NAS + externe Festplatte als Backup oder NAS + NAS als Backup?

daFunk

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Moin!

Über die Jahre haben sich eine ganze Menge Daten angesammelt. Einiges ging auch mal verloren, wenn eine Festplatte abgeraucht ist. Geblieben sind einige externe Festplatten und unzählige CDs und DVDs mit Backups und ausgelagerten Daten aller Art.

Da möchte ich jetzt endlich mal Grund reinbekommen und war auf der Suche nach einer praktikablen Lösung. Geld darf es auch kosten, aber dafür sollen die Daten auch vernünftig gelagert werden.

Meine Anforderungen:

Datengrab, mit Schutz vor Festplattenschaden und damit verbundenem Datenverlust.
Möglichst automatisiert soll das alles ablaufen.
Zusätzlich wäre eine permanente Verfügbarkeit schön, verbunden mit abspielmöglichkeit via Medienserver.

Zuerst habe ich mir die fertigen NAS Systeme von Synology angesehen. Sollen ja eine gute Software haben, gehen aber auch gut ins Geld wenn man ein 4 Bay NAS nimmt. Unter 400 Euro wird es eng und dann kommen auch noch die Platten dazu.

Dann viel mein Blick auf den HP Microserver G8, der auch Platz für 4 Platten hat und für rund 200 Euro zu haben ist. Als Festplatten hatte ich 4*3 TB von WD Red im Auge.

Dazu Freenas mit ZFS, ECC Ram und ein Raid Z1 oder Z2 (also Raid 5 oder 6).

Dann bin ich auf den Satz „Nas ist kein Backup“ gestossen. Stimmt, passt mir jetzt aber gar nicht in den Plan. Wenn bei Raid Z1 zwar eine Platte ausfallen kann, aber bei dem danach folgenden rebuild des Raids leicht eine zweite Platte ausfallen kann, dann liest es sich gefährlich. Bei Z2 hätte man höheren Schutz, aber auch nur noch die Hälfte an Platz zur Verfügung und dennoch müsste man sich Gedanken über ein zusätzliches externes Backup machen.

Mein letzter Gedanke:

Ist es nicht eigentlich vernünftiger, wenn man in seinem NAS nur 2 Platten verbaut, meinetwegen in einem Raid0, oder 3 Platten in einem Raid Z1? Dann hätte ich jeweils 6 TB verfügbaren Platz (bei Raid Z1 mit einer Parität, also Absicherung). Wenn ich dann noch zwei externe 3TB Platten per USB an das NAS hänge, könnte man doch täglich/wöchentlich Backups auf diese Platten schreiben.

Dann hätte man mit vier 3 TB Platten 6 TB (2*3TB im NAS mit Raid 0, 2*3 TB extern per USB3 als Backup, einfach abgesichert) oder mit fünf 3 TB Platten ebenfalls 6 TB (3*3TB im Nas mit Raid Z1, 2*3TB extern per USB3, doppelt abgesichert). Wäre zumindest günstiger als 6 TB mit vier 3 TB Platten im NAS mit Raid Z2, und 2*3TB Backup extern per USB3, dreifach abgesichert.

Jetzt kommt mir noch die Möglichkeit ein Synology 216play mit 2*3TB Raid 0, welches täglich mit einer Synology 216e mit 2*3TB Raid 0 synct. Dann hätte man auch netto 6 TB verfügbar, und ein zusätzliches Backup.

Ahhh, ich werde hier noch bekloppt. Hat jemand dazu eine Idee?
 

icyFranky

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Für mich ist der Microserver plus das Betriebssystem von Synology am besten.
Über xpenoBoot werden die Treiber angepasst, so das das aktuelle Synology OS von der Webseite heruntergeladen und aufgespielt werden kann. Die Oberfläche gefällt mir noch besser als die von QNap. siehe xpenology
Habe den als NAS am laufen für Multimedia plus viele Apps als virtuelle Container via Docker.
FreeNAS lieft mir von den SMB Werten zu Bescheiden, da wa nur iSCSI praktikabel.

Würde Backup und Multimedia trennen. Dann werden die BackupHDDs auch nur selten "bewegt" und es ist nicht zwingend Raid notwendig. Aber das ist eine Philosophie für sich.

Zum Backup gehört aber noch eine Strategie inkl. Backupsoftware (nicht NAS onboard).
Als automatisiertes Backup Ziel darft es gerne ein NAS sein und dort nicht unbedingt im Raid. Lieber in einen Pool aus Einzeldisks, die Softwareseitig definiert werden. Persönlich schließe ich aber, zumindest im Home Bereich, gerne manuell meine USB3.0 2,5" 3TB Festplatte an und lege sie anschleißend in den Schrank zurück.
 
