Netzwerkkabel

BCBRedfield

Cadet 2nd Year
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Hallo,

muss ein Internetanschluss vom Keller in die 2.te Etage bekommen, jetzt war die Frage wie stark leidet die Leitung wenn ich ein ca. 35 Meter langes Netzwerkkabel verlegen würde, und welche Kabel sollte ich nehmen, also gibt es da besondere Bezeichnungen.
 
BCBRedfield schrieb:
muss ein Internetanschluss vom Keller in die 2.te Etage bekommen

Noxman schrieb:
das Kabel sollte mindestens Cat5e sein, besser wäre Cat6.


Warum nicht gleich Glasfaser?

Cat.5e ist lt. Spezifikation bis 1000MBit/s zugelassen. Die Internetverbindung hätte ich gerne.
Cat.6 soll auf kürzeren Strecken sogar für 10GBit-CU aureichen. Cat.7 (der allerneuste Schrei bei unseren Kunden) kann keiner spezifizieren und trotzdem druckt's jeder auf sein Kabel.

Alles Deppengeschwätz!

Cat.5 (ohne Zusätze von e oder plus) genügt für's private 10/100MBit-Lan voll und ganz. Auf kurzen Strecken (bis ca. 20m) kannste darüber sogar 1000Base-TX fahren. Ohne Paketfehler, versteht sich!
Für ne herkömmliche DSL-Leitung kommste auch mit Cat.3 (bis 16MBit/s) aus - also 'ner ganz gewöhnlichen, geschirmten und bündelverseilten Telefonstrippe (JY-ST(IIIBd)-Y 2x2x0,6).
 
Zuletzt bearbeitet:
....und warum sollte man bei einem fest verlegten Kabel nicht ein wenig in die Zukunft planen?

Der Preisunterschied zwischen einem Cat5e und einem Cat6 Kabel ist so klein, dass es sich durchaus lohnt das bessere Kabel zu nehmen. Wer weiss was noch auf uns zukommt?

Gruss Nox
 
Und wie sind die Stecker auf den Kabeln zu befestigen? Braucht man da spezielles Werkzeug, oder reicht da die Rohrzange :p
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Multiple Satzzeichen entfernt. Bitte Regeln lesen!)
Nunja, für den Hausgebrauch - also an Orten wo keiner ne Endabnahme vornimmt - kann man auch mal ausnahmsweise nen Stecker direkt aufs Kabel raufcrimpen. Allerdings wirst du bei Cat.6 Schwierigkeiten bekommen, einen handelsüblichen RJ45-Stecker auf das Kabel zu bekommen. ;)

Und was das Werkzeug angeht.
Ja natürlich kann man RJ45-Stecker auch mit ner Rohrzange oder ner Kombizange "crimpen". Wer sich die Kosten einer Crimpzange sparen will, kann das durchaus so machen.
Wunder dich aber nicht, wenn's dann blos 2 Wochen hält.

Mit ner ordentlichen Dose geht's viel besser und vorallem ordentlicher. Aber auch hier sieht es so aus, dass ab Cat.5e ausschließlich Dosen mit LSA-Leiste zugelassen sind. Ich gehe mal davon aus, dass du das entsprechende Anlegewerkzeug auch nicht besitzen wirst.

Aber vielleicht macht dir der Noxman ein günstiges Angebot für ne strukturierte Verkabelung (gleich mit LWL-Backbone, wegen der Investitionssicherheit ;) :D ) um deine DSL-Leitung vom Keller ins Dachgeschoss zu verlegen. :D
 
Hmmm ich weiss ja, dass man eigentlich crimpen sollte - aber ich habe mir damals, weil jeder etwas anderes gesagt hat, und ich kein geld ausgeben wollte einfach das Kabel durchgeschnitten, durch die Wand und dann einfach mit einer Lüsterklemme(!) zusammengefügt und ein bisschen isoliert und - es funktioniert seit zwei Jahren einwandfrei.
Ist zwar nicht besonders professionell aber was solls...
 
Leuli schrieb:
einfach mit einer Lüsterklemme(!) zusammengefügt

ähem...

...*hust*...


..naja, ich kenne solche Basteleien marke "Homebrew" nur zu gut. Es gibt tatsächlich auch Kunden von uns, die über derart professionelle Leitungsverlegung verfügen.
Hat unser Elektriker schnell mal gemacht
hört man dann meistens.

Sieht shice aus, hält keiner ordentlichen Messung stand und ist theoretisch fehleranfällig wie Sau - hält als Provisorium trotzdem 5 Jahre und länger.
Sträuben sich mir zwar die Nackenhaare, aber solange es funktioniert.... :rolleyes:

In den USA ist es sogar üblich, entgegen jeder Spezifikation, 100 und 1000MBit/s gänzlich ohne geschirmtes Kabel zu übertragen. Würde hier keiner auch nur auf die Idee kommen - funktioniert dort aber hervorragend.
Die kennen sowas wie 'n Erdungskonzept gar nicht.
Solange sich jeder dran hält, machts auch keine Probleme - erst wenn irgendein Depp dort auf die Idee kommen würde plötzlich irgendwas zu erden, bekommste Probleme, da du dir dann irgendwo ein Potential herholst, wo du's nicht brauchen kannst.


Was ich damit sagen will:
Es ist alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit.

Bis ich meinen DSL-Anschluss über Cat.6 oder Glasfaser auf's Dach lege, müssen die Drogen in diesem Land deutlich an Qualität zulegen. Eher haben wir Fiber-to-Desk und TBit-Ethernet OnBoard, als dass uns ein deutscher Provider ne 10GBit-Kupferleitung ins Haus legt. Das scheitert sowieso schon an phyiskalischen Grenzen. Wenn wir eines Tages solche Internetverbindungen haben werden, kommt sowas per Glasfaser ins Haus. Demensprechend sehe ich keinen Sinn darin, diesen Anschluss im Haus dann erst mal auf Kupfer umzusetzen, nur um die alte gammelige Cat.6-Leitung weiter nutzen zu können. Cat.6 Ist bis dahin nämlich so modern wie heute die alten papierisolierten Bleikabel aus den 50er Jahren.

Auch finde Patchfelder und Dosen in einer privaten Netzwerkumgebung nur bedingt sinnvoll. Wenn ich diesen Vorschlag jedoch auch sehr konstruktiv fand, da man damit in der Tat häufige Probleme schon im Keim beseitigen kann. Ob sich die Anschaffung lohnt, hängt in erster Line von den baulichen Begebenheiten ab.
Wer die ganze Technik in einem Raum hat, bestenfalls einmal durch die Wand muss und den Rest per WLAN abdeckt, der kann und sollte auch mit langen Patchkabeln arbeiten.

Wer in einem Einfamilienhaus mehrere Etagen und Räume abdecken muss und im Vorfeld nicht sagen kann, wo die einzelnen PCs stehen sollen, der braucht Dosen, Patchfelder und das entsprechende Werkzeug.
 
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