Netgear Gigabit-Switches nur 100-Mbit trotz Cat.6-Komponenten

Sizzl3r

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Hallo zusammen,

ich hoffe der Titel ist nicht zu verwirrend ;)

Ich habe vom Wohnzimmer zum Arbeitszimmer ca. 18m Cat.6-Leitung zwischen zwei Cat.6-RJ45-Dosen aufputz im Kabelkanal verlegt. Dosen sind nach TIA658A verdrahtet, Schirmung verbunden und Leitungstester zeigt 8 Adern und Schirmung i.O. an.

Anbei findet ihr drei Bilder, in welchen Kombinationen ich die Netzwerkkomponenten angeschlossen habe. (1) stellt das gewünschte Anschlussszenario dar, dieses macht aber aus unerklärlichen Gründen Probleme. Die Verbindung zwischen den Netzwerkdosen wird nur als 100-Mbit erkannt.

(2) zeigt das Netzwerk, wie es bisher oft genutzt wurde, ein 10m Netzwerkkabel wurde zwischen die Switches gemacht. Netzwerk lief und läuft weiterhin dann mit 1-Gbit zwischen den beiden Switches. Diese zeigen das auch über ihre LEDs an.
(3) ist ein Test, der mir Klarheit darüber bringen sollte, ob etwas mit der Leitung / den Dosen nicht in Ordnung ist. Wird der PC und die Fritzbox direkt mit den Netzwerkdosen verbunden, so funktioniert über die Leitung die Gigabit-Verbindung ohne Probleme.

Da (2) nicht mehr gewünscht ist (von der "besseren Hälfte" :rolleyes:) und (3) nicht im Alltag tauglich ist, würde ich gerne versuchen, dass (1) wirklich funktioniert. Denn es soll im Arbeitszimmer auch noch ein NAS hinkommen.

a1.PNGa2.PNGa3.PNG

Ich bedanke mich herzlichst vorab für eure Unterstützung bei diesem mysteriösen Problem.

Gruß
FB
 
Was wird dir angezeigt, wenn du bspw. direkt den PC durch die Netzwerkosen mit dem Switch im Wohnzimmer verbindest?
Quasi: PC -> Netzwerkdose Arbeitszimmer -> Netzwerkdose Wohnzimmer -> Switch

Hast du dann eine Gigabit-Verbindung oder bleibt es auch in dem Fall bei 100 MBit/s?
 
Erweiterung zu @untots Vorschlag (bei dem der rechte Netgear umgangen werden soll):
Zusätzlich auch mal den rechten Netgear benutzen und nur den linken umgehen.

Außerdem würde ich mal testen, was passiert, wenn man die linke Anschlussdose an den Port hängt, wo jetzt die Unity Box dranhängt. Und noch dazu alle Geräte bis auf Fritzbox und Dose abstöpselt.

Schlussendlich würde ich mal mit nem anderen Switch testen.
 
Danke für die schnellen Rückmeldungen und Ideen.

Also die Szenarien mit jeweils nur einem Switch habe ich durchprobiert, es bleibt in BEIDEN Fällen bei der 100-Mbit-Verbindung.

Switchports und Kabel beliebig durchprobiert, kein Einfluss.

Teste es heute Abend noch mit dem Port wo Unitymedia dran ist.

Gruß
FB
 
@untot: siehe bild 3

@fishbotkiller: wird es bei einer anderen buchse am revhten netgear besser? dann wäre dort am netgear was faul. es ist auch möglich, dass sich die beiden switche nicht grün sind und es nur durch sie alleine zum problem kommt. beide sollten ja entsprechend des standards mehr aushandeln kömnen. kannst du einen dritten switch besorgen und den anstelle von den beiden netgears hier und da mal testen?
 
Also wenn das bei Direktverbindung funktioniert, sobald die Verbindung durch die Dosen und die Leitung in der Wand geht allerdings nur noch 100 MBit ankommen, unabhängig vom Endgerät, würde ich auf die Leitung in der Wand tippen.
Nur, weil die Leitungen durchgängig sind, bedeutet das nicht, dass nicht irgendwo ein Kontakt schwach sein kann. Würde bei den Dosen mal eine Sichtprüfung machen und die ggf. neu auflegen.
 
Love Guru schrieb:
@fishbotkiller: wird es bei einer anderen buchse am revhten netgear besser? dann wäre dort am netgear was faul. es ist auch möglich, dass sich die beiden switche nicht grün sind und es nur durch sie alleine zum problem kommt. beide sollten ja entsprechend des standards mehr aushandeln kömnen. kannst du einen dritten switch besorgen und den anstelle von den beiden netgears hier und da mal testen?

Wie gesagt, ich teste das heute Abend auf alle Fälle nochmal alles durch.
Doch wie (2) zeigt, hatte ich früher - aber auch aktuell - eine stabile Gigabit-Verbindung wenn ich die Switches mit einem anderen Kabel verbinde. (3) lässt aber erkennen, dass das Kabel eigentlich nicht das Problem sein kann.

Gruß
FB
 
Also irgendwas scheint ja an der Verkabelung und den Dosen nicht zu stimmen, würde wohl dazu tendieren zu sagen, dass die Dämpfung für die Switches zu hoch ist.
 
Der Switch scheint ein Problem mit der Fritzbox 6490 zu haben, du bist nicht der einzige mit Problemen -> siehe z.B. Amazon Rezensionen, scheinbar behebt auch eine neue Firmware das Problem nicht, da bleibt ggf. nur der Austausch.