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Wilhelm14

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Dann bin ich auf den Satz „Nas ist kein Backup“ gestossen....
...und dennoch müsste man sich Gedanken über ein zusätzliches externes Backup machen
Eigentlich heißt es, RAID ist kein Backup.
https://www.computerbase.de/forum/threads/alles-zum-thema-raid-und-die-funktionen.738685/

Ein NAS ist dann ein Backup, wenn es nicht der alleinge Speicherort von Daten ist, sondern es noch ein weiteres Gerät mit denselben Daten gibt. Zum Beispiel eine externe Festplatte. Zur Ausfallsicherheit ein RAID 1 und als Backup mindestens ein weiterer Speicherort, der nicht automatisiert gekoppelt ist, da sonst Fehler mitkopiert werden. Edit: Z.B. versehentliches Löschen findet ja zeitgleich auf beiden RAID-Platten statt und beim automatisierten Backup wird dort auch gelöscht. Edit 2: Man kann natürlich das automatisierte Backup so anpassen, dass es nur eine "Richtung" gibt usw.
 
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KillerCow

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Raid ist kein Backup. PUNKT.
Raid0 ist nichtmal mehr wirklich ein Raid (im Sinne von R=redundant), denn fällt bei einem Raid0 auch nur eine einzelne Platte aus, sind ALLE Daten futsch.

Raid benutzt man, um die Verfügbarkeit von Daten zu erhöhen. Fällt eine Platte aus, bleiben die Daten weiterhin verfügbar.

Ein Backup hingegen ist eine Sicherung eines Datums, das bei Bedarf als Wiederherstellung genutzt werden kann. Dieses Backup liegt idealerweise ausserhalb des eigentlichen Systems und ist im noch idealeren Fall mehrfach vorhanden und wenigstens eine dieser Sicherungen liegt offline an einem geschützten Ort (klimatisch stabil, vor unberechtigten Zugriffen, Feuer, Wasser, etc. geschützt).

Ein Backupsystem nutzt oftmals im Hintergrund ein Raid, damit das Backup verfügbar bleibt und der Ausfall einer Platte nicht das Backup unbrauchbar macht. Im Heimbereich sichert man seine Daten eher einmal auf seinem NAS und zusätzlich nochmal auf einer oder zwei externen USB Platten, die nach dem Backup im Schrank verschwinden.
 

Holt

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So ein HP Gen8 mit 3 oder 4 HDDs im RAID und dazu eine oder zwei externe USB-HDDs als Backupmedien für dieses RAID sind für Zuhause schon eine sehr gute Lösung um Daten mit einer Sicherheit zu speichern, bei der man zwischen Aufwand und Ergebnis einen guten Ausgleich erzielt. Es gibt ja inzwischen HDDs mit bis zu 8TB und wenn Du nun 3x4TB in dem Gen8 als RAID 5 (bzw. Z1 bei ZFS) laufen lässt und eine externe 8TB als Sicherungsmedium nimmst, dann hast Du einmal noch die Möglichkeit dieses um eine 4. Platte zu erweitern und brauchst Dir zum anderen vorher keine Gedanken über die Aufteilung der Daten auf die Backupplatten zu machen, weil noch alles auf eine passt.
 

daFunk

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Würde Backup und Multimedia trennen. Dann werden die BackupHDDs auch nur selten "bewegt" und es ist nicht zwingend Raid notwendig. Aber das ist eine Philosophie für sich.

Zum Backup gehört aber noch eine Strategie inkl. Backupsoftware (nicht NAS onboard).
Als automatisiertes Backup Ziel darft es gerne ein NAS sein und dort nicht unbedingt im Raid. Lieber in einen Pool aus Einzeldisks, die Softwareseitig definiert werden. Persönlich schließe ich aber, zumindest im Home Bereich, gerne manuell meine USB3.0 2,5" 3TB Festplatte an und lege sie anschleißend in den Schrank zurück.
Über xpenology habe ich auch vieles positive gelesen. Allerdings unterstützt es kein ZFS, was ja viele Vorteile bezüglich der Datenintegrität besitzen soll. Die GUI ist mir jetzt auch nicht unbedingt wichtig. Ich möchte es konfigurieren und dann soll das NAS in der Ecke stehen und seinen Dienst tun. Meine Owncloud läuft sowieso über meinen gehosteten Server, weswegen das NAS nur NAS sein soll.

Backup und Multimedia (und Verfügbarkeit) möchte ich auch trennen. Da reicht mir ein reines RaidZ1/2 mit den Paritäten als Sicherheit nicht.

