Merz und sein Politikstil: Änderung Grundgesetz + Sondervermögen

Status
Neue Beiträge in diesem Thema müssen von einem Moderator freigeschaltet werden, bevor sie für andere Nutzer sichtbar sind.
Martyn schrieb:
Ich denke das eine Wehrpflicht nur mehr schadet als es nützt.

Statt der Wehrpflicht ist eine deutlichst verbesserte Ausstattung der Bundeswehr notwendig. Sag nicht, dass die mittlerweile nicht mal Übungsmunition haben und Peng rufen müssen.
Ansonsten wäre es ALLEN Parteien mal daran zu erinnern, dass die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist - und dass die Parteien das Parlament bilden. Hier sollte es deutliche Strafen für Mitglieder des Parlements geben, die sich abfällig oder beleidigend gegenüber der Bundeswehr äußern.

Martyn schrieb:
Nämlich würde das vorallem Bildungsgerechtigkeit verschlechtern, da jetzt schon die Dauer eines Studiums finanziell ärmere Schüler abschreckt ein Studium anzutreten. Wenn es dazwischen auch noch Wehrpflicht gäbe, dann noch mehr Schulabgänger dazu gedränkt statt Studium nur eine Ausibldung zu machen oder als Helfer zu jobben.

Nein, wenn du dir die Vergütung der freiwillig Wehrdienstleistenden anschaust, so wirst du feststellen, dass man dort mittlerweile wirklich gut verdienen kann. (Quelle) Damit kann man sich auch den Start ins Studium deutlich besser finanzieren, wenn man die Vergütung nicht direkt wieder verprasst.

Martyn schrieb:
Wenn dann müsste man allen die Wehrdienst leisten im Gegenzug ein erhöhtes Befög gewähren, damit sie dann im Studium weniger arbeiten müssen und so die Zeit wieder aufholen könnten.

Nein - aber du kannst direkt auch bei der Bundeswehr studieren. Somit bekommst du ein guten Sold sowie auch dein Studium direkt finanziert. Da gibt es keine Verschlechterung der Bildungsgerechtigkeit. Und die Bundeswehr-Unis sind mal zur Abwechslung, sehr gut ausgestattet.

Martyn schrieb:
Und ich kann mir nicht vorstellen das man ein einem Konflikt Wehrdienstleistende die vielleicht 8 Monate Wehrdienst minus 3 Wochen Urlaub und minus 3 Wochen Krankheit geleistet haben wirklich sinnvoll einsetzen könnte. Ausser als Kanonenfutter.

Du solltest in der Zeit lernen dich zumindest nicht selbst erschießen und grob mit ein paar Waffen umzugehen. Du bist damit noch nicht auf dem Niveau eines Spezialisten - aber doch entfernt vom Kanonenfutter.
 
DarthFilewalker schrieb:
Warum keine Wiedereinführung der Wehrpflicht?
mal drüber nachgedacht, dass das nicht einfach so wiedereingeführt werden kann? Kreiswehrersatzämter existieren nicht mehr. Wurden alle geschlossen. Daten sind größtenteils verloren gegangen.
Die Infrakstruktur müsste also erst wieder mühseelig aufgebaut werden.

Es gibt nicht genügend Ausbilder und Personal, um eine flächendeckende Wehrpflicht einfach so wieder einzuführen. Das wäre nur ein Papiertiger.

Daher muss man diese Schrittweise im Softmodus wieder einführen. Auf frewilligenbasis usw. Mit kleinen Ausbildungskontingenten anfangen. 10-15.000 Rekruten pro Jahr z.B.

