News Nach Kritik an Digitalpolitik: Ampel plant Fortschritte bei Datenstrategie und KI-Entwicklung

Madcat69 schrieb:
Ein Großteil der Probleme liegt hier - neben dem obligatorischen Geld und und Personalmangel - auch am föderalen System. Jede Kommune kann für jede Aufgabe eigene Programme nutzen, dadurch wird eine komplexe Systemlandschaft erzeugt, so dass vermutlich nicht zwei Kommunen in Deutschland identische Systeme haben. Da muss dann jeder aufs neue gucken seine eigenen Programme interoperabel zu bekommen. Das ist eine Mammutaufgabe, aus der Historie her aber kaum zu ändern. Du kannst bestehende Fachanwendungen mir teilweise Daten von Jahrzehnten nicht mal eben alle migrieren. Man arbeitet hier in NRW wenigstens schon mal an Datenaustauschstandards, aber selbst die Landessysteme laufen nicht rund …
Das hat null mit Förderalismus zu tun. Deuten nur viele so, da sie Föderalismus nur noch als Machtwerkzeug von oben kennen.
Gerade der Förderalismus macht die Lösung des beschriebenen Problems möglich.
 
Dai6oro schrieb:
Man hat jetzt schon Rechtsanspruch auf nen Kitaplatz und es hat an der Situation nix geändert.
weil es dem Staat und imEndeffekt dem büger nicht wichtig genug ist. wichtig ist 3x urlaub fahren/Jahr, zweit oder sogar drittauto, jedes jahr minimum ein neues handy und kostet die Milch nur 30 cent mehr, schreit man gleich ARMUT...das ist dem deutschen wichtig...kinder, wozu....
Dai6oro schrieb:
Das einzige was imo allen! Bereichen helfen würde wäre ein radikaler Bürokratieabbau und das Eingeständnis es nicht immer jedem Recht machen zu können. Denn genau das führt eben zu kleinteiligen Insellösungen mit 1000en Paragraphen. Die Frage ist was zuerst Borükratieabbau oder Digitalisierung. Ich würde tatsächlich den Abbau der Bürokratie bevorzugen, bevor wir ein solches Monster digitlaisieren. Ist allerdings meine Meinung.
da werden burger wieder schreien, sie würden in der Demokratie nicht berücksichtigt. ich bin aber bei dir, mit Bürokratieabbau. wenn wir aber schon dabei sind, würde ein reformiertes steuerrecht auch dem bürger/wirtsachaft zugute kommen
 
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romeon schrieb:
mir persönlich würde es schon völlig reichen, wenn man diese grünen Nulpen nie mehr zu Gesicht bekommen würde.
Was haben diese nulpen denn verbockt, was nicht auf Versagen der Vorgänger Regierungen beruht?

Kleines Beispiel: hätte die FDP nicht dafür gesorgt, dass die Braunkohle weiter gefördert wird, hätten wir nie die Führungsrolle in der PV Entwicklung verloren und ca 1337 der heutigen Probleme nicht. Ganze dürfte nun ca 10 oder mehr Jahre her sein, kein Bock zu googeln.

Edit: aber Markt regelt, ja ne, is klar Murat (um einen großen Essener Philosophen zu zitieren)
Ergänzung ()

feidl74 schrieb:
wenn wir aber schon dabei sind, würde ein reformiertes steuerrecht auch dem bürger/wirtsachaft zugute kommen
Das klappt leider nicht mehr. Klar, die Bürger und mittelständischen könnte man mehr belasten, was nichts daran ändert, dass Millionäre und große Konzerne weiterhin nur ein Minimum an Steuern in D abdrücken. Der Rest geht durchs irisch-niederländische Sandwich und was es sonst noch für Perversionen im Steueruniversum gibt.

Da müsste sich international etwas ändern.
 
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f00bar schrieb:
Immer wieder lustig, wie die Anhänger eines bestimmten Lagers versuchen, ausgerechnet das andere Lager dafür verantwortlich zu machen, dass ... ja, wofür eigentlich? Augenscheinlich dafür, dass es der Bundesrepublik unter der Ägide eben dieses anderen Lagers deutlich besser ging als jetzt? Alles klar.