Ich kenne mich nur und weiß, dass ich bei ausschließlich manuellen Backups im Zweifelsfall zu faul/vergesslich bin und das gerne mal vergesse. Deswegen wäre eine automatisierte Lösung am Besten. Nur da suche ich halt noch nach dem besten Workaround.



Eigentlich heißt es, RAID ist kein Backup.
https://www.computerbase.de/forum/threads/alles-zum-thema-raid-und-die-funktionen.738685/

Ein NAS ist dann ein Backup, wenn es nicht der alleinge Speicherort von Daten ist, sondern es noch ein weiteres Gerät mit denselben Daten gibt. Zum Beispiel eine externe Festplatte. Zur Ausfallsicherheit ein RAID 1 und als Backup mindestens ein weiterer Speicherort, der nicht automatisiert gekoppelt ist, da sonst Fehler mitkopiert werden. Edit: Z.B. versehentliches Löschen findet ja zeitgleich auf beiden RAID-Platten statt und beim automatisierten Backup wird dort auch gelöscht. Edit 2: Man kann natürlich das automatisierte Backup so anpassen, dass es nur eine "Richtung" gibt usw.
Da hast du natürlich recht, habe ich durcheinander gebracht, meinte aber das Selbe.

Ich frage mich nur, warum soll ich beim NAS noch mit Raid1/5/6 die Daten absichern, wenn ich sie eh regelmäßig (täglich/wöchentlich) auf einem zweiten Datenträger (externe HDD/zweites NAS) sicher. Dann kann ich mir doch theoretisch die zusätzlichen Platten des NAS sparen, oder?


Raid ist kein Backup. PUNKT.
Raid0 ist nichtmal mehr wirklich ein Raid (im Sinne von R=redundant), denn fällt bei einem Raid0 auch nur eine einzelne Platte aus, sind ALLE Daten futsch.

Raid benutzt man, um die Verfügbarkeit von Daten zu erhöhen. Fällt eine Platte aus, bleiben die Daten weiterhin verfügbar.

Ein Backup hingegen ist eine Sicherung eines Datums, das bei Bedarf als Wiederherstellung genutzt werden kann. Dieses Backup liegt idealerweise ausserhalb des eigentlichen Systems und ist im noch idealeren Fall mehrfach vorhanden und wenigstens eine dieser Sicherungen liegt offline an einem geschützten Ort (klimatisch stabil, vor unberechtigten Zugriffen, Feuer, Wasser, etc. geschützt).

Ein Backupsystem nutzt oftmals im Hintergrund ein Raid, damit das Backup verfügbar bleibt und der Ausfall einer Platte nicht das Backup unbrauchbar macht. Im Heimbereich sichert man seine Daten eher einmal auf seinem NAS und zusätzlich nochmal auf einer oder zwei externen USB Platten, die nach dem Backup im Schrank verschwinden.

Raid ist kein Backup, da sind wir uns einig. Meine ketzerische Idee für Raid0 bei dem NAS, welches für die Verfügbarkeit der Daten im Netzwerk gedacht ist, war, dass ich dieses doch eigentlich nicht zusätzlich absichern muss (durch Raid 1/5/6), wenn ich zeitnah, gerne automatisiert, ein Sync mit einer anderen Datenquelle durchführe. Dann wäre der Datenverlust bei einem Festplattenschaden ja maximal der nicht gesyncte Zeitraum, die gesparten HDDs könnte ich dann für die Backup-Lösung verwenden. Macht das Sinn oder ist es Quatsch?


So ein HP Gen8 mit 3 oder 4 HDDs im RAID und dazu eine oder zwei externe USB-HDDs als Backupmedien für dieses RAID sind für Zuhause schon eine sehr gute Lösung um Daten mit einer Sicherheit zu speichern, bei der man zwischen Aufwand und Ergebnis einen guten Ausgleich erzielt. Es gibt ja inzwischen HDDs mit bis zu 8TB und wenn Du nun 3x4TB in dem Gen8 als RAID 5 (bzw. Z1 bei ZFS) laufen lässt und eine externe 8TB als Sicherungsmedium nimmst, dann hast Du einmal noch die Möglichkeit dieses um eine 4. Platte zu erweitern und brauchst Dir zum anderen vorher keine Gedanken über die Aufteilung der Daten auf die Backupplatten zu machen, weil noch alles auf eine passt.
Guter Punkt. Diese Variante gefällt mir momentan sehr gut. Müsste ich halt noch eine 8TB Platte zusätzlich kaufen. Eigentlich bräuchte ich ja 9 TB, aber nur wenn das Raid 5 komplett gefüllt ist. Diese würde ich dann per USB3 an den Gen8 Microserver anschließen und mit Crashplan (?) dann automatisierte inkrementelle (oder wie die heißen) Backups machen.

