Neues Einsteiger MTB

Daltimo

Lt. Commander
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März 2006
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Würde mir gern ein neues MTB kaufen wollen, für ein paar Touren durch Wald und Straße. Hier um die Ecke ist ein Bike-Store, der mir das Cube Aim Disc 29 oder Aim 29 empfohlen hat.

Wie ist hier die Technik? Gibt es noch weitere Empfehlungen? Bin auf dem Gebiet leider absoluter Leihe...
 
Es kommt immer drauf an wieviel du ausgeben willst. Die Komponenten beim Cube Aim sind ziemlich tief angesiedelt und bei Cube zahlt man mittlerweile einfach zuviel für den Namen. Ich würde nach einem MTB mit Deore oder zumindest kompletter Alivio Austattung Ausschau halten.
Es gilt Acera>Alivio>Deore>Deore S(L)X>Deore XT . Die Acera Kurbel, etc. würden mich davon abhalten das Cube Aim zu kaufen.
 
Das Problem ist, dass es jetzt mitten zum Saison Anfang ist und da kosten bikes, ohne Witz, quasi fast das doppelte als im Vergleich zum Herbst/Winter. Falls du einige Fahrradhändler in der Umgebung hast, würde ich mich dort einfach mal umschauen. Für Wald + Berge = MTB, für leichtes Gelände und Straße würde ich eher nach einem 28" Crossbike suchen.
 
Achso, ein bike aus dem Katalog bestellen würde ich als Einsteiger eher nicht. Nimm dir ruhig Zeit und probiere möglichst viele durch, wenn du von einem nicht mehr runter willst und das halbwegs anständige Komponenten hat schlag zu. Und schaue vor allem nach Crossbikes, auf Straße, Feldwegen, etc. sind die schneller unterwegs als mtbs.
 
Ich würde bei dem Einsatzzweck auch mal bei den Crossbikes schauen. Gudereit Xx-45 oder Stevens 4x Sx.
Wie schon geschrieben, kauf dir kein Rad aus dem Katalog wo du nicht drauf gesessen und eine mit Weile mit gefahren bist.
Bei Fahrrädern in der Preisklasse wird du immer Abstriche bei den Komponenten machen müssen, speziell was die Haltbarkeit angeht. Hier blenden fast alle Hersteller gerne mit einem Schaltwerk aus einer vergleichsweise hochpreisigen Baugruppe, dafür werden aber bei Tretlager, Kurbel und Kette der billigste Müll verbaut den das Teileregal hergibt.

Wenn du viel Fahrrad für dein Geld willst schau dich mal bei den Händlern nach entsprechenden gebrauchten um, da findet man hin und wieder Räder von Leuten die zwar Geld haben, aber nach ner Weile feststellen das Fahrradfahren mal gar nicht ihr Ding ist. Wenn du eins findest bekommst du deutlich mehr Fahrrad für dein Geld. Da du allerdings keinerlei Fachkenntnis zu besitzen scheinst solltest du von privat verkauften gebrauchten Abstand nehmen.
 
Es ist ja richtig das ihr einem Anfänger empfielt nicht aus dem Katalog zu bestellen. Problem ist das aber er ansonstengenau vor dem von Necrol geschildertem Problem steht im Laden. Nämlich das man dort in der Regel für 500€ nur einen Komponenten "Betrug" bekommt.
Ich kenn das Problem, habe selber Jahre in Fahrradläden gearbeitet.

Bei dem pepperbike bekommt man durchgehend ordentliche Komponenten. Die man auch später mal erweitern/umbauen usw. kann.

Problematisch bleibt das ganze dennoch.

Am besten ist wenn man im Bekanntenkreis einen Fahrrad Freak hat (Mechaniker) welcher Räder selber zusammenstellt/baut. In der Regel ist das nämlich ähnlich wie bei Pcs. Einzel komponenten kaufen (mal auch gebraucht) kann sich preislich sogar lohnen. Ich habe alle meine Bikes damals individuell zusammengeschraubt. Ich saß aber natürlich auch an der Quelle.

Willst du wirklich im laden kaufen und dann auch noch zu Markenrädern greifen (also Stevens z.B.) dann würde ich klar empfehlen noch 2-300€ zu sparen. Häufig bekommt man erst dann z.B. eine komplette Deore Gruppe.
 
Ein Fahhrad selbst zusammen zu stellen ist im Gegensatz zu einem PC aber für jeden der die Teile nicht knapp über Händler Einkaufspreis bekommt finanziell absolut uninteressant wenn es nicht gerade ein Rad mit maßgefertigtem Rahmen ist. Hier reden wir aber nicht über 600€ sondern eher über 3500+. Für die gebrauchten Teile gelten die gleichen Einschränkungen wie bei dem Gebrauchtkauf von privat. Ohne Kenne: Glücksspiel.
Der Aufwand ein Fahrrad aus Einzelteilen zusammen zu bauen ist auch etwas höher als bei einem PC, dazu kommt noch das ganze Kleinzeugs was auch gerne mal die Euros frisst. Bowdenzüge, Zugführungen, Schläuche usw. Sind Punkte die nicht viel kosten aber von vielen vergessen werden.

