Neue Grafikkarte - zwingend neues Netzteil?

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Sebbi schrieb:
haste du dir mal die Tests angesehen? Billige Elkos, und schon damals relativ miese Restwelligkeit - nach ca. 10 Jahren würde ich das Teil rein zur Sicherheit in den Ruhestand schicken, gerade weil neue HW andere Anforderungen hat und empfindlicher reagiert.

Genutzt werden an den kritischen Stellen laut Test die SC-Serie von Teapo, sowie Polymerkondensatoren. Die Polymerkondensatoren sind nicht weiter spezifiziert, sind aber bauartbedingt robust und langlebig. Die SC-Serie ist nun auch kein billiger Scheiß, sondern Low-ESR, auf eine Lebensdauer von 3.000 Stunden bei 105°C ausgelegt, und damit auf der langlebigen Seite.

Generell würde ich behaupten, dass die Technik für Netzteile keine Raketenwissenschaft ist. Konzeptionell ist das schon wirklich lange (also wirklich: lange!) ausentwickelt. Auch wenn in den letzten Jahren bei PC-Netzteilen immer wieder neue Standards, erweiterte Anforderungen und zusätzliche Schutzschaltungen hinzukamen, wusste man auch schon vor zehn Jahren, wie man solide und langlebige Netzteile baut.

Ich habe mal ein paar Netzteilrechner aus dem Netz bemüht, in der Spitze lande ich zusammen mit einer RX 9070 unter 500 Watt, und "Spitze" bedeutet ja, dass alle Komponenten (GPU, CPU, SSD, Lüfter) gleichzeitig unter Volllast laufen, was doch eine eher seltene Ausnahme sein sollte. Klar gibt es gerade bei der GPU immer wieder ein paar fiese Transienten und Spikes, aber m. E. geht hier Probieren über Studieren.

Zuletzt gab es ein unterhaltsames Video von JayzTwoCents, in dem er ein komplett unterdimensioniertes 650W-Netzteil (noch dazu im SFX-Faktor) auf eine übertaktete RTX 5090 loslässt. Aber statt einer ordentlichen Explosion oder eines fetten Kurzschlusses passiert: nichts!

Daher: das "alte" Netzteil einfach benutzen! Wenn der PC dann unter Grafiklast instabil wird, oder sich gar abschaltet, kann man sich immer noch um ein neues Netzteil kümmern!
 
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Ja, das ist mit Logik nicht zu erklären. Wie viele von der "tausch dein funktionierendes Netzteil" Fraktion haben das letzte Mal präventiv ihre Spülmaschine erneuert? Wie, habt ihr nicht? So ein Wasserschaden kann ernsthafte Folgen haben, die deutlich teurer als ein neuer PC sein können.
 
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Ich hab mal ein grundsätzlich funktionierendes nur gerade ausreichend dimensioniertes beQuiet nach 10 Jahren ersetzt, und danach sind tatsächlich die ganz seltenen spontanen Reboots unter Linux beim Starten von Videos (Ryzen 2600/R9 380) unterblieben². Ansonsten lief die Kiste aber total stabil. Habe ich aber auch nur gemacht, weil ich beQuiet inzwischen auf dem Kieker hatte, es gerade ein gutes Angebot gab und eh eine neue Grafikkarte fällig war, mit der das Netzteil sicher überfordert gewesen wäre.

²Würde mich nicht wundern, wenn das eher ein Flaw im Treiber war - kurzer Busy Loop beim Video-Init oder sowas
 
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ja die netzteilpolizei is hier teils schon echt schwer am arbeiten...frag mich manchmal ob die provision kassieren für jeden der sein funktionierendes nezteil austauscht gegen was was er eigentlich nich braucht...das würde einiges erklären...

