Offene Stellen, warum suchen Firmen aber stellen nicht ein?

novle schrieb:
...aber es ging ja speziell darum, warum unternehmen bei einer auswahl von mehreren bewerbern keinen einstellen. nach diesem thread sollen gründe unfähige bewerber oder billige werbung für unternehmen sein.

Nach diesem Thread geht es nicht darum, dass es nur unfähige Bewerber oder unwillige Unternehmen gibt, sondern lediglich, das der Richtige bisher nicht gefunden wurde.

Und um noch mal ein Beispiel meines Arbeitgebers aufzugreifen: wir haben 2 Leute für die gleiche Abteilung gesucht (Beratung), der ersten wurde gefunden und die Anzeige weiterhin belassen bzw. neu geschaltet um den zweiten zu finden. Und was sehen andere und fragen sich andere? Die Anzeige steht immer noch drin, warum suchen die noch immer?

Man steckt einfach nicht genug drin im Unternehmen, welches letztendlich auch nur aus Menschen besteht, die genauso subjektiv, unkorrekt, unfair, ungenau sind wie die Bewerber, die in diese Firma reinwollen. Und ist der Bewerber unkorrekt, unfair, ungenau? Er ist es in gleichem Maße wie der Personaler, der eine verkauft sich (Bewerber) und der andere muss einkaufen (Personaler).

Daaron schrieb:
...Du hast also in den ersten 2 Phasen bereits mit etwas Pech genau den Bewerber rausgekickt, der in dein Team passen würde wie die Faust aufs Auge, nur weil er einen dämlichen Tippfehler gemacht hat, sein Drucker ne unbemerkte Macke hatte oder die Bewerbung auf dem Postweg nass geworden ist.
Dann ist es auch kein Wunder, dass du die 4-5 Leute vom Vorstellungsgespräch doch nicht nimmst.

So ist das auch nicht immer (aber bestimmt noch oft genug). Bei einem Tippfehler oder einer unsauberen Formatierung landet die Bewerbung nicht gleich im Papierkorb: ABER man hat bereits einen Minuspunkt, zugegeben. Glänzt derjenige jetzt aber durch gute Führung, steht auch hier einer Einladung wenig im Wege. Es ist nicht alles schwarz oder weiß, einige Ecken und Kanten werden schon gewährt, wenn der Bewerber dafür mit anderen Pfunden aufwartet.
 
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Also mir wurde mal gesagt, dass große Firmen das machen um gut dazustehen. => Werbung

wenn jetzt viele Leute oft Stellenanzeigen vom Unternehmen X in der Zeitung lesen, denken die natürlich "bei denen muss es ja super laufen" . Dies kann auch Vertrauen zum Unternehmen X aufbauen und der Name bleibt dann im Kopf hängen. Die wenigsten merken ja, das gar kein neues Personal eingestellt wird.
 
Bei solchen Sachen kann es um vieles gehen. Werbung, potentielle Kanditaten suchen falls mal eine Stelle vakant werden sollte also gewissermassen man arbeitet vor, es gab zwischendurch einen Politikwechsel in der Firma der die Stelle überflüssig machte und man merkt dann man braucht sie ja doch, vielleicht benutzt man sowas um intern Druck zu erzeugen usw. Ja und manchmal passen auch einfach die Bewerber nicht auf die Vorstellungen des Personalchefs.
 
Daaron schrieb:
- In den Vorstellungsgesprächen fällt dann auf, wer nun doch nicht besonders eloquent ist, wer nicht schnell schaltet, wer sich zu Unhöflichkeiten hinreißen lässt (das fängt beim angebotenen Getränk an),....

wie soll man sich bei einem angebotenen Getränk verhalten? Annehmen oder Ablehenen?
 
Ich zb lehen immer ab, da ich ungern von fremden leuten was annehme
 
imo IMMER annehmen, um den Geber die Möglickeit zu geben ein guter Gastgeber zu sein, das möchte er nämlich auch sein. imo NIE ablehnen, selbst wenn man es nicht mag. Dazu lockert ein Cafe oder Tee die Stimmung auf, evtl wird man überrascht mit einem exotischen Getränk und kann den Smalltalk daraufrichten (klasse, so eine Maschine ist doch der Traum jeder Küche ;) ). Gleich zu Beginn des Gesprächs ein Nein zum Angebot des Gastgeber, ist nicht höflich und das Gespräch beginnt negativ.

wuulf schrieb:
...von fremden leuten was annehme

Ab dem Augenblick in dem du die Firma betritts die an dir interessiert ist darf man die Leute nicht mehr als fremd betrachten, sondern als Diskussionspartner. Weder Fremde noch Gegner.