Das ist ein sehr komplexer Prozess eine Wehrpflicht wieder einzuführen und würde Stand heute nicht funktionieren. Logistisch nicht, Personal nicht vorhanden. Nicht genügend Material. Wir reden hier von locker 10-15 Jahren die sowas benötigen würde wieder aufzubauen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: FrankenDoM, DarthFilewalker und knoxxi
knoxxi schrieb:
Ein gewisser C. Lindner hat der Politiklandschaft gezeigt, was ein Versager am falschen Posten für einen wahnsinnigen Schaden anrichten kann.
Er hat nicht versagt, er hat genau das getann was die Axel Springer Presse und CDU/CSU wollte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: KitKat::new()
Weedlord schrieb:
er hat genau das getann was die Axel Springer Presse und CDU/CSU wollte.
Das stellt in meinem Weltbild ein komplettversagen dar.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: dewa und Weedlord
Martyn schrieb:
Die zweitstärkste Position nach dem Kanzleramt ist ja das Aussenministerium
Das war mal so, hat aber in der Ära Merkel (zunehmend) stark an Gewicht verloren.
"Früher" waren die Chefs des kleinen Koalitionspartner, stellvertretend seien Genscher und Fischer genannt, Außenminister und Vizekanzler. Diese hatten dann entsprechend Gewicht. Merkel hat die Außenpolitik aber weitgehend selbst in die Hand genommen und die jeweiligen Amtsinhaber immer mehr an Gestaltungsraum eingebüßt. Den letzten Außenminister unter ihr, Heiko Maas, hat man als führenden Außenpolitiker dann kaum noch wahr genommen und dessen Vorgänger im Amt, Sigmar Gabriel als solcher fast schon vergessen.
Baerbock hat der Position dann wieder mehr Selbständigkeit gegeben bzw. geben können, weil die große und kleine Weltpolitik nicht gerade das Ding von Scholz war und die Gewichtung innerhalb der Ampel eine andere war. Vizekanzler war sie aber auch nicht mehr.

Jetzt hat die SPD offensichtlich nicht auf dieser Position bestanden und so wird das Amt seit langem mal wieder von der gleichen Partei besetzt die auch den Kanzler stellt. Nun muss man abwarten wer das AA übernimmt, aber grundsätzlich befürchte ich, dass es wieder abgewertet wird und sich das wieder mehr ins Kanzleramt verlagert, da es auch keine koalitionsinterne Rücksichtnahme mehr braucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: s0undjan
Weedlord schrieb:
Er hat nicht versagt, er hat genau das getann was die Axel Springer Presse und CDU/CSU wollte.

Interessant. Hat Lindner das bewusst oder unbewusst getan? Gibt es dafür irgendwelche Quellen?
 
getexact schrieb:
Es gibt nicht genügend Ausbilder und Personal, um eine flächendeckende Wehrpflicht einfach so wieder einzuführen. Das wäre nur ein Papiertiger.
Das stimmt, das wäre organisatorisch überhaupt nicht machbar. Man stelle sich vor da stehen plötzlich 70-80k Grundwehrdienstleistende auf der Matte. Wir fangen praktisch gerade wieder bei Null an.
DarthFilewalker schrieb:
Hat Lindner das bewusst oder unbewusst getan? Gibt es dafür irgendwelche Quellen?
Die Verbindungen zwischen Mathias Döpfner, Investor KKR und der FDP sind nicht gerade ein Geheimnis. Funfact: Lindners Frau war bis vor kurzem noch Chefreporterin dort, genau wie seine Ex...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Weedlord und knoxxi
Buttkiss schrieb:
Wie kommst Du auf diese Zahl? Ist der Rest zu doof oder hat ein Autoritätsproblem?

Naja, um ein brauchbarer Soldat zu werden braucht es schon drei Grundvoraussetzungen: 1. sportliche und gesundheitliche Eignung 2. psychische Stabilität und Belastbarkeit 3. gewisse Grundintelligenz und Grundwissen

Vorallem die Punkte 1 und 2 dürften oft ein Auschlusskriterium sein.

Buttkiss schrieb:
Die Erfahrung kommt so oder so erst im Krisenfall, darauf kann dich keine Ausbildung vernünftig vorbereiten.

Naja, eine so 2-3 jährige Ausbildung zu einem Berufssoldaten in dessen Rahmen dessen Rahmen man dann auch zwei so etwa 6 wöchige Auslandseinsätze z.B. im Irak, Jemen, Südsudan oder Libyen wären schon ganz was Anderes.

Khaotik schrieb:
NUR eine Ausbildung. Wenn man das schonwieder liest, braucht man sich nicht wundern, warum wir im Handwerk kaum noch Nachwuchs haben. Wird ja an allen Ecken und Enden schlecht geredet.

