Muß Strompreiserhöhung dem Kunden mitgeteilt werden?

santander

Lieutenant
Dabei seit
Juni 2010
Beiträge
668
Wie der Titel schon sagt, stelle ich mir die Frage, ob Strompreiserhöhungen von Stromanbietern dem Kunden vorher schriftlich oder zumindest per eMail mitgeteilt werden müssen.
Hintergrund: Ich bin im März 2009 zu Vattenfall in den Tarif "Easy Privatstrom" gewechselt. Damals lag der Preis bei 18,00 ct/kWh (bei einem Grundpreis von 7,50 €/Monat).
Nun schaue ich auf dem Vergleichsportal "Verivox" wieder einmal nach, und sehe, daß der Preis mittlerweile auf 19,25 ct/kWh beim gleichen Tarif angehoben wurde. Ich habe aber seit der letzten Abrechnung im Februar diesen Jahres, wo der Stromverbrauch noch mit den korrekten 18,00 ct/kWh abgerechnet wurde, keine eMail oder sonstiges von Vattenfall erhalten. Kann ich somit davon ausgehen, daß für mich jetzt noch immer der Preis von 18,00 ct gilt? - Oder wurde der Preis mittlerweile doch erhöht, ohne daß mir dies explizit mitgeteilt wurde/werden mußte?
 
Ich weiß zwar nicht ob es dir mitgeteilt werden MUSS, aber Vattenfall schickt mir immer per Post die Preiserhöhungen. Berlin Easy kostet übrigens 19,15 und nicht 19,25 Cents. Auch ist der Grundpreis 5,60 Euro und nicht 7,50 Euro. Woher hast du die falschen Infos? Ich halte nicht viel von Verivox. Einsparungen habe ich ohne Vorrausskasse, Kaution und Bonus immer fast gar keine. Sind immer ca 20 Euro/Jahr. Und keiner weiß, ob beim anderen Anbieter nicht die Preise erhöht werden und dann auch noch teurer werden als Vattenfall. Preisgarantie nützt einem nüscht, wenn die Steuern erhöht werden, da gilt die Garantie dann nämlich nicht. Ich bin sehr glücklich mit dem Grundversorger!

Da der Tarif Berlin Easy ein Online-Tarif ist, bekommst du auch nur Online Rechnungen etc. Deine Mitteilung wird auch hierrüber gelaufen sein. Die neue Preiserhöhung zum 01.01.2011 mit 21,48 Cents sollte auch schon bei dir eingetroffen sein. Ich bin im Tarif Berlin Kompakt Privatstrom. Kostet nur 7 Cents pro kWh mehr, ist dafür 100% regenerativ und ich bekomme alles per Post, da ich gerne die Abrechnungen abhefte.
 
Meines Wissens nach muss dir eine Veränderung des abgeschlossenen Vertrages (und nichts anderes ist eine Preiserhöhung) nicht nur zwingend mitgeteilt werden, sondern auch die Möglichkeit gegeben werden, alternativ aus dem Vertrag auszusteigen.
 
Wie lange ist der Vertrag gültig, bzw. gibt (gab) es eine Preisfixierung? Vielleicht hast du dadurch eine Erhöhung übersprungen.
Zum 1.1.2011 erhöht sich die EEG-Umlage (Erneuerbare-Energie-Gesetz). Es wird mit Sicherheit kein Stromanbieter geben, der diese Kosten und gegebenenfalls höhere Beschaffungskosten nicht an seine Kunden weiterleiten. Bei einigen Verivox-Preise wurde dieses schon berücksichtigt. In den nächsten Wochen werden alle Stromkunden darüber informiert.
 
Zitat von Lunge:
Ich weiß zwar nicht ob es dir mitgeteilt werden MUSS, aber Vattenfall schickt mir immer per Post die Preiserhöhungen. Berlin Easy kostet übrigens 19,15 und nicht 19,25 Cents. Auch ist der Grundpreis 5,60 Euro und nicht 7,50 Euro. Woher hast du die falschen Infos?
Das sind keine "falschen Infos". "Berlin Easy" und "Easy Privatstrom" sind schlicht und einfach zwei unterschiedliche Tarife. Scheinbar ist Vattenfall als ein Grundversorger für Berlin bereit, den Strom etwas günstiger als im restlichen Bundesgebiet zu offerieren. Habe gelesen, daß gerade Berlin ein hart umkämpfter Markt für die Stromversorger ist.