Angela Merkel war die deutsche Antwort auf Margaret Thatcher. Die Ur-Sünde des Konservatismus ist dabei immer gleich: Aus Angst vor Erneuerung wird Stagnation herangezogen, mit dem hoffnungsvollen Wunsch, dass doch alles wieder so sein möge wie einst. Das Resultat ist immer ein Scherbenhaufen.
Nur wer Transformationsprozesse annimmt, kann diese mitgestalten und überdauern.

Mangelnde Diversifizierung und Initiative sowie Eingehen von Abhängigkeiten bringen die jetzige Situation Deutschlands zustande. Für einen billigen und kurzen Erfolg hat man sich darauf eingelassen, die Folgen spüren wir jetzt.
 
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Beelzebot schrieb:
Angela Merkel war die deutsche Antwort auf Margaret Thatcher. Die Ur-Sünde des Konservatismus ist dabei immer gleich: Aus Angst vor Erneuerung wird Stagnation herangezogen, mit dem hoffnungsvollen Wunsch, dass doch alles wieder so sein möge wie einst. Das Resultat ist immer ein Scherbenhaufen.
Nur wer Transformationsprozesse annimmt, kann diese mitgestalten und überdauern.

Mangelnde Diversifizierung und Initiative sowie Eingehen von Abhängigkeiten bringen die jetzige Situation Deutschlands zustande. Für einen billigen und kurzen Erfolg hat man sich darauf eingelassen, die Folgen spüren wir jetzt.

Thatcher war deutlich anders als Merkel. Die hat einen Radikalkurs zu Lasten der kleinen Leute gefahren. Wünschen sich hier ja auch einige, wenn man die Kommentare so ansieht: jegliche Regulierung abschaffen, weil das Recht des Stärkeren doch alles angeblich so viel besser kann.
 
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Beelzebot schrieb:
Nur wer Transformationsprozesse annimmt, kann diese mitgestalten und überdauern.
Inhaltslose Floskel. "Transformationsprozesse" müssten zuerst einmal nötig oder zumindest sinnvoll sein, um "angenommen" zu werden. Davon gibt es wohl einige, aber geschafft hat die aktuelle Regierung davon in meinen Augen keinen.

Niemand kann ernsthaft abstreiten, dass es vor allem in den letzten Jahren unter Merkel zum Stillstand gekommen war - aber was wir jetzt erleben ist Rückschritt. Der Versuch, das ganze Dilemma der vorherigen Regierung in die Schuhe zu schieben, ist billig, funktioniert aber nicht - denn in dieser Regierung saß die SPD ebenfalls.


Beelzebot schrieb:
Mangelnde Diversifizierung und Initiative sowie Eingehen von Abhängigkeiten bringen die jetzige Situation Deutschlands zustande.
Deutschland ist ein relativ rohstoffarmes Industrieland und eine Exportnation - "Abhängigkeiten" haben immer bestanden und werden immer bestehen, sei es bei Rohstoffen, sei es bei Energie, sei es bei Absatzmärkten. Es sei denn natürlich, an dem von - zugegeben teils zwielichtigen Gestalten - kolportierten Plan der "Deindustrialisierung" dieses Landes ist tatsächlich etwas dran. Mangelnde "Diversifizierung" kann dieses und jenes heißen, Initiative war dagegen durchaus vorhanden, nur eben wohl nicht in den Punkten, die dir wichtig sind.

Beelzebot schrieb:
Für einen billigen und kurzen Erfolg hat man sich darauf eingelassen, die Folgen spüren wir jetzt.
Der Erfolg war nicht billig und vor allem war er nicht kurz - genau deswegen hat man sich ja hierzulande erst daran gewöhnt. Die Folgen, die wir jetzt spüren, sind die Folgen einer ideologisch geprägten Wahlentscheidung, die dazu geführt hat, dass jetzt der Hund den Wurstvorrat bewachen soll und der Bock den Garten pflegen soll.

Ganz ehrlich, spar dir diese Parteitagsparolen für jemand anderen, bei mir musst du dir mehr Mühe geben.
 
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Für jemanden, der anderen Ideologie unterstellt, bist Du aber selber recht ideologisch unterwegs. Natürlich gespickt mit allerlei Geraune. Zwielichtig. Kolportierter Plan der Deindustrialisierung. Und die Hälfte Deiner aktuell 46 Beiträge hier bei CB stammen aus diesem Thread und sind gezielt politisch. Meinungsfreiheit oder Agitator?
 
