NAS Eigenbau

Jasmin83

Admiral
Registriert
Nov. 2012
Beiträge
7.781
Hallo leute,

nun muss ich auch mal was nachfragen. Ich plane mir ein selbstgebautes NAS hinzustellen, das erstmal mit 4 HDDs auskommen soll und in Zukunft mit 6 HDDs.

Vorhanden sind die HDDs, sowie eine System SSD und der RAM (8GB 1600MHz)

Die Frage ist jetzt, ob ich mir noch ein paar Euro spare und den Celeron nehme, anstatt des Pentium oder ob ich auf Bay-Trail setze und ein Gigabyte Board mit dem Celeron J1900 benutze. Die Nachteile liegen aber auf der Hand: Viel Prozessorlast bei Videobetrachtung über LAN, nur 2 SATA Ports würden eine Zusatzkarte mit min. 4 Ports erfordern (4 Ports gibts offenbar nur mit 150MB/s SATA1). Der Vorteil wäre der Stromverbauch im Idle.

Die Vorteile des Pentium sind die Geschwindigkeit, das H97 Board hat 6 SATA Ports mit allen möglichen RAID Konfigs und es ist zukunftssicher, so dass ich bei bedarf noch auf Broadwell setzen kann, wenn dieser deutlich weniger energie benötigt.
Die Anwendungsgebiete sind Datenspeicher, Stream bereitsteller und Video bereitsteller. Ich hoffe, ich hab nichts vergessen.

1 x Intel Pentium G3220, 2x 3.00GHz, boxed (BX80646G3220)
1 x Gigabyte GA-H97N-WIFI
2 x be quiet! Silent Wings 2 PWM 92mm (BL029)
1 x be quiet! Silent Wings 2 PWM 140mm (BL031)
1 x Dynatron K129
1 x Fractal Design Node 304 schwarz, Mini-DTX/Mini-ITX (FD-CA-NODE-304-BL)
1 x Corsair VS Series VS350 350W ATX 2.31 (CP-9020052-EU)

Das Netzteil ist günstig hat und genug power, der CPU Kühler muss pasiv sein, wegen der lautstärke, die Silent Wings 2 sind extrem leise im betrieb, problem ist zur zeit noch, das das board nur ein 1 PWM Anschluss hat und 1 3-pol. Kann man aber über Y-Kabel lösen, klappt bei meinem aktuellen Rechner auch sehr gut.
Das Gehäuse ist klein und hat 6 Schächte für HDDs. Das Board hat gerade eine 20% Cashback Aktion von Gigabyte.
 
Wenn schon Eigenbau, dann bitte auch mit Konsequenz:

- separater Raid-Controller, wie etwa IBM 1015 auf LSI dem eigentlichen Hersteller zurückgeflasht

- Hotplug-fähige Festplatteneinschübe nach Vorne wie etwa von ICY Docks/Raidsonic, was eine sorgfältige Auswahl des Gehäuses zur Folge hat mit hinreichend 5,25-Zoll-Einschüben


PS: Das Mainboard sieht sehr gut aus.
 
also bzgl LAN-Speed
2 Netzkarten bündeln an einen SmartManaged Switch würde das LAN entlasten
das muss aber das/die Netzkarte/BIOS/Mainboard/Treiber und der Switch auch können
https://de.wikipedia.org/wiki/Link_Aggregation

bzgl CPU, nimm das stärkste was in deinem Budget liegt, bei Verschlüsselung wäre dann noch AES gut

bzgl RAM, unter ZFS ist 8 GB minimum empfohlen

bzgl RAID, da würde ich einfach auf SoftRaid setzen und OnboardRaid nicht verwenden wenn möglich
oder einen ECHTEN Raidcontroller (teuer) und ECHTE RaidFestplatten zb von WD die RE serie
 
Zuletzt bearbeitet:
also wenn ich mir da mein Selfmade NAS anschaue
Hardware
Board: Intel DH67CF
CPU: Intel Celeron Dual-Core G1620
CPU-Kühler: Intel Boxed
Case: Fractal Design Node 304
RAM: 2x8 GB DDR3 Micron 1600 MHz CL11
NT: FSP Fortron/Source FSP200-50GSV
Belüftung: 2x92mm Front, 1x140mm Back an Lüftersteuerung
Sys-HDD: Intel X25-E 32GB
Storage Controller: IBM ServeRAID M1015, PCIe 2.0 x8 mit IT Firmware (HBA Modus)
Storage-HDD: 4xToshiba DT01ABA 3TB, SATA 6Gb/s HDDs
Storage Backup: 2x2TB HD203WI bzw ein Austauschstück