Ach ja, noch was zum Getränk: wenn das Getränkt gebracht wurde schaut man den Geber an und bedankt sich und nimmt auch sofort einen kleinen Schluck. Nicht stehen lassen und erst mal ignorieren, der Gastgeber soll sehen, das seine Gabe angenommen wurde und geschätzt wird. Es geht nicht um den Kaffee oder das Getränk, sondern um die Annahme dessen und die Wertschätzung dem Geber gegenüber.
 
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@Gucky10
Alkoholisches grade annehmen, heitert die Stimmung nur noch mehr auf! :D Aber mal im ernst, glaube nicht, das man irgendwo alkoholisches bekommen würde.
 
Also mir wurde mal gesagt, dass große Firmen das machen um gut dazustehen. => Werbung
Gerade bei den großen Firmen mag ich das nicht so recht glauben. Unsere (Konzern-)Einkäufer gehen bei ihren Entscheidungen sehr sehr sorgfältig vor. Denen ist das wurscht, ob Lieferant A oder B mehr Stellenbewerbungen schaltet.
Bei den kleinen Buden wird vielleicht schon mal versucht mit einer ausgeschriebenen Stelle über nicht vorhandene Bonität hinweg zu täuschen. Allerdings zählen bei uns in Europa bei der Auftragsvergabe vor allem die Referenzen. (und Schein und Glanz ist bei weitem kein so großes Thema wie z.B. in China)

Imho bleibt es aber dabei: Wenn es tatsächlich Einladungen gibt, dann ist man im Unternehmen auch wirklich daran interessiert, die vakante Position möglichst rasch zu besetzen.

PS: Zum Getränk hat Fu Manchu bereits alles gesagt - und nehmt es eurem Gegenüber nicht böse, wenn auf diese Höflichkeit erstmal vergessen wird. (meist wird es im Lauf des Gesprächs nachgeholt)
 
öhm heute hatte ich das nächste bewerbungsgespräch und die leute waren total nett und interessiert, ganz anders als in der vorherigen gesprächen. zum ersten mal werden mir auch die fahrtkosten zurückerstattet.

auch keine fragen wie "was glaube sie, verdienen unsere angestellten im durchschnitt?" :freak:

edit: heute wurden mir kaffee angeboten und danach gleich wasser, zwei getränke können wohl auch normal sein.
 
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Also ich finde die Jagd nach Zeugnissen, Zertifikaten, Urkunden und Diplomen wie Sandkastentheater. Selbstverständlich wollen und sollten Firmen filtern aber was für ein Ausmaß das in den Jahren angenommen hat was ich mit Anfang 20 sogar merken durfte, ist nicht normal. Ich kann mich noch an Stellenangebote in verschiedenen Zeitungen erinnern wo man als Bäckereifachverkäufer/in Abitur haben sollte oder im IT Bereich diverse Programmiersprachen können sollte usw. Was danach folgt ist aber ganz amüsant, dann entstehen Diskussionen darüber welche Absichten oder Taktiken dahinterstünden und warum Firmen dies machen usw. Alles Blödsinn. Entweder sucht man Mitarbeiter und nimmt sich eine entsprechende Person (von vielen Bewerbern) und bringt diesem Menschen was bei oder nicht. Das man niemand passenden finden würde, glaube ich nicht. Fakt ist aber das man am liebsten gleich am Anfang, von einem neuen möglichen Zahnrad im Firmengetriebe, profitieren will. Das sowas nicht funtkioniert, sollte mittlerweile jedem klar sein denn wo man nichts investiert (Wissen, anlernen, ausbilden) bekommt man nichts raus bzw. zurück. Sowieso spielen seit eh und je eher Beziehungen und Kontakte eine Rolle was detaillierte Vorstellungsgespräche etc. irgendwo hinfällig macht. Aber wenn ich mir anschaue wie dreist und faul einige Menschen sind, so kann ich auch nachvollziehen wie schwer es für Firmen ist, gute Mitarbeiter (im Sinne von pünktlich da sein und einfach nur seinen Job machen, sich engagieren und nicht ständig auf die Uhr schauen wann Feierabend ist, nicht dauernd krank sind) zu finden. Was ich bemerkt habe ist aber das Noten nicht zwangsläufig viel über das Wollen und Können von Menschen aussagen. Dazu muss man jemanden einladen und anfangen lassen damit man sich gegenseitig beschnuppern kann, alles andere ist beidseitig nichts anderes als sinnloses filtern. Beispielsweise finde ich es gar nicht verkehrt, aus eigener Erfahrung da man hier in Deutschland nicht gleich auf der Strasse landet, eine Woche auf eigene Kosten eine Firma anzuschauen und anzubieten mal sich einzubringen. Jedoch sollte man da auch entsprechen Stellen finden die sowas nicht gnadenlos ausnutzen. Ist alles etwas schwierig weil die Menschen im Herzen schwierig geworden sind.
 