Macht das Sinn oder lieber anders umsetzen?

Vielen Dank auf jeden Fall bisher für eure Antworten.
 
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Wilhelm14

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Ich frage mich nur, warum soll ich beim NAS noch mit Raid1/5/6 die Daten absichern, wenn ich sie eh regelmäßig (täglich/wöchentlich) auf einem zweiten Datenträger (externe HDD/zweites NAS) sicher. Dann kann ich mir doch theoretisch die zusätzlichen Platten des NAS sparen, oder?
Daher gibt es NAS mit nur einem Plattenschacht. :)
Ein RAID für die Verfügbarkeit ist dafür da, dass man nach einem Plattencrash weiter auf die Daten zugreifen kann während sich das RAID mir neuer Platte neu aufbaut. Ohne RAID müsste man eben zeitlich solange warten, bis ein Backup eingespielt ist. Im Privaten ist das meist nicht nötig. Du wirst bei einem Plattencrash dein RAID im NAS betüdeln und nicht parallel auf die Daten zugreifen wollen. Und auch dabei ist es weniger spannend, wenn man zusätzlich noch USB-Platten irgendwo liegen hat, falls man etwas vergurkt. In dem Moment, wo das NAS abraucht, ist das eine Backup plötzlich kein Backup mehr, wenn es alleine ist.
 

daFunk

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@Wilhelm14

Meine Idee mit dem Raid0 auf dem NAS geht ja in die Richtung. Nur 2*3TB Raid0, weil es einfach günstiger in der Anschaffung ist als eine 6 TB Platte. Dazu dann die beiden 3TB Platten als Backup, wobei ich nicht weiß, ob sich das automatisch ohne Probleme auf die beiden Platten verteilen lässt.

Ursprünglich wollte ich 4*3TB mit einem Raid1 in das NAS hauen. Dann kamen die Bedenken, dass es etwas gefährlich ohne zusätzliches Backup ist. Dann kam die Idee mit Raid5, doch neue Bedenken, da ein Rebuild des Raids leicht einen neuen HDD Ausfall hervorrufen kann. Also Raid6. Aber auch da braucht man ein neues Backup.

Also warum nicht gleich lassen und nur Raid0 + Backup.

Habe so eine Strategie aber noch bei keinem gesehen und das wird ja wohl auch seine Gründe haben. Bisher habe ich aber keine gefunden...
 

Holt

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Allerdings unterstützt es kein ZFS, was ja viele Vorteile bezüglich der Datenintegrität besitzen soll.
Der Gen8 hat ECC RAM und unterstützt es von der ganzen HW auch, das ist für die Datenintegrität das wichtigsten, denn die meisten Fälle von Datenkorruption passieren aufgrund von RAM Fehlern. Jedes moderne OS puffert ja die Daten im RAM wenn sie kopiert werden und nutzt sonst unbelegtes RAM auch als Diskcache. Der erste Schritt muss also immer ECC-RAM sein, dann kann man noch obendrauf ein Filesystem wie ZFS drauf setzen, aber schon alleine mit dem ECC RAM wirst Du 99% der Fälle von Datenkorruption vermeiden.

HDDs liefern praktisch nie korrupte Daten zurück, auf der Platte selbst steht immer eine ECC hinter jedem Sektor und bei der Übertragung wird je 8k eine CRC mit übertragen. Einzig die internen Datenpfade, vor allem der Cache, sind bei einfachen Laufwerken wie die Red ein Risiko, denn Enterprise HDDs haben alle einen Schutz vor Datenkorruption auf den internen Datenpfaden, bei Seagate haben die meisten Consumer HDDs wenigstens eine Erkennung solche Fehler (Ende-zu-Ende Fehler, S.M.A.R.T. Attribut B8).

Ich kenne mich nur und weiß, dass ich bei ausschließlich manuellen Backups im Zweifelsfall zu faul/vergesslich bin und das gerne mal vergesse.
Weil es meist eine Lücke zwischen dem aktuellen Datenstand und dem auf dem Backup gibt, sollte man schon ein echtes RAID, also eines mit Parität und kein RAID 0 nehmen, damit man die Daten von denen es noch kein Backup gibt, eben im Zweifel nicht verliert.

