DaBoon schrieb:
Ich nutze im Moment ein Raid5.
Aber ich habe lieber weniger, dafür größere Platten. Umso mehr Platten, umso größer ist ja die Chance, dass eine ausfällt.
Bei sowas geht's aber nicht um die Wahrscheinlichkeit, dass eine Platte ausfällt, sondern darum, dass der Raid ausfällt ohne die Möglichkeit der Wiederherstellung. Hier ist z.B. eine Grafik für ZFS Raids:
1. Raidz2 (entspricht Raid6), 6 HDD, 4 davon nutzbar, 2 Parity
2. Raidz2 (entspricht Raid6), 4 HDD, 2 davon nutzbar, 2 Parity
3. Raidz1 (entspricht Raid5), 4 HDD, 3 davon nutzbar, 1 Parity
Daraus lernen wir: Ja, weniger devices sind besser (wobei wir uns da zwischen der 5 und 6. Nachkommstelle bewegen), aber die Anzahl der HDD failures before raid collapse ist wesentlich wichtiger. Hinzu kommt, dass kleinere HDD leichter zu bekommen sind und günstiger (absoluter Betrag, nicht €/TB), sprich, wenn eine kleinere HDD stirbt, ist sie sowohl von der Logistik als auch vom finanziellen Aufwand in dem Moment wesentlich leichter zu ersetzen.
Hinzu kommt dass der Speicherplatzverlust bei großen Platten sehr viel schwerer wiegt, was einen dazu verleitet eher auf Raid5, statt auf 6 zu gehen. 8 oder 10TB extra Einbußen sind nicht so schlimm wie 20+. Der einzige Vorteil von großen Platten ist, falls man limitiert ist was den Platz angeht, wie z.B. in den Fertig-NAS. In einer DIY NAS in einem Case wie das Jonsbo N5 oder ein Define 7/7XL, wo du mind. 15 HDD rein kriegst, gibt es dafür keinen Grund
IMO.