Es täte dem Land schon auch mal ganz gut, wenn nicht jeder Dulli meint, er müsse studieren. Vorher am besten noch traditionsgemäß dafür demonstrieren gegangen, das ABI "hier willkürliches Fach einsetzen" wie immer viel zu schwer war.

FrankenDoM schrieb:
Man verdient also während des Wehr- oder Ersatzdienstes Geld und das schreckt davon ab zu studieren oder NUR eine Ausbildung zu machen. Aha, interessant...
In Deutschland wird sicherlich niemand dazu gedrängt als Helfer zu arbeiten.

Fachkraft nur mit Ausbildung ohne wenigstens FH Bachelor lohnt sich in der heutigen Zeit kaum mehr wenn man ehrlich ist.

Wer Mittlere Reife und eine 3jährige duale Ausbildung macht muss in den meisten Berufen froh wenn er damit später mal in Vollzeit auf so ca. 2.790€ brutto -> ca. 1.910€ netto kommt.

Es gibt zwar einige duale Ausbildungsberufe wo man deutlich mehr verdienen könnte, wie z.B. Automobilkaufleute oder Immobilienkaufleute, aber da sind die realen Zugangsvoraussetzunge sehr hoch. Sowohl von den Noten als auch vom gewünschten Auftritt. Und dann gibt es andere duale Ausbildungsberufe die entweder körperlich totale Knochenjobs sind wie z.B. im Gleisbau und Strassenbau oder extrem harte Schichtzeiten haben.

Anderseits bekommt aber ein Helfer der Mindestlohn bekommt in Vollzeit auch mindestens ca. 2.138,80€ brutto -> 1.545€ netto. Da drauf kommen dann noch ca. 70€ Aufstockung, ca. 19€ geldwerter Vorteil aus Rundfunkgebührenbefreiung und ca. 200€ Wohngeld und man ist auch bei ca. 1.834€ Äquivalenznetto

Wegen effektiv bei Vollzeit gerademal ca. 86€ monatlich mehr Mittlere Reife und und Ausbildung machen rentiert sich eigentlich nicht.

Und will man ohne Knochenjob oder Horrorschichten auf wenigstens ca. 3.520€ brutto für ca. 2.300€ netto dann geht es eigentlich kaum ohne wenigstens Fachabi und FH Bachelor.

FrankenDoM schrieb:
Dafür hat Lindner aber für ziemlich viel Ärger gesorgt.

Er wurde dafür dann auch als Minister entlassen und die Koalition ist zerbrochen, bei den Neuwahlen wurde die FDP abgestraft statt belohnt. Also hat er im Endeffekt garnichts erreicht.

Anderseits hat z.B. Guido Westerwelle als Aussenminister erreicht das sich Deutschland nicht am Libyenkrieg beteiligt hat, Daniel Bahr als Gesundheitsminister das die Praxisgebühr wieder abgeschafft wurde, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat so mache geplante Überwachungsmassnahmen abgewehrt, und auch wenn Andreas Scheuer als Verkehrsminister wegen dem Mautdebakel (das allerdings von der CSU Parteiführung stammt und nicht von ihm selbst) eher unbeliebt war hat er erreicht das der Breitbandausbau im Festnetz und Mobilfunk leider zu spät aber dennoch etwas in die Gänge gekommen ist. Und ausserdem hat er und etliche andere Verkehrsminister, so auch Volker Wissing ein generelles Tempolimit auf Autobahnen abgewehrt.
 
Martyn schrieb:
Fachkraft nur mit Ausbildung ohne wenigstens FH Bachelor lohnt sich in der heutigen Zeit kaum mehr wenn man ehrlich ist.
Unfug... Heißt nämlich, dass man nicht mehr arbeiten gehen braucht wenn man nicht studiert hat, weil es sich ja nicht mehr lohnt.
Martyn schrieb:
Und will man ohne Knochenjob oder Horrorschichten auf wenigstens ca. 3.520€ brutto für ca. 2.300€ netto dann geht es eigentlich kaum ohne wenigstens Fachabi und FH Bachelor.
Dann mal her mit den Quellen?
Wirst keine finden, weil auch mal wieder Quatsch.
Martyn schrieb:
Er wurde dafür dann auch als Minister entlassen und die Koalition ist zerbrochen, bei den Neuwahlen wurde die FDP abgestraft statt belohnt. Also hat er im Endeffekt garnichts erreicht.
Deine Aussage war, dass der Minister für Finanzen nahezu machtlos ist und das ist Quatsch wie Du nun selbst schreibst.
Was Lindner davon hat war nie das Thema.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Free Radical
Martyn schrieb:
Naja, eine so 2-3 jährige Ausbildung zu einem Berufssoldaten
Du hast aber vom Wehrdienst gesprochen. Das ist was anderes! Selbst wenn der 2-3 Jahre ginge (was für einen Wehrdienst ziemlich daneben wäre) dürfen Wehrdienstleistende NICHT an die Front! Und das ist nicht nur in DE so. Selbst in Russland wäre das an sich immer noch Gesetzeslage, wird halt vom Diktator Putin ignoriert.

