. Daran hakt es leider ein wenig.
Was ich dazu lese ist ziemlich vage. Aber dazu hab ich auch nichts erwartet. Die Merkel-Regierungen hätten ja von Eintreffen der Migrantenwelle im Sommer 2015 bis zur Amtsübergabe an die Ampel-Regierung im Dezember 2021 satte 6 1/2 Jahre Zeit gehabt.
DarthFilewalker schrieb:
Zumindest hat man den Eindruck, dass die Altparteien den (deutlichen) Warnschuss aus der letzten Bundestagswahl sowie vom Mann mit der blonden Perücke gehört haben und ein wenig auf's Gas drücken.
Für mich wirkt es eher wie ein Aufguss der Regierungen Merkel III und IV nur mit neuen Protagonisten.
****
Wenn ich mir beim Tagesspiegel die Verteilung der Ministerien anschaue gibt es leider fast eine Alleinregierung der Union:
Die zweitstärkste Position nach dem Kanzleramt ist ja das Aussenministerium das ebenfalls an die CDU geht. Genauso wie das Familienministerium, Gesundheitsministerium, Verkehrsministerium und das neue Digitalisierungsministerum. Und das Innenministerium sowie Landwirtschaftsministerium gehen an die Schwesterpartei CSU.
Das Finanzministerium ist zwar auch angesehen, aber defacto ein eher passives Ministerium, da viele wichtige Entscheidung entweder von der ganzen Bundesregierung oder dem ganzen Parlament getrofen werden müssen. Ähnlich sieht es beim Verteidigungsministerium aus. Das ist in seinen Entscheidungen auch sehr vom Bundeskanzler, Aussenminister und dem ganzen Parlament abhänging. Und das Umweltministerium, Bauministerium und Wirtschaftliche Zusammenarbeit sind in der heutigen Zeit auch eher Ministerien wo man nichts reissen kann sondern sich eher unbeliebt macht.