Meine ketzerische Idee für Raid0 bei dem NAS, welches für die Verfügbarkeit der Daten im Netzwerk gedacht ist,
Ein RAID 0 ist kein echtes RAID, das R in RAID steht für Redundanz und die fehlt dem RAID 0, weshalb es die Verfügbarkeit auch nicht erhöht, denn bei Ausfall einer Platte sind bei einem RAID 0 alle Daten weg.

dass ich dieses doch eigentlich nicht zusätzlich absichern muss (durch Raid 1/5/6), wenn ich zeitnah, gerne automatisiert, ein Sync mit einer anderen Datenquelle durchführe.
Das musst Du wissen, es hängt eben auch davon ab, wie groß die oben beschriebene Lücke ist und ob Du damit leben kannst.
Müsste ich halt noch eine 8TB Platte zusätzlich kaufen.
Es war noch nie billig große Datenvolumen sicher zu speichern!
Eigentlich bräuchte ich ja 9 TB, aber nur wenn das Raid 5 komplett gefüllt ist.
Bei 9TB planst Du also 4 mal 3TB, aber ich würde Dir zu größeren HDDs raten, mindestens zu solche mit 4TB. Vergiss bei der Rechnung der €/TB nicht die 200€ für den Gen8 einzuberechnen.
Mit der Red 3TB ab 109€ kommst Du für 9TB auf 200€ + 4*109€ = 636€ für 9TB, also 70,67€/TB.
Mit der Red 4TB ab 158€ kommst Du für 9TB auf 200€ + 3*158€ = 674€ für 9TB, also 74,89€/TB oder auf 200€ + 4*158€=832€ für 12TB = 69,33€/TB.
Das hängt natürlich davon ab, wie viel Speicherplatz Du jetzt und in den nächsten 3 bis 5 Jahren, die Zeit in der Du den Gen8 vermutlich nutzen wist, denn so brauchst. Mit 6TB Reds ab derzeit 249€ wären z.B. möglich:
1.) Wenn 6TB erstmal reichen ein RAID 1 aus zwei 6TB: 200€ + 2x249€ = 698€ für 6TB = 116,33€/TB
2.) Wenn dann 12TB benötigt sind, konvertiere zu einem RAID5/Z1: 200€+3*249€ = 947€ für 12TB = 78,92€/TB zu heutigen Preisen.
3.) Im Endausbau sind dann 18TB möglich: 200€+4*249€ = 1196€ für 18TB, also 66,44€/TB, dann wird es pro GB also günstiger als jede andere Lösung, aber natürlich immer noch mehr als doppelt so viel wie die etwa 30€/TB für die man eine einzelne HDD kaufen kann und das Backup ist dabei noch nicht einmal eingerechnet, womit Du also in jedem Fall so bei 100€/TB landen dürftest.
Nur 2*3TB Raid0, weil es einfach günstiger in der Anschaffung ist als eine 6 TB Platte.
Das ist dann aber eine kurzsichtige Betrachtung, für die zwei 3TB zahlst Du auch 218€ und sparst nur 31€ im Vergleich zu einer 6TB. Wenn Du aber aufrüsten willst weil Du mehr Platz brauchst, ist bei 9TB Schluss mit den 3TB Platten, wenn Du nicht gerade ein RAID 0 aus 4 HDDs verwenden willst. Zu der einzelnen 6TB kannst Du später weiter hinzufügen du Dir damit mehr Kapazität schaffen.

Ursprünglich wollte ich 4*3TB mit einem Raid1 in das NAS hauen.
Damit hättest Du auch nur 3TB Nutzkapazität, aber wenn ein Ausfall des Netzteils, ein Verschlüsselungsvirus, das Runterfallen des Gerätes, etc. alle Platten/Daten auf einmal killt, ist die Sicherheit durch 4 Platten im RAID 1 nicht besser als bei 2 Platten im RAID 1.
Also Raid6. Aber auch da braucht man ein neues Backup.
So ist es, da es Risiken gibt, gegen die ein RAID einfach nicht schützen kann.
Also warum nicht gleich lassen und nur Raid0 + Backup.

Habe so eine Strategie aber noch bei keinem gesehen und das wird ja wohl auch seine Gründe haben.
Das Risiko ist zu hoch und man hat eben auch nie alle Daten 100%ig aktuell auf dem Backup, zumal man so eine Backup USB Platte eben auch nicht dauernd mitlaufen lassen sollte, damit eben nicht z.B. ein Verschlüsselungsvirus oder ein Bedienungsfehler bei Partitionierungsarbeiten einem die Daten und das Backup auf einmal killen, obendrein sollte man dann auch Platten mit Zulassung für den Dauerbetrieb für das Backup nehmen, wenn diese ständig laufen.

Ein RAID 5 + Backup sollte schon passen und die besonders wichtigen und unwiderbringlichen Datenspeicher man dann zusätzlich noch woanders, das sind ja meist nicht so viele TB.
 

umax1980

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Ich nutze ein Synology NAS mit einer Platte und dazu die selbe Platte als externe Lösung. Jeden Sonntag wird ein Backup auf die externe Platte gespielt.

