Photon schrieb:
Als ich aber vor Kurzem Arch installierte, tat ich es zum ersten Mal und deswegen muss ich echt sagen, dass Arch ziemlich benutzerfreundlich ist, wenn man als vollkommener Neuling die Einrichtung innerhalb von wenigen Stunden schafft.
Du hattest bereits 2 Jahre Ubuntu-Erfahrung. Von Neuling ist da keine Rede mehr.
Mit genügend Erfahrung (die du bereits hast!) erkennt man, dass jede Linux-Distribution eigentlich gleich ist und es daher auch egal ist, was man sich installiert. Die verschiedenen Distributionen benutzen in 90% der Fälle alle dieselbe Software. Warum sollter er nicht einfach eine Umsteiger-freundliche Distribution wie Ubuntu oder OpenSuse benutzen? Da kann er ein wenig mit ein paar Buttons experimentieren und wenn er dann mal Lust hat, auch in der Konsole mal rumfummeln.
Bei Gentoo wird er erstmal kein Land sehen, weil:
Als ich damals mit Linux anfingt, hatte ich nicht so sehr die Probleme mit dem System sondern eher mit den Programmnamen und der anderen Struktur des OS. Man hat einfach keine Ahnung, und bringt das auch nicht mal eben in 4 Stunden auf die Reihe. Da braucht es wesentlich mehr Zeit, meiner Erfahrung nach etwa einen oder mehr Monate. Dann hat man erstmal die Grundlagen drauf. Linux ist ein System, was man beherrschen muss und nicht mit spielen soll. Letzteres geht nämlich oft in die Hose.
Zu Anfang habe ich das Wörter X-Server, xfree86, xorg und X dutzende Male gehört und konnte mir nichts drunter vorstellen. Heute weiß ich, dass das quasi alles Synonyme sind. Bis man diese Erkenntnis nicht nur gefunden, sondern auch kapiert hat, was dahinter steckt, braucht es eben mehr als nur die Installationsanleitung von
http://wiki.archlinux.de/?title=X zu befolgen.
Mal nen (doofen) Vergleich: Das ein Auto Räder hat, ist dir klar, aber warum müssen sie rund sein? Und warum sollten es am besten 4 sein? usw. DAS ist es, was sich hinter Linux verbirgt.
Ok, das hört sich nach etwas tieferen Nachdenken vielleicht etwas religös oder esotherisch (= noch schlimmer) an ^^
Die Sache ist aber, benutzt man Linux, kommt man früher oder später mit den Idealen von diversen OSS-Verfechtern in Berührung. Entweder man aktzepiert sie, oder Linux scheint das falsche System für einen zu sein. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, ein System freiwillig zu benutzen, dessen Philosophie mir widerstrebt.
Das hält mich natürlich nicht davon ab, auch mal Windows zu benutzen, aber besonders glücklich bin ich dabei aber auch nicht immer.
Meine Meinung. Wer damit nicht einverstanden ist, kann seine Meinung ruhig darlegen. Erwartet aber nicht, dass übereinstimme.