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Gaestle schrieb:
Für jemanden, der anderen Ideologie unterstellt, bist Du aber selber recht ideologisch unterwegs.
Achso? Woran zeigt sich das genau?

Gaestle schrieb:
Natürlich gespickt mit allerlei Geraune. Zwielichtig. Kolportierter Plan der Deindustrialisierung.
Drollig, wie du versuchst, mir daraus einen Strick zu drehen. Man könnte aus diesen Formulierungen auch ableiten, dass ich politische Extreme aller Richtungen ablehne, aber dazu müsste man über seinen eigenen Tellerrand schauen. Es ist natürlich viel einfacher, direkt in Grabenkämpfe überzugehen. Du hast es nicht ausgesprochen, aber unterschwellig scheinst du mich in ein ganz bestimmtes Lager einer bestimmten Partei stecken zu wollen. Du liegst daneben.

Gaestle schrieb:
Und die Hälfte Deiner aktuell 46 Beiträge hier bei CB stammen aus diesem Thread
Und?

Gaestle schrieb:
und sind gezielt politisch.
Ja, geht es hier nicht - eigentlich - um Politik? Glaubst du außerdem, du könntest mich damit "bloßstellen", dass ich in einem Thread aktiv bin, dessen Thema mich sowohl interessiert als auch persönlich betrifft? Dein anderer Beitrag hier in diesem Thread handelt von Maggy Thatcher, das nur zum Vergleich ...

Gaestle schrieb:
Meinungsfreiheit oder Agitator?
Bewerte das, wie du möchtest. Was du für subtile Kritik hältst, prallt an mir ab. Was mir dagegen auffällt, ist, dass du offenbar nichts zum Thema beitragen möchtest oder kannst.
 
f00bar schrieb:
Inhaltslose Floskel. "Transformationsprozesse" müssten zuerst einmal nötig oder zumindest sinnvoll sein, um "angenommen" zu werden.

Diese stehen an, völlig egal ob das gewollt ist oder nicht. Die Welt ändert sich jeden Tag, wenn man drauf nicht reagiert, verliert man. Der Transformationsporzess der Digitalisierung wurde beispielsweise völlig brach liegen gelassen. Die der Sozialsysteme ebenso, eine Anpassung an die demografischen Realitäten findet noch immer nicht statt und dabei sind die Erkenntnisse auf das Kommende bereits Jahrzehnte alt.

f00bar schrieb:
Der Versuch, das ganze Dilemma der vorherigen Regierung in die Schuhe zu schieben, ist billig, funktioniert aber nicht - denn in dieser Regierung saß die SPD ebenfalls.

Das ist nicht nur an die Politik der vorangegangenen 16 Jahre anzuknüpfen, sondern eher an die letzten 30-40 Jahre. Alle notwendigen Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Energie, sozialpolitische Entwicklung usw. wurden brach liegen gelassen: Stagnation. Darum gibt es auch keine Digitalisierung oder ein Konzept dazu. Stillstand ist einfach zu bequem gewesen. Oder fallen unseren Straßen, Brücken, Schienen, Schulen, Krankenhäuser usw. auseinander, weil seit zwei Jahren eine neue Regierung an der Macht ist?

f00bar schrieb:
Deutschland ist ein relativ rohstoffarmes Industrieland und eine Exportnation - "Abhängigkeiten" haben immer bestanden und werden immer bestehen, sei es bei Rohstoffen, sei es bei Energie, sei es bei Absatzmärkten.

Das ist auch nicht das Problem, sondern die Fokussierung auf nur eine Land: China
Mittlerweile ist der Wert an Smartphones und Computerteilen die wir von dort importieren doppelt so hoch wie das was unsere Industrie dorthin an Autos verkauft. Dieses Ungleichgewicht ist über 10 Jahre hinweg immer größer geworden und ist bei 85 Milliarden Euro angekommen. Ist das auch auf eine "ideologisch geprägte Wahlentscheidung" zurückzuführen?

f00bar schrieb:
Der Erfolg war nicht billig und vor allem war er nicht kurz - genau deswegen hat man sich ja hierzulande erst daran gewöhnt.

