OXG Glasfaserausbau - Gibt es Erfahrungen?

Dr. Chaos schrieb:
OXG nutzt grundsätzlich keine Telekom Infrastruktur sondern baut Ihre Sachen selbst.
Dass OXG hier ein eigenes FTTH-Netz errichtet, ist richtig. Meine Formulierung bezüglich einer möglichen Einigung mit der Telekom war an der Stelle tatsächlich zu konkret – dafür habe ich keine belastbare öffentliche Quelle.

Mein eigentlicher Punkt war aber der Doppelausbau: An genau dieser Stelle liegt bereits seit 2021 Telekom-FTTH und nun entsteht zusätzlich die OXG-Infrastruktur. Das ist ja gerade das Interessante an der Situation.
Dr. Chaos schrieb:
Werden nicht Covivio Gebäude überhaupt ausgebaut?
Doch, genau darum geht es ja. Die Gebäude sind bereits entsprechend markiert und die Hauseinführungen wurden vor Ort gekennzeichnet. OXG selbst schreibt für Essen außerdem, dass innerhalb der Ausbaugebiete die Gebäude bis in die Wohneinheiten mit FTTH erschlossen werden sollen.
Dr. Chaos schrieb:
Offen für alle die Interesse haben, aktuell sind das Vodafone, 1&1, und Bahnhof in ganz Deutschland, regional kommen noch Thüringer Netkom, Plusnet und Deutsche Giganetz hinzu,
Genau – und inzwischen ist das sogar ziemlich eindeutig dokumentiert.

OXG bezeichnet das Netz nicht nur werblich als Open Access. Im aktuellen Gestattungsvertrag steht ausdrücklich, dass OXG TK-Dienstleistern eine "diskriminierungsfreie Mitnutzung" der Netzinfrastruktur ermöglicht.

Für mich besonders relevant: 1&1 vermarktet seit dem 21.04.2026 offiziell bundesweit Tarife in OXG-Ausbaugebieten. Dafür wurden die regionalen OXG-Netze mit dem bundesweiten Transportnetz von 1&1 verbunden.

Meine Frage bezog sich daher weniger darauf, ob OXG grundsätzlich Open Access ist, sondern darauf, ob es bei einzelnen Immobilien aufgrund vorhandener Vertragskonstruktionen irgendwelche Besonderheiten geben könnte.
Dr. Chaos schrieb:
Wäre mir neu so ein Verbot, aber man lernt nie aus.
Das mit Vodafone/Covivio ist jedenfalls keine Vermutung meinerseits.

Covivio bestätigt auf seiner eigenen Website einen Rahmenvertrag mit Vodafone, über den Covivio-Mieter exklusive Konditionen erhalten.

Vodafone wiederum beschreibt BewohnerPlus selbst so, dass dafür bei der jeweiligen Immobilie ein Mehrnutzervertrag oder eine Versorgungsvereinbarung mit Vodafone bestehen muss.

Interessanterweise umfasst BewohnerPlus inzwischen sogar ausdrücklich Glasfaseranschlüsse in Objekten, die Vodafone gemeinsam mit OXG versorgt.

Ob die damalige Nichtverfügbarkeit von o2 Cable juristisch tatsächlich als „Verbot“ zu bezeichnen ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Mir wurde damals allerdings sowohl von o2 als auch von Vodafone erklärt, dass o2 Cable aufgrund der bestehenden Objekt-/Versorgungskonstellation an unserer Adresse nicht angeboten werden könne.

Genau daher stammt meine anfängliche Skepsis.

Bei OXG sieht die Situation allerdings tatsächlich besser aus: OXG selbst schreibt für Essen ausdrücklich, dass Bewohner frei zwischen den regional verfügbaren Anbietern wählen können. Insofern gehe ich inzwischen ebenfalls davon aus, dass die bestehende Vodafone-/Covivio-Kooperation einen 1&1-Anschluss über OXG nicht verhindern sollte.
Dr. Chaos schrieb:
Was genau bringt diese Kooperation?
Covivio beschreibt das selbst recht eindeutig: Es gibt einen Rahmenvertrag mit Vodafone, aus dem sich für Covivio-Mieter besondere Konditionen ergeben.

