@mo schrieb:
Schröder 63 % Zustimmung
Merkel 74 %
Scholz 56 %
Merz 32 %
Die Werte sind wirklich bescheidend.
Ich habe mal geschaut, wieviel Prozent die Parteien bei den Wahlen bekamen, welche damals dann die Koalitionen gebildet haben. Denn man kann immer davon ausgehen, dass die Wähler der Koalitionsparteien dem Kanzler eher Wohlgesonnen sind, im Gegensatz zur CDU.
Schröder 1998: SPD 40,9 %, Grüne 6,7 %. 47,6 % haben die Koalitionsparteien gewählt. Die Werte sind aber besser
Merkel 2005: CDU 35,2 %. SPD 34,2 %. 69,4 % haben die Koalitionsparteien gewählt. Die Werte sind aber besser, obwohl es keine Wunschkoalition war.
Scholz 2021 SPD 25,7 %, Grüne 14,7 %, FDP 11,4 %. 51,8 % haben die Koalition gewählt. Immerhin noch leicht darüber
Merz 2025 28,5 %, SPD 16,4 %. 44,9 % haben die Koalitionsparteien gewählt und dieses mal sind die Werte des Kanzlers deutlich darunter. Das sind nicht mal die 40 %, welche die CDU und SPD gegenwertig an Wählerpunkte zusammen bekommen würden.
Also kurz gesagt. Während Seit Schröder (Da beginnen die Daten von
@@mo und selbst habe ich nicht weiter nachgeschaut, wie es bei Kohl usw. war) innerhalb der ersten 100 Tagen anscheinend die Wähler der Koalitionsparteien und ein paar aus der Opposition den Kanzler noch gut fanden, schafft es Merz gerade knapp über den Wählerstimmen der CDU.
Merz macht es sich aber auch schwer, irgendwie beliebt zu werden. In den eigenen Reihen verlor er sicherlich Zuspruch, dass er noch vor seiner Ernennung zum Kanzler neue Schulden aufnahm, und seine nun aufkommenden kritischere Haltung gegenüber der Netanjahu Regierung in Israel.
Bei der SPD und Wähler, die dem Spektrum nahe sind, vermasselt er es bezüglich einer seltsamen Grenzpolitik, welche so effektiv ist, als wolle man Einhörner aufhalten und der neulichen Richterwahl (nur ein paar Punkte, die mir im Gedächtnis jetzt blieben).
Das einzige, was Merz wohl wirklich gut gelungen war, war der Besuch bei Donald Trump. Selbst aus dem Linken Lager kamen da schon Töne wie "Solide. Immerhin keine Niederlage".