Natürlich war er das. Wie kann man kontinuierlich AKWs abbauen und als einzigen Ersatz die Brücken-Energie Gas, von einem autokratisch regierten System, setzen? Einen Ausbau von Alternativen wurde zugunsten von Wahlerfolgen sogar gänzlich zurückgestellt. Industrien wie die Solarpanel-Produktion wurden dem Wohlwollen mit China geopfert.
Wieso macht man sich von einem einzigen Land ökonomisch so stark abhängig, zumal es uns mittlerweile mehr nimmt als gibt? Es wurde versäumt rechtzeitig alternative Absatzmärkte zu erschließen. Indien als Absatzmarkt hätte schon vor 10 Jahren aufgebaut werden müssen, nicht erst jetzt.

f00bar schrieb:
Ganz ehrlich, spar dir diese Parteitagsparolen für jemand anderen, bei mir musst du dir mehr Mühe geben.

Ich denke nicht in Parteipolitik (die sind für mich alle gleich), sondern in Fortschritt. Und da Fortschritt i.d.R. Wachstum nach sich zieht, sollte das im Interesse Aller sein. Sich dem zu verschließen ist Konservatismus.
 
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f00bar schrieb:
Die Grundsteuergeschichte etwa war der nackte Horror.
Echt? Die wiederum fand ich weitaus angenehmer als befürchtet.
… allerdings habe ich zu meinem Erstaunen festgestellt, dass mein Garten als landwirtschaftlich genutztes Flurstück geführt wird und ich das unter einem anderen Aktenzeichen erklären musste.
Ich habe jetzt „Unland“. Da steht meine Garage drauf.
Ergänzung ()

Zanza schrieb:
Boah, das ist weit. Und wie siehts Steuertechnisch aus?
 
Beelzebot schrieb:
Diese stehen an, völlig egal ob das gewollt ist oder nicht.
Vorab ein Geständnis: Du hast eine völlig andere Richtung eingeschlagen als ich vermutet habe. Ich habe dich für jemanden gehalten, der du augenscheinlich überhaupt nicht bist. Mea culpa, Entschuldigung.

Edit: Wall of text, sorry.

Beelzebot schrieb:
Die Welt ändert sich jeden Tag, wenn man drauf nicht reagiert, verliert man. Der Transformationsporzess der Digitalisierung wurde beispielsweise völlig brach liegen gelassen. Die der Sozialsysteme ebenso, eine Anpassung an die demografischen Realitäten findet noch immer nicht statt und dabei sind die Erkenntnisse auf das Kommende bereits Jahrzehnte alt.
Da ist - leider - wirklich etwas dran. Im Endeffekt hat jede Regierung das Problem entweder dreist ignoriert oder aus diversen Mängeln einfach vor sich her geschoben. Mittlerweile ist der Berg aber so hoch und der Anstieg so steil, das es schwer wird, diesen überhaupt noch zu erklimmen. Gerade bei der Digitalisierung ist so unglaublich viel verschleppt worden, vor allem unter Schröder und noch mehr unter Merkel, das es nicht mehr feierlich ist. Die deutsche Verwaltung ist ein unglaubliches Monster und schon alleine von den Workflows schwer abzubilden bzw. zu modellieren sein, die Frage der Datenspeicherung, -verknüpfung und -verteilung kommt noch obendrauf.

Die Kritik ist vollkommen richtig, es ist aber falsch, der aktuellen Regierung da irgendwelche Meriten zuzuschreiben. Die hat genauso wenig Ahnung. Es wird irgendein Beschluss gefasst, irgendein Gesetz verabschiedet und damit hat es sich für die Damen und Herren dann erledigt. Es wird zum Mittagessen auf Schloss Meseberg geladen und dann wird dafür schwadroniert, welch hervorragende Arbeitsbilanz man doch hätte. Ich kann mich nicht erinnern, dass irgendeine Regierung jemals ein anderes Fazit über ihre eigene Arbeit gezogen hätte als ein "sehr positives".

Die "demographischen Realitäten" sind wichtig, keine Frage - aber wie löst man das Problem? Ich persönlich habe mich damit abgefunden, mich nicht mehr auf das Rentensystem verlassen zu können und frühzeitig angefangen, selbst vorzubauen. Mir ist dabei durchaus klar, dass das nicht für jeden infrage kommt - aber eine Lösung habe ich in diesem Fall auch nicht auf der Hand, deswegen fällt mir gerade hier Kritik schwer. Hast du eine Idee?