ja das alte netzteil is zum damaligen zeitpunkt nicht das non plus ultra gewesen...na und...bei mir hat auch lange zeit nen thermaltake hamburg seinen dienst verrichtet...und mir is persönlich nen zum damaligen zeitpunkt gutes enermax netzteil explodiert, 7 tage nach garantieende.. so nen geplatzter elko müffelt furchtbar.
ja die netzteile werden nicht besser über die jahre aber wen das teil bisher die 580 versorgt hat nehm ich an das das karten in änlichem bereich auch schafft...ja wenn die neueren karten deutlich höhere spikes haben kanns unter umständen auch mal finster werden...an dem punkt weiß man dann nach dem ganzen hin und her hier das es wohl das netzteil ist und man wohl doch nen neues brauch.
an dem punkt kann man sich dan auch überlegen...alte technik mit mehr watt oder neue technik die auch mit weniger auskommen kann...oder manche übertreiben gleich weil kann ja in zukunft sein das die 2 6090 damit betreiben wollen weil der lottoschein is schon ausgefüllt ;)

wenn ich nen komplett neuen pc baue für deutlich mehr wie 1000€ ja da sollte ich auch geld für nen neues netzteil irgendwo mit auftreiben können und muss nich irgendwelche uralten komponenten mitschleppen...aber wenn nur einzelne teile und dann eventuell noch mit begrenztem budget getauscht werden würd ichs auch einfach versuchen und wenns nich so läuft wie gedacht ja dann muss wohl doch nen neues her...
 
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Bei 7 oder 8 Jahren würde ich noch nicht tauschen, mein 12 Jahre altes Seasonic 650 ist allerdings rausgeflogen beim neuen Spiele-PC.

Weiß jetzt nicht was daran unlogisch sein soll. Bei einem Defekt kann es weitere Komponenten zerstören, das ist die paar gesparten € für ein neues nicht wert.
Umgekehrt gibts natürlich das Risiko dass ein neues Fehler ab Werk haben könnte.
 
RMS_der_Zweite schrieb:
Weiß jetzt nicht was daran unlogisch sein soll. Bei einem Defekt kann es weitere Komponenten zerstören, das ist die paar gesparten € für ein neues nicht wert.

"Unlogisch" daran finde ich, dass es überhaupt kaputt gehen sollte.
Es werden dafür ja immer die bösen bösen Elkos angeführt.

Ich habe in den letzten Jahrzehnten dutzende alter Hifi-Geräte aufgearbeitet, teils Geräte, die über 50 Jahre alt sind. Weil ich die ohnehin oft komplett auseinander genommen habe, habe ich oft sicherheitshalber alle Elkos getauscht, mindestens die der Spannungsversorgung. Ein Vorgehen, dass unter Elektronik-Profis nicht ganz zu Unrecht verpönt ist, die sagen meist: nichts tauschen, was nicht wirklich defekt ist.

Und in den allermeisten Fällen ergab das Nachmessen (was ich immer gemacht habe) dann auch tatsächlich: die Elkos waren zu >90% OK! Und zwar auch wirklich uralte Dinger. Ich habe sie trotzdem getauscht, weil man sie allein fürs korrekte Messen schon auslöten musste. Dann aber kann man auch gleich einen neuen Elko einbauen, und spart sich evtl. die Kiste später wieder komplett zerlegen zu müssen...

Nun liegen die Anforderungen und Belastungen an Elkos in Schaltnetzteilen für PCs sicher deutlich über denen von Audio-Geräten. Trotzdem gehen solche Dinger deutlich seltener kaputt als viele denken, denn für diesen Einsatzzweck sind sie spezifiziert. Die Anzahl der Stunden in den Specs (z. B. hier der Teapo mit 3.000h bei 105°C) ist für sich genommen ja wertlos. Denn diese Zahl verdoppelt sich ca. pro 10°C Betriebstemperatur weniger. Wenn ein Elko in einem Netzteil also einigermaßen belüftet und gekühlt ist, und in der bisherigen Lebenszeit - sagen wir mal - im Schnitt bei 65°C aushalten musste (halte ich persönlich für ziemlich viel), dann beträgt die Lebensdauer laut Specs schon 48.000h. Das sind bei täglicher Nutzung von 6 Stunden bei besagter Temperatur über 20 Jahre...

Die Zeit, in der Elkos meist auf Mainboards aufgrund ungeeigneter Elektrolyte irgendwann geplatzt sind, sind auch schon lange vorbei.

Ansonsten haben PC-Netzteile selbst interne Schutzschaltungen verbaut, die gröberes verhindern sollten.
 
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Hmm warum wird eigentlich keine Intel bzw. Battlemage Karte genannt ?

Die B580 bietet sich doch an was die Wünsche des TE´s betrifft. Denke das wäre noch eine gute Ergänzung zwischen der 5060 von Nvidia und der 9060 von AMD.

