Office PC als "Server"

Mowee87

Cadet 2nd Year
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Wir haben bei uns im Betrieb einen Rechner auf dem eine Bürosoftware läuft die unsere Kundenverwaltung, Rechnungen und dergleichen übernimmt. Auf diese Software kann im Netzwerk zugegriffen werden von jedem Arbeitsplatz aus. Der Rechner muss also an sein. Bislang ist läuft er 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Jetzt scheint der Rechner sich zu verabschieden. In letzter Zeit verabschiedet er sich immer häufiger mit einem Bluescreen. Ist natürlich beschissen und kann so nicht weitergehen. Da wir den fehler nicht finden können und der Rechner auch schon älter ist soll es jetzt ein neuer PC werden.

Orientieren werde ich mich an dieser Liste hier: https://www.computerbase.de/forum/threads/der-ideale-office-pc.332392/

Da der PC aber rund um die Uhr laufen soll brauche ich noch ein paar extra Ratschläge. Gibt es irgendwelche bestimmte Dinge die ich beachten muss damit der PC auch diese dauerbelastung aushält? Gibt es Hardware die sich besonders für den Dauerbetrieb eignet?
 
Gibt es Hardware die sich besonders für den Dauerbetrieb eignet?
es gibt spezielle server-festplatten, die auf dauerbetrieb ausgelegt sind. mMn aber unnötig.
ich würde empfehlen eine kleine ssd in den rechner zu bauen (ca 40gb, hat keinen mechanischen verschleiß, ist sehr schnell).
ansonsten solltest du generell auf sparsame hardware (im idle) achten für den dauerbetrieb.
edit: was ist eigentlich dein budget? gerade wenn ich den post von meinem vorredner lese :P
 
Zwecks höherer Verfügbarkeit kann man über ein Raid sowie redundante Netzteile nachdenken. Das ist nur eine Frage des Budgets.
Wenn du das wirklich mit Desktopkomponenten umsetzen willst, dann kannst du immerhin zu Fesplatten greifen, die für 24/7 Betrieb spezifiziert sind. Das wars dann eigentlich.

Abgesehen davon rate ich aber zu einem fertigen System von z.B. HP zwecks Support. Für geschäftskritische Anwendungen würde ich nicht auf selbstgebaute Systeme setzen, es sei denn der Laden (und das Budget) ist so klein, dass das nunmal nicht geht oder sich nicht rentiert.
 
Wende dich doch an die EDV Firma deines Vertrauens.
Den Herrn Dell, HP, Lenovo IBM z.B, lass den Vertreter antanzen und hör dir seine Vorschläge an.
Kommt nur wenig teuerer als selber basteln, vor allem wenn du die Arbeitszeit für Bau und Problembehebung einrechnest.
Dann kommts wohl sogar günstiger den Vertreter antanzen zu lassen.

Jede von dir investierte Stunde kostet deine Firma ~33 Euro(interner Satz für Regiearbeiten bei uns)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mowee87 schrieb:
Gibt es Hardware die sich besonders für den Dauerbetrieb eignet?

Naja, es gibt die Möglichkeit einer redundanten Stromversorgung und ein RAID-Verbund aus Serverplatten. Aber das ist vermutlich eher rausgeworfenes Geld, bei Deinem Einsatzzweck.
 
Danke schonmal für eure Anregungen. Wir reden hier aber von einer 3 Mann Firma die nicht wirklich über ein großes Budget verfügt. Maximal kann ich eigentlich nur 400 euro ausgeben. Dies reicht für einen normalen Office PC. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob ich damit auch noch hinkomme wenn ich anfange extra ausgelegte Hardware einzukaufen.

Meine erste Idee war auch eine kleine ssd zu nehmen. Inzwischen denke ich aber, dass es mehr Sinn macht einfach zwei Festplatten zu kaufen und die als Raid laufen zu lassen. Damit ist auf jeden Fall schonmal Gefahr eines Datenverlusts minimiert falls die Festplatte sich verabschieden sollte.
 
Also in diesem Fall musst du halt selbst bauen.

Ein Raid schützt btw ganz und garnicht vor Datenverlust, das muss erstmal klar sein!
Ich würde folgendes machen:

Einen der Office PCs aus den FAQ, dazu zwei Festplatten als Raid 1, eine im Schrank als Ersatzteil und eine weitere fürs Backup. Mehr gibt auch das Budget nicht her, auch 24/7 Platten kannst du dir nicht leisten.
 
Danke, dass klingt doch gut. Das mit dem Datenverlust meinte ich im Falle des Ausfalls einer Festplatte.
Backups werden nochmal gesondert angefertigt. Einmal mit einer Softwarebackuplösung und einmal eine wöchentliche Sicherung extern ausgelagert in ein Bankschließfach.
 