Die Digitalisierung jedenfalls hat auch noch eine zweite Schneide - Deutschland ist, wie du mit den "demographischen Realitäten" so schön beschrieben hast, ein eher altes Land. Meine Eltern etwa haben beide ein Smartphone, aber nur mein alter Herr benutzt das Ding zu mehr als nur zum Telefonieren und SMS (!) schreiben. Irgendeinen Behördenvorgang online zu erledigen, bekommt aber auch er nicht mehr auf die Reihe. "Digitalisierung" kann den beiden mehr oder minder gestohlen bleiben.

Erinnerst du dich an die Anfänge von DSL hierzulande? Wie lange hat es nochmal gedauert, bis zumindest die größeren Städte mehr oder minder flächendeckend mit brauchbarem "Breitband" versorgt waren?


Beelzebot schrieb:
Das ist nicht nur an die Politik der vorangegangenen 16 Jahre anzuknüpfen, sondern eher an die letzten 30-40 Jahre. Alle notwendigen Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Energie, sozialpolitische Entwicklung usw. wurden brach liegen gelassen: Stagnation.
Ebenfalls richtig. Die Frage ist hier aber, was in dieser Zeit "wichtiger" geworden ist als etwa die Infrastruktur. Es wurde gern der "Aufbau Ost" zitiert, aber meistens nur von Leuten, denen nicht klar war, dass auch die Ostdeutschen den Solidarzuschlag tragen mussten. Was also ist genau passiert - und warum?


Beelzebot schrieb:
Darum gibt es auch keine Digitalisierung oder ein Konzept dazu. Stillstand ist einfach zu bequem gewesen. Oder fallen unseren Straßen, Brücken, Schienen, Schulen, Krankenhäuser usw. auseinander, weil seit zwei Jahren eine neue Regierung an der Macht ist?
Natürlich nicht. "Stillstand" finde ich hier jedoch als Terminus nicht angemessen. "Stillstand" beinhaltet für mich eben sehr wohl die Instandhaltung bestehender Infrastruktur. Unterbleibt die, reden wir nicht mehr von Stillstand, sondern von Vernachlässigung und netto betrachtet von Abbau.

Beelzebot schrieb:
Das ist auch nicht das Problem, sondern die Fokussierung auf nur eine Land: China
Das trifft nicht ganz zu, vor allem nicht in Bezug auf Rohstoffe und Energie.

Beelzebot schrieb:
Mittlerweile ist der Wert an Smartphones und Computerteilen die wir von dort importieren doppelt so hoch wie das was unsere Industrie dorthin an Autos verkauft. Dieses Ungleichgewicht ist über 10 Jahre hinweg immer größer geworden und ist bei 85 Milliarden Euro angekommen. Ist das auch auf eine "ideologisch geprägte Wahlentscheidung" zurückzuführen?
Nein. Wenn du dir den Verlauf der Kurve allerdings ansiehst, fällt dir eine Sache ganz zwingend auf, die im Jahr 2019 begann. Und die hat ausnahmsweise nichts mit Politik oder bestimmten Regierungen zu tun ...
Ich glaube allerdings nicht - und das ist in der Tat nur eine Vermutung, kein Wissen -, dass die aktuelle Regierung in der Lage ist, an diesem Trend irgendwas zu ändern.

Beelzebot schrieb:
Natürlich war er das.
Nein. Der Erfolg der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg ist beispiellos. Gewesen. Das ging nur mit großen Investitionen und viel, viel Aufwand. Hier bleibe ich dabei, weder kurz noch billig.

Beelzebot schrieb:
Wie kann man kontinuierlich AKWs abbauen und als einzigen Ersatz die Brücken-Energie Gas, von einem autokratisch regierten System, setzen?
Und hier bewegen wir uns dann doch wieder im ideologisch gefärbten Bereich. Wer brüllte bitte schon immer "Atomkraft Nein Danke!"? Wer hat nach Fukushima vollkommen überhitzte Demonstrationen abgezogen und eine irrwitzige Debatte angestoßen? Merkel und ihre Regierung sind hier klar schuldig, sich von Ideologen und Spinnern Angst machen zu lassen, soviel ist richtig.