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Noch pervider finde ich das angesprochene von dir akron bei azubis. Habs ja selbst erlebt ich kann nun schon wirklich nicht wenig an Rechnern, aber du sollst als Azubi im 1. Lehrjahr am besten schon Firmennetzwerke einrichten können oder Linuxkenntnisse haben etc. pp.

Habs dann mit der 2. Ausbildung gelassen und eine Weiterbildung von meinem derzeitigen Beruf gewählt.

Ich denke auch man legt viel zu viel Wert auf irgendwelche Papiere in Deutschland. Ich bewerbe mich seit 3 Jahren als Bürokaufmann, klar der Beruf ist auch völlig überlaufen, aber ich habe bis dato nichtmal ein Vorstellungsgespräch erhalten. Dabei habe ich eine Menge Erfahrung und Kenntnisse die über die eines Bürokaufmanns hinaus gehen, habe auch immer ein Kompetenzenblatt dabei wo ich das alles erwähne, bin natürlich auch firm in der Formatierung etc. pp. aber trotzdem ich komm da immer auf 200-300 Bewerber bin halt nicht Arbeitslos und kriege dadurch leider keine Chance.

Meine Vita ist halt nicht die beste. Ich habe damals die Schule abgebrochen ohne Abschluss, weil mein Vater gestorben war und habe dann Stück für Stück alles nachgeholt und mache jetzt meinen Wirtschaftsfachwirt seit einem Jahr.

Sowas sieht man natürlich im Lebenslauf und bis jetzt konnte mir da keiner einen passenden Tipp geben was ich da machen könnte um endlich zu wechseln.
 
Die Menschen mit ihren anderen Herzen sind ja irgendwie die Gesellschaft, oder? Die hat sich verändert und verändert sich weiter. In vielen Bereichen nicht unbedingt zum positiven. Was Firmen wollen ist einen Vorzeigemitarbeiter der die maximale Arbeitsleistung zu minimalen Kosten bringt. Legitim. Allerdings ist es genau so legitim das die Angestellten genau das Gegenteil wollen. Nämlich minimalste Arbeitsleistung zu maximalsten Preisen. Die Kunst ist es sich hier irgendwo zu treffen mit dem beide Seiten Leben können. Leider sind die Gewichte ungleich verteilt. Wenn eine Firma auf einen Mitarbeiter verzichten muss weil der nicht will so bedeutet das eher sehr selten das die Firma Pleite geht. Umgedreht ist das schon deutlich wahrscheinlich , sprich wenn der Mitarbeiter gegen seinen Willen frei gesetzt wird und eine "Anschlussverwendung" finden muss so kann das den Ruin bedeuten. Kann nicht muss.
Firmen kennen keine Gnade wenn Kosten gespart werden müssen dann wird kaum oder keine Rücksicht auf Mitarbeiter genommen. Am Ende steht jemand dem die Firma gehört und der will Kohle sehen. Nur das zählt unterm Strich. Und genau das wird halt auch im Grossen Spiel der Wirtschaft immer schwieriger also werden die Spielregeln immer ruppiger. Aber das führt zuweit weg.

