Netzwerk Neubau. Was wird benötigt ?

Ich habe das vor einigen Jahren auch gemacht. Allerdings sollte man den Router nicht in den Versorgungsraum stellen. Dann ist man unflexibel. Der Router sollte ins Büro oder in die Computer Ecke. Dort sollte also alle Telefonleitungen und die Amtsleitung (DSL) ankommen. Die LAN Verkabelung habe das damals über das Leerrohr für Sat-Kabel gelöst. Dort wurden Sat-Koaxial-Kabel und Cat5 Kabel eingezogen. Ins Wohnzimmer habe ich zusätzlich ein HDMI-Kabel vom PC zum TV verlegt in einem dicken Leerrohr unterm Estrich. Ebenfalls im Wohnzimmer an die Lautsprecher-Kabel für eine 5.1 Anlage denken. Kann man mit normalen Installationskabel 2,5Quadrat machen. An die Speisung für die Bassbox denken, meist Aktiv-Box gespeist via Cinch-Kabel. Die Box sollte nicht unterm TV stehen, sondern im Bereich der Sitzecke (damit man den Bass nicht im ganzen Haus hört). Im Bereich des TV im Wohnzimmer habe ich einen Switch um DB-Player, Sat-Receiver und TV ins LAN einzubinden.
 
PHuV schrieb:
Ich würde das sehr wohl so wie vom TS beabsichtigt machen, 1 bis 2 Kabel in ein Zimmer, und dann dort immer mit einem Switch alle Geräte anschließen. Es hat den Vorteil, daß man nur ein Kabel braucht, und eben pro Zimmer nach Bedarf einen 4/5/6/8/16-fach Switch legen kann. Gut, es ist ein höherer Stromverbrauch, aber auch flexibler. Wenn für jedes Gerät die volle Bandbreite benötigt wird, dann stimme ich Dir zu, dann muß man für jedes Gerät ein Kabel legen. Aber mal ehrlich, wo hat man das? Die Receiver, Konsolen, Medienclients und DVD/BR-Player brauchen nicht permanent eine volle Bandbreite von 1/10 GBit.
In wie fern ist ein Kabel flexibler als z. B. 6? Ich kann in beiden Fällen doch noch einen Switch anschließen, wenn die Anschlüsse nicht reichen. Der Mehraufwand für 6 statt 2 Kabel ist i. d. R. im Vergleich zum Nutzen (Stromverbrauch, Bandbreite, PoE, ...) minimal.

PHuV schrieb:
Von Cisco rate ich aus aktuellem Anlaß ab. Du kannst hier nicht - wie bei allen anderen Herstellern - einfach mal Handbücher und Updates runterladen. Dafür brauchst Du einen Servicevertrag. Finde ich wirklich unverschämt.
Das stimmt so nicht ganz.
Handbücher für fast alle Cisco-Modelle und die Firmware für die Small Business-Produkte gibt's für jeden zum Download.
Die IOS-Images für die "großen" Switche/Router gibt's tatsächlich nur mit Servicevertrag. Die braucht man für den Heimgebrauch aber eh nicht und selbst wenn man sowas will, werden einem gebrauchte Modelle in der Bucht hinterhergeschmissen (ink. IOS).

hildefeuer schrieb:
Allerdings sollte man den Router nicht in den Versorgungsraum stellen. Dann ist man unflexibel. Der Router sollte ins Büro oder in die Computer Ecke. Dort sollte also alle Telefonleitungen und die Amtsleitung (DSL) ankommen.
In wie fern unflexibel?
Sofern es dir um die WLAN-Abdeckung geht, würde ich eher den Router in den Keller/Versorgungsraum packen und mit einem/mehreren günstig (= zentral) platzierten WLAN-APs arbeiten. Ich wüsste nicht, warum ich meinem Router neben meinem Schreibtisch bräuchte.
 
