News Microsoft Project Silica: Gläserner Ewigkeitsspeicher wird günstiger und schneller

@MichaG: Schlage vor, ein paar frühere Artikel zum Thema digitale Langzeitspeicher unter dieser Meldung zu verlinken.

Das besondere an Project Silica und verwandten Technologien ist eben die enorme Datenmenge, die damit "nicht-flüchtig" auf Jahrhunderte hinaus gesichert werden kann. Von Grundbucheintragungen bis zu den Formen des "Kulturellen Erbes" gibt's halt doch Dinge, die man auf sehr lange Zeit hin unveränderlich abspeichern möchte oder sollte.
 
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LachFlash schrieb:
Welche Daten sollten denn so wichtig sein, das sie so lange gespeichert werden müssen?
Das Wissen, wie man den Datenspeicher ausliest, welche Materialien Gebraucht werden usw.
Die Daten die ich wichtig finde sind bestimmt nicht deckungsgleich mit deinen.
In Zeiten des "Post faktischen" sind Archive wichtiger denn je.
Deshalb gehört eigentlich alles gespeichert.


Wurstpeller schrieb:
Wer will die Daten den haben wenn ich Tot bin ?
Das landet doch eh alles im Müll, egal wie viel Aufwand und Zeit in diese Daten verschwendet wurden.

Gibt es den überhaupt ein "Archiv" wo alle Daten zusammen kommen und einsehbar sind für die zukünftige Generation von Menschen ? Ich kenne keines.
Archive.org freut sich sicherlich denn es ist nicht alles Müll.
 
Cool Master schrieb:
Ich finde das Thema sehr interessant es muss ja nicht für alles genutzt werden aber man stelle sich vor neben Bildern hat man so ein Glas-Archiv von Familien Bildern/Videos das könnte sehr interessant sein.
Viel geiler wäre doch das ganze Wissen der Welt darauf zu speichern und es in luftigen Höhen zu lagern, irgendwo in Alexandria 🤣
 
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Microsoft ist einerseits echt eine Innovationskraft. Andererseits vergessen die wie ihr eigenes Betriebssystem funktioniert. Die Dualität dieses Konzerns
 
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Naja, 74 Tage schreiben mit 8,2 MB/s, um 50TB zu füllen. Nicht ganz so knorke...
 
Und wieder ein Schritt näher an den Stargate Speicherkristallen. :) Hoffentlich auch in allen möglichen Farben :D
 
XamBonX schrieb:
Naja, 74 Tage schreiben mit 8,2 MB/s, um 50TB zu füllen. Nicht ganz so knorke...
Wird sicherlich noch etwas zulegen mit weiterer Forschung. Zumal bei wirklicher Langzeitarchivierung und ein wenig Parallelisierung auch die aktuelle Schreibrate sicher schon ganz ok ist. Das soll ja nicht dazu dienen, dass irgendein Praktikant auf einer Scheibe das ganze Internet archiviert.
 
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Das Thema ist sehr interessant. Ich bin neugierig, ob ich noch erleben werde, wie solche Technologien praktisch eingesetzt werden.



Rickmer schrieb:
Was hat denn das mit CDs zu tun?

CDs sind Polycarbonat hauchdünn mit Alu beschichtet und dann eine Lackierung drüber zum Schutz.

Das hat mit Glas überhaupt nichts gemeinsam.

Ja, CDs sind zwar nicht aus Glas, aber am Anfang waren die Rohlinge tatsächlich mit Gold oder Silber beschichtet. Diese Metalle sind deutlich unempfindlicher gegenüber Oxidation, und besonders die goldbeschichteten Scheiben können problemlos 25 Jahre und mehr überstehen.

Auch die frühen Rohlinge waren insgesamt stabiler: dickeres Polycarbonat, ein hochwertigerer Schutzlack und allgemein eine robustere Verarbeitung. Später wurde vieles verschlimmbessert, um die Produktionskosten zu senken.

Damals kostete ein Rohling zwar locker 20, 30, 40 oder sogar 50 DM, aber viele dieser alten CDs funktionieren heute noch.

Das kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen, da ich noch solche CDs habe, die bereits über 25 Jahre alt sind.

Würde man zu diesen Verfahren zurückkehren und sie mit heutigen technischen Möglichkeiten weiter verbessern, könnte ich mir gut vorstellen, dass man kostengünstigere optische Speichermedien herstellen könnte, die ein Menschenleben überdauern. Aber ich denke, an so etwas hat die Industrie bei all den Cloud‑Diensten gar kein Interesse.

