NAS über USB 3.1 = schneller als SATA?

kuhnikuehnast

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Hi!
Ich habe eine Frage:
um meine Daten zu sichern nutze ich aktuell ein internes Raid 1- System angeschlossen an die Onboard Controller. Durch den neuen USB 3.1 Standard stellt sich mir die Frage, ob nicht folgende Möglichkeit besser wäre:
- Hauptrechner angeschlossen an ein NAS mit USB 3.1 (10 Gbit/s vs. 6 Gbit/s im SATA Betrieb)
- alle anderen Rechner per Zugriff über LAN / WLan
- evtl. dann Ausbau des Raid zu Raid 5

was meint ihr?

lg Kuhni
 
gehts nicht und zweitens Blödsinn da entweder die Platte, die SSD oder normalerweise das Netzwerkinterface limitiert.

Außerdem kannst Du kein NAS per USB anbinden, dann wird es ne USB Platte. Ein NAS ist ein Netzwerkspeciher...
 
für normale festplatten reicht sogar 3 Gbit/s, nicht mal dass wird ausgereizt
 
Ein NAS per USB an den PC = externe Festplatte.

Schließe es normal per Gbit-LAN an und fertig.


Zudem: selbst wenn du das NAS per USB3.1 anschließt, nutzt das NAS doch SATA3 mit 6Gbit, wo die Daten dann auf der HDD landen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon die Frage ist Blödsinn...
Du stellst quasi die Frage, ob ein Auto, das 200 km/h schafft auf einer Autobahn, die für 300 km/h freigegeben ist, schneller fährt, als auf einer, die für 250 km/h freigegeben ist... die Antwort ist: NEIN!
Hätte man aber auch selbst drauf kommen können... ;)
 
mhhh...

falsch: "um daten zu sichern habe ich raid1..." (du hast nur die sicherheit, dass wenn eine der raid1 festplatten defekt ist und du es frühzeitig merkst, eine zweite festplatte mit den selben daten da ist. wenn du zu spät reagierst, haben beide platten dieselben defekte daten drauf. datensicherheit=null.)

jein. richtige datensicherung geht so: zwei usb-festplatten kaufen, abwechslungsweise an pc hängen, stündlich/täglich/wöchentlich die daten synchronisieren, danach externe festplatte abstecken.

usb3 ist nicht schneller als s-ata.
usb3.1 ist was anderes :D
 
Zuletzt bearbeitet:
@chrigu: Deine Einschätzung der Datensicherheit ist sehr kategorisch und daher nur bedingt richtig.
RAID1 bietet tatsächlich Datensicherheit und zwar in gleichem Maße wie dein abwechselndes Anstecken der USB-Platten...
Denn wo bei ersterem kein Schutz vor defekten Daten besteht, sondern nur der Schutz auf Hardware-Ebene, so ist bei deiner Lösung der "Human Factor" ein gravierender Nachteil.

Eine Kombination aus RAID1 und einem System wie DVV (leider erst ab Windows 8) ist hier für den Heimbedarf absolut ausreichend, sofern der Speicher eine Alarmfunktion bei Festplattenausfall besitzt...
 
raid1 ist nur bei festplatten-hardware-defekten ein "backup". jedoch wenn bei der "haupt"festplatte defekte sektoren entstehen die vom controller nicht als "fehlerhaft" entdeckt werden, werden die defekte 1:1 auf die zweite platte kopiert. ergo: keine datensicherheit.
nur ab raid10 wäre die datensicherheit auch sicher...
 
@chrigu: Bitte nicht in Meinung verbeißen, sondern kommentierte Beiträge auch lesen. Danke!

Ich bin gerade nicht sicher, ob das Arbeitsprinzip des RAID bei die tatsächlich bekannt ist, daher hier noch einmal eine kurze Übersicht:
RAID0 bietet keinerlei Sicherheit, sondern nur Geschwindigkeit
RAID1 bietet Sicherheit durch Spiegelung ohne Geschwindigkeitsvorteil
RAID10 kombiniert lediglich 1 und 2, bietet aber sonst keine Vorteile
RAID5 ist ein RAID0 mit zusätzlicher Platte für Prüfsummen (dediziert oder verteilt)
RAID6 ist RAID5, allerdings werden die Prüfsummen auf 2 Platten geschrieben

Bei Korruption der Daten bietet keines der Systeme Schutz, daher ist hier eine Historie notwendig. Diese wäre über das DVV (Dateiversionsverlauf von Windows 8/10) gegeben, bei Servern kann man hier VSS verwenden.
 
Nun ja... Es geht mir ja darum, dass ich über den Hauptrechner eben schnellstmögliche Lese / Schreibraten haben möchte. Deshalb die Idee mit der Ansteuerung über USB 3.1. Nehmen wir das Beispiel, ich würde ein RAID 0 aufbauen. Über Gigabit Lan läge der Flaschenhals in der LAN- Verbindung, über USB 3.1 könnte man da mehr rausholen. Alle anderen Pcs im Netz, die jetzt nicht auf schnellstmögliche Lese / Schreibraten angewiesen sind können ja problemlos dann über LAN drauf zugreifen.

Oder täusche ich mich da jetzt?

lg Kuhni
 
Ja da die Platten entweder per USB oder LAN angeschlossen sind.
Ziehen wir das Pferd doch anders auf: warum willst du maximalen Datendurchsatz? Warum reicht nicht der Gigabit Anschluss?
 
Ich arbeite viel mit Fotografie, Lightroom, Videoschnitt am Hauptrechner. Ergo: Große Datenmengen und hoher Datendurchsatz ist von Nöten.
 