Auch bleiben deine genannten Zahlen, auch die zu deinen 3 genannten Punkt schlicht aus der Luft gegriffen von dir.

Martyn schrieb:
Fachkraft nur mit Ausbildung ohne wenigstens FH Bachelor lohnt sich in der heutigen Zeit kaum mehr wenn man ehrlich ist.

Wer Mittlere Reife und eine 3jährige duale Ausbildung macht muss in den meisten Berufen froh wenn er damit später mal in Vollzeit auf so ca. 2.790€ brutto -> ca. 1.910€ netto kommt.
Das ist so dermaßen komplett falsch, da weißt du gar nicht mehr, wo du dir an den Kopf fassen sollst vor soviel Facepalm...
Ne Fachkraft im IGCBE Betrieb oder Metall, insbesondere mit Meister, kann dort deutlich über 100k verdienen. Aber auch mit Ausbildung ohne weiteres oben drauf verdienst du dort auch schnell jenseits der Beitragsbemessungsgrenze, insbesondere bei Schicht. Du hast, wie sich mal wieder herausstellt, schlicht und ergreifend keine Ahnung wovon du eigentlich redest. Fachkraft im Handwerk verdient je nach Beruf auch mehr, insbesondere als Meister, was einem FH Bachelor/Bachelor gleichgestellt ist.

Mal wieder stellt sich die Frage, wozu eine Beitragsfreischaltung existent ist, wenn solche komplett an der Realität vorbei verfassten Posts dann doch im PuG erscheinen, in denen Zahlen frei erfunden werden, die wild und wirr alles Zusammenwerfen und dabei schlicht Dinge ignorieren, die dem widersprechen und die wildeste, realitätsfremde Behauptungen enthalten, die so abstrus sind, dass sie an sich fast schon beleidigend den betroffenen Menschen gegenüber sind. Ich mein hier wird ja grad alles unterhalb der des Uni Bachelors komplett abgewertet und nahezu schon als minderwertig dargestellt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Khaotik und FrankenDoM
Martyn schrieb:
Naja, um ein brauchbarer Soldat zu werden braucht es schon drei Grundvoraussetzungen: 1. sportliche und gesundheitliche Eignung 2. psychische Stabilität und Belastbarkeit 3. gewisse Grundintelligenz und Grundwissen
Jein. Es stimmt das bestimmte Krankheiten (auch Adipositas) oder physische Krankheiten (sofern vorher bekannt) für den Dienst untauglich machen. Doofheit eher weniger.... Zu Zeiten der Wehrpflicht variierten die Zahlen der Ausmusterung stark zwischen 10 und 50%. Je nachdem wieviel Nachschub man so brauchte...
Aktuell braucht man offensichtlich viele Bewerber, zumindest wird das medial so kommuniziert. Die Zahl der potentiellen Soldaten *Innen liegt damit wohl eher bei 70-80% die als tauglich eingestuft werden "könnten". Da es aber keine Wehrpflicht geben wird, muss man schauen wie viel der neue "attraktive"Wehrdienst wirklich anlocken wird.
Aktuell versuche ich neben Job und Kinder als Ungedienter in die Reserve der BW zu gehen. Dafür gibt es extra Ausbildungsprogramme. Direkte Aussage der BW ist allerdings, das sie aktuell mit Bewerbungen überrannt werden und einen Aufnahmestop verhängt haben bis die neue Regierung mal ein paar neue Grundregelungen aufstellt. Die Aussage das es zu wenige Interessenten gibt, kann ich tatsächlich nicht nachvollziehen. Da habe ich andere Infos erhalten.
Martyn schrieb:
Fachkraft nur mit Ausbildung ohne wenigstens FH Bachelor lohnt sich in der heutigen Zeit kaum mehr wenn man ehrlich ist.
What??! Ich kann Dir aus dem Stehgreif 20 Leute aus meinem Umfeld mit "nur" Ausbildung benennen die mehr verdienen wie vergleichbare Leute mit Uni-Abschluss. So eine Aussage kannst Du pauschal nicht treffen.
Martyn schrieb:
Und ausserdem hat er und etliche andere Verkehrsminister, so auch Volker Wissing ein generelles Tempolimit auf Autobahnen abgewehrt.
... was laut Umfragen vom Großteil der deutschen Autofahrer als schlecht angesehen wird.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kassenwart, getexact und knoxxi
Ich finde das Grundproblem das wir mittlerweile in Deutschland un auch in vielen anderen Ländern haben ist das immer die Leute am lautesten schreien, und dafür sind, die es eigentlich garnicht betrifft.