Extern lagert die Platte außer Haus.
 

daFunk

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Der Gen8 hat ECC RAM und unterstützt es von der ganzen HW auch, das ist für die Datenintegrität das wichtigsten, denn die meisten Fälle von Datenkorruption passieren aufgrund von RAM Fehlern. Jedes moderne OS puffert ja die Daten im RAM wenn sie kopiert werden und nutzt sonst unbelegtes RAM auch als Diskcache. Der erste Schritt muss also immer ECC-RAM sein, dann kann man noch obendrauf ein Filesystem wie ZFS drauf setzen, aber schon alleine mit dem ECC RAM wirst Du 99% der Fälle von Datenkorruption vermeiden.

HDDs liefern praktisch nie korrupte Daten zurück, auf der Platte selbst steht immer eine ECC hinter jedem Sektor und bei der Übertragung wird je 8k eine CRC mit übertragen. Einzig die internen Datenpfade, vor allem der Cache, sind bei einfachen Laufwerken wie die Red ein Risiko, denn Enterprise HDDs haben alle einen Schutz vor Datenkorruption auf den internen Datenpfaden, bei Seagate haben die meisten Consumer HDDs wenigstens eine Erkennung solche Fehler (Ende-zu-Ende Fehler, S.M.A.R.T. Attribut B8).
Ich habe den Microserver Gen8 bestellt. 4 Gb ECC Ram sind dabei, 8 habe ich zusätzlich bestellt.

Weil es meist eine Lücke zwischen dem aktuellen Datenstand und dem auf dem Backup gibt, sollte man schon ein echtes RAID, also eines mit Parität und kein RAID 0 nehmen, damit man die Daten von denen es noch kein Backup gibt, eben im Zweifel nicht verliert.

Ein RAID 0 ist kein echtes RAID, das R in RAID steht für Redundanz und die fehlt dem RAID 0, weshalb es die Verfügbarkeit auch nicht erhöht, denn bei Ausfall einer Platte sind bei einem RAID 0 alle Daten weg.
RAID 0 würde ich auch nur verwenden um die kleineren HDDs verwenden zu können, nicht um ein zusätzliches Level an Redundanz zu haben. Aber: in einem RAID 0 hat man doch auch noch verbesserte Zugriffswerte wenn ich mich nicht täusche. Wenn ich statt der 3 TB HDDs größere verwenden würde kommt beim nächsten Punkt. Habe ehrlich gesagt bisher nicht darüber nachgedacht noch größere HDDs zu verwenden, da die 3TB einfach den besten Preis/Leistungswert haben.
Frei nach dem Motto: Kaufe ich jetzt die 3TB, dann in zwei (?) Jahren halt noch mal 5TB, welche dann den besten Wert haben und die alten 3TB gehen dann ins Backup. Oder so. Da muss ich jetzt nochmal drüber nachdenken. Danke für den Gedankenanstoß :)

Das musst Du wissen, es hängt eben auch davon ab, wie groß die oben beschriebene Lücke ist und ob Du damit leben kannst. Es war noch nie billig große Datenvolumen sicher zu speichern!
Da hast du natürlich recht und ich bin ja auch bereit dafür Geld auszugeben. Die Frage ist natürlich immer, welchen Aufwand und welche Kosten vernünftig sind. Und man kann auch sagen: Es war noch nie so billig große Datenvolumen zu speichern. Und es wird sogar immer billiger :)

Bei 9TB planst Du also 4 mal 3TB, aber ich würde Dir zu größeren HDDs raten, mindestens zu solche mit 4TB. Vergiss bei der Rechnung der €/TB nicht die 200€ für den Gen8 einzuberechnen.
Mit der Red 3TB ab 109€ kommst Du für 9TB auf 200€ + 4*109€ = 636€ für 9TB, also 70,67€/TB.
Mit der Red 4TB ab 158€ kommst Du für 9TB auf 200€ + 3*158€ = 674€ für 9TB, also 74,89€/TB oder auf 200€ + 4*158€=832€ für 12TB = 69,33€/TB.
Das hängt natürlich davon ab, wie viel Speicherplatz Du jetzt und in den nächsten 3 bis 5 Jahren, die Zeit in der Du den Gen8 vermutlich nutzen wist, denn so brauchst. Mit 6TB Reds ab derzeit 249€ wären z.B. möglich:
1.) Wenn 6TB erstmal reichen ein RAID 1 aus zwei 6TB: 200€ + 2x249€ = 698€ für 6TB = 116,33€/TB
2.) Wenn dann 12TB benötigt sind, konvertiere zu einem RAID5/Z1: 200€+3*249€ = 947€ für 12TB = 78,92€/TB zu heutigen Preisen.
3.) Im Endausbau sind dann 18TB möglich: 200€+4*249€ = 1196€ für 18TB, also 66,44€/TB, dann wird es pro GB also günstiger als jede andere Lösung, aber natürlich immer noch mehr als doppelt so viel wie die etwa 30€/TB für die man eine einzelne HDD kaufen kann und das Backup ist dabei noch nicht einmal eingerechnet, womit Du also in jedem Fall so bei 100€/TB landen dürftest.
Die Rechnungen gefallen mir und sind super zum Vergleich, danke dafür! Ähnliche Rechnungen habe ich auch angestellt, sie aber nie so zusammen aufgeschrieben.