Mit nem Alivio-Schaltwerk kann man leben, die sind heute schon so gut das die meiner Meinung nach für jeden Freizeitradler ohne große sportliche Ambitionen locker reicht. Geht es regelmäßig und hart durchs Gelände sieht die Welt dann wieder anders aus. Was aber gar nicht (lange) geht sind die billigen Tretlager die man in solchen Rädern findet. Nach den ersten paar tausend km oder dem ersten Winter wo das Rad mal Salzwasser abbekommt fangen die spätestens an zu knacken.
 
Necrol schrieb:
Ein Fahhrad selbst zusammen zu stellen ist im Gegensatz zu einem PC aber für jeden der die Teile nicht knapp über Händler Einkaufspreis bekommt finanziell absolut uninteressant wenn es nicht gerade ein Rad mit maßgefertigtem Rahmen ist. Hier reden wir aber nicht über 600€ sondern eher über 3500+. Für die gebrauchten Teile gelten die gleichen Einschränkungen wie bei dem Gebrauchtkauf von privat. Ohne Kenne: Glücksspiel.

Hier übertreibst du aber leicht oder? ;)

Deore Gruppe gibts für 200€
http://www.ciclib.de/MTB-Bauteile/B...nId=&a=article&ProdNr=A4566&t=171&c=172&p=172
Rahmen für 125€
http://www.ciclib.de/Rahmen/MTB-Har...sionId=&a=article&ProdNr=A5187&t=46&c=47&p=47
günstiger Laufradsatz:
http://www.bike-discount.de/shop/k735/a1755/deore-mit-zac-19-schwarz.html

usw...

Das ganze war auch eher als Hinweis gemeint. Selber bauen geht schon auf Grund des mangelnden Werkzeuges nicht. Aber wenn man jemanden Kennt...wie gesagt.

Also 3500€...ich glaube du hast dich selber damit noch nicht so richtig auseinandergesetzt ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe vom Bike-Shop einen Katalog mit erhalten, inkl. ein paar Preisen. Diesen blättere ich gerade durch und informiere mich über ein paar Komponenten. Mir ist bewusst, dass ich für meine Preisvorstellungen nicht "Das Bike" erhalte. Hintergrund ist jedoch der, ich bin seit Jahren nicht mehr Rad gefahren, weil ich keines hatte und auch keine Zeit. Ich brauche aber einen Ausgleich zum Berufsleben, deshalb bin ich auf das Rad gekommen. Ich hoffe, dass ich auch das Rad nehme wenn ich es habe....

Ich wollte das Bike in einem Shop kaufen, erstens Zwecks Beratung und auch wenn ich was habe ist dieser gleich um die Ecke. Problem ist nur, dass dieser hauptsächlich Ghost und Cube anbietet. Scott, Stevens und wie sie alle heißen sind nicht im Angebot. Ich gehe davon aus, dass ich nach längerer Zeit oder Defekt einzelner Komponenten auch bessere nachrüsten kann oder? Preislich bin ich eigentlich mit der Einstellung in den Store gegangen, dass ich für 400€ schon ein gutes Bike bekomme, doch weit gefehlt.

Um bei Cube zu bleiben, da Ghost noch etwas teurer ist. Ich könnte mich auch auf ein Analog 26 noch einlassen, doch dann ist für mich schluss. 679€ für ein Einsteigerbike ist denke ich zunächst genug. Bietet Ghost vergleichbares oder sind das bessere Bikes? Bekomme ich da was besseres?

Im Laden wurde mir gesagt, dass die 29er großen Komfort bieten für jedes Gelände ist das auch so?


Bei Ghost hätte ich dieses hier gefunden:
http://mhw-bike-house.de/shop/show/...prid5932.htm?gclid=COLo6LqS7bYCFWLHtAodYX8AfQ
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich gehe davon aus, dass ich nach längerer Zeit oder Defekt einzelner Komponenten auch bessere nachrüsten kann oder?
Jupp. Hauptsache Rahmen und Felgen sind stabil und passen. Die ganzen Komponenten kannst du später problemlos tauschen. Und die vorhandenen Teile musst du erstmal kaputt fahren. Da bist du ne Weile beschäftigt;-)

Das Cube Analog ist vielleicht nicht der P/L Sieger, aber schon OK. Wenn für dich der Händler um die Ecke so wichtig ist dann spricht eigentlich nix dagegen.