Das ist auch beim Tempolimit auf Autobahnen so. Da gibt es zwar in den meisten Umfragen eine Wehrheit dafür. Aber meistens sind nur genau die Leute dafür die es garnicht betrifft. Also viele Leute die garkeinen Führerschein haben. Oder auch Grossstadt- und Ballungsraumbewohner wo es eh keine unbegrenzten Autobahnstücke gibt und der Verkehrsfluss zu dicht ist. Aber leider hab ich dafür keine Statistik gesehen.

Genauso ist es aber auch beim Thema Wiedereinführung der Wehrpflicht, aber da hab ich bei welt.de eine schöne Statistik gefunden: https://www.welt.de/politik/deutsch...rpflicht-18-bis-29-Jaehrige-sind-dagegen.html

forum880.jpg


In der Gesamtbevölkerung gäbe es zwar eine Mehrheit, aber eben bei den Altersgruppen am meisten die es am wenigsten betrift. Bei den 18-29 Jährigen die es am meisten betreffen würde gibt es eine doch recht klare Mehrheit dagegen.

Vielleicht sollte man es mit einem "freiwilligen Wehrdienst 50+ " versuchen und "frewilligen Teilzeitwehrdienst für Rentner".

Ich denke z.B. ehemalige LKW- und Landmaschienenmechaniker, ehemalige Erfahrene Logistikkträfte, Ärzte die aus Altersgründen ihre Kassenzulassung aufgeben mussten, könnte man vielleicht schon für Teilzeitjobs in einer der Kasernen in ihrem Wohnumfeld begistern.

Oder Leuten mit so 50-55 insofern sie fit genug sind, anbieten nochmal für so 2-3 Jahre eine Soldatenausbildung zu machen und dann für weitere 3-4 Jahre als Berufssoldaten zur Verfügung zu stehen und dan bereits mit so 56-61 in Rente zu gehen bei mindestens den Bezügen die sie sonst erst mit 67 bzw. 65 Jahren bei 45 Beitragsjahren bekommen würden.
 
@Martyn
Junge, Junge ist der Post wieder Banane...

Vor paar Tagen konnte man ab Ende 30 die Freizeitgestaltung nicht mehr machen wie mit 24 und jetzt bilden wir Menschen 50+ zu Berufssoldaten aus. Bei so viel Unfug fällt mir langsam echt nichts mehr ein.

