MSI X370XPower: CPU-Lüfter plötzlich auf Volllast

FlimFlam

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1. Nenne uns bitte deine aktuelle Hardware:
(Bitte tatsächlich hier auflisten und nicht auf Signatur verweisen, da diese von einigen nicht gesehen wird und Hardware sich ändert)
  • Prozessor (CPU): Ryzen 5 3600
  • Arbeitsspeicher (RAM): 32 GB Ballistix Sport LT weiß DDR4-3000
  • Mainboard: MSI X370XPower
  • Netzteil: BeQuiet DarkPower Pro 650W
  • Grafikkarte: Gainward 1060GTX
  • NVMe: Samsung 970 Evo+ 2TB
  • SDD: Kingston DC500R 4TB
  • Kühler: ELK Olymp

2. Beschreibe dein Problem. Je genauer und besser du dein Problem beschreibst, desto besser kann dir geholfen werden (zusätzliche Bilder könnten z. B. hilfreich sein):
Die Lüfter der Kühlers Alpenföhn Olymp am PC (Win 10 Pro) liefen plötzlich auch voller Drehzahl, ohne dass eine nennenswerte CPU-Auslastung vorlag. Das passiert auch schon vor 6 Tagen, hielt dann 5 Minuten lang an und normalisierte sich wieder.

Jetzt war die Pusterei auch nach 22 Minuten nicht beendet und das änderte sich auch nicht nach dem Neustart.

3. Welche Schritte hast du bereits unternommen/versucht, um das Problem zu lösen und was hat es gebracht?
Ich habe das Netzteil komplett vom Strom getrennt vor einem erneuten Start.
Im BIOS die CPU-Lüftersteuerung deaktiviert, gestartet, aus/ein, aktiviert, neu gestartet.
Das brachte keine Veränderungen.

CPU Lüfter demontiert, Kühlkörper abgesaugt (nur wenig verstaubt). Bei Start danach blieb das Board im Debug-Code A2 hängen (Boot Device Failure). Nochmals Neustart. Hängt wieder bei A2, läuft aber weiter nach ca. 2 Minuten und startet Win 10. Der Punkte-Kringel beim Start braucht aber ca. 3 Minuten bis der Anmeldebildschirm endlich zu sehen ist. Auf dem Desktop werden die Symbole nur zögerlich aufgebaut.

Nach dem nächsten Neustart war alles wieder normal. Trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl.

4. Fragen:
Ist die hohe Lüfter-Drehzahl Ergebnis einer Steuerung, die die Leistungsaufnahme/Drehzahl des Lüfters in Relation zur CPU-Last bzw. Temperatur misst und wenn sie glaubt, dass der Kühlkörper verstopft ist, versucht in frei zu pusten?

Oder bahnt sich da ein Ableben von Board, Netzteil etc. an?

Das hängen beim Debug-Code passt nicht recht in diese Abteilung. Sollte ich besser im Bereich "Massenspeicher" das Problem schildern?
 
Was sagt CrystalDiskInfo zur SSD?

Wenn der Lüfter aufdreht, öffne ein Programm womit du die Temperaturen auslesen kannst, am besten HWiNFO - beim Start "Nur Sensoren" wählen. Auch öffne den Taskmanager, um zu sehen ob Programme dies verursachen, vor allem was am meisten CPU-last beansprucht.

Ist das aktuellste BIOS und der neueste Chipsatztreiber installiert?
 
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Moin

Klingt nach einem Softwarefehler. Oder einem möglichen beginnenden Defekt der SSD / des Mainboards.

Mögliche, teils umfangreiche Schritte:
  • Aktuelles BIOS auf dem Mainboard ist installiert?
  • Der Ram steckt korrekt auf Slot 2 und 4?
  • Das Speicherprofil XMP ist aktiv? (Nebensächlich)
  • Bald läuft der kostenlose Support für Windows 10 aus. Du könntest mit Windows 11 testen, also neu installieren; dies ist jedoch keine Garantie für eine Fehlerbehebung.
  • Vielleicht hat es mit der SSD zu tun, ja. Siehe den Schritt vorher.
  • Dies hilft alles nichts? Je nach verfügbarem Budget könntest du auf ein B550-Mainboard wechseln.
 