Also, ich brösel das nun noch einmal auf:
Die Festplatten sind mit jeweils 6 GBit/s angeschlossen, Peer2Peer, Vollduplex... mehr können die Datenträger nicht!
Eine 6GBit-Platte kann nicht auf einmal 10GBit, weil ein Teil der Strecke (im Idealfall und ohne Störungen) die Leistung schaffen würde!

Zusätzlich: Wenn du intern mehrere Platten dran klöppelst, hat JEDE 6GBit zur Verfügung und nicht alle zusammen "nur" 10GBit...
Das einzige Szenario ist also, wenn die internen Anschlüsse weniger Bandbreite haben, als die Datenträger liefern. Und selbst dann wäre ein interner SATA-Controller performanter als ein Anschluss über USB3.1!

Du kannst also höchstens durch Wahl und Arrangement der Datenträger mehr Performance erzielen, nicht aber durch einen anderen Anschluss...
 
Ein RAID bietet keine Datensicherheit, sondern nur Verfügbarkeit im Falle eines HW Defektes.
Die Sicherheit kommt nur durch das Backup, und ggf. eine Versionierung.
Ein RAID im privaten Bereich halte ich für unnötig. Im Fall von Parity RAID sogar eher nachteilig.

TE: SSD einbauen und über hohe Geschwindigkeit freuen. Ein NAS ist in diesem Fall nicht wirklich optimal.
 
kuhnikuehnast schrieb:
Oder täusche ich mich da jetzt?

Dein PC und dein NAS sind USB Host Geräte, welche USB Client's (USB-HDD, Maus, etc) ansprechen können,
zwei Host's können nicht miteinander Reden.
Welches NAS hast du?
Wenn es eines ist mit zusätzlicher PCIe Slot könntest du dir 10Gbit Karten für NAS und PC kaufen und hier alles übertragen.
Solche Karten sind schon für 200-300€ zu bekommen.
Info am Rande: Die neueren NAS Systeme von Synology unterstützen auch einen SSD Cache um die Zugriffzeiten zu reduzieren.
 
Ich denke, anlässlich der CES 2017 muss ich den Thread mal wieder hochholen...
Erste Hersteller haben hier NAS- Systeme mit Thunderbolt 3- Anschluss, realisiert über einen USB- Typ C Stecker vorgestellt.
Scheinbar war meine, vor 1,5 Jahren durchgeführte Überlegung doch nicht ganz so doof... ;-)
Schließt man da jetzt einige Platten z. B. zu einem RAID 10- Verbund zusammen müsste man doch schneller unterwegs sein als über eine interne, softwareseitig gelöste RAID- Lösung, oder täusch ich mich da?

lg Kuhni
 
Na was denkst du denn wie die Platten im NAS selbst angebunden sind? Richtig, mit SATA.
Sie werden natürlich nicht schneller als im PC selbst, nur weil die Verbindung zwischen PC und NAS theoretisch schneller ist.
 
Kann ich so ein NAS mit TB3 mal sehen? NAS steht für "Network Attached Storage", ein "echtes NAS" ist also per LAN mit dem Netzwerk verbunden. Und das wird derzeit noch bei 99% mit 1 Gbit limitiert. Wenn so ein "angebliches NAS" eine externe TB3- oder USB 3.1-Schnittstelle hat, ist es im Grunde kein NAS, sondern eine externe Festplatte. Und demnach ist auch der Threadtitel komplett falsch.
 
Hier noch eine alte Veröffentlichung mit Thunderbolt 2:
http://www.golem.de/news/qnap-tvs-x...-thunderbolt-wird-guenstiger-1603-119916.html

Das ist ja gerade, was ich meinte... Es ist eben NAS UND! externe Festplatte in einem. Sprich, die eierlegende Wollmilchsau, die nicht durch softwareseitig umgesetzte "Raidcontroller" umgesetzt ist.

Wenn wir jetzt intern im PC ein RAID 0 an SATA 6GB aus 2 SSDs aufbauen wird unsere Übertragungsgeschwindigkeit doch auch erhöht und liegt über der maximal möglichen Übertragungsgeschwindigkeit von lediglich einem SATA 6GB Port. Davon ist doch dann auch bei einem RAID im NAS extern auszugehen oder liege ich jetzt ganz falsch?

lg kuhni
 
kuhnikuehnast schrieb:
Hier noch eine alte Veröffentlichung mit Thunderbolt 2:
http://www.golem.de/news/qnap-tvs-x...-thunderbolt-wird-guenstiger-1603-119916.html

Das ist ja gerade, was ich meinte... Es ist eben NAS UND! externe Festplatte in einem. Sprich, die eierlegende Wollmilchsau, die nicht durch softwareseitig umgesetzte "Raidcontroller" umgesetzt ist.

In deinem NAS wird allerdings ein Software-RAID verwendet ;)

kuhnikuehnast schrieb:
Wenn wir jetzt intern im PC ein RAID 0 an SATA 6GB aus 2 SSDs aufbauen wird unsere Übertragungsgeschwindigkeit doch auch erhöht und liegt über der maximal möglichen Übertragungsgeschwindigkeit von lediglich einem SATA 6GB Port. Davon ist doch dann auch bei einem RAID im NAS extern auszugehen oder liege ich jetzt ganz falsch?
lg kuhni

Wenn du intern 2 SSDs für ein RAID0 benutzt hast du auch die (theoretische) Bandbreite von 2x SATA Ports. Genauso ist das im NAS auch.
 
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