Wurstpeller schrieb:
Eigentlich schon immer wenn Sie korrekt gelagert und behandelt werden. Ich selber habe ältere.

Manche CD-R konnte man damals (mit einem kleinen Radius) über 180grad biegen, auf den Boden werfen, mit den Schuhen auf den versifften Drogen Teppich hin und her Kratzen und die Daten der CD-R ließen sich immer noch ein Lesen.

Ja, die kenne ich auch noch, und ein paar davon habe ich sogar heute noch. Damals lagen die Brenner ja noch bei 300–400 DM, da hat man sich natürlich auch solide Rohlinge gekauft damit nichts verloren ging ^^
 
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Autovergleich - Autohersteller sagt:
Unser Auto hält 400.000km!

Die Leute im CB-Forum so:
Wohin willst du damit fahren, zum Mond? lol

Denkt doch einfach 10 Sekunden darüber nach, was mögliche Anwendungsfälle sein könnten.

Rickmer schrieb:
Was hat denn das mit CDs zu tun?
[...]
Das hat mit Glas überhaupt nichts gemeinsam.
MaverickM schrieb:
Seit wann bestehen CDs aus Glas?
~2010? So um die Zeit kamen Crystal Disc CDs.

Hier eine Reflexionshilfe für die Zukunft:
dunning-kruger-3-3919728747.jpg
 
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Dass sich alle so an den 10.000 Jahren aufhängen. Lasst es 50 oder 100 sein und die Auswahl an geeigneten Speichermedien schrumpft schon arg zusammen. Wenn man dann noch von Terabytes redet, wirds eng. Wenn das hier so stimmt, legt man den Würfel einfach ins Regal und gut ist.

AwesomSTUFF schrieb:
Kurios, dass ausgerechnet Ton und Steine sich bisher als das "bessere" Medium für die Ewigkeit gezeigt haben ;)
Naja, wir haben natürlich auch nur die Aufzeichnungen, die es überlebt haben. Wer weiß wie viel da verloren gegangen ist. Garantiert sehr viel, weil die doch ziemlich unhandlich zum Aufbewahren sind.
 
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Think big. Was 10.000 Jahre hält, hält somit auch relativ zuverlässig 25. Neben der Verfügbarkeit wären zu erwartende Preise und die angestrebte Geschwindigkeit interessant.
Im Vergleich zu allen anderen Lösungen, die mir so einfallen und über die Jahre wegmodern, klingt das doch nach etwas Gutem.

pfreampfl schrieb:
Was bringts? Putin und Trump machen die Erde in den nächsten Jahren eh flach...
Deutschland führt eine Putin & Trump Steuer ein und rettet damit die Welt. Geh demonstrieren und nerv nicht hier.
 
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Ich warte immernoch auf die Tesa Rolle...
 
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icetom schrieb:
Also das Ding soll eine MegaKatastrophe überleben, aber wie lange würde man benötigen um dafür ohne die nötigen Informationen ein Auslese Gerät zu entwickeln? Die alten Kulturen waren schlauer und haben es einfach in Stein gemeißelt.

Die waren nicht schlauer, sie hatten techn. keine anderen Möglichkeiten. Die Datendichte bei "in Stein gemeißelten" Informationen ist nicht hoch. Kannst ja mal ausrechnen wieviel Steinfläche du für ein einziges Gigabyte an Daten brauchst.

Diese Techniken zu erforschen ist absolut essentiell, um die Menschheit für die Zukunft vorzubereiten. Es wird irgendwann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Katastrophen geben, wo viel Wissen verloren geht. SEHR VIEL. Und dann wird man das brauchen.
 
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Bright0001 schrieb:
~2010? So um die Zeit kamen Crystal Disc CDs.

Hier eine Reflexionshilfe für die Zukunft:
Hättest lieber in den Spiegel schauen sollen, Herr Dunning Kruger

Crystal Discs speichern ihre Info nicht im Glas Substrat, sondern im darauf aufgebrachten Polymer.

Was dann auch einer der Gründe ist, warum die nicht weiter bekannt oder genutzt sind, weil das Polymer in Sachen Langlebigkeit keinen Vorteil bietet gegenüber anderen langlebigen CDs. Das Glassubstrat mag in 10,000 Jahren noch existieren, aber die Informationen sind schon lange verloren.

Zusätzlich wird mit einem Metallrohling aufgepresst wie bei einem Vinyl (Stichwort factory stamped CDs), weshalb die Teile auch nicht selbst beschreibbar und daher als Archivspeicher nutzlos sind.
 
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