Nicht falsch verstehen, MS ist eine absolute Shitshow, wenn man bedenkt wieviel Geld die für die ganzen Einkäufe der diversen Spielestudios bezahlt haben und dann den Output entgegensetzt. Das scheint mir ein Luxus Problem zu sein, wie in so vielen Branchen/Unternehmen haben, wo die Margen und Totalen so gigantisch sind.
Auf der anderen Seite ist die Games Branche hoffnungslos übersättigt. Jeden Tag erscheinen alleine auf Steam unzählige Games und auch viele zumindest halbwegs Gute. Viele spielenswerte Games gehen einfach in der Masse unter. Auch nutzten sich Games genauso ab, wie der Film oder das Buch. Vieles war schon da und weniger Titel, dafür aber durchdachtes Neues, wäre wünschenswert.
Eine andere These wiederum: Durch die Zugänglichkeit moderner Engines und anderer Entwicklertools kommen Leute in den Markt, die halt nicht mehr als über das Mittelmaß hinauskommen. Das produziert eben jene Games. Die Limitierungen der 80 - 2000er was Engines und Tools angeht hat einen weitaus höheren Standard an Bildung, Können und Leistung vorausgesetzt. Auch mussten die Hürden der Limitierungen an Hardware und Software überwunden werden, was zu zwangsläufiger Optimierung führte und oft auch den Look und die Mechanik geprägt hat. Heute funktioniert vieles auf Anhieb deutlich besser und dabei bleibt es dann oft auch. Funktioniert ist gut genug.
Und als letztes muss man halt auch immer sagen, dass solche weinerlichen Artikel über den Stellenabbau in der Industrie immer auch etwas Scheinheiliges an sich haben. Erstens weil man selbst Teil der Branche ist und zweitens da ich noch nie einen Artikel darüber gelesen habe, wie z.B. Bethesda jetzt gerade 300 Leute eingestellt hat, weil sie diese für ein neues Projekt gerade brauchen.