Edit:
Warum dann allerdings Szenario 2 funktioniert, erschließt sich mir dann doch nicht, mmhh, vielleicht mal wie im Link beschrieben die Autonegotiation ausstellen und manuell auf 1000Mbit stellen?
 
Zuletzt bearbeitet:
matraj63 schrieb:
Der Switch scheint ein Problem mit der Fritzbox 6490 zu haben, du bist nicht der einzige mit Problemen -> siehe z.B. Amazon Rezensionen, scheinbar behebt auch eine neue Firmware das Problem nicht, da bleibt ggf. nur der Austausch.

Edit:
Warum dann allerdings Szenario 2 funktioniert, erschließt sich mir dann doch nicht, mmhh, vielleicht mal wie im Link beschrieben die Autonegotiation ausstellen und manuell auf 1000Mbit stellen?

Hmmmh, interessant zu lesen. Dachte zudem die GS105GE könnten nicht "gesteuert" werden. Alles mal nachher ausprobieren.

Gruß
FB
 
Diese blöden vermischten Rezensionen...sehe gerade, das sich diese auf den NETGEAR GS108E-300PES ProSAFE Plus bezieht, obwohl ich eigentlich explizit nach dem Netgear GS105 gesucht hatte. Sorry für die Verwirrung.
 
Wie oben schon erwähnt wurde ist der reine elektrische Kontakt der Adern nicht zwingend ausreichend. Bei Catx werden Frequenzen, Dämpfung und allerhand weitere Messwerte des Kabels aufgenommen, um zB eine Cat6 Zertifizierung zu erhalten. Wenn nun durch schlecht aufgelegte Adern in der Klemmleiste einer Dose diese Werte beeinflusst werden, kann es passieren, dass ein Netzwerkchip 1 Gbit/s ablehnt und auf 100 Mbit/s runterschaltet. Ein 10€ LAN-Tester kann das nicht feststellen. Der testet nur ob leitender Kontakt besteht oder nicht. Die Belastbarkeit des Kontakts misst man mit teuren Kabeltestern für Profis.

Überprüfe die Dosen und schneide zur Not das Kabelende ein paar cm ab und lege es neu auf. Hilft das nicht, liegt der Verdacht nahe, dass Kabel und/oder Dose evtl einen Defekt haben - zB ein geknicktes Kabel.

Übrigens: Ich hoffe du verwendest zwischen den Dosen Verlegekabel und kein Patchkabel. Letzteres eignet sich nämlich nicht für Schneidklemmen und das könnte zu schlechten Kontakten führen.

Patchkabel hat Litze, kleine Äderchen, die zu einer Ader verdrillt werden. Mit Stecker, sehr flexibel und weniger anfällig für Kabelbruch. Wird für den Anschluss von Endgeräten verwendet (oder eben an Patchpanels). Adern können aus Schneidklemmen rausrutschen und daher nicht für Klemmleisten geeignet

Verlegekabel besteht dagegen aus massiven Drähten und ist daher deutlich steifer. Wird für Klemmleisten verwendet und nicht mit Steckern versehen. Zu starkes Knicken kann zu Kabelbruch führen, daher nur für feste Installationen (zB in der Wand/Fußleiste) vorgesehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

so, für die Twitter-Leser ... "es funktioniert jetzt endlich" :D

Für alle anderen die lange Geschichte ...
Jegliches Testen der verschiedenen Ports bei den Switches erbrachte, dass Gbit auf allen Ports funktioniert.
Die Hinweise auf "sich aufsummierende Dämpfung" habe ich dann aufgegriffen und die "festverlegte"-Leitung von den RJ-45-Dosen abgelegt und zwei Verlegekabel-RJ-45-Stecker draufgemacht. Diese dann direkt zwischen den Switches (funktioniert) und in der finalen Verschaltung an der Fritztbox und dem Switch-Arbeitszimmer angeschlossen.
So funktioniert dann auch die Gbit-Erkennung an den Switches bzw. der Fritzbox richtig.

Daher einen herzlichen Dank an die Community für die tolle Unterstützung. Viele Meinungen und Ideen sind sehr hilfreich, wenn eine Ursache so unklar zu definieren ist.

Wünsche euch ein schönes Wochenende. Rückfragen beantworte ich natürlich gerne.
Gruß
FB


@Raijin,
Die Leitung im Kabelkanal ist eine recht flexible Verlegeleitung. Kleinster Radius wird ca. 2cm sein. Wurde nicht "geknickt" sondern immer über einen "daumenstarken" Schraubendreher vorgebogen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es mit demselben Verlegekabel mit Steckern funktioniert, mit den Dosen aber nicht, dann liegt der Verdacht nahe, dass entweder die Adern schlecht aufgelegt wurden bzw schlechten Kontakt hatte oder die Dosen einfach nur von mieser Qualität sind.

Ich würde mir neue Dosen besorgen und es mit denen testen. Wenn du es mit Kabel und Stecker belassen willst, empfehle ich dir, Switch bzw Fritzbox fest an der Wand zu montieren. So vermeidest du einen Kabelbruch, weil man an Verlegekabel eigentlich keine Stecker montiert.
 
Raijin schrieb:
...
Ich würde mir neue Dosen besorgen und es mit denen testen. Wenn du es mit Kabel und Stecker belassen willst, empfehle ich dir, Switch bzw Fritzbox fest an der Wand zu montieren. So vermeidest du einen Kabelbruch, weil man an Verlegekabel eigentlich keine Stecker montiert.

Hatte ich so auch vor ... mit den Steckern war eher so die "Notlösung". FB und Switches sind fest an der Wand, bzw. auf einem dicken Kabelkanal befestigt.

Gruß
FB
 
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