hermigua schrieb:
Immerhin bringt BMW als nahezu einziger Hersteller noch einen Familien- und Urlaubsfreundlichen Van heraus, wer hätte das gedacht.
Haben doch auch andere Hersteller im Angebot. Z.B. Mercedes mit der B-Klasse, VW mit dem Touran und Sharan (plus Derivate anderer VAG Marken.
timo82 schrieb:
Sehe ich entschieden anders.
Da wo M drauf stand, war das auch alles drin.
Nö nicht wirklich. Das M Paket ist nur eine Ausstattungslinie, die je nach basisfahrzeug etwas unterschiedlich ist. Das wars dann auch schon. Das ist nicht zu verwechseln mit einem M Modell, dann fängt die Fahrzeug Bezeichnung aber auch schon mit einem M an.
piccolo85 schrieb:
Das geht schon in Ordnung für den 230xe mit 326PS. Das ist immerhin mehr als bei einem Golf R und liegt ungefähr mittig im A-Klasse AMG Angebot.
Wobei VW beim aktuellen Golf R ziemlich untertreibt bei der Leistungsangabe. Die leisten alle eigentlich gemessen 350-360 PS.
Lupus M schrieb:
Bezahlst dann hoffentlich 5,-EUR für den Liter SuperPlus und viel höhere Steuern.
Ist die frage, was man dann an Strom bezahlt, wenn man die Mineralöleinnahmen irgendwie sicherstellen möchte. Wir haben jetzt schon unverschämt hohe Energiepreise, und das obwohl unser Energiemix ziemlich dreckig ist. Wenn man die CO2 preise deutlich steigert wie geplant und so weitermacht, kostet strom in DE bald auch nicht mehr viel weniger, als Benzin. Öffentliche Säulen verlangen mittlerweile teils 50-80 Ct pro kw/h da ist man mit einem Diesel teilweise günstiger unterwegs.
Lupus M schrieb:
Elektrofahrzeuge sind auch nicht leise. In normalen Geschwindigkeitsbereichen sind die Abrollgeräusche höher, als das Motorgeräusch, wenn man nicht gerade mit einem Lamborghini V10 und offener Auspuffklappe unterwegs ist.
RaptorTP schrieb:
Jepp, keine Ahnung, was die sich da gedacht haben. Aber kann man dann wahrscheinlich gegen Aufpreis mit größerem Display bekommen. Irgendwie bekommt es kaum ein Hersteller hin, vernünftige Displays zu verbauen, die auch halbwegs hochwertig aussehen. Und bei der grafischen Darstellung möchte ich gar nicht anfangen. Das bekommen noch weniger gut hin.
GrinderFX schrieb:
Toll und dann kommt die große Menge benötigter Strom halt aus so umweltfreundlichen Kohlekraftwerken.
Kommt drauf an. Aber wenn man nach China schaut, wo man den Kohlestrom kräftig ausbaut und gleichzeitig bei 1 Mrd. plus Menschen langsam der Wohlstand einsetzt und man somit einen der größten Wachstumsmärkte für Fahrzeuge überhaut stellt, wird das ganze nicht unbedingt eine Global saubere Sache. In China und Indien ist das ganze politisch schon ein komplett anderes Thema. Im Westen wird man da zwar sauberer unterwegs sein, das ganze aber entsprechend bezahlen müssen.
Schnitz schrieb:
Wie funkioniert denn gerade die Treibstoffversorgung in Großbritannien? 🤡
Und wie funktioniert die Stromversorgung in weiten teilen Afrikas oder auch der USA, wenn es mal etwas stürmt oder schneit? GB ist hier ein sehr spezielles Thema. Die schaffen sich gerade selbst ab.
Schnitz schrieb:
Die Infrastruktur zur Carbon-Tankstellenversorgung ist auch nicht billiger! (Erdtank, Brandschutz, Säulen Eichmaßgenau herstellen, Zulieferung etc. pp.)
Nur das man die entsprechende Infrastruktur dafür bereits Flächendeckend aufgebaut hat. Sprich man hat hier schon Ressourcen investiert. Es werden kaum neue Tankstellen gebaut (ganz im Gegenteil sogar) und für die Wartung fallen vergleichsweise wenig Ressourcen an. Eichmaßnahmen, Bandschutz, Kühlung, Zulieferung etc. sind ja auch Themen, die bei Elektrotankstellen anfallen, wenn teils auch in einem anderen Umfang.
Iwwazwersch schrieb:
Dies ist auch eher in weiter Ferne, da aktuell darüber diskutiert wird, das ggf, die EEG Umlage für die Ladestationen wegfallen soll, damit der Strompreis an den Ladesäulen konstant gehalten werden kann bzw. vielleicht nach den letzten Preiserhöhungen auch wieder gesenkt werden kann.
Man wird die bisherigen Einnahmen schon umlegen, wo auch immer man die Kosten dann versteckt. Günstiger wirds nicht werden.
Weder Elektro noch Verbrenner sind der Weisheit letzter Schluss. Beide haben komplett unterschiedliche Herausforderungen zu meistern. Aber man merkt leider, dass hier mit einer politischen Agenda gehandelt wird, die nicht wirklich durchdacht ist. Mittelfristig bedeutet das eine hohe Umweltbelastung gepaart mit hohen investitionssummen, die alle tragen müssen, ohne den wirklichen Blick auf Alternativen. Man ist nicht offen für verschiedene Ansätze und das ist gefährlich. In allen Richtungen gibt es viele Unwahrheiten bzw. schöngerechnete Aussagen. Muss am Ende jeder selbst entscheiden. Hinter beiden Zweigen stecken große Unternehmen, viel Politik und viele Interessensträger, die für sich und gegen andere Argumentieren. Und das alles in Deutschland, wo man zum einen nicht sehr Technologieoffen ist.
Sowohl der Verbrenner (wenn auch nicht mit fossilem Treibstoff) als auch Elektrofahrzeuge haben Ihre Daseinsberechtigung und Anwendungsbereiche, wo sie super funktionieren und Bereiche, wo sie nicht effektiv sind. Pauschale Aussagen, Das Geschrei nach verboten etc. bringt aber nichts. Sowas ist Bullshit. Kern der Mobilitätswende ist eine saubere, ertragreiche Energiepolitik und Offenheit für verschiedene Technologien und der Bereitschaft in verschiedene Forschungsbereiche zu investieren und das ist leider aktuell fast nirgendwo der Fall.
ich bin mir sehr sicher, dass wir noch lange zeit sowohl verbrennet als auch Elektrofahrzeuge im globalen Einsatz haben werden. Ich sehe aber keine Zukunft in fossiler Energiegewinnung und fossilen Treibstoffen. Wo es auf lokale Emissionswerte ankommt, wird man mit Elektrofahrzeugen gut fahren können. Ob die am Ende von einem riesigen Akku, Brennstoffzellen oder ganz neuen Techniken angetrieben werden, sei mal dahingestellt. Im Gegenzug wird man Verbrenner auch auf lange Sicht aus vielen Bereichen nicht ersetzen können. Was bei einer Sauberen, Ertragreichen Energiegewinnung kein Problem ist, denn dann ist der hohe Energiebedarf für E-Fuels auch kein Totschlagargument mehr.
Aber global geht keine größere Regierung das Problem wirklich an und so endet es in kindischen Grabenkämpfen zwischen der Verbrenner und Elektrofraktion. Und das kostet nur wertvolle Zeit. Zeit die man in echte Lösungsansätze fließen könnte, die aber politisch nicht gewollt sind.