News Nvidia-CEO Jensen Huang: China wird das AI-Rennen am Ende gewinnen

yetisports schrieb:
Wenn an diesen Tagen nur 1-5% mit Wind+Sonne gedeckt werden braucht man da schon für den einen Tag 2 TWh an Speicher.
Das ist Unsinn, wie der Tag, an dem das passiert ist, selbst belegt: Strom war genug da.

yetisports schrieb:
Die knapp 8,7 TWh pro AKW im Jahr fehlen nun mal.
Hätte damals nicht der Krieg begonnen, hätte sich niemand dafür interessiert, dass still und leise die letzten AKW vom Netz gehen, so wie ihre Vorgänger im Jahrzehnt davor auch schon. Die Bruttostromerzeugung in Deutschland liegt seit dem Jahr 2000 konstant um die 600TWh, mehr oder weniger. Erst 23 Jahre später hat Deutschland mal einen einstelligen Betrag seines Strombedarfs netto mehr importiert als exportiert und das auch nur aus Kostengründen, wie bereits dargelegt. Wo bitte fehlen da jetzt die AKW?

yetisports schrieb:
Andere Länder haben nicht annähernd den gleichen Energieverbrauch pro Einwohner, weil viel weniger Industrie vorhanden ist. Wir sind ja quasi bei 8000 kWh/Einwohner beim Strom (Haushalte und Industrie). Wenn wir uns da nach unten angleichen wollen sind wir mit vielen Industrien dank der Energiepolitik auf einem guten Weg (bspw. Stahl, Chemie).
Die deutsche Industrie deckt 20% ihres Energiebedarfs mit Strom, den Rest hauptsächlich mit Gas und Öl. Wohlgemerkt nicht in Form von Strom, sondern weil man sie verbrennt und die Wärmeenergie entnimmt oder sie chemisch umwandelt. Das ist quasi Steinzeit nur in industriellem Maßstab. Mit billigem russischen Gas kann man das machen, aber die Senkung des Industriestrompreises letztens beweist, dass man hier nur indirekt das teure Gas subventionieren musste, weil der Umbau der Industrie im Schlafwagen verfolgt wird.

Man kann also viel meckern, aber die Erneuerbaren Energien sind Teil der Lösung und nicht des Problems.

yetisports schrieb:
Mir fehlt bei den weiteren Problemen (Demografie, Migration / Integration, Bürokratie) wirklich die Fantasie, wie man die hochbezahlten Arbeitskräfte behalten will, die die Energiewende und andere Projekte (Sozialstaat) finanzieren - zumal die Babyboomer ja im entscheidenden Teil der Wende schon längst in Rente sind.
Da sind wir wohl einer Meinung, ich bin in der Idylle einer immer wachsenden Wirtschaft und eines immer währenden Wohlstands aufgewachsen wie die meisten Deutschen wohl. Historisch betrachtet sind die europäischen Staaten bereits seit 1914 in einem konstanten Niedergang. Das fing mit dem Ende des Imperialismus an und setzt sich jetzt im Konkurrenzkampf der Globalisierung fort. Aber die Lösung kann nur ein europäisches Denken sein. Deutschland ist international vielleicht kein Schwergewicht mehr, aber in Europa hängt vieles noch von uns ab - in einem sehr positiven Sinne. Was haben wir denn erwartet, frage ich mich. China und der Rest der Welt industrialisieren sich nun einmal auch. Zu glauben man könne diesen Wettlauf als Einzelstaat immer weiter mitlaufen, führt nicht ans Ziel.
 