Software
- Ubuntu 12.04 LTS
- ZFSonLinux
- Plex Media Server (DLNA Server)
- Webmin (Webinterface zur Verwaltung)
- Netzwerkfreigabe mit SMB
- jDownloader2 (für Downloads)
- SSH Server
- vnc4server (Remote Steuerung von jdownloader und surfen über Firefox)
- HDD Spindown + S3 Standby-Script
dann ist das ja ähnlich.
Ich würde nicht auf einen komplett passiven CPU Kühler setzen, da die HDDs sowieso lauter sind! Das Netzteil is Overpowered, 100W reichen locker, gibts aber nicht zu kaufen :( von der Erfahrung her kann ich sagen dass Intel Boards am wenigsten Strom verbrauchen. Ich würde ein Board nehmen wo man später die CPU auch mal tauschen kann, wenn man doch mehr PErformance braucht (wobei selbst mein Celeron FullHD Movies für mein Handy umwandeln kann)
 
Wie wird das "Video schauen über LAN" realisiert? DLNA? Oder per SMB? Oder Flash over HTTP?
Davon hängt es überwiegend ab, ob das Frontend oder das Backend das Video dekodiert. Soll irgendwann Sat-over-IP angepeilt werden?

@ unter mir: Du hast völlig Recht! Raid ist überbewertet, solange ich kein Geld damit verdienen ist die Verfügbarkeit doch (fast) egal. Was machts, wenn das NAS mal 2-3 Tage ausfällt, weil ein HDD abgeraucht ist. Ganz zu schweigen von dem Fall, wenn der Controller im Eimer ist, dann kommt ich u.U. auch nicht mehr an die Daten ran. Lieber eine ordentliche Backupstrategie, auch mit Sicherung in ein anderes Gebäude.
 
Zuletzt bearbeitet:
mackenzie83 schrieb:
Die Nachteile liegen aber auf der Hand: Viel Prozessorlast bei Videobetrachtung über LAN

Was ist!? Mein Celeron G1610 zuckt nicht mal mit der Wimper wenn ich HD schaue...

Was wollt Ihr immer mit eurem RAID! RAID ist KEINE Datensicherung und kostet nur unnötig Resurcen!!! Sichert eure Daten auf externe HDD's die Du getrennt vom Server (NAS) lagerst. Nur so kannst Du Datensicherheit garantieren...
 
computerbase107 schrieb:
Wenn schon Eigenbau, dann bitte auch mit Konsequenz:

- separater Raid-Controller, wie etwa IBM 1015 auf LSI dem eigentlichen Hersteller zurückgeflasht

- Hotplug-fähige Festplatteneinschübe nach Vorne wie etwa von ICY Docks/Raidsonic, was eine sorgfältige Auswahl des Gehäuses zur Folge hat mit hinreichend 5,25-Zoll-Einschüben


PS: Das Mainboard sieht sehr gut aus.

das halte ich für unsinn, weil ich die platten einmal einbaue und dann drin lasse, die werden nicht dauernd getauscht.

RAID Controller sprengt den rahmen

also bzgl LAN-Speed
2 Netzkarten bündeln an einen SmartManaged Switch würde das LAN entlasten
das muss aber das BIOS/Mainboard/Treiber und der Switch auch können
https://de.wikipedia.org/wiki/Link_Aggregation

bzgl CPU, nimm das stärkste was in deinem Budget liegt, bei Verschlüsselung wäre dann noch AES gut

bzgl RAM, unter ZFS ist 8 GB minimum empfohlen

bzgl RAID, da würde ich einfach auf SoftRaid setzen und OnboardRaid nicht verwenden wenn möglich

ja, die 2 netzwerkkarten sollen auch mal so funktionieren, ich denke, die sind auch schon dafür ausgelegt, wenn es schon zwei gibt, wird sich aber zeigen.

cpu ist im moment das maximum, was ich ausgeben will. AES ist noch kein Thema, könnte aber dann mit einem broadwell erschlagen werden.

ram sind 8gb eingeplant

bei RAID muss ich nochmal sehen, welches ich verwende, wird auf jedenfall mirroring

dann ist das ja ähnlich.
Ich würde nicht auf einen komplett passiven CPU Kühler setzen, da die HDDs sowieso lauter sind! Das Netzteil is Overpowered, 100W reichen locker, gibts aber nicht zu kaufen von der Erfahrung her kann ich sagen dass Intel Boards am wenigsten Strom verbrauchen. Ich würde ein Board nehmen wo man später die CPU auch mal tauschen kann, wenn man doch mehr PErformance braucht (wobei selbst mein Celeron FullHD Movies für mein Handy umwandeln kann)

ja genau, daher auch meine zusammenstellung, die benutzen viele und ist leistungsstärker als bay trail, die dafür schon knapp reichen könnte.

