Neue Kopfhörer für zu Hause ~200-250

Audioliebhaber schrieb:
Z-Stern schrieb:
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hab ich richtig verstanden dass he höher die Impedanz desto besser der klang jedoch bei schlechter Soundkarte auch leiser, weswegen man diese art Verstärker braucht um es wieder laut zu kriegen ?
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Ja, ausgenommen die AKG, die an schwacher Quelle ebenfalls deutlich zurückstecken.

Z-Stern schrieb:
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hab ich richtig verstanden dass he höher die Impedanz desto besser der klang jedoch bei schlechter Soundkarte auch leiser, weswegen man diese art Verstärker braucht um es wieder laut zu kriegen ?
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Das interessiert mich jetzt auch mal. Bin nicht so der KH Fan, hab es eigentlich lieber mit LS. Da sich die am Smartphone aber schlecht machen, bin ich inzwischen auch ab und zu mit KH unterwegs.
Audioliebhaber, hast du vielleicht ne kurze technische Erklärung für den Vorteil der höheren Impedanz bei KH? Ein Link oder Erklärung zum technischen Hintergrund der ganzen KH Impedanz Geschichte wäre sogar noch besser.
 
Nein, das mit "je höher die impendanz...." kann man so überhaupt nicht sagen. Es ist bei JEDEM Kopfhörer unterschiedlich.

Ein Beyer T90 mit 250 Ohm klingt z.B. ne ecke besser als ein 600 Ohm DT 880.

Nur bei gleichen modellen kann man das sehen, z.B. DT 770 mit 80 ohm und 250 ohm.
 
Hab mich auch vor kurzem darüber informiert und man kann generell nur sagen dass innerhalb einer Modellreihe die Hochohmigen (meistens!) bessere Klangeigenschaften haben.

Hintergrund:

Eine Impedanz von 0 Ohm wäre ein Kurzschluss des Kopfhörerausgangs, wobei dieser viel Strom liefern müsste, sich dabei stark erhitzt und entweder abschaltet oder stirbt. Das andere Extrem wäre eine unendlich hohe Impedanz (gebrochenes Kabel oder Draht), dann fließt gar kein Strom mehr, allerdings kommt dann auch kein Audiosignal mehr an - Kopfhörerimpedanzen müssen daher irgendwo dazwischen liegen.

Oftmals ist es so, dass Kopfhörer mit niedriger Impedanz für den Anschluss an tragbare Geräte entwickelt wurden. Diese arbeiten intern meist mit einer relativ niedrigen Spannung erzeugt von Batterien oder Akkus. Diese Betriebsspannung begrenzt gleichzeitig die maximale Ausgangsspannung am Kopfhörerausgang. Ein niederohmiger Kopfhörer kann daher an einer niedrigen Ausgangsspannung eventuell lauter betrieben werden.

Warum gibt es dann aber nicht nur niederohmige Kopfhörer? Dieser Erklärung bedarf einer etwas längeren Erklärung: die impedanzbestimmende Schwingspule (beim dynamischen Kopfhörer) besteht aus aufgewickeltem, zur Isolation lackiertem Kupferdraht. Dieser Kupferdraht ist auf dem weltweiten Drahtmarkt zwar in nahezu jeder gewünschten Länge, nicht aber in jeder Dicke erhältlich (dünnerer Draht hat einen höheren Widerstand als dickerer Draht, es „passt halt weniger durch“). Das Magnetfeld, das eine Spule beim Anlegen des Audiosignals erzeugen soll, ist unter anderem von der Anzahl der Windungen abhängig. Das führt dazu, dass für ein niederohmiges Wandlersystem relativ dicker (und damit auch schwerer) Draht notwendig ist. Da auch die eigentliche Membranfolie nicht unendlich leicht sein kann, ist die bewegte Masse (also das Gewicht von Membran und Schwingspule, die sich vor und zurück bewegen) relativ hoch. Es dürfte nun klar sein, dass eine höhere Masse einem komplexen Audiosignal weniger präzise folgen kann als eine geringere. Diese geringere Masse lässt sich aber prima mit dünnerem (und damit leichterem) Draht erreichen, allerdings wird die Schwingspule durch den dünneren Draht hochohmiger. Das bedeutet, bei ansonsten baugleichen Kopfhörern (z. B. DT 770 Pro mit 80 oder 250 Ohm) klingt die hochohmigere Variante üblicherweise neutraler, ist aber (je nach Kopfhörerverstärker) eventuell etwas leiser.

Ideal zeichnen sich die 80 Ohm-Systeme bei der Verarbeitung von druckvollem, tief-frequentem Material (wie zum Beispiel bei einem E-Bass) aus. Die etwas härtere und dickere Membran des 80 Ohm Systems liefert klare und saubere Bässe auch bei lauten Pegeln.