Also ich werde sicherlich alles in den Technikraum platzieren. Die Telekom legt hier den Telefonanschluss rein und ich werde eine TAE-Dose dort platzieren. Eine weitere TAE-Dose kommt zwar in die Diele und ins Büro aber die Fritzbox wird im Technikraum bleiben, sowie der Switch auch. Ist ja alles über LAN erreichbar.

Auch den Mehraufwand der Kabel sehe ich nicht, wenn diese zu wenig werden sollten, kann man immer noch nen Switch hinstellen und die Mehrkosten rechnen sich irgendwann.

Switch mit einem Verbrauch von 7 Watt, verbraucht bei 24h Laufzeit am Tag, ca. 30€ im Jahr. CAt7 Kabel mit 50m kosten ca. 60€. Daher dauert es ca. 2 - 3 Jahre, bis sich die Kabel rechnen. Hier sind die Kosten des zusätzlichen Switch noch gar nicht eingerechnet. Wenn ich dann noch daran denke, dass der Switch in 5 Jahren mal defekt ist und ich nen neuen brauche, rechnet sich das nicht. Lieber lege ich ein paar mehr Kabel und habe hinter dem Schranke nicht so viel Kabelgewirr.

Aber kann mir niemand nen EDV-Schrank, Patchfeld und nen Switch empfehlen?
 
Eben deshalb damit man sich WLAN-AP sparen kann. Wenn man per ISDN Faxen will wird das auch ziemlich aufwendig wenn der Router im Versorgungsraum steht. Ebenso wenn man VOIP macht. Ebenso wenn man einen Netzwerkdrucker betrieben möchte. Wenn der Router beim Haupt-Arbeitsplatz steht ist der Verkabelungsaufwand geringer. TAE-Dosen setzt fast niemand mehr.
 
Wenn man per ISDN Faxen will wird das auch ziemlich aufwendig wenn der Router im Versorgungsraum steht. Ebenso wenn man VOIP macht. Ebenso wenn man einen Netzwerkdrucker betrieben möchte. Wenn der Router beim Haupt-Arbeitsplatz steht ist der Verkabelungsaufwand geringer.

Das ist alles recht irrelevant da man bei einer korrekten strukturierten Verkabelung im Technikraum einfach alles so patchen kann wie man möchte. Welche Funktion die RJ45-Buchse in der Wand hat, hängt davon ab auf welches Gerät am anderen Ende (Switch, NTBA/S0, TAE) gepatcht wird. Das ist eine Sache von wortwörtlich 5 Sekunden, während die 1. TAE im "Arbeitszimmer" eher für die Ewigkeit ist. Nix mit ziemlich aufwendig ;) Aufwändig wird es dagegen, wenn das designierte Arbeitszimmer plötzlich nicht mehr das Arbeitszimmer ist und die 1. TAE dort jetzt falsch ist.

edit: Außerdem muss man den ganzen Telco-Krempel nun wirklich nicht in Sichtweite oder als Rattenkönig hinterm Schreibtisch etc. haben. Ab damit in die Kammer und was von der Infrastruktur sichtbar ist, wären idealerweise nur die RJ45-Buchsen in der Wand & ein paar APs an der Decke die wie Rauchmelder aussehen. WAF und so.

Eine weitere TAE-Dose kommt zwar in die Diele und ins Büro

Ist überflüssig. Setz RJ45 & wechsel das Kabel am Telefon aus (statt RJ11-TAE halt RJ11-RJ45/RJ11). TAE ist tot.
 