netzteil wollte ich mit 200-250W auskommen, die sind dann aber teurer als das 350W, daher hab ich das jetzt gewählt. das könnte man sogar vielleicht semi passiv betreiben, denn die bauteile dürften sich langweilen, bei dem verbrauch vom rechner. die hdds werd ich entkoppelt einbauen, die dann auch nach ner gewissenzeit in standby gehen.

ich denke, mit dem board mach ich auf jeden fall alles richtig. bestenfalls wirds mal ein mini server mit einem xeon.. aber das ist nur eine möglichkeit.
 
gerald130579 schrieb:
Was ist!? Mein Celeron G1610 zuckt nicht mal mit der Wimper wenn ich HD schaue...

Was wollt Ihr immer mit eurem RAID! RAID ist KEINE Datensicherung und kostet nur unnötig Resurcen!!! Sichert eure Daten auf externe HDD's die Du getrennt vom Server (NAS) lagerst. Nur so kannst Du Datensicherheit garantieren...

Du hast Recht, ein Raid ist keine Datensicherung, aber es hilft ungemein einen "Plattenpool" als einheitliches Laufwerk zur Verfügung zu stellen und zudem auch den Ausfall eines Laufwerkes bei Raid5 verkraftet. Die Verfügbarkeit steigt mit dem Raid !

Datensicherung auf externe Festplatten und/oder anderen Netzwerk-Platten ist ja sowieso immer möglich.
 
trotzdem ist RAID praktisch da er bei einem Ausfall einer Platte trotzdem weiterarbeiten kann
zusätzliche externe Datensicherung ist sowieso angesagt, wie immer die dann auch aussieht
 
gerald130579 schrieb:
Was ist!? Mein Celeron G1610 zuckt nicht mal mit der Wimper wenn ich HD schaue...

Was wollt Ihr immer mit eurem RAID! RAID ist KEINE Datensicherung und kostet nur unnötig Resurcen!!! Sichert eure Daten auf externe HDD's die Du getrennt vom Server (NAS) lagerst. Nur so kannst Du Datensicherheit garantieren...

totale geldverschwendung. ich habe genug platten, um zu spiegeln und ja die daten sind wichtig, da auch fotos dabei sind und solange die Daten physikalisch auf der HDD sind, ist es mir wurscht, ob der controller ausfällt oder nicht oder ob eine platte abraucht, ich hab die daten dann noch auf der anderen platte.

sonst könnte ich mir das ganze geld sparen und einfach die platten in meinen rechner einbauen und es von da laufen lassen. mit 300€ kann das zeug schon ne menge strom verbrauchen, bis 300€ aufgebraucht sind.

und ja, SMB oder DLNA, da bin ich mir noch nicht sicher.
 
gerald130579 schrieb:
Sichert eure Daten auf externe HDD's die Du getrennt vom Server (NAS) lagerst. Nur so kannst Du Datensicherheit garantieren...

Genau das halte ich für falsch. Die Sicherheit der Daten hängt vom Controller der externen Festplatte ab. Mir sind in den letzten Jahren 4 Gehäuse abgeraucht. Ich halte ein System, basierend auf einem guten Mainboard mit Intel Raid-Controller (ggf. ext Controller) für die deutlich bessere Variante. Zudem kann ich ein Betriebsystem installieren, dass mir den Zustand der Platten oder des RAIDs jederzeit anzeigen kann. Zudem bin ich breiter aufgestellt was das Dateisystem angeht.
Was ist denn eigentlich der Sinn eines RAID1, wenn nicht die Sicherheit der Daten zu erhöhen?
 
Hardware RAID würde ich meiden. Wenn dann per Software (Linux: LVM). Kostet auch nicht all zu viel an Leistung und man ist eben hardwareunabhängig. Erst wenn es auf Performance ankommt bräuchte man eine RAID Controller Karte. Die Mainboard Lösung ist jedenfalls Tabu (schmerzvolle Erfahrung)!

Die Frage der CPU liegt komplett an der Implementierung. Bei DLNA kann es vorkommen dass der Server (also dein NAS) konvertieren muss. Da wäre der Pentium schon etwas besser. Für alles andere reicht locker der Celeron. Du kannst ja ggf. auch aufrüsten wenn es nicht reicht.
 
Also für SMB ist es egal, welche CPU du im NAS hast, die en-/dekodiert dabei nichts, passiert alles im Frontend, sollte für HD eben mehr als 10 Mbit/s über SMB schaufeln können, aber das schafft selbst ein Pentium 2 mit 300 MHz.
Als CPU reicht dafür jede verfügbare. Ob Bay Trail oder nicht liegt ganz bei dir.
Ich würde zum kleinsten Haswell Celeron oder einem Kabini greifen.