26/29 bezieht sich auf die Reifengröße. Je größer der Reifen um so leichter rollt er, ist aber schwerer und etwas weniger wendig. Grob kann man sagen: Fährst du viele Toruen dann 29er, fährst du anspruchsvolle enge Trails dann 26".
 
Sunbird84 schrieb:
Hier übertreibst du aber leicht oder? ;)
...

Das ganze war auch eher als Hinweis gemeint. Selber bauen geht schon auf Grund des mangelnden Werkzeuges nicht. Aber wenn man jemanden Kennt...wie gesagt.

Also 3500€...ich glaube du hast dich selber damit noch nicht so richtig auseinandergesetzt ;)

Ich habe 5 Jahre in einem Fahrradladen in der Werkstatt gearbeitet und dort einige Räder für Kunden Montiert wo Geld überhaupt keine Rolle gespielt hat.
Ich habe nicht gesagt das man für weniger Geld nicht selbst was zusammen stellen kann, ich habe nur gesagt das ich es finanziell für wenig sinnvoll halte da ich für das gleiche Geld auch etwas vergleichbares von der Stange bekommen kann.

Bei den Preisen die du genannt hast kommst kommen wir auf 90+209+125=324€ ohne Versand.
Es fehlen: Ritzelpaket, Kette, Lenker, Vorbau, Steuersatz, Sattel, Sattelstange, Schläuche, Reifen und das schon erwähnte Kleinzeug + die Arbeitszeit.
Da bist du am Ende auch ganz schnell wieder bei 500€ aufwärts wenn du bei den Teilen die fehlen ungefähr auf dem Qualitätsniveau einer Deore-Gruppe bleibst.
Wenn man nicht wie der TE jetzt zum Saisonanfang was kaufen möchte bekommt man ein entsprechend ausgestattetes Rad auch für vergleichbares Geld.
 
gaunt schrieb:
Jupp. Hauptsache Rahmen und Felgen sind stabil und passen. Die ganzen Komponenten kannst du später problemlos tauschen. Und die vorhandenen Teile musst du erstmal kaputt fahren. Da bist du ne Weile beschäftigt;-)

Das Cube Analog ist vielleicht nicht der P/L Sieger, aber schon OK. Wenn für dich der Händler um die Ecke so wichtig ist dann spricht eigentlich nix dagegen.

26/29 bezieht sich auf die Reifengröße. Je größer der Reifen um so leichter rollt er, ist aber schwerer und etwas weniger wendig. Grob kann man sagen: Fährst du viele Toruen dann 29er, fährst du anspruchsvolle enge Trails dann 26".

Das hat mir schon mal sehr weitergeholfen. Also mache ich grundlegend nichts verkehrt egal ob Analog oder Aim Disc. Die 29er Variante sollte auch richtig für mich sein, in wilden Geländen werde ich mich wohl nicht rumtreiben. Waldwege, Straßen, Schotterpisten muss ich an meinem Wohnort finden und erkunden....
 
dann würde ich aber eher nicht zu einem mtb greifen, denn die sind fürs wilde Gelände.
 
Eher nen Crossrad, weil man damit schneller unterwegs ist. Ein MTB ist toll, aber wie gesagt nur um wilden Gelände und in den Bergen wo es seine Stärken ausspielt.

Sowas vllt, einfach mal bei den Crossrädern schauen:

http://www.mhw-bike-house.de/shop/s...grey-2012/~kid532/~tplprodukt_1/~prid3954.htm

http://www.fahrrad.de/fahrraeder/crossraeder/serious-tenaya-27g-xt-28-zoll/284157.html


Sonst bei den kleinazeigen gucken,da macht man mit Fahrrädern oft super Schnäppchen. Jetzt zum Beginn der Saison sollte man bis September eigtl keine Fahrräder neu kaufen, sind einfach zu teuer.

Aber nochmal mein Rat, fahre viele Fahrräder probe und lass sie dir korrekt einstellen. Es gibt nichts schlimmeres als nach 2 Wochen zu merken, dass das neue Rad doch nicht so passt. Also lass dir deine Schrithöhe ausmessen und die richtige Rahmengröße geben.
 
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Cross und MTB unterscheiden sich doch nur durch die Reifen oder? Ich stelle zumindest keinen großen Gewichtsunterschied fest.

Schlimmstenfalls kann ich mir doch andere Reifen drauf machen lassen oder?
 
MTB: Normalerweise 26" also kleiner + kleinerer Reifendurchmesser, andere Geometrie, größerer Dämpfer, ...
Crossrad: 28", schmalere Reifen, etc.

GErade die Geometrie hat ne menge Einfluss, also GAbellänge, Sitzabstand, usw.

probiere es einfach mal aus. Mit dem Crossrad bist du meiner Meinung nach besser bedient weil es mehr zu deinem Anforderungsprofil passt.
 
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