Buttkiss schrieb:
Generation Beziehungsunfähig
Welche soll das denn nun wieder sein?
Auch in Singlehaushalten kann gekocht werden ... auch in größeren Mengen.
Z.B. Gemüsesuppe ... da machste einmal einen großen Topf Grundsuppe mit etwas Suppengrün, Gewürzen und Gemüsebrühe. Das kann man dann an bis zu drei Tagen in Folge mit verschiedenen Zutaten garnieren und isst nichtmal drei Tage lang das selbe (das war zumindest in meiner Großelterngeneration noch einigermaßen normal ... wenn man Suppe gekocht hat, dann gleich für mehrere Tage ... einfach weils auch viel besser schmeckt, wenn es viel ist und ordentlich durchziehen kann).
Chilli, Curry oder "Pfannenschlabber mit Reis oder Nudeln" geht auch in riesigen Mengen.
Ich glaube viel eher, dass mangelnde Phantasie das Problem ist ... die Leute kennen das eben anders (teilweise schon von zu Hause) und man macht leider am liebsten das, was man kennt.
Also gibts Covienience food, und was neues wird nur ausprobiert, wenn im Regal was neues auftaucht.
Früher gab es Trends ... und an die hat sich die Industrie dann angepasst (und versucht, das als Fertiggericht hin zu bekommen). Ich denke, dass die aktuellen Ernährungstrends eher aus den Laboren der Nahrungsmittelindustrie kommen, als aus heimischen Küchen ... in denen wird ja auch ziemlich selten gekocht ... das meiste ist nur aufwärmen.
Seit einiger Zeit kann man sich den ganzen Mist auch noch liefern lassen und läuft dadurch nichtmal mehr Gefahr, dass einem die Nachbarn in den Einkaufswagen schielen, und dann genau wissen, dass man nur Scheiße frisst.
Aber natürlich spielt auch der Singlehaushalt eine Rolle.
Ein Mensch isst für die meisten großen Portionspackungen im Supermarkt nicht genug ... da bleibt dann eine ganze menge übrig. Man könnte es einfrieren ... aber wenn man nur einen kleinen Kühlschrank mit Eisfach besitzt, ist der Spass schnell vorbei und dann passt da nichtmal mehr ne TK-Pizza rein.
Bei kleineren Mengen hat man mehr verpackungsmüll, muss aber weniger Essen entsorgen.
Bei größeren Mengen hat man zwar etwyas weniger Verpackung, verschwendet aber wahrscheinlich auch Lebensmittel.
Ich kann gerade nicht genau sagen, was ich für nachhaltiger halten soll ... ist beides irgendwioe scheiße, obwohl die verschwendeten Lebensmiuttel sich ja wenigstens selbst recyceln.
Vielleicht doch lieber Lebensmittel verschwenden, um Verpackungsmüll zu sparen?
Größere Menge kochen und dann einfrieren kann ich nun seit 3 Jahren machen, denn mit dem Haus meines Vaters habe ich auch eine Kühltruhe geerbt. Davor konnte ich größere Portionspackungen auch nur dann kaufen, wenn ich für die ganze WG gekocht habe. Beim Alleinverzehr hätte ich die hälfte verschenken oder halt irgendwie entsorgen müssen. Und das in einer Welt, in der man allenfalls argwöhnisch beäugt wird, wenn man kostenlos Essen anbietet.
Ein paar Bettler freuen sich eventuell (aber auch da werden das einige doof finden, weil man Essen nicht gegen Alkoholische Getränke oder andere Drogen umtauschen kann) .... aber der Rest fragt sich sicherlich, ob man sie vielleicht vergiften will. Unverpacktes trägt halt keines der Siegel, die den Leuten heute Sicherheit suggeieren. Viele werden mit Hunger wohl eher eine der Fressbuden aufsuchen.
Entsorgung Kochabfälle. Früher ging das bei mir alles in die Bio- oder Restmülltonne ... heute landet das eher auf dem Kompost (nur gekochtes kommt in die Tonne), und dann einige Jahre später auf die Beete.
Geht natürlich auch nur, wenn man nicht nur den Platz für einen Kompost, sondern auch Verwendung für das kompostierte hat. Ohne Garten könnte ich das nicht so machen.