Zitat vom Verivox-Preisrechner:
Ihr Vorjahresverbrauch: 4.000 Kilowattstunden
Verbrauchspreis: 19,25 Cent/kWh
Grundpreis: 7,50 Euro/Monat (90,00 Euro/Jahr)
Neukundenbonus: 50 Euro
Preisfixierung: 12 Monate
Komplettpreis: 810,00 Euro/Jahr
Ergänzung ()

Zitat von phil.:
Wie lange ist der Vertrag gültig, bzw. gibt (gab) es eine Preisfixierung? Vielleicht hast du dadurch eine Erhöhung übersprungen.
Ja, das könnte durchaus sein. Ich hatte 1 Jahr Preisfixierung, beginnend vom März 2009 an gerechnet. Naja, bei der nächsten Abrechnung im März sehe ich dann spätestens, ob der Preis nicht doch zwischenzeitlich erhöht wurde. Falls ja - und es kommt ja zum 1. Januar 2011 sowieso noch zu zusätzlichen Erhöhungen, werde ich mich nach einem neuen, günstigeren Stromanbieter umsehen. Das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel beginnt dann halt wieder von vorne. Nur so kann man errreichen, daß der Wettbewerb im Strommarkt ähnlich wie bei der Telekommunikation zu sinkenden Preisen führt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sinkende Preisen wird es in den nächsten Jahren mit Sicherheit nicht geben, im Gegenteil. Der offene Strommarkt ermöglicht es jedoch, sich unabhängig vom regionalen Versorgungsanbieter einen Günstigeren zu suchen.
Bei den Vergleichstabellen sollte man jedoch ein paar Punkte beachten.
Vorauszahlung = Bindung über mehrere Monate
Vertragslaufzeiten von einem Jahr oder längere Kündigungsfristen als ein Monat sind m. E. auch nicht empfehlenswert.
Bonuszahlungen werden meistens erst nach einem Jahr Vertragsdauer gezahlt.
Also Augen auf beim Wechseln.
Nach wie vor lassen sich die Kosten jedoch durch Stromsparen minimieren (wenn noch Potential vorhanden ist). Hier spielt natürlich das Verhältnis zwischen Grundgebühr und Verbrauchskosten eine große Rolle.
 
Zitat von santander:
Das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel beginnt dann halt wieder von vorne. Nur so kann man errreichen, daß der Wettbewerb im Strommarkt ähnlich wie bei der Telekommunikation zu sinkenden Preisen führt.

Ich habe schon 3x Stromanbieter Sprünge mitgemacht und das meistens immer alle 12 Monate :rolleyes:

Man kann sich zwar immer den billigsten raus suchen, jedoch zieht über kurz oder lang jeder Anbieter den teuren hinterher mit den Preisen.

"Billig" ist mittlerweile auch anders trotz verivox etc. wenn ich da mal die Strompreise vor 10 Jahren angucke. Ganz ehrlich weiß man nicht ob man :kotz: oder weinen soll.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von santander:
Das sind keine "falschen Infos". "Berlin Easy" und "Easy Privatstrom" sind schlicht und einfach zwei unterschiedliche Tarife. Scheinbar ist Vattenfall als ein Grundversorger für Berlin bereit, den Strom etwas günstiger als im restlichen Bundesgebiet zu offerieren. Habe gelesen, daß gerade Berlin ein hart umkämpfter Markt für die Stromversorger ist.

Zitat vom Verivox-Preisrechner:
Ihr Vorjahresverbrauch: 4.000 Kilowattstunden
Verbrauchspreis: 19,25 Cent/kWh
Grundpreis: 7,50 Euro/Monat (90,00 Euro/Jahr)
Neukundenbonus: 50 Euro
Preisfixierung: 12 Monate
Komplettpreis: 810,00 Euro/Jahr

Ist völlig richtig santander. Ich habe auch nichts anderes geschrieben.

Aber noch einmal: Die Verivox Tarife sind falsch angegeben. Du bezahlst 19,15 und 5,60 Grundpreis. Ab 01.11.11 21,48 je kw/h. Alles andere ist Käse und typisch Verivox.