@ Liebernetterflo: ja, so habe ich es auch gelöst. Allerdings nicht als Raid 5 sondern nur als JBOD. Gesichert wird mittels eSATA Dock + 4 weitern HDDs und per CMD-Script. Mache halt 1x im Monat den Diskjockey, wo bei auf dem JBOD auch nur das Backup der wirklich wichtigen Daten liegt, und die unwichtigen ändern sich nicht so oft. Also wichtige Daten sind so doppelt gebackupt.
 
Zuletzt bearbeitet:
ach, ich hab übrigens mit Absicht ein Software-RAID gemacht :) kann ich auch nur jedem Empfehlen der sich nicht den RaidController doppelt vorhalten will (damit meine ich einen dedizierter Controller oder ein identisches Board)
 
ML89 schrieb:
Was ist denn eigentlich der Sinn eines RAID1, wenn nicht die Sicherheit der Daten zu erhöhen?
Es sichert die Daten redundant, da hast du Recht. Ein RAID1 bietet ggü. der Lösung mit der externen Platte den Vorteil, dass die Verfügbarkeit bei LAUFWERKSAUSFALL steigt (und damit Ausfallzeiten sinken). Das ist im privaten Bereich aber eher nebensächlich, da kann man i.d.R. auch mal einen Abend Restore betreiben.

Das RAID1 bietet aber keinen Schutz vor:
- Ungewollte Manipulation, Virenbefall
- Einwirkungen von außen (Feuer, Blitz)
- Diebstahl

Die externe Plattenlösung kann das besser! Ist jedoch auch deutlich komplizierter und im E-Fall auch deutlich zeitaufwendiger!
 
ML89 schrieb:
Was ist denn eigentlich der Sinn eines RAID1, wenn nicht die Sicherheit der Daten zu erhöhen?
Die Verfügbarkeit zu erhöhen und Ausfallzeit zu minimieren.

Wenn eine einzelne HDD abraucht musst du ja erst eine neue einbauen und dann vom Backup zurück spielen.
Wenn beim RAID1 eine HDD abraucht bleiben die Daten verfügbar, du musst nur vor dem Ausfall der 2. Platte die ausgefallene ersetzen und rebuilden.
Erst wenn beim RAID1 beide HDDs ausfallen musst du die Daten aus dem Backup holen und auf die neuen HDDs aufspielen.
 
Zuletzt bearbeitet:
mackenzie83 schrieb:
das halte ich für unsinn, weil ich die platten einmal einbaue und dann drin lasse, die werden nicht dauernd getauscht.
RAID Controller sprengt den rahmen

Das mit dem Sinn oder wie Du es nennst Unsinn liegt neben objektiven Gründen natürlich auch im Auge/Budget des Betrachters.

Es geht nicht darum jeden Tag Festplatten zu tauschen, sondern vielmehr im Falle eines Ausfalls bzw. Aufrüstung des Kapazität direkten Zugang zu haben im laufenden Betrieb. Dies hat sich in mehrjährigem Nas-Betrieb sehr bewährt.

Den von mir genannten Raid-Controller von IBM gibt es für kleines Geld in der "Bucht" und so ein 5-Platten-Käfig kostet auch nicht die Welt.
Geschätzt kosten die Teile (Raid-Controller + Festplattenkäfig inklusive Mini-SAS auf SATA-Peitsche) rund EUR 180,- bis 200,-

Zudem läuft ein Raid mit einem separatem Controller in der Regel über die Zeit stabiler und unabhängiger von Betriebssystemänderungen auf dem Rechner.
 
Ich halte "Spiegeln" der Daten für nicht sinnvoll, schon gar nicht zur Datensicherung. Was ist wenn irgend etwas mit deinen Daten am Server passiert und das dann auch noch gespiegelt wird? Dann ist die Sicherung auch im Arsch...

Die Gesundheit der Platten kann ich mir auch über die entsprechende Software anzeigen lassen. So erkenne ich frühzeitig einen Defekt und kann reagieren!
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn aber der RAID Controller kaputt ist, dann musst du dir einen neuen RAID Controller kaufen! Wenn beim Softwareraid, sagen wir, das Board kaputt ist, dann geb ich bei ZFS nur ein "zpool import" ein und hab meine Daten inkl Struktur und Berechtigungen wieder, das kann auf jedem System passieren auf dem alle Platten angeschlossen sind (natürlich solange das OS zfs unterstützt in meinem Fall)
 
Zurück
Oben