@Falcon: ich kenne die besagten Audio Bronze B4 zwar nicht, denke aber mal die werden schon einigermassen ordentlich sein, aus meiner Sicht würde ich sie irgendwo in die Mittelklasse einordnen. So in etwas das was man sich als Musikliebhaber schon gönnen sollte.
Trotzdem belieb ich bei meiner Aussage bzgl. SACD. Da werden die Tracks wohl einfach etwas sorgfältiger gemastert. Wenn überhaupt, dürfte man den Unterscheid noch am ehesten auf sehr guten Kopfhörern bemerken.
btw. willst du mir nicht deine 1031er schenken?
ja nee, schon klar...

die brauche ich leider noch um ein bischen Internetradio zu hören

Warum bist du mit deinen Yamahas so unzufrieden, was stört dich daran?
Gut, die klingen vielleicht nicht spektakulär, aber das will man bei 'ner Studioabhöre auch nicht unbedingt. Das tun die 1031er für sich alleine genommen übrigens auch, im Vergleich mit den meisten HiFi-Boxen klingen sie eher neutral. Erst mit Subwoofer können sie dann auch so richtig Spaß machen, aber in erster Linie sind es ja Arbeitsgeräte.
Zur Alicia Keys Aufnahme: Ich fand die jetzt eigentlich nicht so schlecht, aber es ist natürlich auch Geschmacksache, gerade wenn es um die hervorgerufenen Emotionen dabei geht. Und das ist ja im Grunde das einzige um was es geht, die Technik sollte das ganze lediglich unterstützen.
Bei so einer Live-Aufnahme spielen immer etliche unvermeidliche Dinge mit rein: Als erstes hat man einen Raumklang, der vielleicht nicht optimal ist. Bei einer Popaufnahme klingt es dann ungewohnt im Gegensatz zu einer Klassikaufnahme. Live eben... Dann hat man immer ein unvermeidbares Übersprechen zwischen den einzelnen Instrumentenmikrofonen sowie leichte Rückkopplungen von PA und Bühnenmonitoren. Man kann da surch geschickte Aufstellung des Equipments und Nachbearbeitung einiges herausholen, aber im Vergleich zu einer Studioaufnahme hat man immer einen verwascheneren Sound.
Gerade mit der Stimme hat man im Studio auch viel mehr Möglichkeiten durch Doppelungen, weiteren Harmoniestimmen und Overdubs. Gerade zusätzliche Harmoniestimmen lassen Emotionen manchmal erst entstehen.
Im Studio kann man ausserdem aus 100 Takes den perfekten take zusammenbauen, Live muss das alles passen. Aber meiner Meinung ist gerade der Reiz einer Liveaufnahme, dass nicht alles so perfekt ist.
Bzgl. der MP3-Qualität: Ich habe in der Ausgange 01/2000 von Production Partner einen sehr interessanten Artikel rausgesucht in dem es um die technische Erklärung der MP3-kodierung und deren Entwicklung durch Fraunhofer geht. Während der Entwicklung wurden Qualitätsstudien durchgeführt, die im Artikel beschrieben sind. Es ist zwar nicht die Studie, die ich in Erinerung hatte, hier fallen die Ergebnisse etwas mehr zu gunsten der unkomprimierten Signale aus. Aber sei es drum, dieser Test spielt sich auf sehr, sehr hohem Niveau ab damit nicht die geringsten Zweifel aufkommen. Ich halte es nicht für warscheinlich das mit normalem Material in den heimischen 4 Wänden nachvollziehen zu können. Trotzdem rudere ich evtl. ein klein wenig zurück bzgl. der Qualität von 192 KBit/s, möge sich jeder selber seine Meinung bilden. Damit sollte das Thema dann aber geklärt sein.
Qualität
Da es sehr schwierig ist, die Qualität der Kodierung objektiv zu beurteilen, wurden in der Entwicklungsphase des Algorithmus aufwendige Hörversuche nach dem 'Triple stimulus / hidden reference / double blind approach' durchgeführt. Was so kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach: Dem Probanden werden drei Signale präsentiert, wovon das erste stets das unkodierte Signal, also die Referenz darstellt (A). Danach folgen je einmal das kodierte Signal und nochmals die Referenz, allerdings in ständig wechselnder zufälliger Reihenfolge (B und C), wobei weder der Proband noch der Tester weiß, welches Signal gerade zu Gehör gebracht wird. Dies ist notwendig, um eine Beeinflussung des Probanden zu vermeiden, die schon so manchen audiophil veranlagten Hörer zur Verfechtung abenteuerlicher Theorien verführt hat. Zu bewerten ist dann die Verschlechterung der Qualität der Signale B und C gegenüber der Referenz A auf einer Skala von 'unhörbar' (Wert 5.0) über 'hörbar aber nicht störend' (4.0), 'leicht störend' (3.0), 'störend' (2.0) bis 'sehr störend' (1.0) Die kritischsten Signale bei den Hörtests waren:
'Tom's Diner ' von Suzanne Vega und perkussive Signale wie ein Glockenspiel, welches die Vor-Echos auf Grund der geringen Zeitauflösung aufzeigt. Dafür eignen sich ebenso Kastagnettten, ein trockenes Xylophon o.ä.
Die Tests wurden einmal in der Auswahl- und der Entwicklungsphase mit 60 bzw. 58 erfahrenen Testern mit hochwertigen Wiedergabekomponenten durchgeführt (Stax Kopfhörer, Genelec-Verstärker und -Studiomonitore). Als Testraum diente Studio 11 des Schwedischen Rundfunks in Stockholm. Bei 128 kbit/s/Kanal, also 256 kbits/s Stereo ergaben sich für alle Testsignale bei jedem Layer Werte über 4.5 auf der Skala, also zwischen 'unhörbar' und 'hörbar aber nicht störend'.
Bei 96 kbit/s/Kanal liegen mit Ausnahme von Suzanne Vegas 'Tom's Diner' alle Werte über 4.0, wobei Layer 3 etwas besser abschneidet als Layer 2.
Nicht mehr ganz so gut schneiden die Kodierer bei 64 kbit/s/Kanal ab. Alle Testwerte liegen unter 3.0 ('leicht störend'). Nochmals zur Wiederholung: Diese Werte wurden unter optimalen Wiedergabebedingungen und Verwendung sehr kritischer Testsignale erzielt. Wer sich seine AC/DC-Sammlung kodieren und über Plastik-Brüllwürfel am PC anhören möchte kann mit 64 kbit/s/Kanal sehr gut leben.
Zitat aus Prodution Partner 01/2000, Seite 34
Ich hoffe dass, das Zitat so OK ist. Falls nicht, bitte entfernen.
Beste Grüsse