Martyn schrieb:
Also viele Leute die garkeinen Führerschein haben.
8% laut TÜV 2022....
Also auch wieder nur viel heiße Luft zum Off-Topic Thema...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kassenwart, Erkekjetter, Free Radical und 2 andere
Martyn schrieb:
Das ist auch beim Tempolimit auf Autobahnen so. Da gibt es zwar in den meisten Umfragen eine Wehrheit dafür. Aber meistens sind nur genau die Leute dafür die es garnicht betrifft. Also viele Leute die garkeinen Führerschein haben.
Netter Versuch.... ich gehe mal davon aus das es nicht sooo viele Adac Mitglieder gibt die keinen Führerschein besitzen: 55 Prozent der ADAC Mitglieder sind für ein generelles Tempolimit
Ich schrieb aber auch schon "was laut Umfragen vom Großteil der deutschen Autofahrer als schlecht angesehen wird."
Martyn schrieb:
Bei den 18-29 Jährigen die es am meisten betreffen würde gibt es eine doch recht klare Mehrheit dagegen.
Das ist auch ziemlich verständlich. Im Gegensatz zu einem Tempolimit wo man evtl. seine eigene, merkwürdige Vorstellung von Männlichkeit nicht mehr ausleben kann geht es bei der Wehrpflicht um Themen wie anderen Menschen Gewalt anzutun, töten zu müssen oder getötet zu werden. Das ist durchaus menschlich und logisch sich dagegen zu entscheiden.
Martyn schrieb:
Vielleicht sollte man es mit einem "freiwilligen Wehrdienst 50+ " versuchen und "frewilligen Teilzeitwehrdienst für Rentner".
Die Altergrenze bei der Aufnahme für den Reservistendienst liegt bei 60 Jahre, mit 65 ziehst du dann die Uniform aus. Gibt es also bereits. "Logistikkträfte, Ärzte" werden sehr gerne genommen.

Merz ist und bleibt für mich ein Trump light, ich kann mich nicht erinnern das sich ein angehender Bundeskanzler jemals derart ungeschickt verhalten hat. Was wir bräuchten wäre ja jetzt mal ein gemeinsames Vorgehen, das Gefühl eine arbeitsfähige Regierung zu bekommen. Aber ich sehe nicht das Merz oder Söder ihr egozentrisches Weltbild einmal zurückstellen und aufhören gegen alle anderen Parteien, inkl. des eigenen Koalitionspartners, Stimmung zu machen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: knoxxi, Reglohln und KitKat::new()
FrankenDoM schrieb:
Menschen 50+ zu Berufssoldaten aus. Bei so viel Unfug fällt mir langsam echt nichts mehr ein.
Ach, so schlimm wäre das doch garnicht. Das Rentenproblem könnte man im Kriegsfall zumindest mal deutlich abmildern wenn die zuerst ran müssten^^

Martyn schrieb:
In der Gesamtbevölkerung gäbe es zwar eine Mehrheit, aber eben bei den Altersgruppen am meisten die es am wenigsten betrift. Bei den 18-29 Jährigen die es am meisten betreffen würde gibt es eine doch recht klare Mehrheit dagegen.
Grundsätzlich sehe ich das Problem auch und sehe das auch kritisch. Leider ist es aber in einer Demokratie eben trotzdem so, dass man nicht einzelne von der Abstimmung ausschließen kann, nur weil es ihn/sie nicht direkt betrifft.
Daher auch wieder der Punkt, dass Volksabstimmungen nicht immer so sinnvoll sind, wie man möglicherweise denkt. Würde man z.B. über die Wehrpflicht abstimmen lassen und dann noch bedenken, dass die Ü60 die größte, homogene Wählergruppe stellen, selbst davon aber nicht negativ betroffen sein können, nimmt das schon gehörig Einfluss auf das Ergebnis.
Martyn schrieb:
Und will man ohne Knochenjob oder Horrorschichten auf wenigstens ca. 3.520€ brutto für ca. 2.300€ netto dann geht es eigentlich kaum ohne wenigstens Fachabi und FH Bachelor.
So ein schmarrn. Bei uns starten die JuFa's normalerweise mit 2900-3100€ Grundlohn in ihren Fachbereich.
Zielgehalt sind dann je nach Stelle 3400-3700€ zzgl. Zuschläge. Packst da noch Nachtschicht, Leistungszulage etc. drauf, verdienen so manche Facharbeiter mehr als ihr Vorgesetzter.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Martyn und FrankenDoM
Betreffend der Wehrpflicht hätte ich mir im Koalitionsvertrag, aber auch bereits zur letzten Wahl, wesentlich ausführlichere und detailliertere Informationen gewünscht.

Nur zu sagen: "Es gibt für die Bundeswehr nicht genug Freiwillige", reicht mir nicht. Das ist eine Feststellung, keine Erklärung. Was sind die Gründe dafür, dass nicht mehr Männer dazu bereit sind, sich freiwillig zur Bundeswehr zu melden? Mir ist keine Studie bekannt, die dies genauer untersucht hätte.

