Yako2508
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Dass OXG hier ein eigenes FTTH-Netz errichtet, ist richtig. Meine Formulierung bezüglich einer möglichen Einigung mit der Telekom war an der Stelle tatsächlich zu konkret – dafür habe ich keine belastbare öffentliche Quelle.Dr. Chaos schrieb:OXG nutzt grundsätzlich keine Telekom Infrastruktur sondern baut Ihre Sachen selbst.
Mein eigentlicher Punkt war aber der Doppelausbau: An genau dieser Stelle liegt bereits seit 2021 Telekom-FTTH und nun entsteht zusätzlich die OXG-Infrastruktur. Das ist ja gerade das Interessante an der Situation.
Doch, genau darum geht es ja. Die Gebäude sind bereits entsprechend markiert und die Hauseinführungen wurden vor Ort gekennzeichnet. OXG selbst schreibt für Essen außerdem, dass innerhalb der Ausbaugebiete die Gebäude bis in die Wohneinheiten mit FTTH erschlossen werden sollen.Dr. Chaos schrieb:Werden nicht Covivio Gebäude überhaupt ausgebaut?
Genau – und inzwischen ist das sogar ziemlich eindeutig dokumentiert.Dr. Chaos schrieb:Offen für alle die Interesse haben, aktuell sind das Vodafone, 1&1, und Bahnhof in ganz Deutschland, regional kommen noch Thüringer Netkom, Plusnet und Deutsche Giganetz hinzu,
OXG bezeichnet das Netz nicht nur werblich als Open Access. Im aktuellen Gestattungsvertrag steht ausdrücklich, dass OXG TK-Dienstleistern eine "diskriminierungsfreie Mitnutzung" der Netzinfrastruktur ermöglicht.
Für mich besonders relevant: 1&1 vermarktet seit dem 21.04.2026 offiziell bundesweit Tarife in OXG-Ausbaugebieten. Dafür wurden die regionalen OXG-Netze mit dem bundesweiten Transportnetz von 1&1 verbunden.
Meine Frage bezog sich daher weniger darauf, ob OXG grundsätzlich Open Access ist, sondern darauf, ob es bei einzelnen Immobilien aufgrund vorhandener Vertragskonstruktionen irgendwelche Besonderheiten geben könnte.
Das mit Vodafone/Covivio ist jedenfalls keine Vermutung meinerseits.Dr. Chaos schrieb:Wäre mir neu so ein Verbot, aber man lernt nie aus.
Covivio bestätigt auf seiner eigenen Website einen Rahmenvertrag mit Vodafone, über den Covivio-Mieter exklusive Konditionen erhalten.
Vodafone wiederum beschreibt BewohnerPlus selbst so, dass dafür bei der jeweiligen Immobilie ein Mehrnutzervertrag oder eine Versorgungsvereinbarung mit Vodafone bestehen muss.
Interessanterweise umfasst BewohnerPlus inzwischen sogar ausdrücklich Glasfaseranschlüsse in Objekten, die Vodafone gemeinsam mit OXG versorgt.
Ob die damalige Nichtverfügbarkeit von o2 Cable juristisch tatsächlich als „Verbot“ zu bezeichnen ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Mir wurde damals allerdings sowohl von o2 als auch von Vodafone erklärt, dass o2 Cable aufgrund der bestehenden Objekt-/Versorgungskonstellation an unserer Adresse nicht angeboten werden könne.
Genau daher stammt meine anfängliche Skepsis.
Bei OXG sieht die Situation allerdings tatsächlich besser aus: OXG selbst schreibt für Essen ausdrücklich, dass Bewohner frei zwischen den regional verfügbaren Anbietern wählen können. Insofern gehe ich inzwischen ebenfalls davon aus, dass die bestehende Vodafone-/Covivio-Kooperation einen 1&1-Anschluss über OXG nicht verhindern sollte.
Covivio beschreibt das selbst recht eindeutig: Es gibt einen Rahmenvertrag mit Vodafone, aus dem sich für Covivio-Mieter besondere Konditionen ergeben.Dr. Chaos schrieb:Was genau bringt diese Kooperation?
Vodafone nennt das BewohnerPlus. Voraussetzung dafür sind je nach Produkt entsprechende Versorgungsvereinbarungen bzw. Rahmenverträge mit der Wohnungswirtschaft. Bewohner erhalten darüber zusätzliche Vodafone-Rabatte bzw. Sonderkonditionen ... naja, wenn man es so nennen darf.
Für mich ist schon ein wesentlicher Unterschied, welcher ISP den eigentlichen Internetzugang bereitstellt.Dr. Chaos schrieb:Wo ist der Unterschied?
Die Glasfaser vom Haus bis ins OXG-Netz mag dieselbe sein. Ab der Übergabe unterscheiden sich aber Anbieter, Transportnetz, Routing/Peering, Tarife, Vertragsbedingungen, Endgeräteoptionen und Support.
Bei 1&1 ist zudem ausdrücklich dokumentiert, dass die regionalen OXG-Netze mit dem bundesweiten 1&1-"Transportnetz" verbunden wurden.
Daher ist „OXG-Leitung ist OXG-Leitung“ für mich nicht gleichbedeutend damit, dass Vodafone und 1&1 als Internetprovider identisch wären.
Kann sein, wäre für mich aber zunächst eine Schätzung.Dr. Chaos schrieb:Wenn jetzt die Leerrohre gelegt werden dann locker noch 6-12 Monate.
OXG bestätigt für Essen lediglich, dass der Ausbau 2026 gestartet ist und zunächst rund 91.300 Haushalte erschlossen werden sollen. Einen pauschalen Zeitrahmen nach dem Motto „Leerrohre liegen = noch 6–12 Monate“ konnte ich bei OXG bislang nicht finden.
Bei uns stehen jedenfalls bereits die Verteiler, die Trasse bzw. Leerrohre sind weitgehend vorhanden und die Hauseinführungen an den Covivio-Gebäuden wurden markiert.
Wie lange es von diesem konkreten Bauzustand bis zur Aktivierung dauert, werde ich dann wohl aus erster Hand herausfinden.