Das 250 Ohm System klingt – wie schon erwähnt – weicher und etwas gefälliger und ist bei der Anwendung im Gesamtmix der 80 Ohm Variante vorzuziehen.
Quelle: http://www.beyerdynamic.de/kopfhoerer-headsets/faqs.html
 
Darkseth88 schrieb:
Ein Beyer T90 mit 250 Ohm klingt z.B. ne ecke besser als ein 600 Ohm DT 880.

Das ist rein subjektiv und es gibt genügend inkl. mir die das nicht unterschreiben würden. Die Höhen beim T90 sind einfach zu heftig. Der 880 klingt deutlich entspannter.
 
Das was du meinst, ist nur subjektiver geschmack vom Sounding ;) Und das kann dann durchaus so sein.

Objektiv betrachtet ist der T90 aber eindeutig der bessere Hörer. Mehr auflösung, mehr bühne, besserer Bass (nicht weil er mehr ist, sondern weil er präziser ist), leichter anzutreiben (, reagiert gut auf EQ)

Ich fande auch nicht, dass die höhen wirklich mehr sind. Ich fand den T90 sogar eher ein tick "dunkler", weil er etwas mehr bass hat, und damit auch etwas voluminöser und druckvoller spielt.

Wie die höhen sind hängt auch von den aufnahmen ab. In den Charts sind genug schrott-produktionen, die viel höhen und viel bass haben. Bei guten aufnahmen stört bei den höhen nichts.

Entspannter fand ich den dt 880 auch nicht wirklich... anders eher. Aber an den Höhen fand ich den T90 kein stück nerviger - außer halt bei bestimmten aufnahmen. Und da das nicht überall so ist, geb ich da mal den schlechten aufnahmen die schuld.

Aber die ganzen urteile könnten eh falsch sein, da Beyerdynamic seine KH an eine 100 Ohm Quelle abstimmt, und dort klingts dunkler. Die höhen werden abgeschwächt, und die bässe werden etwas voluminöser.
 
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So unterschiedlich ist das Hörempfinden. Und nein ich habe keinen Chart Schrott gehört ;) .
T90 ausgepackt und direkt bei den ersten Tönen sind mir diese nervigen Höhen entgegen gesprungen. Wie gesagt ich bin ja nicht der einzige der genau das beim T90 bemängelt. Das er technisch besser ist als der 880 steht außer Frage auch im Bereich Oberbass hat er mehr aber im Tiefbass geht dafür weniger. Ist alles Geschmackssache.
Der T1 dagegen macht es in allen Bereichen besser. Liegt aber leider auch bei 950€.

b2t ... im Budget 200/250€ sind der Beyer880 und AKG701 immer ganz vorne dabei. Der neue Philips X1 scheint auch den ein oder anderen zu begeistern.
 
Jo ich weiß, dass viele sich beschweren über die höhen. Sowohl dt 880 als auch T90, einige auch nur bei einem davon. Ich fand beide nicht nervig. Und wenn, einfach etwas EQ per SK :P Dafür macht er für meine Ohren beim rest nichts falsch, bzw zumindest vieles richtig.

Ja, der Phillipx Fidelio X1 kann man auch in betracht ziehen, soll aber etwas bassiger sein als DT 880. Aber den X1 gabs einige monate über Amazon.it für 197€, bei amazon.de kostet er immernoch 350€~
 
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okay also soweit so gut...

Ich werd dann mal Dienstag/Mittwoch dahin gehen und die Herren dort fragen, die haben doch auch sicher Soundkarten oder (und wenn ja kann man die doch bestimmt ausprobieren oder ?) ?

Ansonsten würde ich gerne von AKG weg, nicht weil die Firma schlecht ist, sondern weil ich schon 4 KH von denen gekauft habe und auch mal andere Firmen ausprobieren möchte.

War denn schonmal jemand hier in dem Laden? Wenn ja wie siehts denn dort mit der Auswahl aus, also haben alle relevanten KH da oder wirds im meinen "geringen" Budget da mau aussehen ?

Habe nun rausgefunden welche Soundkarte ich habe, es handelt sich um die RTL8111E, 7.1 Audio (ALC892) von Realtek, aber ich bin mir sicher diese ist nicht ansatzweise "gut" ist oder ? :D

Ansonsten bin ich immernoch nicht so wirklich überzeugt für eine Soundkarte 150€ zu bezahlen, ich mein brauch man bzw ich das überhaupt?
 
die haben doch auch sicher Soundkarten oder (und wenn ja kann man die doch bestimmt ausprobieren oder ?) ?
Die haben externe DAC/KHV. ;)


War denn schonmal jemand hier in dem Laden? Wenn ja wie siehts denn dort mit der Auswahl aus, also haben alle relevanten KH da oder wirds im meinen "geringen" Budget da mau aussehen ?
Die haben von 150-mehrere Tausend eine Euro eine recht große Auswahl.



Habe nun rausgefunden welche Soundkarte ich habe, es handelt sich um die RTL8111E, 7.1 Audio (ALC892) von Realtek, aber ich bin mir sicher diese ist nicht ansatzweise "gut" ist oder ?
Eine gute Soundkarte kostet einen großteil dessen, was du für ein gutes Einsteigermainbaords bezahlst, oder sogar noch deutlich mehr.