Europa schrieb:
Was sagt CrystalDiskInfo zur SSD?

Wenn der Lüfter aufdreht, öffne ein Programm womit du die Temperaturen auslesen kannst, am besten HWiNFO - beim Start "Nur Sensoren" wählen. Auch öffne den Taskmanager, um zu sehen ob Programme dies verursachen, vor allem was am meisten CPU-last beansprucht.

Ist das aktuellste BIOS und der neueste Chipsatztreiber installiert?
CrystalDiskInfo findet beide SDDs "gut".

Als die Lüfter aufdrehten, lag die CPU-Auslastung bei unter 5 % und deren Temperatur bei unter 35 °C. HWInfo läuft mit der Anzeige von CPU- und GPU-Temperatur in der Taskleiste immer im Hintergrund. Wie erwähnt, also kein Grund Stoff zu geben.

Das BIOS ist zwar 5 Jahre alt (7A31v1MS), aber der Rechner lief damit seit dieser Zeit ohne Probleme und danach folgten nur noch Beta-Versionen. Für den Chipset-Treiber gilt das gleiche.

Zwirbelkatz schrieb:
  • Der Ram steckt korrekt auf Slot 2 und 4?
  • Das Speicherprofil XMP ist aktiv? (Nebensächlich)
Es sind 4 Module à 8 GB. XMP ist deaktiviert. Der Speicher läuft auf 2400 MHz.
Zwirbelkatz schrieb:
Vielleicht hat es mit der SSD zu tun, ja. Siehe den Schritt vorher.
Ich denke, die Steuerung des CPU-Lüfters reagiert wohl nicht auf Probleme mit den SSDs. Wahrscheinlich wird noch nicht mal deren Temperatur berücksichtigt.

Geschwindigkeitstests der beiden SDDs brachten aber in unterschiedlichen Bereichen Einbrüche. Ob das mit dem Füllstand zu tun hat, im Hintergrund laufenden TRIM-Prozeduren oder sich anbahnenden Defekten, wäre noch zu klären.
 
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Erfreulicherweise ist der Ryzen 3600 noch in den Support reingerutscht:
https://www.computerbase.de/news/pr...fast-20-jahren.89150/#update-2024-08-17T12:14

Will heißen: Ein aktuelles BETA-BIOS ist für mein Dafürhalten in Ordnung. Ein möglichst aktuelles BIOS sollte aufgespielt werden. Vergleiche bitte auch den Zeitpunkt von Sinkclose, plus einige Wochen X, was die Wahl eines BIOS anbelangt.

Ein anderes Thema wäre ein kürzlich eingespieltes Windows-Update. Dort könnte sich etwas verändert haben.
Daher der "Exkurs" zum Wechsel auf Windows 11, der dir, wie ich vermute, ohnehin bevor steht.

Ich denke, man kann nur von 2 Zuständen ausgehen: Eine Software hat sich verändert oder zerschossen; oder es liegt ein (sich anbahnender) Defekt vor. Beides würde man, wie auch immer man es anstellt, auszuräumen versuchen.
Denn in diesem aktuellen Zustand scheint dir das System Probleme zu bereiten.

FlimFlam schrieb:
(...) aber der Rechner lief damit seit dieser Zeit ohne Probleme
Das ist natürlich richtig. Aber wo soll man ansetzen?

FlimFlam schrieb:
Ich denke, die Steuerung des CPU-Lüfters reagiert wohl nicht auf Probleme mit den SSDs.
Ja, das ist unwahrscheinlich. Aber vielleicht kommt es zu irgendeiner Form von Auslastung, daher auch die Frage nach der Reihenfolge CPU-Auslastung => Ram => SSD. Du sagst nun, dass dies laut Messung nicht der Fall ist; es stellt sich aber weiterhin die Frage, woher stammen die Bewegungen des Lüfters?

