Leuli schrieb:
einfach mit einer Lüsterklemme(!) zusammengefügt
ähem...
...*hust*...
..naja, ich kenne solche Basteleien marke "Homebrew" nur zu gut. Es gibt tatsächlich auch Kunden von uns, die über derart professionelle Leitungsverlegung verfügen.
Hat unser Elektriker schnell mal gemacht
hört man dann meistens.
Sieht shice aus, hält keiner ordentlichen Messung stand und ist theoretisch fehleranfällig wie Sau - hält als Provisorium trotzdem 5 Jahre und länger.
Sträuben sich mir zwar die Nackenhaare, aber solange es funktioniert....
In den USA ist es sogar üblich, entgegen jeder Spezifikation, 100 und 1000MBit/s gänzlich ohne geschirmtes Kabel zu übertragen. Würde hier keiner auch nur auf die Idee kommen - funktioniert dort aber hervorragend.
Die kennen sowas wie 'n Erdungskonzept gar nicht.
Solange sich jeder dran hält, machts auch keine Probleme - erst wenn irgendein Depp dort auf die Idee kommen würde plötzlich irgendwas zu erden, bekommste Probleme, da du dir dann irgendwo ein Potential herholst, wo du's nicht brauchen kannst.
Was ich damit sagen will:
Es ist alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit.
Bis ich meinen DSL-Anschluss über Cat.6 oder Glasfaser auf's Dach lege, müssen die Drogen in diesem Land deutlich an Qualität zulegen. Eher haben wir Fiber-to-Desk und TBit-Ethernet OnBoard, als dass uns ein deutscher Provider ne 10GBit-Kupferleitung ins Haus legt. Das scheitert sowieso schon an phyiskalischen Grenzen. Wenn wir eines Tages solche Internetverbindungen haben werden, kommt sowas per Glasfaser ins Haus. Demensprechend sehe ich keinen Sinn darin, diesen Anschluss im Haus dann erst mal auf Kupfer umzusetzen, nur um die alte gammelige Cat.6-Leitung weiter nutzen zu können. Cat.6 Ist bis dahin nämlich so modern wie heute die alten papierisolierten Bleikabel aus den 50er Jahren.
Auch finde Patchfelder und Dosen in einer privaten Netzwerkumgebung nur bedingt sinnvoll. Wenn ich diesen Vorschlag jedoch auch sehr konstruktiv fand, da man damit in der Tat häufige Probleme schon im Keim beseitigen kann. Ob sich die Anschaffung lohnt, hängt in erster Line von den baulichen Begebenheiten ab.
Wer die ganze Technik in einem Raum hat, bestenfalls einmal durch die Wand muss und den Rest per WLAN abdeckt, der kann und sollte auch mit langen Patchkabeln arbeiten.
Wer in einem Einfamilienhaus mehrere Etagen und Räume abdecken muss und im Vorfeld nicht sagen kann, wo die einzelnen PCs stehen sollen, der braucht Dosen, Patchfelder und das entsprechende Werkzeug.