Ich habe den Gen8 für rund 200€, zusätzliche 8 GB ECC Ram für 60€ und einen USB Stick mit SLC-Nand für 30€ (auf dem soll das OS) gekauft.

Bei deinen Berechnungen fehlen aber immer die zusätzlichen HDDs, welche für das externe Backup benötigt werden. Da kommen also jeweils ordentliche Aufschläge dazu.

Die Idee mit einer oder zwei 6 TB Platten zu starten und diese später bei Bedarf auf bis zu vier 6 TB aufzustocken hört sich natürlich verlockend an.

Dazu frage ich mich: Laut Faustformel soll man bei ZFS pro TB einen GB Ram verbauen, da das System ansonsten tierisch langsam und instabil wird. Der Gen8 verträgt maximal 16 GB Ram, ich werde zunächst 12 Gb haben. Wäre es da überhaupt klug mehr als 12 TB zu verbauen? Wird eine mögliche Parität mit eingerechnet oder bezieht sich die Faustformel nur auf den verfügbaren Platz?


Das ist dann aber eine kurzsichtige Betrachtung, für die zwei 3TB zahlst Du auch 218€ und sparst nur 31€ im Vergleich zu einer 6TB. Wenn Du aber aufrüsten willst weil Du mehr Platz brauchst, ist bei 9TB Schluss mit den 3TB Platten, wenn Du nicht gerade ein RAID 0 aus 4 HDDs verwenden willst. Zu der einzelnen 6TB kannst Du später weiter hinzufügen du Dir damit mehr Kapazität schaffen.
Die Möglichkeit bei Bedarf aufzurüsten ist natürlich immer schön, kostet aber halt.


Damit hättest Du auch nur 3TB Nutzkapazität, aber wenn ein Ausfall des Netzteils, ein Verschlüsselungsvirus, das Runterfallen des Gerätes, etc. alle Platten/Daten auf einmal killt, ist die Sicherheit durch 4 Platten im RAID 1 nicht besser als bei 2 Platten im RAID 1.
Bei 4*3TB im RAID1 hätte ich doch 6TB Nutzkapazität. Von der Idee habe ich mich auch schon verabschiedet. Wenn dann eher RAID5.

So ist es, da es Risiken gibt, gegen die ein RAID einfach nicht schützen kann.
Da frage ich mich halt nach der Sinnhaftigkeit in meinem Usecase. Es ist halt nicht tragisch, wenn bei einem RAID5 eine Platte ausfällt, er einen rebuild macht und ich in der Zeit nicht auf meine Daten zurückgreifen kann. Das mag in einer Firma im produktiven Einsatz anders sein, nur wenn ich sowieso ein Backup habe, dann kann ich auch mal einen Tag auf den Datenzugriff auf mein NAS verzichten.
Also wirkt NAS6, mit dem Platzhunger der Doppelparität, für mich überzogen.
Backup muss eh sein, soweit bin ich mittlerweile :)

Das Risiko ist zu hoch und man hat eben auch nie alle Daten 100%ig aktuell auf dem Backup, zumal man so eine Backup USB Platte eben auch nicht dauernd mitlaufen lassen sollte, damit eben nicht z.B. ein Verschlüsselungsvirus oder ein Bedienungsfehler bei Partitionierungsarbeiten einem die Daten und das Backup auf einmal killen, obendrein sollte man dann auch Platten mit Zulassung für den Dauerbetrieb für das Backup nehmen, wenn diese ständig laufen.

Ein RAID 5 + Backup sollte schon passen und die besonders wichtigen und unwiderbringlichen Datenspeicher man dann zusätzlich noch woanders, das sind ja meist nicht so viele TB.
Es werden nur wenige Leute Schreibzugriff auf das NAS bekommen. Sollten wichtige Daten neu hinzugefügt werden, kann man ja zeitnah ein Backup fahren. Ist wieder der Unterschied zu einem mittelständischen Betrieb.