Vodafone nennt das BewohnerPlus. Voraussetzung dafür sind je nach Produkt entsprechende Versorgungsvereinbarungen bzw. Rahmenverträge mit der Wohnungswirtschaft. Bewohner erhalten darüber zusätzliche Vodafone-Rabatte bzw. Sonderkonditionen ... naja, wenn man es so nennen darf.
Dr. Chaos schrieb:
Wo ist der Unterschied?
Für mich ist schon ein wesentlicher Unterschied, welcher ISP den eigentlichen Internetzugang bereitstellt.

Die Glasfaser vom Haus bis ins OXG-Netz mag dieselbe sein. Ab der Übergabe unterscheiden sich aber Anbieter, Transportnetz, Routing/Peering, Tarife, Vertragsbedingungen, Endgeräteoptionen und Support.

Bei 1&1 ist zudem ausdrücklich dokumentiert, dass die regionalen OXG-Netze mit dem bundesweiten 1&1-"Transportnetz" verbunden wurden.

Daher ist „OXG-Leitung ist OXG-Leitung“ für mich nicht gleichbedeutend damit, dass Vodafone und 1&1 als Internetprovider identisch wären.
Dr. Chaos schrieb:
Wenn jetzt die Leerrohre gelegt werden dann locker noch 6-12 Monate.
Kann sein, wäre für mich aber zunächst eine Schätzung.

OXG bestätigt für Essen lediglich, dass der Ausbau 2026 gestartet ist und zunächst rund 91.300 Haushalte erschlossen werden sollen. Einen pauschalen Zeitrahmen nach dem Motto „Leerrohre liegen = noch 6–12 Monate“ konnte ich bei OXG bislang nicht finden.

Bei uns stehen jedenfalls bereits die Verteiler, die Trasse bzw. Leerrohre sind weitgehend vorhanden und die Hauseinführungen an den Covivio-Gebäuden wurden markiert.

Wie lange es von diesem konkreten Bauzustand bis zur Aktivierung dauert, werde ich dann wohl aus erster Hand herausfinden. :)
 
1&1 Festnetz
Yako2508 schrieb:
Mein eigentlicher Punkt war aber der Doppelausbau: An genau dieser Stelle liegt bereits seit 2021 Telekom-FTTH und nun entsteht zusätzlich die OXG-Infrastruktur. Das ist ja gerade das Interessante an der Situation.
Das ist eigentlich immer so, OXG ist ja kein Provider sondern ein Unternehmen welches Infrastruktur baut und vermietet. Es macht für OXG also keinen Sinn, Infrastruktur bei der Telekom zu mieten um diese dann weiter zu vermieten.
Yako2508 schrieb:
Doch, genau darum geht es ja. Die Gebäude sind bereits entsprechend markiert und die Hauseinführungen wurden vor Ort gekennzeichnet. OXG selbst schreibt für Essen außerdem, dass innerhalb der Ausbaugebiete die Gebäude bis in die Wohneinheiten mit FTTH erschlossen werden sollen.
Sind die Covivio Gebäude auch schon mit Telekom Glasfaser versorgt?
Yako2508 schrieb:
Bei 1&1 ist zudem ausdrücklich dokumentiert, dass die regionalen OXG-Netze mit dem bundesweiten 1&1-"Transportnetz" verbunden wurden.

Daher ist „OXG-Leitung ist OXG-Leitung“ für mich nicht gleichbedeutend damit, dass Vodafone und 1&1 als Internetprovider identisch wären.
Aber OXG nutzt das Vodafone Backbone zum Abtransport der Daten bis zum regionalen Layer-3-Bitstream Übergabepunkt wo die Daten dann an 1&1 übergeben werden.
Unabhängig vom Preis, bin ich dann lieber erst mal bei Vodafone weil die OXG Pops sind nun mal direkt ans Vodafone Backbone angebunden. Außerdem hab ich bei Vodafone eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit eine IPv4 buchen zu können, 1&1 macht das mittlerweile quasi gar nicht mehr.
Aber ehrlich gesagt wäre Bahnhof mein Favorit wenn der mir genannte Preis eingehalten werden kann, aber so richtig geht es dort nicht voran, man ist immer noch am Verhandeln.
Yako2508 schrieb:
OXG bestätigt für Essen lediglich, dass der Ausbau 2026 gestartet ist und zunächst rund 91.300 Haushalte erschlossen werden sollen. Einen pauschalen Zeitrahmen nach dem Motto „Leerrohre liegen = noch 6–12 Monate“ konnte ich bei OXG bislang nicht finden.
Dein zuständiger OXG Berater vor Ort kann dir Auskünfte geben, diesen findest du entweder auf der OXG Homepage oder über eine Anfrage beim Support. Bei mir ist der sogar extra Zuhause vorbei gekommen und hat detailliert alles besprochen und direkt die Genehmigung fertig gemacht.
 
