Neue Konsolen mit mutmaßlich Shared-GDDR7 in 2027 ... ähm, nein, niemals. See you in 2029, Mrs. Su - maybe.
Wäre natürlich sehr schade, wenn die SoCs bis dahin schon zwei Jahre restlos fertig wären, nicht mehr verändert würden und entsprechend veraltet wären, wenn sie erscheinen. Andererseits ruht durch die Krise der Fortschritt ja eventuell auch in anderen Segmenten des Endverbrauchs. Dann wäre quasi einfach eine "Fortschrittspause" eingelegt, die alle sich teilen.
Aufgeschmissen wären dann primär die Spieleentwickler, die sich nicht auf bahnbrechende neue Technik verlassen könnten, um ihre nächste AAA-Generation an den Gamer zu bringen.
Rickmer schrieb:
Bei den Konsolen ist ein Zyklus von ~7 Jahren üblich, in der Hinsicht würde das daher passen. Die letzte Generation kam 2020 auf den Markt.
Eine Verzögerung auf 2028 oder 2029 würde mMn nur passieren falls die Verfügbarkeit bzw. der Preis von NAND / DRAM sich so katastrophal entwickelt, dass man sich nicht traut, die Konsole für den Herstellungspreis zu verkaufen.
Das Ding ist: Die Praxis, Spielekonsolen preislich zu subventionieren, ist im Laufe dieser Generation bereits gestorben. Die Preise von XSX und PS5 sind seit 2020 effektiv gestiegen statt zu fallen, wie das üblich wäre. Sony und Microsoft haben das durch Preisbumps im Laufe der Zeit forciert. Insbesondere Sony machte sehr viel früher Profit mit der Hardware selbst als sonst üblich war.
Eine neue Konsolengeneration müsste mit wenigstens 24 GB VRAM bestückt werden, eher eigentlich 32 GB - oder sich für eine kompliziertere Speicherarchitektur entscheiden, die günstigere RAM-Klassen fürs System einbringt. Microsoft hat das bei der Xbox oft so gehandhabt, hatte davon aber oft genug nur Nachteile. So oder so wäre zu erwarten, dass neue Geräte preislich in einem für Konsolen unüblichen Bereich landen würden, der letztlich die Verkaufsziele gefährden würde.
Ich persönlich rechne daher mit einem verlängerten Zyklus. Ob der wachsenden Investitionen in KI und co. kann das auch Microsoft eigentlich nur recht sein. Sony vielleicht weniger, aber die haben mit PS4 und PS5 ja bereits eine riesige Installationsbasis und können einfach weiter Spiele verkaufen. Da auch eine PS6 eine x86-Konsole wäre, könnte man im Zweifel einfach runterskalieren und Spiele, die für die neue Generation gedacht waren, auf den Vorgängern lauffähig machen. Üblicherweise läuft das mittlerweile ja sowieso so.