Eine doppelte Absicherung ist notwendig. RAID1/5/6 bieten Schutz vor dem Versagen eines/zwei HDDs, ersetzen aber kein Backup. Also kann ich eher auf ein RAID 1/5/6 verzichten, als auf das Backup.

*grübel*
 
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Holt

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Aber: in einem RAID 0 hat man doch auch noch verbesserte Zugriffswerte wenn ich mich nicht täusche.
Nicht Zugriffszeiten, sondern Transferraten.

Habe ehrlich gesagt bisher nicht darüber nachgedacht noch größere HDDs zu verwenden, da die 3TB einfach den besten Preis/Leistungswert haben.
Was aber eben relativ ist, je nachdem welche Gesamtkapazität das Storage am Ende haben soll, da man je nur eine bestimmte Anzahl (hier 4) HDDs verbauen kann und dann wieder in die Infrastruktur investieren muss.
Frei nach dem Motto: Kaufe ich jetzt die 3TB, dann in zwei (?) Jahren halt noch mal 5TB, welche dann den besten Wert haben und die alten 3TB gehen dann ins Backup.
Wobei kleine 3TB fürs Backup dann nicht optimal sind, da man von denen eine ganze Menge braucht.

Es war noch nie so billig große Datenvolumen zu speichern. Und es wird sogar immer billiger :)
Das ist richtig, aber wie sich die HDD Preise entwickeln werden, kann man eben schwer vorhersagen, die Flut damals hat ja gezeigt, dass es auch mal in die andere Richtung gehen kann.

Ähnliche Rechnungen habe ich auch angestellt, sie aber nie so zusammen aufgeschrieben.
Dann schreibe Deine Berechnungen künftig auf, damit Du die Übersicht nicht verlierst.

Ich habe den Gen8 für rund 200€, zusätzliche 8 GB ECC Ram für 60€ und einen USB Stick mit SLC-Nand für 30€ (auf dem soll das OS) gekauft.
Dann ersetze die 200€ für den Gen8 durch 290€ und mache die Rechnungen neu.
Bei deinen Berechnungen fehlen aber immer die zusätzlichen HDDs, welche für das externe Backup benötigt werden. Da kommen also jeweils ordentliche Aufschläge dazu.
Das hatte ich ja geschrieben, aber da die Kosten ja linear mit der belegten Kapazität steigen, ist es dafür egal man nun eine 6TB oder 3x3TB im RAID 5 verbaut hat. Ich würde für das Backup auf die Seagate Archive v2 8TB setzen, die ist dafür optimal und das die Schreibrate teils gewaltig einbricht ist ja zumindest bei einem Server der 24/7 läuft auch egal.

Dazu frage ich mich: Laut Faustformel soll man bei ZFS pro TB einen GB Ram verbauen, da das System ansonsten tierisch langsam und instabil wird.
So genau kenne ich mich damit nicht aus, aber ich meine gelesen zu haben, dass dies vor allem dann gilt, wenn man Snapshots nutzt und sonst braucht man nicht so viel RAM.

Die Möglichkeit bei Bedarf aufzurüsten ist natürlich immer schön, kostet aber halt.
Du musst halt wissen mit welchem Kapazitätsbedarf Du in der Zeit rechnest, die Du den Gen8 wohl nutzen willst.

Da frage ich mich halt nach der Sinnhaftigkeit in meinem Usecase. Es ist halt nicht tragisch, wenn bei einem RAID5 eine Platte ausfällt, er einen rebuild macht und ich in der Zeit nicht auf meine Daten zurückgreifen kann. Das mag in einer Firma im produktiven Einsatz anders sein, nur wenn ich sowieso ein Backup habe, dann kann ich auch mal einen Tag auf den Datenzugriff auf mein NAS verzichten.
Also wirkt NAS6, mit dem Platzhunger der Doppelparität, für mich überzogen.
Backup muss eh sein, soweit bin ich mittlerweile :)
Du meinst RAID 6. Bzgl. des Rebuilds eines RAID5 sollte man auch die UBER beachten, siehe hier. Die meisten HDDs haben eine UBER von 1:10^14 und da gibt es ab so 12TB einfach eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein RAID 5 kein Rebuild mehr schaffen wird.

Eine doppelte Absicherung ist notwendig. RAID1/5/6 bieten Schutz vor dem Versagen eines/zwei HDDs, ersetzen aber kein Backup. Also kann ich eher auf ein RAID 1/5/6 verzichten, als auf das Backup.
Das musst Du wissen, die Argumente dafür und dagegen sollten bekannt sein und ich habe Dir auch schon erzählt, dass ich ein RAID 5 + Backup für die optimale Lösung für Heimanwender halten, was das Verhältnis von Preis und Sicherheit angeht.
 
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