Yako2508 schrieb:
Für mich ist schon ein wesentlicher Unterschied, welcher ISP den eigentlichen Internetzugang bereitstellt.

Die Glasfaser vom Haus bis ins OXG-Netz mag dieselbe sein. Ab der Übergabe unterscheiden sich aber Anbieter, Transportnetz, Routing/Peering, Tarife, Vertragsbedingungen, Endgeräteoptionen und Support.
Absolut richtig. Und es geht noch weiter: Selbst mit einem festen ISP und einem festen Netzbetreiber gibt es deutliche Unterschiede. 1&1 vermarktet auf Telekom-Infrastruktur sowohl eigene Tarife (L2-BSA) als auch White-Label-Produkte der Telekom, die sich technisch nicht von einem Telekom-Internetzugang unterscheiden.

Bei echtem Telekom-FTTH (kein Glasfaserplus) hast du ja aber derzeit schon eine brauchbare Anbieter-Auswahl, oder ist das durch Covivio ebenfalls eingeschränkt?
 
Dr. Chaos schrieb:
Sind die Covivio Gebäude auch schon mit Telekom Glasfaser versorgt?
Nein – und genau da lag offenbar mein Missverständnis in der vorherigen Formulierung.

Die Covivio-Gebäude selbst haben kein Telekom-FTTH. Die Telekom hat hier bereits 2021 das Gebiet bzw. die umliegenden Häuser mit FTTH erschlossen, unsere Covivio-Gebäude wurden aber ausgelassen.

Mir wurde damals sowohl von Telekom als auch von Covivio mitgeteilt, dass man sich hinsichtlich der Versorgung nicht einigen konnte. Gleichzeitig bestand bereits die BewohnerPlus-/Vodafone-Konstellation.

Und genau das ist eigentlich meine Kritik: Danach passiert fünf Jahre praktisch nichts, obwohl FTTH direkt im Umfeld liegt. 2024 baut dann auch noch Ruhrfibre (jetzt pleite in der Stadt Essen) durch die Straße und jetzt kommt OXG – damit wird hier für Glasfaser effektiv zum dritten Mal Tiefbau betrieben.

Jetzt funktioniert die Erschließung der Covivio-Gebäude über die Zusammenarbeit mit OXG/Vodafone plötzlich.

Ich kritisiere also nicht, dass OXG keine Telekom-Infrastruktur mietet. Mir geht es um diese meiner Meinung nach ziemlich ineffiziente Situation: Mehrere Unternehmen öffnen nacheinander dieselbe Straße und bauen parallele Infrastruktur, während einzelne Gebäude dazwischen jahrelang ohne FTTH bleiben.

Das erscheint mir einfach unnötig teuer und aufwendig. Gerade wenn man sich anschaut, wie Infrastruktur in anderen Ländern teilweise gemeinsam genutzt bzw. der Tiefbau stärker koordiniert wird, halte ich das durchaus für kritikwürdig.
Web-Schecki schrieb:
Absolut richtig. Und es geht noch weiter:
Danke – genau darauf wollte ich mit dem ISP-Unterschied hinaus. :)

Die Telekom hat 2021 das direkte Umfeld erschlossen, unsere Gebäude aber nicht. Daher gibt es dort aktuell auch keine Telekom-FTTH-Anbieterauswahl, die Covivio irgendwie einschränken könnte.

Gerade deswegen finde ich die jetzige OXG-Situation so interessant – und gleichzeitig den mehrfachen Tiefbau etwas absurd.
 