Dass beim "neuen attraktiven Wehrdienst" von "zunächst auf Freiwilligkeit" die Rede ist, dürfte nicht mehr als eine Worthülse sein. Ich sehe nirgends Anhaltspunkte dafür, dass sich an der Zahl der Freiwilligen in den letzten Jahren nennenswert erhöht hat oder in den nächsten Jahren erhöhen könnte. Die Zahl der jährlichen Kriegsdienstverweigerer steigt dagegen. Wir werden also wohl wieder an den Punkt kommen, ab dem junge Männer in irgendeine Art von Dienst gepresst werden.
Martyn schrieb:
Genauso ist es aber auch beim Thema Wiedereinführung der Wehrpflicht, aber da hab ich bei welt.de eine schöne Statistik gefunden: https://www.welt.de/politik/deutsch...rpflicht-18-bis-29-Jaehrige-sind-dagegen.html

In der Gesamtbevölkerung gäbe es zwar eine Mehrheit, aber eben bei den Altersgruppen am meisten die es am wenigsten betrifft. Bei den 18-29 Jährigen die es am meisten betreffen würde gibt es eine doch recht klare Mehrheit dagegen.
Nur gibt es leider nennenswerten Informationen dazu, weshalb sie dazu nicht bereit sind. Vielleicht liegt es daran, dass sie nicht bereit sind, mit der vor nicht allzu langer Zeit von Sönke Neitzel beschrieben Reformunfähigkeit der Bundeswehr und den bedenklichen Zuständen im Offizierskorps konfrontiert zu werden. Vielleicht sind sie aber auch nicht bereit, für "einen Apfel und ein Ei" im Kampf ihr Leben wegzuwerfen. Die Gründe sind ununtersucht und unbekannt.

Martyn schrieb:
Ich finde das Grundproblem das wir mittlerweile in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern haben ist das immer die Leute am lautesten schreien, und dafür sind, die es eigentlich gar nicht betrifft.
Es betrifft sie nicht? Es betrifft sie definitiv, denn sie haben ein Interesse daran, verteidigt zu werden. Sie es wie den Generationenvertrag bei der Rente. Die Jungen verteidigen die Alten, und werden selbst irgendwann alt und wollen verteidigt werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: ThomasK_7
Capet schrieb:
Dass beim "neuen attraktiven Wehrdienst" von "zunächst auf Freiwilligkeit" die Rede ist, dürfte nicht mehr als eine Worthülse sein. Ich sehe nirgends Anhaltspunkte dafür, dass sich an der Zahl der Freiwilligen in den letzten Jahren nennenswert erhöht hat oder in den nächsten Jahren erhöhen könnte. Die Zahl der jährlichen Kriegsdienstverweigerer steigt dagegen. Wir werden also wohl wieder an den Punkt kommen, ab dem junge Männer in irgendeine Art von Dienst gepresst werden.
Ich denke man kann niemanden wirklich zum Kriegsdienst zwingen, bzw. wäre das für die Wehrfähigkeit einer Armee fatal.

Wenn man jemanden zum Kriegsdienst zwingt, egal ob als Soldat oder Kampfpilot dann wird er nicht kämpfen. Sondern er wird sich dann eher möglichst passiv im Schützengraben verkrümeln, oder als Kampfpilot zwar darauf achten das er nicht selbst abgeschossen wird aber ansonsten absichtlich daneben schiessen.

Oder vielleicht sogar versuchen insofern es möglich ist mit dem Feind einen guten Deal zu machen, gegen kurze Kriegsgefangenschaft oder vielleicht sogar zivile Tätigkeit und anschliessender Ausreise in einen unbeteiligen Drittstaat nach Wahl.

Capet schrieb:
Es betrifft sie nicht? Es betrifft sie definitiv, denn sie haben ein Interesse daran, verteidigt zu werden. Sie es wie den Generationenvertrag bei der Rente. Die Jungen verteidigen die Alten, und werden selbst irgendwann alt und wollen verteidigt werden.
Es kommt darauf an was es zu verteidigen gibt.

Die Freiheit gegen den Islamismus verteidigen wenn z.B. der IS Europa überfallen würde, das würde ich schon machen, weil ich keinesfalls in einem Islamismus leben würde.