Selbstverständlich weißt du, dass eine zu sehr gefüllte SSD kontraproduktiv ist. Was wiederum/abermals keine hinreichende Bedingung für einen verrückt spielenden Lüfter ist.
 
Zuletzt bearbeitet: (Nachtrag)
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Hatte ähnliches damals auch bei meinem MSI X370 Gaming Pro Carbon. Aus unerklärlichen Gründen lief der CPU Lüfter plötzlich auf voller Drehzahl. Nach ein paar Neustarts war dann wieder alles normal. Bis nach kurzer Zeit der Lüfter wieder auf maximaler Drehzahl lief. BIOS Update, neue Windows Neuinstallation auf anderer SSD, anderer Speicher....nichts hat mehr geholfen. Letztendlich war es ein Hardware Fehler des Mainboards. Im UEFI wurde auch nur noch völliger Nonsens bei der CPU Temperatur angezeigt, was auf einen defekten Temperatursensor hindeutet.

Hatte dann das Mainboard erneuert. Danach lief auf dem neuen Board mit den alten Komoponenten wieder alles wie es soll. Ich denke, das sich hier auch ein Hardwaredefekt am Mainboard abzeichnet. Die Symtome sprechen schon dafür. Der Fehler mit hochdrehenden CPU Lüftern soll wohl bei den MSI Boards der ersten AM4 Generation wohl auch öfters aufgetreten sein.
 
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Sollte es sich um einen typischen Fehler der Serie handeln, dann kann man sich den og. Eiertanz und damit eine Menge Zeit und Nerven sparen und eine der Lösungen wäre es, wie bereits angesprochen, auf ein B550-Mainboard zu wechseln.
Für pcie-4.0 inklusive des bereits vorhandenen Ryzen 3600 wäre dies eine gute Grundlage für etwaige neue SSDs, bzw. eine neue Grafikkarte.

Natürlich könnte man den Kühler, beziehungsweise den Lüfter selbst wechseln. Gegen ein Modell, welches extern gedrosselt gesteuert wird. Oder welches ab Werk in der Drehzahl beschränkt ist. Angenommen man verbaut einen Lüfter, der als 120er ohnehin nicht höher als bspw. 800 Umdrehungen dreht - schon hat man kein Problem mehr ...

FlimFlam schrieb:
"Natürlich" sind 1400 Umdrehungen für zwei 140er Lüfter zu laut.
https://www.pcgameshardware.de/CPU-...12/News/EKL-Olymp-Dual-Tuerm-Kuehler-1184462/

Also extern einregeln. Oder man sucht sich 120er - ich nehme an, so sind die Löcher für die Klammern ausgelegt - wie etwa diese hier ...
https://geizhals.de/noctua-nf-p12-redux-900-a1818258.html?hloc=at&hloc=de


Ohne aktuelles BIOS würde ich trotzdem nicht fahren wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
DaBas schrieb:
Hatte ähnliches damals auch bei meinem MSI X370 Gaming Pro Carbon. Aus unerklärlichen Gründen lief der CPU Lüfter plötzlich auf voller Drehzahl. Nach ein paar Neustarts war dann wieder alles normal. Bis nach kurzer Zeit der Lüfter wieder auf maximaler Drehzahl lief. BIOS Update, neue Windows Neuinstallation auf anderer SSD, anderer Speicher....nichts hat mehr geholfen. Letztendlich war es ein Hardware Fehler des Mainboards. Im UEFI wurde auch nur noch völliger Nonsens bei der CPU Temperatur angezeigt, was auf einen defekten Temperatursensor hindeutet.
Danke für die hilfreiche Information. Ein defekter Temperatursensor würde das Verhalten erklären.