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Yako2508 schrieb:
Ich kritisiere also nicht, dass OXG keine Telekom-Infrastruktur mietet. Mir geht es um diese meiner Meinung nach ziemlich ineffiziente Situation: Mehrere Unternehmen öffnen nacheinander dieselbe Straße und bauen parallele Infrastruktur, während einzelne Gebäude dazwischen jahrelang ohne FTTH bleiben.
Da kannst du dich bei Covivio bedanken, das liegt daran das die Wohnungswirtschaft immer gerne einen Teil mit verdienen möchte.

Hier gibt es auch Häuser einer Wohnbaufirma die hat Verträge mit dem städtischen Netzbetreiber, die haben Ihr eigenes DSL und Glasfaser Netz, OXG darf dort auch nicht ausbauen.
Bei einem Bekannten hat die Telekom FTTB gebaut und den Rest über Kabel TV, andere Glasfaser Unternehmen oder Kabel TV Anbieter haben keinen Zutritt.
 
Dr. Chaos schrieb:
Da kannst du dich bei Covivio bedanken, das liegt daran das die Wohnungswirtschaft immer gerne einen Teil mit verdienen möchte.
Dass Covivio hier offenbar der entscheidende Faktor war, sehe ich ähnlich.

Bei dem „mitverdienen möchte“ wäre ich allerdings vorsichtiger. Dass Covivio 2021 mit der Telekom zu keiner Einigung gekommen ist, wurde mir damals von beiden Seiten bestätigt. Warum genau die Einigung gescheitert ist bzw. welche wirtschaftlichen Forderungen dahinterstanden, weiß ich aber nicht.

Und genau das macht die Geschichte für mich ja so ärgerlich: Die Telekom baut 2021 praktisch das komplette Umfeld aus, unsere Gebäude bleiben außen vor. 2024 wird die Straße erneut durch Ruhrfibre geöffnet und 2026 jetzt ein drittes Mal durch OXG. Bei OXG/Vodafone klappt die Zusammenarbeit mit Covivio nun offenbar - wer hätte es erwartet?
Dr. Chaos schrieb:
Hier gibt es auch Häuser einer Wohnbaufirma die hat Verträge mit dem städtischen Netzbetreiber, die haben Ihr eigenes DSL und Glasfaser Netz, OXG darf dort auch nicht ausbauen.
Genau solche Konstellationen sind eigentlich das, was ich kritisiere. Nicht OXG an sich, sondern dass einzelne Vereinbarungen zwischen Eigentümern und Netzbetreibern am Ende dazu führen können, dass Infrastruktur mehrfach parallel gebaut wird oder einzelne Gebäude trotz vorhandener Glasfaser in unmittelbarer Umgebung jahrelang nicht erschlossen werden.

Dass Eigentümer bei der Gebäudeerschließung eine wichtige Rolle spielen, ist klar. Aber gerade deshalb wäre aus meiner Sicht mehr Koordination und gemeinsame Nutzung vorhandener Infrastruktur sinnvoller als dreimal Tiefbau in derselben Straße.

Vorbild Schweiz lässt grüßen ...
 
Yako2508 schrieb:
Dass Eigentümer bei der Gebäudeerschließung eine wichtige Rolle spielen, ist klar. Aber gerade deshalb wäre aus meiner Sicht mehr Koordination und gemeinsame Nutzung vorhandener Infrastruktur sinnvoller als dreimal Tiefbau in derselben Straße.
Markt regelt… 🤦‍♂️ Dank Förderungen auch den Rest.
 
OXG ist zwar nicht Vodafone, wird aber die Netze später an Vodafone übergeben.
Die Marke OXG wird nach dem Netzausbau sicher verschwinden.

OX steht ja gerade für Open Access...das wird auch so umgesetzt. Vodafone selbst bekommt gar nicht genügend Kunden, als das sich der Ausbau für sie allein lohnen würde.

1&1 zu buchen ist in allen Ausbaugebieten uneingeschränkt möglich.
 
GIubschi schrieb:
OXG ist zwar nicht Vodafone, wird aber die Netze später an Vodafone übergeben.
Nein, das ist so einfach gar nicht möglich, Vodafone hält nur 50% an OXG
GIubschi schrieb:
Die Marke OXG wird nach dem Netzausbau sicher verschwinden.
Warum sollte man das machen? Macht keinerlei Sinn wenn man auch möglichst viele andere Provider im Netz haben möchte.
 
