Netzteil defekt oder woran kann es liegen?

Hans-juergen

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Hallo,

ich betreibe meinen "Home-Server" ( Celeron g530, GA-H61M-D2-B3 Board, seit =5/2012) mit einem Be quiet! BN140 System Power 7 300W Netzteil (seit 11/2013).
Der Server ist nachts per Zeitschaltuhr immer aus. Früh geht er ebenso wieder an ( Bios : AC Back Function: Full-On)

Nun ist es seit ein paar Tagen plötzlich so, das nach "AC BACK", also es liegt wieder Strom an, der PC sich nicht selbst einschaltet oder auch über den Schalter einschalten lässt.

Erst nach 3-5 Minuten geht er dann plötzlich doch an.

Dann funktioniert auch alles. Tippt ihr auf das Mainboard oder das Netzteil?
 
Du musst den Server echt hassen wenn du so was machst - geht das nicht per Software. Mein Kumpel hatte auch mal so einen Sparwahn und nahm zu jeder Brotzeit sein System per Steckdosenleiste vom Strom. Gespart hat er dadurch sicher nicht weil sich alle Netzteile nach 2-3 Jahren verabschiedet haben.
 
Per Zeitschaltuhr? Warum nicht den Rechner kontrolliert per Cron-Job herunterfahren? Sicherlich angenehmer für Board und Netzteil. Beide mögen es nicht, hart ausgeschaltet zu werden. Fahr den Rechner kontrolliert herunter und lass das Netzteil an.

Ich persönlich hätte eher das Board im Verdacht, insbesondere weil Gigabyte. Die Bretter sind künstlich hochgezüchtet und eignen sich eigentlich nicht für kritische Anwendungen. Gerade mit den kleinen Boards habe ich vor allem negative Erfahrungen gemacht.
 
Wobei auch ein Systempower 7 nicht den besten Ruf hat.
 
Der Hardware ist es ziemlich egal, ob das Netzteil per Relais Softwaregesteuert abfällt oder ob die Eingangsspannung plötzlich null ist. Die Software mag ein solches hartes Ausschalten nicht.

Wenn ein Rechner nach Betätigung des Schalters erst einige Zeit später Einschaltet, liegt es meiner bisherigen Erfahrung nach an gealterten Kondensatoren auf dem Mainboard. Im Netzteil würden sie einen Fehler generieren, wo das Netzteil gar nicht erst Einschalten sollte.
 
@All: ich wollte eigentlich nicht über das warum ausschalten diskutieren...
der Rechner wird abends normal runtergefahren per Taskplaner. Damit ist er ja aber erst mal nur soft-off. Damit er dann auch zur definierten Zeiten ( in der Woche halt erst ab 15 Uhr, am WE dann 10 Uhr) wieder einschaltet, habe ich mir (schon vor Jahren) die Variante mit der Zeitschaltuhr eingerichtet. Geht so auch seit ca 2-3 PC Generationen problemlos.

@Samurai76
Dann werde ich mir mal das Board anschauen, ob da Kondensatoren auffällig sind. Wobei Gigabyte ja mit "Ultra Durable™ 2 design utilizes All Solid Capacitors" geworben hatte.
 
Es gibt bei vielen Boards auch die Möglichkeit, den Rechner über PME aufzuwecken (BIOS-Optionen mal durchforsten): Das wäre dem dauernden Ein- und Ausschalten des Netzteiles deutlich vorzuziehen.

Wenn Du wirklich ausdauernde und zuverlässige Hardware haben willst, solltest Du nicht aus dem Heimanwender-Segment kaufen. Ist allerdings auch preislich ein ziemlicher Sprung.

2-3 PC-Generationen? Das wären bei mir nach aktuellem Stand 25-30 Jahre. So oft brauche ich keinen neuen Rechner... Bei Dir?
 
@twostone: Das war doch nicht die Frage? Im Bios gibt es so eine Funktion, aber
a) ging der PC nicht zu der definierten Zeit an ( was auch am möglichen Board-Defekt liegen kann)
b) kann ich so nur eine fixe Zeit definieren, nicht je nach Wochentag.

ich habe möglicherweise die gleiche Angewohnheit, aber dein Hinweis das es am Board liegt, war zielführender. Der Rest tut doch nichts zur Sache beitragen. Habe ja nicht nach anderer Nutzung gefragt, sondern nach Hinweisen zur Ursachenforschung.

Also soviel erst mal : 1h Strom weg, PC braucht 2-3 Minuten bis er anschaltet. Bei Soft-off: PC lässt sich herunterfahren und auch wieder einschalten. Auch nach 1h nur soft-off.
Tendenz also eher Richtung Mainboard.

Was sind denn übrigens bei dir PC-Generationen? Vor 25 Jahren hatte ich noch nix mit PC am Hut, ging erst so 1991/92 mit einen Amstrad 386SX los. Ok, den Plus/4 Commodore vor der Wende war nur zum Spielen.

Also mit Generationen meine ich, auf diesen Anwendungsfall bezogen, davor AMD 939 Board und davor Pentium III.

Und bei mir auf Arbeit die PC's werden alle per Schaltleiste nach dem herunterfahren ausgeschaltet ( da ja auch Monitor und Drucker mit dran hängt). Und denen hat der Power-on after AC Failure bisher noch nicht geschadet. Auch über Pentium 3,4 Core2 und Core i hinweg.
 
Eine Generation ist bei mir die Dauer bis zum Austausch des Rechners bzw. bis dieser einem anderen Verwendungszweck zugeführt und durch eine neue Maschine ersetzt wird, die dann die alten Aufgaben erledigen darf.

Thema Soft-Off und unterschiedliche Anlaufzeiten: Sollte bei Dir irgend ein Rechner durchlaufen, kann dieser ja den Server per WoL aufwecken. Bei mir macht's mein Gateway, der zu unterschiedlichen Zeiten die Workstations aufweckt. Das Ding läuft eh 24/7 (Verbindung in die Außenwelt), und mit einer Leistungsaufnahme von 5W ist das jetzt auch kein finanzieller Ruin. Einmal per cron-Job etherwake im jail ausführen, und es läuft hoch, was gebraucht wird.
 
@all oder @Twostone:

Damit es noch unlogischer wird.... Habe jetzt mal testweise ein Cougar A400 400W an das Mainboard angeschlossen. Bei Anschluss von Strom am Netzteil geht der Rechner sofort an. Wie zuvor.
Aber jetzt kommt es. Auch mit dem Be quiet! System Power_7 300W Netzteil klappt das ganze jetzt wieder fehlerfrei. Das muss man verstehen?
 
Samurai76 schrieb:
Hm, ein Kontaktproblem...vielleicht.
Wäre jetzt auch meine Mutmaßung. Gut, spart Geld für NT oder Mainboard. Also beides doch nicht so schlecht. Und danke für die Hinweise (inkl. die, nach denen ich gar nicht gefragt hatte ;) )
 
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