Was das autokratisch regierte System betrifft - das wird nicht besser. Russland war wenigstens über all die Jahre ein verlässlicher Lieferant, das kann man nicht wegdiskutieren. Und ob Saudi-Arabien jetzt so wahnsinnig viel "sauberer" ist als Russland kann man sehr lange und sehr hitzig diskutieren. Energie so billig wie möglich zu machen ist an und für sich der richtige Gedanke, trotzdem verstehe ich sehr wohl, was du gerade an diesem Punkt mit Diversifizierung und Abhängigkeiten meinst - und ich komme nicht umhin, dir vollumfänglich Recht zu geben.


Beelzebot schrieb:
Einen Ausbau von Alternativen wurde zugunsten von Wahlerfolgen sogar gänzlich zurückgestellt.
Kein Wunder, denn die "regenerativen Energien" sind eine Mogelpackung.

Beelzebot schrieb:
Wieso macht man sich von einem einzigen Land ökonomisch so stark abhängig, zumal es uns mittlerweile mehr nimmt als gibt? Es wurde versäumt rechtzeitig alternative Absatzmärkte zu erschließen. Indien als Absatzmarkt hätte schon vor 10 Jahren aufgebaut werden müssen, nicht erst jetzt.
Indien ist kein Absatzmarkt für deutsche Produkte und wird das auch in den nächsten zehn Jahren nicht werden. Man kann an einige Wohlhabende das eine oder andere Auto verkaufen und ein paar Verpackungsmaschinen, aber damit hat es sich. China als Absatzmarkt zu ersetzen ist sehr, sehr schwierig bis unmöglich. Wie genau willst du denn Indien "ausbauen" oder wie hätte das passieren müssen?

Nach Indien wurden letztes Jahr so um die 16 Milliarden Dollar an deutschen Waren exportiert. Nach China mehr als das Achtzehnfache.


Beelzebot schrieb:
Ich denke nicht in Parteipolitik (die sind für mich alle gleich), sondern in Fortschritt. Und da Fortschritt i.d.R. Wachstum nach sich zieht, sollte das im Interesse Aller sein. Sich dem zu verschließen ist Konservatismus.
Dem ersten Teil kann ich zustimmen, was Konservatismus ist, solltest du vielleicht nochmal überdenken.
 
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ZeusTheGod schrieb:
Was passiert z.B., wenn er mit seinen zwei starken linken Händen das HDMI-Kabel in die Displayport-Buchse prügelt?
Bei den von @u-blog beschriebenen Kosten könnte sogar jede zweite Soldat beim Rechnertausch so blöd sein. Selbst wenn der Rechner dann komplett ersetzt wird und ein anderer es nochmal versucht, wäre das Ganze wahrscheinlich immer noch billiger.
 
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drago-museweni schrieb:
Vielleicht mal bei den Jungs/Mädels in Japan anfragen wo man im Rathaus fast alles beantragen kann, und untereinander alles vernetzt ist...
Wer hat dir denn das erzählt?

Lindner sitzt am Geldhahn. Der entscheidet wer was bekommt und was nicht.
 
@ZeT ein Deutscher der in Japan lebt, vielleicht heisst das Gebäude auch etwas anders ist länger her, aber da gibts von Steuernummer üpber Krankenkasse alles.
 
f00bar schrieb:
Welche Vorteile sollen das genau sein? Und warum wäre das die Konsequenz?
Du willst mir jetzt also wirklich sagen, dass du zu keinem Zeitpunkt steuerlich Ausgaben in Abzug gebracht hast in all den Jahren, in denen du steuerpflichtige Einkommen erwirtschaftet hattest?

Mag ich ich nicht so recht glauben. Nur mal so am Rande - Werbungskosten wie die Entfernungspauschale gehören dazu.

Wenn du - weil z.B. Schüler - noch keine Einkommensteuererklärung abgeben musstest, dann frag mal deine Eltern, was sie so alles ansetzen.