Dr. Chaos schrieb:
Nein, das ist so einfach gar nicht möglich, Vodafone hält nur 50% an OXG
Ich habe an einer Integration in Vodafone eher Zweifel, weil der Investor dann ja auch ausbezahlt werden will.
Dr. Chaos schrieb:
Warum sollte man das machen? Macht keinerlei Sinn wenn man auch möglichst viele andere Provider im Netz haben möchte.
Wobei auch eine Vodafone ja andere auf ihr Netz lässt/lassen kann.
 
GIubschi schrieb:
OXG ist zwar nicht Vodafone, wird aber die Netze später an Vodafone übergeben.
Die Marke OXG wird nach dem Netzausbau sicher verschwinden.
Interessanterweise wurde erst am 01.09.2026 bekanntgegeben, dass Société Générale die anderen 50 % an OXG übernehmen soll. Vodafone bleibt bei seinen 50 %. Von einer späteren vollständigen Übernahme der Netze durch Vodafone ist dort jedenfalls keine Rede.

Noch eine kleine Nebenfrage an die Runde, falls hier schon jemand einen 1&1-Anschluss direkt über OXG in Betrieb hat:

Wie sieht dort eigentlich der Netzabschluss beim Kunden aus?

Bekommt man von OXG/1&1 einen ONT, an den der eigene Router anschließend per Ethernet angeschlossen wird, oder endet OXG lediglich an der GF-TA und man kann beispielsweise eine FRITZ!Box Fiber direkt per Glasfaser anschließen?

Gerade bei Verwendung eines eigenen Routers würde mich interessieren, wie 1&1 das auf dem OXG-Netz aktuell konkret umsetzt.
 
1&1 Festnetz
rezzler schrieb:
Wobei auch eine Vodafone ja andere auf ihr Netz lässt/lassen kann.
Dann stellt sich für Konkurrenten aber die Frage wie Diskriminierung frei das ganze ist wenn Vodafone der Betreiber ist. So zahlt Vodafone an OXG wie alle anderen auch.

Yako2508 schrieb:
Bekommt man von OXG/1&1 einen ONT, an den der eigene Router anschließend per Ethernet angeschlossen wird, oder endet OXG lediglich an der GF-TA und man kann beispielsweise eine FRITZ!Box Fiber direkt per Glasfaser anschließen?
Du beantragst einen Anschluss bei 1&1, dieser beantragt die Schaltung bei OXG, dann schickt dir OXG kostenlos ein ONT. Wenn du willst kannst du aber auch bei 1&1 deine Fritzbox freischalten lassen und diese nutzen.
Yako2508 schrieb:
Gerade bei Verwendung eines eigenen Routers würde mich interessieren, wie 1&1 das auf dem OXG-Netz aktuell konkret umsetzt.
So wie in jedem anderen Netz auch.
 
Dr. Chaos schrieb:
Warum sollte man das machen? Macht keinerlei Sinn wenn man auch möglichst viele andere Provider im Netz haben möchte.
Ob Vodafone OXG mal komplett übernehmen will ist natürlich spekulativ, aber dass sie mal gerne mehr als 50% besitzen möchten um die Kontrolle zu übernehmen und die Gesellschaft in ihrer Bilanz zu konsolidieren halte ich nicht für unwahrscheinlich.

Bei GlasfaserPlus, dem JointVenture der Telekom mit dem australischen Fonds IFM ist das explizit als Option vereinbart. Möglich das Vodafone mit (jetzt) Societe Generale eine ähnliche Vereinbarung hat.

"Die Deutsche Telekom kann sich nach Ablauf der Ausbauperiode, spätestens nach zehn Jahren, einen Anteil von IFM sichern. Damit geht eine zusätzliche Optionalität auf die zukünftige Vollkonsolidierung der Gesellschaft einher."

(Quelle)
 
Viel interessanter finde ich ob die Geodesia Holding (welche eigentlich der Besitzer der anderen 50% von OXG war) weiterhin der Bau- und Generalunternehmer bleibt oder ob sie da OXG um einen neuen Partner kümmert.
Die Tiefbauarbeiten selbst machen ja bereits seit längerem hauptsächlich Fremdfirmen, da Geodesia damit ja überfordert war.