Ein RAID schützt nicht vor Datenverlust? Natürlich tut es das. Die Wahrscheinlichkeit des Datenverlustes durch Festplattenausfall sinkt beträchtlich.

EDIT: Achso, ein Backup ersetzt ein RAID natürlich nicht, sollte das gemeint sein.
 
Wofür jetzt die Platte im Schrank? :D 24/7-Platten sind größtenteils eh nur Marketing ;) Ne SSD ist auch Blödsinn, erst recht bei dem Budget.
 
Kraligor schrieb:
Ein RAID schützt nicht vor Datenverlust? Natürlich tut es das. Die Wahrscheinlichkeit des Datenverlustes durch Festplattenausfall sinkt beträchtlich.

EDIT: Achso, ein Backup ersetzt ein RAID natürlich nicht, sollte das gemeint sein.

Genau das ist gemeint. Auch ohne Raid sollte ein Plattenausfall NIE zu einem Datenverlust führen. Wenn man seine Arbeit richtig macht, dann klappt das auch :)
Raid erhöht Datenverfügbarkeit, Sicherung erhöht Datensicherheit.

polaroid schrieb:
Wofür jetzt die Platte im Schrank? :D

Als Ersatzteil zur schnellen Reaktion wenn eine ausfällt.
Ich seh aber durchaus ein, dass das wieder so eine Sache ist. Da müsste man sich auch ein Netzteil und Board und Ram in den Schrank legen.
Die Erxtraplatte sichert in dem Sinne dann nur vor dem notwendigen zurückspielen der Sicherung, falls die zweite Raidplatte absemmelt während die erste schon in der RMA ist.

Kann man sich aber auch sparen, wenn man will.
 
Wenn man einen Office-PC will, sollte man einen Office-PC bauen. Wenn man einen Server will, sollte man einen Server bauen:

Sharkoon Rebel9 Economy 39 €
Enermax T.B.Silence PWM 120 2x9€ = 18 €
einen für vorne unten (vor die Festplatten) einblasend und einen hinten aussaugend
Intel S3420GPV 137 €
Intel Pentium G6950 70 €
Kingston ValueRAM DIMM Kit 4GB ECC 37 €
ECC - nur damit das nicht übersehen wird
Western Digital RE4 500GB 2x53€ = 106 €
RAID1 (Mirror)
unten mit zwei Slots Abstand verbauen
LG Electronics DH18NS 11 €
Cougar A300 34 €

zusätzliche Sicherheit
1. APC Back-UPS ES 400VA 50 €
2. Scythe Mugen 2 Rev. B 33 €
3. SilverStone Aeroslots 2x4€ = 8 €
4. Noch mal den gleichen oder möglichst gleichen Rechner als Arbeitsstation... sozusagen als produktives Ersatzteillager.

Wenn dieses Konstrukt auch nur ein einziges Problem, das Du mit dem Office-PC-Fake-Server hättest, abfängt, war der bereits wesentlich billiger. Statistisch gesehen wird der aber erheblich mehr Problemfälle abfangen. Somit ist die Kiste nicht nur geschenkt, sondern im Vergleich zum Office-PC-Fake-Server hast Du sicher Geld verdient.
 
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@1Hz

Das wage ich mal zu bezweifeln.

Ich betreue an der Uni etwa 100 Rechner, FSC-Workstations, Slimcase. Die Teile stehen dort seit drei Jahren und laufen 12 Stunden täglich, mit sehr aktiven Festplatten (jeden Morgen Imageneubezug). Ausfälle sind sehr, sehr selten. Einer pro Jahr vielleicht.
 
1.) Sehr wahrscheinlich zickt der aktuelle "Server" deswegen rum, weil er nicht immer zuverlässig kühl war. Was das kosten kann, sieht man dann hier. Jede Mange Aufwand bei den Abstürzen und jetzt ein neuer Server mit all dem verbundenem Aufwand. Etwas bessere und redundante Kühlung sowie ein Gehäuse mit gutem Airflow wäre da entscheidend billiger. Eine andere Ursache könnte ein Spannungsschaden sein.
2.) ECC
3.) 12h und 24/7 ist ein Unterschied
4.) RAID nochmals
5.) Andere Leute kaufen in ihrem Leben 5 Festplatten - und haben 5 Ausfälle
6.) Was ist mit Stromausfällen, Stromschwankungen und Spannungsspitzen?

Ich rede auch nicht über massive Budgeterhöhung. Aber ein klein bisschen mehr - und alles ist abgesichert. Sonst ist das definitiv am falschen Ende gespart - und wird teurer, und zwar deutlich. Die Punkte des Sicherheitspaketes (zumindest 1-3) können ja auch nachträglich noch ergänzt werden, wenn die Liquidität jetzt nicht da ist (weil die Arbeit so oft unterbrochen werden musste ;)).
 
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