-Spectre- schrieb:
... Bin jetzt zwar erst 27, aber habe keine Angst vor älter werden. Denn wenn ich in Rente gehe, dann habe ich endlich viel Zeit zum Zocken

Dann kann ich auch die ganzen Spiele spielen, die bei mir immernoch in der Steambibliothek unberührt liegen
Darauf würde ich nicht setzen. Vielleicht schon in 10 Jahren wirst du ernste Schwierigkeiten haben, Spiele von heute auf der dann aktuellen Hardware zum Laufen zu bringen. Schon seit Jahren sind wir retrotechnisch davon abhängig, dass uns Liebhaber der Games Indie-Patches oder Emulaloren schreiben. Was derzeit auf den Windows-Kisten mit Safedisc/secdrv.sys abgeht spricht ja für sich selbst.
Die Industrie hat kein Interesse daran, das wir zu lange an immer den selben Spielen hängen, auf einem PC der 5 Jahre am Leben bleibt. Die sind daran interessiert, das wir möglichst viele neue Spiele kaufen und die Spielekiste durch immer neue Hardware ersetzen, die am besten auch noch nicht mehr abwärtskompatibel ist.
Nur eines von vielen Beispielen: R6:RavenShield war/ist unglaublich beliebt mit hunderten von User-Maps. Was war die Folge? R6:Lockdown im Konsolen-Schlauch-Spielstil für die es keine einzige User-Map gibt, weil sie schlichtweg die Möglichkeit zum Modden entfernt haben.
Mods und Emulatoren für in die Jahre gekommene Spiele sind eigentlich pures Gift für die Games-Industrie.
Sein wir dankbar, das es immer noch ein paar Spieler-freundliche Hersteller gibt ... und dass da draußen so viele kreative Gamer und Programmierer sitzen, die uns trotz aller industriellen Widrigkeiten den Blick zurück ermöglichen.
Doch ewig wird das nicht gehen. Stell dir bloß mal vor, wie heute schon eine 320x200-Emulation auf einen 28-Zoll-4k-Bildschirm aussieht. Ältere Spiele und Spielsysteme werden den gleichen Weg gehen, den schon der Cassettenrecorder, der Videorecorder, der Schallplattenspieler, der Röhrenbildschirm und demnächst auch der CD-Player gegangen sind. Auch Steam wird irgendwann durch etwas /Anderes ersetzt werden, damit man wieder Neues kaufen MUSS ...