Dann nimm diese angesetzten Ausgaben Mal gedanklich weg und schau, was passiert. Dann verstehst du hoffentlich, worauf ich hinaus wollte.
f00bar schrieb:
Warum? Mit dem, was du dazu lieferst, bekomme ich einfach keine Kausalkette zusammengebaut, tut mir leid.
Stammtischparolen helfen schlicht nicht bei der Reformierung des Steuerrechts. Der Bierdeckel gehört dazu. Er führt einfach nicht zu einer sinnvollen und breitgefächerten Steuergerechtigkeit. So einfach ist das.
f00bar schrieb:
Es mag am mangelnden Fachwissen liegen, aber ich sehe da keinerlei Vorteile. Auch hierzulande muss dem Finanzamt klar bekannt sein, wo welche Einnahmen herkommen, sonst ist es mit Versteuern eher schlecht ...
Ja, es liegt an deinem mangelnden Fachwissen. Denn dem ist schlicht nicht so... Was glaubst du, wie es zB möglich war, Coronatest-Millionen oder die CumEx-Milliarden zu veruntreuen?

Aber das führt hier zu weit. Mir ging es nur darum festzuhalten, dass eure Nebendiskussion zu falschen Schlüssen führt. Mehr nicht.
 
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Xiaolong schrieb:
Und wen willst du mit E11 bei solchen Stellen locken? Man kriegt ganz entspannt Faktor 3 oder mehr in der Wirtschaft und da rede ich jetzt nicht von den Big-Playern
Da sind wir genau beim Thema ;) Und nach fast 20 Jahren in der Zusammenarbeit mit Externen sind weder die Arbeitsqualität noch die Einstellung oder die Ergebnisse besser im Vgl. zum Öffentlichen Dienst, erst recht nicht um den Faktor 2-3 bzw. in Relation zu den Kosten.

Besser ist da nur der Arbeitsvertrag mit dem Salär.
 
Xiaolong schrieb:
Und wen willst du mit E11 bei solchen Stellen locken? Man kriegt ganz entspannt Faktor 3 oder mehr in der Wirtschaft und da rede ich jetzt nicht von den Big-Playern
E11 ist 3508,11€ Brutto bei Einstieg auf Stufe 1 und bei Stufe 6 sind es 5292,98€ Brutto. Ich bin kein Fan vom öffentlichen Dienst und würde dort auch nie eine Stelle annehmen, aber das man in der (freien) Wirtschaft mindestens 10524,33€ Brutto zum Einstieg bekommt als "normaler" Administrator halte ich schon für ein Märchen...

Die "Abneigung" vom öffentlichen Dienst kommt eben viel wegen der Arbeitsweise und dem ganzen drumherum. Ich kenne einige die sind in den öffentlichen Dienst gewechselt und sind während der Probezeit wieder in eine Firma gewechselt. Aussage war eigentlich immer die gleiche: "Man kann sich das nicht vorstellen wenn man es nicht selbst erlebt hat."
 
Um die Regierung wach zu rütteln, muss keine AFD gewählt werden. Es würde reichen, wenn Kleinstparteien gewählt werden.

Bloß kann man von den bisherigen Wahlen ableiten, dass die meisten Wähler eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben und dann in alte Muster fallen. In den 4 Jahren wird man wohl kaum Bürokratie abbauen können. Das wird demzufolge nicht hängen bleiben, obwohl Partei X immerhin den Versuch gestartet hat. Anders kann man sich die bisherigen Ergebnisse der letzten 2 Jahrzehnte nicht erklären...
 
sh. schrieb:
E11 ist 3508,11€ Brutto bei Einstieg auf Stufe 1 und bei Stufe 6 sind es 5292,98€ Brutto. Ich bin kein Fan vom öffentlichen Dienst und würde dort auch nie eine Stelle annehmen, aber das man in der (freien) Wirtschaft mindestens 10524,33€ Brutto zum Einstieg bekommt als "normaler" Administrator halte ich schon für ein Märchen...
Ist es auch - hier wollen einige scheinbar nur reißerische Behauptungen aufstellen.
Faktor 2 bei E11 Stufe 1/2 lass ich noch gelten - alle Gehälter ab 9-10k sind aber mal sowas von keine "normalen" Stellen (als Angestellter) mehr.
Das wären alles mindestens Gruppenleiter-Positionen mit Personalverantwortung. Da sind diese Gehälter dann (in der freien Wirtschaft) realistisch.

Aber bei der Behauptung "Faktor 3" musste ich auch direkt den Kopf schütteln...
 
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