Freu dich das es so gut gelaufen ist. Man merkt in Gesprächen eigentlich relativ schnell ob man auf echtes Interesse stösst oder ob man schon verloren hat. Wie lange hat es gedauert? Mit den Getränken mach dir da keinen Kopp. Wenn es was gibt nimm es wenn nicht dann nicht. Das hat auch sehr viel mit der Position zu tun um die es geht. Mir wurde auch schonmal Alkohol angeboten aber wie gesagt Finger weg. Das kann auch nur ein weiterer Test sein.

@Nebulein. Ich sehe es gerade. Aber gerade deine Geschichte ist doch der Beleg dafür das Papiere wichtig sind. Wie soll den ein Unternehmen wissen ob es sich lohnen könnte jemanden einzuladen wenn er nicht mal ansatzweise nachweisen kann das er das geforderte Wissen hat? Ein Papier das man beilegen kann ist schonmal ein deutlicher Hinweis das sie/er was kann. Ob das am Ende wirklich passt ist ja noch mal was anderes.
 
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@Gucky10

Indem es die Person zu einem Vorstellungsgespräch einlädt und auch mal Probearbeiten lässt um zu sehen was der jenige kann. Klar ist das schwierig, weil man das nicht mit jedem x beliebigen machen kann, aber ich denke man legt einfach zu viel Wert auf das Papier.

Ich sehe es bei mir in der Firma. Alle haben da angeblich die tollsten Office Kenntnisse etc. pp. aber bei den kleinsten Problemchen muss ich schon aushelfen. Genau hier ist ein Arbeitgeber gefragt mal wirklich zu testen was an wissen vorhanden ist.

Wie gesagt ich arbeite ja nicht gegen das System, sondern habe Stück für Stück alles nachgeholt, aber es sieht halt trotzdem unschön aus im Lebenslauf wenn du sage ich mal 2 Jahre da drin stehen hast die etwas merkwürdig aussehen. So jemand ist doch deswegen kein schlechter Mitarbeiter. Aber heutzutage wird so einer unter Umständen wegen Probleme in der Jugend nach Schema X aussortiert.
 
In der Firma wo ich vorher gearbeitet haben, hab ich durch einen Bekannten erfahren dass die wem suchen. Es gab also keine Stellenanzeige in einer Zeitung oder im Internet als ich vorstellen war. Als ich dann anfing dort zu arbeiten gab es so eine Förderung vom Arbeitmarktservice wo die Firma für ein halbes Jahr nur einen Teil des Gehaltes zahlt und den Rest vom AMS bezahlt wird. Vorraussetzung dafür war, dass die Stelle über das AMS Portal vermittelt wurde. Natürlich wurde sofort eine Stellenanzeige mit extrem hohen Anforderungen reingestellt um möglichst wenig Bewerber zu haben und all jene die sich beworben haben wurden sofort abgelehnt.


Ich finde sowas eine riesen Sauerei. Job Portale sollten dazu da sein um jemanden die Suche nach einem Beruf zu erleichtern.
Soviel zu meiner Erfahrung der problematik.
 
Und Schema X funktioniert nur deshalb weil es ein Überangebot an Bewerbern gibt. Natürlich wählt der Personalchef Leute aus wo es ohne Mühe zu erkennen ist das das Leben geradlinig verlaufen ist und alle Papiere an Bord sind die man allgemeinhin erwartet. Alle anderen Kanditaten sind ein potentieller Unsicherheitsfaktor. Man weiss nicht wem man sich ins Haus holt und warum sich die Mühe machen? Es gibt ja genug davon. Auch das mit dem Probearbeiten seher ich eher kritisch. Auf beiden Seiten. Warum als Firma Geld und Zeit investieren und das womöglich mit mehreren Kanditaten? Das macht nur in relativ wenigen Szeanrien Sinn auf keinen Fall bei 0815 Jobs. Ich will damit niemanden auf die Füsse treten, mache auch nur so einen Job.
Bei den Bewerbern ist es das gleiche? Warum soll ich jetzt Zeit und Geld investieren und für die Firma arbeiten und vielleicht noch produktiv und am Ende nimmt man mich trotzdem nicht. Das Ergebniss meiner Arbeit hat die Firma aber eingesackt.
Am Ende macht man es selber im eignen Leben auch nicht anders. Man vertraut auf jemanden der zumindest solide erscheint. Man nimmt Hersteller X weil man glaubt man kennt ihn. Bei Hersteller Y klingt es zwar interessant aber - nee lieber nicht. Den kennt niemand.
Es ist schwierig aus so einer Situation rauszukommen. Da die Firmen sich im Schnitt nicht ändern muss man selber sehen wie man sich interessanter machen kann. Das ganze hängt aber immer auch von demjenigen ab der auf der anderen Seite sitzt. Manchmal gibt es da jemanden der etwas gut einschätzen kann und den heisst es zu erwischen.
 
