News Nexperia: Niederlande übernehmen Kontrolle, China legt Exportbann auf

NameHere schrieb:
Und warum haben die den Verkauf vor ein paar Jahren zugestimmt?

Wer soll in der EU noch von ausserhalb investieren wenn wir Firmen enteignen und verstaatlichen? Was denken sich ausländische Investoren bei solchen Aktionen?

Anno dazumal war recht sicher eine andere Regierung am Hebel, die Realisierung wie China Wirtschaftspolitik betreibt kam bei Einigen wirklich erst sehr spät an, ..

Naja, US-amerikanische Investoren werden (noch) meist geduldet, Japan (z.B. Softbank) auch, Chinesische halt nicht. Wobei China staatlich meist selber extrem eingreift. Chinesische Firmen kaufen und deren KnowHow und/oder Kapazitäten abziehen geht praktisch nicht. Die Auslandsinvestitionen sind staatlich gestützt. Als Investor der aus halbwegs freien Märkten kommt, kann es einen eigentlich nur freuen, dass gegen die Marktverzerrung vorgegangen wird.
 
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@Piktogramm ich armer Leser bin auf den Artikel reingefallen, der mir suggeriert hat, das in "älteren" Verfahren produziert wird und nicht ganz so dem üblichen High-end entspricht.
Dabei werden ältere Fertigungsstufen beispielsweise in 150 und 180 nm genutzt, wobei 200-mm-Wafer zum Einsatz kommen.
 
Zdarko2 schrieb:
Was ist denn daran "Gebaren" ((auffälliges) Verhalten), sich an Unternehmen zu beteiligen oder sie zu kaufen? Das ist ganz normal für Unternehmen und Investoren. Handlungen der entsprechenden westlichen Regierungen würde ich eher so bezeichnen, da diese ganz klar politisch motiviert sind. Man hat kein Problem mit Übernahme durch Amerikaner, aber mit Chinesen immer mehr. Dass man sich dann irgendeinen Grund ("Goods Availability Act") zusammenlügt, um dem Ganzen einen rechtlich sauberen Anstrich zu geben, ist auch Standard in der Politik.
Arbeite Du mal mit China zusammen. Natürlich hätte man Verkäufe aus der EU nach China nie erlauben sollen. Schon alleine deswegen nicht, weil wir keine Justizaustauschabkommen mit China haben.
 
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mr_andersson schrieb:
...die USA eine Demokratie.
Eine Demokratie in der die eigenen US Bürger von einem Tag zum nächsten Tag spurlos verschwinden. Eine Demokratie in der demokratisch geführte Städte vom Militär angegriffen werden. Eine Demokratie ohne Pressefreiheit. Eine Demokratie in der die Frauenrechte extrem beschnitten werden. Eine Demokratie in der sexuell andersdenkende nicht sicher sind. Eine Demokratie in der "Soziale" Ausgaben extrem beschnitten werden. Eine Demokratie in der Studierende, Professoren und Universitäten in permanenter Angst leben müssen. Eine Demokratie in der der Klimawandel geleugnet wird und alle Studien dazu verboten sind. Eine Demokratie in der (alle) Generäle zusammengerufen werden, um sie einzuschwören auf das "neue" Feindbild Demokraten und Demokratie. Eine Demokratie in der wahrlos Menschen aus Politik und Behörden massenhaft entlassen werden.
Eine Demokratie in der der Präsident einen Bürgerkrieg fordert. Eine Demokratie in der es keine Fakten mehr gibt sondern nur eine verdrehte "Wahrheit". Eine Demokratie die eigentlich Faschismus genannt werden muss.
 
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puh ..was hat das jetzt mit Demokratie zu tun?
Verdreh jetzt mal nicht alles. Das deckt alles das Strafrecht.
Ob ich jetzt zu jedem freundlich bin hat auch nichts mit Demokratie zu tun.

Spock37 schrieb:
Natürlich hätte man Verkäufe aus der EU nach China nie erlauben sollen.
Ich liebe Kapital mit Moral
 
Ist es nicht faktisch eine Enteignung? Können ab jetzt China und andere Länder ebenfalls Unternehmen übernehmen, die als Bedrohung für die nationale Sicherheit gelten?
 
Syrato schrieb:
Solches einschreiten sollte in allen europäischen Ländern Standard sein!
Die Rufe nach dem Staat im Kapitalismus, in dem wir leben, werden immer lauter..wo das mal enden soll will ich eher nicht erleben
 
Der niederländische Konzern Philips hat seine Haushaltsgeräte-Sparte abgestoßen. Die Produktion von Geräten wie Staubsaugern, Kaffeemaschinen, Bügeleisen und Gartengeräten wurde für rund 3,7 Milliarden Euro an den Investmentfonds Hillhouse Capital aus Hongkong verkauft, teilte Philips am 25.03.2021 in Amsterdam mit.
Schreiten sie da auch ein?
 
wie beschissen muss es den Engländern gehen nahezu ihre komplette Autoindustrie verhöckert zu haben.
 