Ebenfalls stellt sich die Frage wie es mit Hard und Software weitergeht Altice Labs hat bisher sämtliche Hardware und Software für den Netzbetrieb geliefert.

Aber ich schätze die Verträge mit Altice Labs sind nicht betroffen und man wird weiterhin die Software und Hardware von dort beziehen.
 
Dr. Chaos schrieb:
Ebenfalls stellt sich die Frage wie es mit Hard und Software weitergeht Altice Labs hat bisher sämtliche Hardware und Software für den Netzbetrieb geliefert.

Die OLTs die ich bisher im OXG-Netz gesehen habe, waren Nokia FX.
 
Dr. Chaos schrieb:
Viel interessanter finde ich ob die Geodesia Holding (welche eigentlich der Besitzer der anderen 50% von OXG war) weiterhin der Bau- und Generalunternehmer bleibt oder ob sie da OXG um einen neuen Partner kümmert.
Die Gerüchteküche brodelt... Zumindest scheint Geodesia viel dafür zu tun, ihre Baupartner zu vergraulen.
 
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T1984 schrieb:
Ob Vodafone OXG mal komplett übernehmen will ist natürlich spekulativ
Das sehe ich ähnlich. Ausschließen würde ich eine spätere Veränderung der Beteiligungsverhältnisse natürlich nicht. Aktuell gibt es dafür aber meines Wissens keinen öffentlichen Beleg.

Der Vergleich mit GlasfaserPlus ist interessant, nur lässt sich daraus natürlich nicht automatisch ableiten, dass Vodafone und Société Générale eine vergleichbare Option vereinbart haben.
Dr. Chaos schrieb:
Viel interessanter finde ich ob die Geodesia Holding (welche eigentlich der Besitzer der anderen 50% von OXG war) weiterhin der Bau- und Generalunternehmer bleibt oder ob sie da OXG um einen neuen Partner kümmert.
Das finde ich tatsächlich ebenfalls deutlich interessanter.

Der Verkauf der 50-%-Beteiligung sagt ja erst einmal nichts darüber aus, welche operativen Verträge mit Geodesia oder anderen Altice-Unternehmen weiterlaufen. Mal sehen, ob OXG dazu nach Abschluss der Transaktion noch konkreter wird.
Holzkopf schrieb:
Die OLTs die ich bisher im OXG-Netz gesehen habe, waren Nokia FX.
Danke, solche Infos aus tatsächlich aufgebauten OXG-Netzen finde ich deutlich spannender. :)
Dr. Chaos schrieb:
OSS und zumindest Teile der passiven Infrastruktur durch Altice Labs lassen sich ja tatsächlich nachvollziehen. Beim Core würde mich die Quelle noch interessieren – rein aus technischer Neugier.
GIubschi schrieb:
Die Gerüchteküche brodelt... Zumindest scheint Geodesia viel dafür zu tun, ihre Baupartner zu vergraulen.
Das wäre natürlich gerade im Zusammenhang mit dem Gesellschafterwechsel interessant. Ohne genauere Informationen zu den Verträgen bzw. betroffenen Baupartnern würde ich da aber erst einmal abwarten.
 
Yako2508 schrieb:
Beim Core würde mich die Quelle noch interessieren – rein aus technischer Neugier.
Von Arbeitskollegen.
Mein Arbeitgeber baut, wartet und betreibt nicht nur Mobilfunknetze sondern auch Glasfaser, DOCSIS und DSL Netze in ganz Europa.

Da sprechen die Hersteller gerne darüber welche Netze sie ausstatten um damit zu werben.
Ich bin zwar im Mobilfunk tätig aber solche Details hört man dann beim Smalltalk über die neusten Entwicklungen.
 
Dr. Chaos schrieb:
Von Nokia kommt so weit ich weiß die 25GPON fähigen Nokia Lightspan OLTs
Lightspan FX 25G auf bis zu 8 Ports von 16
Leider nicht die neuere MF die 25G auf 16/16 Ports kann und auch 50G und 100G fähig ist.
Aber wundert mich durch unsere Netzbetriebsmonopole nicht wirklich.
 
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