Nach dem ich den Brief bekommen habe das der Strom zum 01.11.11 wieder dermaßen erhöht wird dachte ich mir auch ich schaue da mal wieder rein. Es gibt keine Alternativen für mich in Berlin. Vielleicht noch Tschibo Ökostrom, da spare ich dann 20 Euro im Jahr. Wahnsinn. Auch Tschibo wird die Preise zum 01.11.11 erhöhen und sind dann wieder teurer als Vattenfall. :mad: Da kann ich gleich bei Vattenfall bleiben. Und Vorrauskasse, Kaution, Bonus und alle anderen Sachen kommen für mich nicht in Frage. Auch zu Teldafax und Co werde ich niemals wechseln nur um 70 Euro im Jahr zu sparen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst dann ja auch immer zu den Anbietern springen, die eine hohe Bonuszahlung rausgeben. Als ich mich vor 1-2 Jahren mal ein wenig mit dem Thema beschäftigt habe, haben diese Bonuszahlungen den Strompreis spürbar nach unten gedrückt.
 
Um die Bonuszahlung zu erhalten muss man bestimmte Kündigungsfristen einhalten. Heißt genau man muss z.B. länger als 1 Jahr bei einem Stromanbieter bleiben und bekommt dann erst den Bonus. Zu 99,9 % erhöhen sie vorher die Strompreise und man wechselt wieder ohne Bonus...
 
So sieht es aus...wobei ich auch schon einen Anbieter hatte wo ich meinen Bonus hinterher gerannt bin und nur durch mehrmaliges nachfragen bekommen habe.

Will man richtig "sparen" ist das meist mit einem Risiko verbunden. Kaution / Vorauskasse etc. bei größeren "seriöseren" Anbietern legt man dafür mehr Geld auf den Tisch.

Nicht mehr schön ehrlich! Vom sparen kann man meiner Meinung nach auch nicht mehr bei einem Preisvergleich sprechen. Das für mich nur noch finanzielle Schadensbegrenzung (überspitzt ausgedrückt ;) )
 
Naja, daß die Strompreise in den nächsten Jahren weiter steigen werden, ist wohl kein Geheimnis. Trotzdem macht ein Wechsel immer Sinn. Vor allem bei jenen, die noch nie ihren Stromanbieter gewechselt haben (ich habe immerhin schon 2 Wechsel hinter mir). Denn die sind immer noch bei ihrem Ex-Monopolanbieter, der die Trägheit des Kunden total ausnutzt. Von ihm weg lohnt sich der Wechsel hin zu einem billigeren Anbieter immer noch am meisten. Von "billig" zu "noch etwas billiger" lohnt es sich meist eben nicht sonderlich. Wobei: Der Anbieterwechsel ist ja dank Internet denkbar einfach und unkompliziert. Somit kann man in ein paar Minuten doch etliche dutzend Euros pro Jahr sparen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also die Tendenz ist ja ganz klar, dass Boni, wenn man sie auch erhalten will, minimum 1 jahr im Vertrag sein muss. künigt man davor, dann bekommt man den bonus nicht.

Wenn eine Strompreiserhöung kommt, muss dich dein Anbieter darüber informieren, das ist fakt.
Was die steigenden Preise angeht: schau dir mal die Steuerbelastungen an, die sind nämlich kontinuierlich gestiegen. der reine Strompreis ist kaum gestiegen.

Das wollen aber viele Kunden nicht verstehen. Die EEG-Umlage tut ihr übriges dazu.
Ich sehe in den nächsten Jahren fallende Preise auf die Kunden zukommen.

Es gibt viele Anbieter, darunter die GRoßen, die gerade dabei sind ihr Beschaffungsprozesse umzustellen.
einige kaufen nämlich schon 3 Jahre im Voraus die Strommengen an der Börse ein. Das Problem war, dass die Strompreise vor 2-3 Jahren noch sehr hoch waren und dann stark gefallen sind. diese Mengen verkauft man jetzt schon mit Verlust, aber trotzdem muss man die Preise anpassen, um nicht nochmehr zu verlieren.

Das wird sich bald ändern, sobald diese Strommengen verkauft sind, und die Beschaffungsprozesse besser sind.
 
Zurück
Top