Wenn es allerdings nur um möglichst einfach geht, dann wäre die 9060 von AMD wohl optimal. Da bereits AMD Board und Prozessor verwendet wird, wäre die Software Update Funktion schon ein Pluspunkt.
 
ParrotHH schrieb:
dann beträgt die Lebensdauer laut Specs schon 48.000h. Das sind bei täglicher Nutzung von 6 Stunden bei besagter Temperatur über 20 Jahre...
Das dürfte aber dann Dauerbetrieb sein. Nach meiner Erfahrung privat und als Betreuer von einigen hundert Bildschirmarbeitsplätzen vor langer Zeit gehen durch die Temperaturwechsel die Kisten als erste kaputt, die täglich ein- und ausgeschaltet werden. Was durchläuft, hält in der Regel ewig.

Bei meinem IPS-Monitor am Spiele-PC (15 Jahre alt) hat sich vor ein paar Monaten mit Knall und Brandloch auf der Platine eine Gleichrichterdiode verabschiedet.
 
Boregaard schrieb:
Die B580 bietet sich doch an was die Wünsche des TE´s betrifft.
durchaus eine möglichkeit, vorteil wäre der günstigere preis und die 12gig vram, nachteil pcie4x8 anbindung, wenn ich richtig gelesen hab hat ern b350 board also nur pcie3...nicht optimal aber würde durch den extra vram im vergleich zur 5060 mit pcie5x8 und nur 8gb karten nicht so auffallen.

bin da nicht so hinterher wie war das mit cpu overhead bei den arc karten? nich das seine cpu ihn da noch zusätzlich ausbremmst, wobei sonen 5700x3d ja eher noch zu den besseren cpus zählt (im vergleich zu anderen systemen mit first gen ryzen oder 6th gen und so)
 
ParrotHH schrieb:
"Unlogisch" daran finde ich, dass es überhaupt kaputt gehen sollte.
So ist das, sonst hätte er ja schon beim Tausch auf den 5700x3D wechseln müssen, schließlich ist das Netzteil mit der neuen CPU direkt explodiert. Der TE hat es nur noch nicht gemerkt dass das Netzteil eigentlich schon tot ist :freak:.
 
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Ja_Ge schrieb:
Das Mainboard und der RAM sind aber auch schon alt. Besser gleich mit tauschen. Was ist mit den leidig gealterten Datenträgern und den restlichen Komponenten? Am besten gleich einen neuen PC, und komm jetzt bloß nicht auf die Idee zu argumentieren, dass die alten Teile noch fehlerfrei funktionieren :D .

Totaler Schwachsinn was du hier schreibst!!
Klar ist sein MB schon alt das Problem ist eher weil Einstiegsklasse, wenig Spannungswandler und keine Kühlung dafür.

Im besten Fall holt er sich einen potenten Top Blower CPU Kühler der die Spannungswandler mitkühlt.

Meine Wenigkeit hatte bis Hersbt 2024 ein NT, ein MB und RAM von 2017 und funktionieren noch Tadellos.

Beim Upgrade wurde nur CPU, RAM, GPU und NT getauscht d.h. mein X470 MB ist noch immer täglich in Betrieb jedoch ist bzw war es High END. ;)

EDIT: Achso es war Sarkasmus jetzt erst gecheckt. xD
 
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xXDariusXx schrieb:
EDIT: Achso es war Sarkasmus jetzt erst gecheckt. xD
Ja das war bewusst übertrieben. Aber durchaus mit ernstem Kern bzw. der Frage an alle, die ein funktionierendes Netzteil tauschen möchten, warum das nur für das Netzteil aber für keine andere "alte" Komponente gillt.
 
Ja_Ge schrieb:
Aber durchaus mit ernstem Kern bzw. der Frage an alle, die ein funktionierendes Netzteil tauschen möchten, warum das nur für das Netzteil aber für keine andere "alte" Komponente gillt.
Oh bitte öffne nicht die Büchse der Pandora. :o
 
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@MORPEUS Naja ich habe hier ein B450 Mainboard rumliegen, das koch durch zu hohe Spannung den RAM bzw. die Vorwiderstände. Die sind zwar leicht zu tauschen, aber das Messen dauert ewig. Ein neues Netzteil brachte da garnix, hätte ich das Board mal vorsichtshalber früh genug ausgetauscht ;).
 
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