Boimler schrieb:
Das ist Unsinn, wie der Tag, an dem das passiert ist, selbst belegt: Strom war genug da.
Klar war genug da. Aber das war überwiegen fossil. Da wollen wir ja raus.
Boimler schrieb:
Hätte damals nicht der Krieg begonnen, hätte sich niemand dafür interessiert, dass still und leise die letzten AKW vom Netz gehen, so wie ihre Vorgänger im Jahrzehnt davor auch schon. Die Bruttostromerzeugung in Deutschland liegt seit dem Jahr 2000 konstant um die 600TWh, mehr oder weniger. Erst 23 Jahre später hat Deutschland mal einen einstelligen Betrag seines Strombedarfs netto mehr importiert als exportiert und das auch nur aus Kostengründen, wie bereits dargelegt. Wo bitte fehlen da jetzt die AKW?
Wir importieren ja weil wir keine günstigen Stromquellen hier haben, bspw. viel Kernenergie aus Frankreich. Die Import-Überschüsse korrelieren mit der Abschaltung, gerade auch, wenn man das in der Historie auf Monatsebene sieht. Wir brauchen letztlich ja gar keine Stromerzeuger, wenn wir alles importieren, solange es funktioniert. Nur irgendwie höre ich ja tagtäglich machen wir die Energiewende, um unabhängig zu werden. Nur weil die EU nicht Putin ist hat jedes Land ja trotzdem noch eigene Interessen. Abhängigkeit ist Abhängigkeit.
Boimler schrieb:
Die deutsche Industrie deckt 20% ihres Energiebedarfs mit Strom, den Rest hauptsächlich mit Gas und Öl. Wohlgemerkt nicht in Form von Strom, sondern weil man sie verbrennt und die Wärmeenergie entnimmt oder sie chemisch umwandelt. Das ist quasi Steinzeit nur in industriellem Maßstab. Mit billigem russischen Gas kann man das machen, aber die Senkung des Industriestrompreises letztens beweist, dass man hier nur indirekt das teure Gas subventionieren musste, weil der Umbau der Industrie im Schlafwagen verfolgt wird.
Aufgrund der hohen Energiepreise ist die Industrie ja schon super effizient. Durch alles was mit Bürokratie und Fachkräftemangel dazu kommt bauen die Unternehmen aber lieber woanders Kapazitäten auf und halten hier bestenfalls das Level. Man kann den Unternehmen nicht Dinge vorwerfen für die der Staat vorarbeiten leisten muss - Stichwort Planungssicherheit.
Boimler schrieb:
Man kann also viel meckern, aber die Erneuerbaren Energien sind Teil der Lösung und nicht des Problems.
Richtig. TEIL der Lösung. Alles was CO2-frei ist ist ein Teil der Lösung bzw. kann einer sein. Am Ende geht es um Sicherheit, Verfügbarkeit, Resilienz und einen günstigen Preis - alles bei Klimaneutralität. Ich sehe da von insbesondere staatlicher Seite große Defizite in allen Bereichen.
Boimler schrieb:
Da sind wir wohl einer Meinung, ich bin in der Idylle einer immer wachsenden Wirtschaft und eines immer währenden Wohlstands aufgewachsen wie die meisten Deutschen wohl. Historisch betrachtet sind die europäischen Staaten bereits seit 1914 in einem konstanten Niedergang. Das fing mit dem Ende des Imperialismus an und setzt sich jetzt im Konkurrenzkampf der Globalisierung fort. Aber die Lösung kann nur ein europäisches Denken sein. Deutschland ist international vielleicht kein Schwergewicht mehr, aber in Europa hängt vieles noch von uns ab - in einem sehr positiven Sinne. Was haben wir denn erwartet, frage ich mich. China und der Rest der Welt industrialisieren sich nun einmal auch. Zu glauben man könne diesen Wettlauf als Einzelstaat immer weiter mitlaufen, führt nicht ans Ziel.
Ich glaube die Deutschen (= Deutsche Politik) sind die Einzigen, die sich als Europäer sehen. Quasi jedes andere Land versucht über das Vehikel Brüssel die eigenen Interessen zu verfolgen. Wenn man sich anschaut wie sich Polen die letzten Jahrzehnte entwickelt hat kann man nur den Hut ziehen. So weit weg sind die nicht mehr von uns. Wir machen es uns unnötig schwer mit Bürokratie etc und die Politik sieht die EU immer noch als super relevant in der Welt an. Hört man sich amerikanische Podcasts an, geht es da nur noch um China und die anderen Länder in deren Windschatten. Die EU ist einfach super schwach dabei Dinge auf die Straße zu bringen abseits der Regulierung von Industrien, in denen wir nichts oder wenig zu melden haben (KI Act).

Die Menschen in Europa wollen sich erwachsen fühlen und sich verwirklichen. Die EU legt jeden in Handschellen, weil eine laute Minderheit nicht versteht, dass der gegebene Wohlstand keine Selbstverständlichkeit ist.

Die EU war zur Jahrtausendwende viel stärker vom BIP als die USA und inzwischen ist es genau anders herum.
 
AssembIer schrieb:
Naja, Fakt ist das ein Inder oder Chinese weiterhin weniger Energie verbraucht als Menachen die in den führenden Industrienationen leben.
Fakt ist das ein chinese pro kopf mehr Strom verbraucht bei aktuellen Werten..... und fakt ist das china co2 neutral 15 jahre nach Deutschland sein will(wohl bemerkt mit der aussage frühestens)
Auch fakt ist das co2 pro Kopf in China höher ist..... Fakt ist das China 20% erneuerbare hat und Deutschland bei 57%(erzeugt wurden sogar 62%). Es gibt zwar Berichte von "china baut mehr erneuerbare als DE" und das stimmt ja auch. Nur brauchen sie halt auch 20x so viel strom wie DE. Die 20% erneuerbare die china aktuell hat sind schon mehr Strom als Deutschland im Jahr überhaupt Verbraucht..... du kannst am ende kein land mit über 1,4 Milliarden gegen 80 Millionen vergleichen......
 
Fleischiyufka schrieb:
du kannst am ende kein land mit über 1,4 Milliarden gegen 80 Millionen vergleichen......
Das ist im Prinzip genau das, was ich damit sagen wollte. Den absoluten Energieverbrauch heranziehen und dann draufhauen ist halt kompletter BS, da man die Relationen einfach gekonnt ausblendet.

Wenn man die Sache dann noch historisch betrachtet, machen die Industrienationen in Europa und Nordamerika das Klima schon seit mehr als einem Jahrhundert kaputt, lange bevor es in China oder Indien nennenswerte Industrie gab.

Für mich ist dabei klar, wer Verantwortung tragen und den Vorreiter spielen muss, auch wenn das vielen nicht gefällt. Andere Akteure können da nur mithelfen und nachziehen. Da hilft es nicht, wenn man stattdessen mit dem erhobenen Zeigefinger durch das Weltgeschehen stolziert.

Auf deine anderen Punkte gehe ich jetzt nicht weiter ein, aber an der Stelle musste ich lachen:
Fleischiyufka schrieb:
und fakt ist das china co2 neutral 15 jahre nach Deutschland sein will(wohl bemerkt mit der aussage frühesten
Da glaubst du hoffentlich selbst nicht dran, dass Deutschland 15 Jahre vor China Klimaneutral werden wird..
 
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