Ich hatte leider versäumt, im BIOS die CPU-Temperatur anzuschauen. Als CPU-Temperaturanzeige im Tray-Icon von HWInfo war nur die von der CPU gemeldete Kerntemperatur eingestellt. Diese liegt im Idle derzeit bei 30-31 °C. Die vom Board gemeldete Temperatur schwankt aber deutlich stärker und erreicht im Idle etwa 44 °C, bei geöffnetem Browser (Vivaldi) auch schon mal über 56 °C. Sind das schon Hinweise auf einen angeschlagenen Sensor oder ist das normal?

Die vom Board gemessenen Kern-Spannungen schwanken ebenfalls heftig zwischen etwa 0,2 und 1,1 V, während von der CPU Werte von recht konstant 1,05 V kommen. Sind Spannungen von weit unter 1 V überhaupt realistisch?

Um zu sehen ob niedrige Vcore-Spannungen mit niedrigen CPU-Temperaturen korrelieren, habe ich 5 Minuten mit HWInfo aufgezeichnet:

MSI X370XPower HWInfo CPU-Temp+Vcore+Ausl 2000ms.png
Die Vcore Ausschläge in der ersten Hälfte kommen von Prozess "Systemunterbrechungen", der mehrfach knapp höhere CPU-Auslastungen als HWInfo (0,3-1,0 %) hatte.

Und noch eine Aufzeichnung mit 500 ms Abfragezeitraum:
MSI X370XPower HWInfo CPU-Temp+Vcore+Ausl 500ms.png
Hier funkte bei 2:20 kurz der Windows-Explorer dazwischen.

Ergebnis: Ich kann nicht erkennen, dass die CPU_Temperatur bei geringen Vcore niedriger ist. Vcore zeigt eine fast Sägezahn ähnliche Schwankung mit einer Frequenz von knapp über 7 Sekunden. VCore zappelt chaotisch hin und her.

Erkennbar ist aber, dass die Werte durch den kürzeren Abfragezeitraum und damit höheren CPU-Auslastung von HWInfo (1,5 bis 2,0 % bei 500 ms) zunehmend verfälscht werden.
Grafik mit beiden Messungen kombiniert (2000 ms: grün, 500 ms: rot):
MSI X370XPower HWInfo CPU-Temp+Vcore+Ausl 500ms+2000ms.png

Beim nächsten Auftreten der Lüftergeräusche bin ich nun hoffentlich besser vorbereitet, um die wichtigen Werte aufzuzeichnen.
Ergänzung ()

Zwirbelkatz schrieb:
Sollte es sich um einen typischen Fehler der Serie handeln, dann kann man sich den og. Eiertanz und damit eine Menge Zeit und Nerven sparen und eine der Lösungen wäre es, wie bereits angesprochen, auf ein B550-Mainboard zu wechseln.
Ein neues Board würde wohl eine komplette Neuinstallation von System und Anwendungen bedeuten. Ich scheue aber den Zeitaufwand dafür und noch mehr für die Einrichtung der Anwendungen. Wenn das Board aber dauerhaft nicht mehr richtig funktioniert bleibt mir wohl was anderes übrig.
Zwirbelkatz schrieb:
Also extern einregeln.
Perfekt wäre, wenn man die von der CPU gemeldete Temperatur zur Lüfterregelung nutzen könnte. Dazu fällt mir aber nichts ein.

Zwirbelkatz schrieb:
Ohne aktuelles BIOS würde ich trotzdem nicht fahren wollen.
Das werde ich wohl in Angriff nehmen. Neue Probleme wird das hoffentlich nicht verursachen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sollten erneut lange Wartezeiten beim Booten oder Gedenksekunden im Betriebssystem auftreten, nutzt ein angepasster Lüfter allein leider dennoch nichts. Das hatte ich in die Überlegungen nicht einbezogen. Der Ryzen 3600 verbraucht nicht so viel, man hatte sich bspw. eine fixe, ausreichende, aber niedrige Drehzahl auswählen können, um das System konstant mit jener Drehzahl zu betreiben.

Was den Aufwand anbelangt:
Der kostenlose Support für Windows 10 läuft ohnehin in wenigen Monaten aus.
Ganz wertfrei gemeint.
 
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