Ansonsten bin ich immernoch nicht so wirklich überzeugt für eine Soundkarte 150€ zu bezahlen, ich mein brauch man bzw ich das überhaupt?
Wenn nicht kauf dir erstmal die Hörer, bestell dir die Soundkarte und teste selbst! Du hast bei Amazon 30 Tage Rückgaberecht.
 
Darkseth88 schrieb:
Jo ich weiß, dass viele sich beschweren über die höhen. Sowohl dt 880 als auch T90, einige auch nur bei einem davon. Ich fand beide nicht nervig. Und wenn, einfach etwas EQ per SK :P [...]

Ich hab das leider auch mitm Equalizer nicht vernünftig wegbekommen. Die Höhen vom T90 sind schon echt garstig, selbst bei absoluten Top Aufnahmen.

@Z-Stern

Ich würd Dir auch zu einer vernünftigen Soundkarte raten. Mit ner STX hast Du was das Musikhören am Rechner anbelangt ausgesorgt.
 
Sennheiser ist auch prinzipiell ne gute Firma, aber der Kopfhörer lohnen siche rst ab dem HD600. Da drunter haben die KH starke Verarbeitungsmängel und/oder klingen scheiße und sind chinesisch . Selbst die guten (also ab HD600) haben mit Lackabplatzungen zu kämpfen. Das Gleiche gilt für AKG. Die mögen alle von der Verarbeitung nicht so schlecht zu sein wie Sennheiser aber richtig gut ist da auch erst der K701. Da drunter ist auch ALLES chinesisch. Allein wegen der geplanten Obsoleszenz kommt mir noch was hochwertiges ins Haus, im Moment hab ich den BD DT880@600Ohm und kann noch in 20 Jahren Ersatzteile kaufen. Aber bis auf die Teile die mit Schweiß in Verbindung kommen, ist das Ding unkaputtbar. Ist übrigens die Einzige Firma, die so viele Kopfhörer in Deutschland herstellt, Sennheiser hat nur den HD800. (AKG in Österreich alles ab K701).

Ich würde übrigens immer zur hochohmigeren Version greifen, wenn man eh schon in Bälde nen KHV einplant.

Wie schon erwähnt hab ich den DT880@600Ohm und ich finde bei dem keine nervigen Höhen. Das mag beim DT990 mehr sein, aber dann auch nur bei hohen Lautstärken, die eh ungesund sind. Den T90 hab ich noch nicht gehört ... würds aber gerne *g*
 
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Die Impedanz hat doch gar nichts mit dem Wirkungsgrad zu tun!

Der K701 hat zum Beispiel nur 64 Ohm, aber einen miesen Wirkungsgrad, daher braucht der dringend einen Kopfhörerverstärker. Der K550 hat 32 Ohm und braucht KEINEN Verstärker, weil er einen exzellenten Wirkungsgrad hat. Beide haben eine sehr ähnliche Impedanz aber sehr unterschiedliche Ansprüche an den Verstärker. Oder nehmen wir den Beyerdynamic DT990 Pro mit 250 Ohm. Der läuft auch locker am Smartphone.

Zum Thema: Du hattest schon vier AKGs und willst jetzt was anderes weil du mal was neues ausprobieren willst? Schön und gut. Allerdings ist der K701 der beste Kopfhörer, den AKG je gebaut hat. Ausgerechnet jetzt umzusteigen ist echt mieses Timing. :D

Hör ihn dir wenigstens mal an. An einem guten Verstärker. Vergiss Onboard-Sound oder Billige Soundkarten. Wie gesagt, der braucht Saft, also sollte es schon sowas wie eine X-Fi Titanium oder eben erwähnte Essence/Phoebus sein. Oder wenigstens einen günstigen KHV/DAC wie den Fiio E11/E17.
 
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PeterPlan schrieb:
Die Ohm-Zahl hat doch gar nichts mit dem Wirkungsgrad zu tun!
(...)

Stand das in diesem Thread irgendwo zur Debatte?

Der AKG K701 ist übrigens in der Tat wirklich ein guter Hörer, aber das Headband stört die Meisten, da es unangenehm hart genoppt ist. Noch dazu möchte der TE einen Hörer mit angehobenen Bässen und das trifft nunmal gar nicht auf den K701 zu. Der DT880 mit 600 Ohm hat etwas mehr Bass als der K701 und ist "ähnlich" abgestimmt. Hat aber eine etwas kleinere Bühne.

Und er hatte 4 AKGs, die alle nun defekt sind. Das könnte ihm zwar beim K701 erspart bleiben, aber da stimmt die ganze Firmenphilosphie nicht mehr, seitdem AKG Harman gehört.
 
Der K701 lässt sich exzellent EQen, da er einen sehr linearen Frequenzgang hat. Der macht auch im Bass einiges mit. :)
 
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