Aber sein Leben nur für die Intressen westlicher Eliten und der USA riskieren. Nein! Wozu?

Nehmen wir mal den Ukrainekonflikt als Beispiel und denken wir uns mal nicht nur in die Zeit vor 2022 sondern auch in die Zeit vor 2014 zurück als die Krim anjektiert wurde.

Sagen wir mal es wäre 2012. Was war da in der Ukraine besser als in Russland? Doch eigentlich garnichts. Sondern Russland waren schon damals wirtschaftlich stärker, und auch kulturell und freizeitmässig intressanter. In anderen Bereichen wie z.B. Pressefreiheit mag schon die Ukraine vor Russland liegen. Aber das betrifft normale Bürger ja nicht wirklich.

Also warum z.B. als Lehrer (vorallem wenn man garkeine sensiblen Fächer wie Geschichte hat sondern nur z.B. Mathematik, Physik und Informatik) nicht für die Russen auf der anjektierten Krim in einer Schule unterrichten statt für die Ukraine in den Krieg zu ziehen und sein Leben riskieren?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bolder
Martyn schrieb:
Ich denke man kann niemanden wirklich zum Kriegsdienst zwingen, bzw. wäre das für die Wehrfähigkeit einer Armee fatal.
Du darfst dir hierzu gerne §115a - §115i des Grundgesetzes zur Gemüte führen. Du wirst dich wundern, was der Staat im V-Fall so alles darf.

Und weil die Ukraine dafür so kritisiert wurde, Wahlen abhalten gehört in der Zeit übrigens nicht dazu. Mandate werden automatisch über die Dauer verlängert.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Buttkiss
Die Leute die jetzt den Wehrdienst fordern sind doch auch diejenigen, die damals selber eingezogen wurden. Und das die Jugend mal “Zucht, Ordnung und Gehorsam”-lernen sollte haben die alten Griechen schon gemeint.

Ich wäre ja für einen verpflichtenden Zivildienst für alle (Männlein und Weiblein), bei dem man Alternativ (nach Tauglichkeit) auch zur Bundeswehr “darf”. Evtl mit verkürzter Dienstzeit gegenüber Zivi oder besserer Bezahlung, wenn man es denn attraktiver machen möchte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2Fast2Jump, CCIBS, Erkekjetter und eine weitere Person
Mal wieder weg vom Wehrdienst (wäre das nicht eher ein Thema für einen eigenen Thread...!?) und zur Regierungsbildung.
Gestern hat interessanter Weise die wichtigste Person in Merz' Umfeld "hingeworfen" und seinen Verzicht auf ein Ministeram erklärt. Carsten Linnemann bleibt erst mal Generalsekretär.
Als langjähriger Vorsitzender der Mittelstandsunion steht er wie kein Zweiter für die Wirtschaftskompetenz der CDU und will nun nicht als Wirtschaftsminister für die CDU ins Kabinett gehen.

Von einem Bruch mit Merz würde ich jetzt nicht ausgehen, als Generalsekretär ist er ja nach wie vor stark verbunden aber als Kritik an Merz Ergebnis der Koalitionsverhandlungen darf man es sicher schon verstehen. Die Entscheidung dürfte nicht bloß darin begründet liegen, dass der Koalitionsvertrag in vielen Punkten nur die Politik der Ampelkoalition und der Merkel-Regierungen fortführt, also nicht für die versprochene „Wirtschaftswende“ steht. Auch der Zuschnitt des Ministeriums wird eine Rolle gespielt haben. Er hätte vermutlich gerne die Verantwortung für Wirtschaft und Arbeit in einem Ministerium gebündelt oder alternativ das Arbeits- und Sozialministerium übernommen hätte. Diesen Plan aber durchkreuzte die SPD – und auch Merz, indem er der Forderung der Sozialdemokraten nachgab, weiter über die Arbeits- und Sozialpolitik zu bestimmen.
Dann also lieber weiter den konservativen Scharfmacher auf Parteiebene. Aber ich denke seine Zeit wird noch kommen.
 
Status
Neue Beiträge in diesem Thema müssen von einem Moderator freigeschaltet werden, bevor sie für andere Nutzer sichtbar sind.
Zurück
Oben