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TheCadillacMan schrieb:
In wie fern ist ein Kabel flexibler als z. B. 6? Ich kann in beiden Fällen doch noch einen Switch anschließen, wenn die Anschlüsse nicht reichen. Der Mehraufwand für 6 statt 2 Kabel ist i. d. R. im Vergleich zum Nutzen (Stromverbrauch, Bandbreite, PoE, ...) minimal.
Je nach Struktur und Größes des Hauses (Fläche, Stockwerke etc.) kann das alles schon eine recht aufwendige Sache werden. Und nochmals die Frage, braucht wirklich jedes Gerät im Wohnzimmer die volle Bandbreite? Der Switch hat zudem noch den Vorteil, das die Kommunikation innerhalb des Segmentes unter sich bleiben würde, und nicht über den zentralen Switch, z.B Medienclient und HTPC mit NAS im Wohnzimmer.
TheCadillacMan schrieb:
Das stimmt so nicht ganz.
Handbücher für fast alle Cisco-Modelle und die Firmware für die Small Business-Produkte gibt's für jeden zum Download.
Die IOS-Images für die "großen" Switche/Router gibt's tatsächlich nur mit Servicevertrag.
Wir haben hier gerade ein 886VA stehen, und ich bekomme dafür eben keine ISO-Images. Ein richtigen Handbuch zu diesem Router gibt es auch nicht, sondern sondern man muß sie sich erst umständlich zusammensuchen, da hier für die 880-Serie einiges zusammengefaßt wurde. Es war ja nicht mal ein Handbuch geschweige den ein Datenträger bei den Gerät dabei.
 
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PHuV schrieb:
Wir haben hier gerade ein 886VA stehen, und ich bekomme dafür eben keine ISO-Images. Ein richtigen Handbuch zu diesem Router gibt es auch nicht, sondern sondern man muß sie sich erst umständlich zusammensuchen, da hier für die 880-Serie einiges zusammengefaßt wurde. Es war ja nicht mal ein Handbuch geschweige den ein Datenträger bei den Gerät dabei.
Das ist Cisco. Das ist eben keine Endanwenderhardware. Den Hardware Installation Guide gibts hier: http://www.cisco.com/en/US/docs/rou...90/hardware/installation/guide/HIG880-860.pdf Fürs IOS gibts die entsprechenden Reference Guides, die sind alle frei verfügbar. IOS-Images gibts halt nur mit SmartNET, das kostet aber für die kleinen Geräte nicht die Welt. Bei richtig krassen Sicherheitslücken kann man über das Cisco TAC die IOS-Images auch ohne SmartNET bekommen, aber halt nur auf Anfrage.

Zu den Fragen des TE:
Ich habe vor kurzem folgendes verbaut:
Schrank: Digitus SoHo-Line 7HE, Wandschrank, Art.-Nr.: DN-19 07-U
Patchfeld: Digitus CAT 6A, Klasse EA Patch Panel, geschirmt, Artikelnummer: DN-91624S-EA
Switch: 1x TP-Link TL-SG2424
 
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Ich bin gerade dabei die Netzwerk-Struktur im Haus meiner Eltern ordentlich zu machen.
Wichtig: Lieber eine Dose mehr als eine zu wenig.
Zum Verlegen würde ich an deine Stelle CAT7 Twin Kabel verwenden. Dann braucht man pro Dose nur ein Kabel ziehn und nicht zwei.
Allerdings arbeite ich nicht mehr mit LSA-Dosen und Patchfeld sondern mit Keystone-Modulen. Die gibt's auch für Werkzeugfreie Montage, dann muss man das Kabel nur noch abisolieren und nicht mehr auflegen.
In einer Mietwohnung würde ich mir das allerdings gut überlegen. Für sowas braucht man erstens eine Genehmigung vom Eigentümer und zweitens sollte dieser eigentlich die Kosten für Modernisierungsmaßnahmen tragen und nicht der Mieter. Wenn dem in zwei Jahren einfällt, dass er dir die Wohnung kündigt, dann stehst du dumm da und hast dir die Arbeit umsonst gemacht.
 
PHuV schrieb:
Je nach Struktur und Größes des Hauses (Fläche, Stockwerke etc.) kann das alles schon eine recht aufwendige Sache werden.
Genau das mein ich ja auch. Wenn ich nicht genug Kabel/Dosen verbauen kann, dann sind kleinere Switche, wo nötig, völlig in Ordnung. Aber es ist eben ein Kompromiss.
Mein Punkt ist: Wenn ich "auf der grünen Wiese" planen kann und ich z. B. weiß, dass in einem Raum 6 Anschlüsse brauche dann baue ich die auch ein, sofern der Aufwand dafür vertretbar ist (im Rohbauzustand ist er das i. d. R). Ansonsten baue ich halt soviel ich kann und decke den Rest mit einem eigenen Switch ab.