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foggie schrieb:
puh ..was hat das jetzt mit Demokratie zu tun?
Verdreh jetzt mal nicht alles. Das deckt alles das Strafrecht.
Ob ich jetzt zu jedem freundlich bin hat auch nichts mit Demokratie zu tun.
Eine Demokratie, ohne Rechtestaatlichkeit und ohne Gleichbehandlung von Menschen ist halt keine Demokratie.
Und was da drüben abgeht hat mit deren Strafrecht nixmehr zu tun.

derkerl schrieb:
Die Rufe nach dem Staat im Kapitalismus, in dem wir leben, werden immer lauter..wo das mal enden soll will ich eher nicht erleben
Die im wissenschaftlichem Kontext formulierten Staatstheorien zum Kapitalismus sehen allesamt staatliches Eingreifen vor um Monopole und sonstige Marktverzerrung zu verhindern. Das öffnen von Märkten, öffnet diese immer gegenüber bösartigen Akteuren, die nicht am offenen Markt interessiert sind.
Schon Adam Smith hat dazu Gedanken formuliert, die weit komplexer sind als "Kapitalismus geil, Staat doof, unsichtbare Hand"
 
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Mir wären ein paar Sätze dazu was der Konzern herstellt am Anfang des Artikels hilfreich gewesen..
 
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wan_world schrieb:
Können ab jetzt China und andere Länder ebenfalls Unternehmen übernehmen, die als Bedrohung für die nationale Sicherheit gelten?
guter witz, in china ist kein ausländisches unternehmen irgendwo mit mehr als 50% beteiligt. defacto hat der chinesische staat dort immer die hoheit.
 
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Es wurde höchste Zeit, Angesichts Chinas Auftreten müssten deutlich mehr Länder Konsequenzen ziehen.
 
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0x8100 schrieb:
guter witz, in china ist kein ausländisches unternehmen irgendwo mit mehr als 50% beteiligt. defacto hat der chinesische staat dort immer die hoheit.

Das ist falsch. Es gibt diverse Beteiligungsformen:
  • Wholly Foreign-Owned Enterprises (WFOE): 100 %-Beteiligung durch ausländische Investoren, erlaubt in Sektoren ohne Einschränkungen gemäß der Negative List.
  • Sino-Foreign Joint Ventures (JV): Gemeinsame Unternehmen mit chinesischen Partnern, entweder als Equity Joint Venture (EJV) oder Cooperative Joint Venture (CJV). In eingeschränkten Sektoren (z. B. Automobil, Telekommunikation) ist eine Mehrheitsbeteiligung oder Kontrolle durch den chinesischen Partner oft vorgeschrieben.
  • Minority Investments: Beteiligungen unter 50 %, die keine Kontrolle verleihen, sind in den meisten Sektoren weniger stark reguliert.
Beispiel: Seit der Aufhebung von Beteiligungsbeschränkungen in der Automobilindustrie (2022) können ausländische Firmen 100 % an Automobilherstellern halten.


Vielleicht sollte man sich zunächst gründlich mit dem Thema auseinandersetzen, anstatt vorschnell Unsinn zu verbreiten oder ungeprüft Fake News zu übernehmen.
 
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wan_world schrieb:
gemäß der Negative List.
wan_world schrieb:
In eingeschränkten Sektoren (z. B. Automobil, Telekommunikation) ist eine Mehrheitsbeteiligung oder Kontrolle durch den chinesischen Partner oft vorgeschrieben.
gut, dass wir darüber geredet haben. auf dem papier gibt es jede menge rechte in china, in der praxis sieht das ganz anders aus.
 
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0x8100 schrieb:
gut, dass wir darüber geredet haben. auf dem papier gibt es jede menge rechte in china, in der praxis sieht das ganz anders aus.

Gibt es dafür vielleicht Beweise oder gar Erfahrungen, oder basiert alles nur auf einem Gefühl? Wie gesagt, man sollte sich zunächst ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen und nicht selbst etwas ausdenken, das nicht den Fakten entspricht.
 
wan_world schrieb:
Gibt es dafür vielleicht Beweise oder gar Erfahrungen
bro, die halten sich selbst vor der weltöffentlichkeit nicht an ihre eigenen gesetze:
The National Flag, when raised or carried in a procession with other flags, shall be in front of the others.
https://en.wikisource.org/wiki/Law_of_the_People's_Republic_of_China_on_the_National_Flag_(2020)

da kommt die parteiflagge zuerst - und das ist in dieser deutlichkeit kein versehen sondern volle absicht:
 
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Gute Strategie. Erst für fast 3 Mrd. verkaufen und dann holt es sich "der Vater" vom Verkäufer (sein Heimatstaat) zurück? :D
 
Nexperia gehörte mal zu NXP und wurde 2017 nach China verkauft. Die Wurzeln in den Niederlanden sind aber so tief, dass nun die Regierung einschreitet.

Ach je, also ganz ehrlich. Dass bei sowas nie die Frage aufkommt, warum im Vorfeld überhaupt verkauft wurde, ist schon schräg. Hat irgendjemand NXP dazu gezwungen, Nexperia nach China zu verkaufen? :freak:

Da hat doch jemand Dollarzeichen in seinen Glubscherchen gehabt und ein offenbar tief in Hollands Seele verankertes Unternehmen an ein Konzern weit in asiatischem Kulturraum verkauft. Und nun soll man hier Mitleid haben? Hm....

Dass das kein Einzelfall ist, ist jedem klar. Dass mit traditionell deutschen Unternehmen dasselbe zigfach passiert ist, wohl auch. Was soll man da noch sagen....
 
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