Gucky10 schrieb:
Bei den Bewerbern ist es das gleiche? Warum soll ich jetzt Zeit und Geld investieren und für die Firma arbeiten und vielleicht noch produktiv und am Ende nimmt man mich trotzdem nicht. Das Ergebniss meiner Arbeit hat die Firma aber eingesackt.

Ich hab mal nur ein bischen an einer Platine rumgelötet damit sie sehen dass ich keine zwei linke Hände habe und einen kleinen Taschenrechner programmiert. Produktiv für die Firma war da nichts, wie soll das auch gehen in ein paar Stunden.
Wenigstens lernt man die Leute schon vorher ein bischen kennen und kann selber leichter entscheiden ob man dazu passt. Für die Firma ist es auch gut weil was bringt jemand der sagt er kann alles aber in wirklichkeit kann er nichts.

Und keiner der einen Job sucht kann sagen er habe zu wenig Zeit für sowas.
 
Sicher. Aber so kleinere Sachen kann man im Rahmen eines Vorstellungsgespräches abwickeln. Es ist ja auch nicht unüblich Bewerber mit mehr oder weniger ausgefeilten Test zu beglücken. Das ist aber meistens vorher bekannt. Hier sprachen wir aber über eine Woche oder so. Das ist eine andere Hausnummer und dann vielleicht noch am anderen Ende der Republik. Man darf auch nicht automatisch davon ausgehen das ein Bewerber immer auch arbeitslos ist , es gibt auch welche die nur einen anderen neuen Job suchen aber in einer Beschäftigung stehen. Wie gesagt in Einzelfällen mag sowas sinnvoll sein aber ich denke im allgemeinen eher nicht.
 
Mir wurde am Probetag nach ein paar Stunden gesagt das sie mich nehmen. Bei meiner Schwester war es mehr oder weniger eine Firmenbesichtigung und plaudern untereinander. War aber auch keine lange Geschichte und wurde genommen.
Das kann man natürlich mit dem Vorstellungsgespräch verbinden, da gebe ich dir recht.
Und das mit einer Woche hab ich anscheinend überlesen, würde ich selbst auch nicht machen. 40 Stunden gratis für Fremde zu arbeiten halte ich selbst für Arbeitslose als Zeitverschwendung.
 
Was hier bisher massiv vernachlässigt wird ist meiner Meinung nach der wichtigste Faktor bei der Mitarbeitersuche: Der Faktor Mensch!

Wenn man einen Mitarbeiter sucht muss dieser auch zum bestehenden Kollegenkreis passen und man muss das Gefühl haben mit diesem Menschen gut zusammenarbeiten zu können; immerhin verbringt man unter Umständen einen großen Teil des Tages mit ihm/ihr.

Zeugnisse, Abschlüsse und Nachweise sind doch typischerweise nicht mehr als die Eintrittskarte zu bestimmten Stellen. Wie man dazu steht sei mal dahingestellt, es ist nunmal so. Für manche Stellen ist eine Ausbildung als XYZ nun mal gewollt und für wieder andere Stellen wird ein abgeschlossenes Studium erwartet; da interessieren keine Einzelschicksale. Der Rest hängt nur davon ab, wie man sich verkauft, und zwar sowohl auf Papier als auch im Gespräch.

Was nützt der engagierteste Bewerber, wenn er mir unsympatisch ist? So jemanden will ich nicht um mich haben und so lang ich die Wahl habe wird es wohl jemand anders.
 

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