Ursprünglich wollte ich aber auf das Wort "flexibel" raus. Die Tatsache, dass ich pro Raum nur 2 Kabel statt z. B. 6 Kabel lege, macht die Lösung definitiv nicht flexibler. Im günstigsten Fall sind beide Lösungen gleich, manchmal haben mehr Kabel Vorteile (Stichwort PoE).

PHuV schrieb:
Der Switch hat zudem noch den Vorteil, das die Kommunikation innerhalb des Segmentes unter sich bleiben würde, und nicht über den zentralen Switch, z.B Medienclient und HTPC mit NAS im Wohnzimmer.
Und was bringt mir das?
Die Backplane eines halbwegs brauchbaren Switches (d. h. kein No-Name 48-GBit mit Vollaustattung für 50 €, sondern vielleicht sowas) kriegst du mit einem normalen Heimnetzwerk sowieso nicht ausgelastet. Mit dem verlinkten TP-Link (104 Gbps Backplane) könntest du theoretisch alle 52 Ports gleichzeitig in Vollduplex GBit belasten (realistisch vielleicht auch etwas weniger, das Herstellerangabe, aber der Punkt dürfte klar sein).
 
Tja, wenn ich sehe, daß ich meinem Arbeitszimmer einen 16-Switch mit 11 Ports belegt habe, und im Wohnzimmer 6 von 8, und dafür anstelle 11 bzw. 6 Kabel legen sollte, ist meine Entscheidung doch eher für den Switch als für die Kabel. Da müßte man wirklich dicke Leerrohre dafür verlegen, und man müßte dann eigentlich doch eher gleich mehr legen, z.B. gleich 8 Kabel für jedes Zimmer, um künftige Bedarfe abzudecken, oder in meinem Fall, gleich 16 Kabel für das Arbeitszimmer.

Das wäre IMHO doch etwas Overkill für ein normales Wohnhaus, oder? ;)
Ergänzung ()

Evil E-Lex schrieb:
Das ist Cisco. Das ist eben keine Endanwenderhardware. Den Hardware Installation Guide gibts hier: http://www.cisco.com/en/US/docs/rou...90/hardware/installation/guide/HIG880-860.pdf
Danke für den Link, das habe ich bereits gefunden. Ich dachte nur, es gäbe eine Anleitung direkt für das 886er.
Evil E-Lex schrieb:
Das ist Cisco. Das ist eben keine Endanwenderhardware.
Tja, daß man hier nicht mal, wie bei einem ganz billigen Router, mal so schnell konfigurieren kann, nenne ich mal nicht gerade professionell. Ich halte das für Verarsche und Geldschneiderei von Cisco. Ich hatte ja schon viel HW gesehen, auch Router. Aber die Cisco-Teile sind mit Abstand das Schlimmste, was ich je in den Händen hatte.
 
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PHuV schrieb:
Tja, daß man hier nicht mal, wie bei einem ganz billigen Router, mal so schnell konfigurieren kann, nenne ich mal nicht gerade professionell. Ich halte das für Verarsche und Geldschneiderei von Cisco. Ich hatte ja schon viel HW gesehen, auch Router. Aber die Cisco-Teile sind mit Abstand das Schlimmste, was ich je in den Händen hatte.
Du hast eine falsche Erwartungshaltung was Cisco-Router angeht. Das sind nunmal keine billig-Router, die man in 5 Minuten konfiguriert, obwohl das mit dem Hardware Installation Guide durchaus problemlos möglich ist. Was deine Ausführungen zu den Switches angeht, kann ich mich t-6 nur anschließen. Die Geräten gehören in einen zentralen Raum, üblichweise ist das der Hausanschlussraum, nicht das Arbeitszimmer.
 
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