PC friert auf einmal ein... durch eine 128° heiße SSD?

Joschiking

Cadet 4th Year
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Hallo Leute,

Ich habe seit heute plötzlich Prombleme mit meinen Computer. Von einen Tag auf dem anderen friert er häufig ein bei eigentlich lapidaren anforderung (zB. beim streamen eines Youtubevideos etc.). Am Tag davor war stundenlanger dauerbetrieb mit HD videos rendern und Far Cry 4 gamen kein Problem. Ich habe natürlich erstmal nach Ursachen gegoogelt und ich kam zum schluss, dass es wahrscheinlich an der Hardware liegen muss. Und häufig ist es anscheinend die Kühlung oder die Grafikkarte, wie ich gelesen habe. also habe ich mir den PC Wizard heruntergeladen, um zu sehen, wie heiß so mein Computer ist. Meine Werte waren so ziemlich normal (glaube ich).

Prozessor: 38°
Mainboard: 25°
GPU: 36°
HDD: 38 °
SSD (OCZ-Agility3 128 GB): 128° ?

Da ich es selbst nicht glaube konnte, habe ich den Computer aufgemacht und an die SSD gefühlt... und die ist kalt und nur sehr geringe wärme (wenn überhaupt) ist zu spüren. Ist die SSD ein abgeschirmter Ofen innendrin oder hat sowohl PC Wizard als auch HWiNFO64 einen programmierfehler? Oder kann das Problem doch ganz woanders liegen, denn solange ich nur surfe kann ich prima mit meiner angeblich 128° heißen platte leben...

Mein PC (ca 3 Jahre alt):
CPU: i5 2500k
Mainboard: Gigabyte Z68X-UD3P-B3
Ram: 8GB DDR3 1333Mhz
Prozessorkühler: ARCTIC Freezer XTREME
GPU: ASUS GTX 670 (vor einem halben Jahr ausgetauscht)
SSD: OCZ-Agility3 128 GB
Festplatte:Western Digital WD7501AALS-00E8B0 (750GB)
Netzteil: Corsair TX750

Erwähnenswert ist wahrscheinlich auch noch, dass, als ich meinen PC einmal nach dem absturz neugestartet habe, er ca. 20 Versuche gebraucht hat, um hochzufahren, nur um im Bios hängenzubleiben. (der Bios ist auch nicht auf den aktuellsten stand, sei hier erwähnt)


Also falls irgenwer vielleicht ne Idee hat, woher dieses wirklich plötzliche Problem kommt, dann wäre ich darüber sehr froh.

Viele Grüße
Joschiking
 
Zuletzt bearbeitet:
Könntest den RAM mal testen mit Memtest86
 
Eine SSD ist wie ein USB Stick. Wärme gibt es bei ihr fast gar nicht. Die 128 °C sind natürlich Unsinn und ein Messfehler.

Defekter RAM könnte diese Probleme aber verursachen.
 
Vielen Dank für die schnellen Anworten.

Der Memtest86 erscheint mir aber etwas schwierig zu bedienen. Braucht man dafür eine brennbare cd? Die habe ich nämlichh nicht... gibt es auch ne andere Methode, den RAM zu überprüfen, oder muss ich mich einfach noch mehr in den Memtest86 hineinknieen?
 
....ähm friert!? sind das 128°C Plus oder Minus, wegen dem friert!? Spaß bei Seite...

Welches Betriebssystem?

Gruß

nicknackman1
 
Ich habe jetzt den Memtest86 ausgeführt und ich weiß nicht, wie ich das Ergebnis zu interpretieren habe:

Also der Test wurde normal ausgeführt, bis es zu dem screen im Anhang (IMG_4703.jpg) kam. Dann konnte ich nichts mehr machen, es war wie eingefroren, nur dass der Eingabestrich noch blinkte.

Dann habe ich den PC manuell heruntergefahren und wieder neu gestartet. Daraufhin hat der Rechner 60 (ich habe nachgezählt) mal versucht, hochzufahren, ist aber immer nach 2-3 sekunden gescheitert, dann habe ich ihn ausgemacht und es nach 10 Minuten nochmal versucht. Daraufhin ist der Rechner noch 3 mal beim hochfahren gescheitert und hat es dann geschafft, nur damit es zu diesem scrren kam (im anhang: Main Bios Checksum Error). Danach ist der Rechner heruntergefahren, hat noch paar weiter "Fehlzündungen" gehabt und ist dann normal gestartet...

Jetzt hoffe ich, dass ihr damit was anfangen könnt. ;)

PS: Ich benutze Windows 7 Home Premium 64 bit
 

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Das BIOS scheint sich komplett selbst zerstört zu haben, um sich dann zum Glück wieder selbst retten zu können.
Ich würde deswegen von einem defekten Mainboard ausgehen.

Es könnte aber auch das Netzteil sein, das ist häufig bei Anlaufschwierigkeiten Schuld. Allerdings bleibt dann das BIOS heile, in so fern meine Reihenfolge

  1. Mainboard
  2. Netzteil
 
Was kann ich denn da machen? den Bios zu flashen würde nichts bringen, oder? Und bevor ich überhaupt ein neues Mainboard kaufe, wie kann ich sichergehen, dass es das Mainboard auch ist?

Edit: Mein Netzteil ist ein Corsair TX 750, das habe ich vorhin nicht erwähnt

Edit 2: Das Netzteil rattert ein wenig. Der Lüfter vom Netzteil ist aufjedenfall wesentlich lauter als die Lüfter vom prozessor und der Grafikkarte... Kann darin das Problem liegen? (Das Netzteil rattert aber schon seit langem, gebe ich zu bedenken)
 
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Bei SSDs wird für gewöhnlich nur die Umgebungstemperatur ("Airflow" oder "Luftfluss") gemessen.
Angenommen, es handelt sich um keinen Auslesefehler: dann stimmt etwas mit der Kühlung innerhalb des Gehäuses und/oder mit den Chipsatzkühlern auf dem Mainboard nicht.

Was für ein Gehäuse wird denn verwendet und hilft es eventuell, einen Lüfter auf die Kühlflächen blasen zu lasen?
Gibt es auch mit einem offenen Gehäuse, bzw. mit einem Pappkarton-/Holztisch-Aufbau ebenfalls Probleme, selbst wenn bei letzterem noch ein Ventillator oder ähnliches auf die Kühlflächen des Mainboards geblasen wird?
 
Die Luft in deinem Gehäuse ist also 128° C heiß :eek:? Dann würde ich mal ne Pizza reinschieben, eigentlich recht praktisch.
Das ist ein Auslesefehler. Es ist wahrscheinlich der höchste Wert, den die Software anzeigen kann.
 
Pizza braucht ein wenig mehr Umluft-Temperatur. :p

Ich hab das Problem ja nicht und seitdem ich von "255 Grad Chipsatz-Einfrierern" (insbesondere bei den AMD FX Prozessoren in Verbinung mit Billig-Boards) gehört habe, möchte ich zu hohe Temperaturen nicht mehr kategorisch als "kann net sein, Auslesefehler, Basta!" bezeichnen.

Aber auch ein gutes Mainboard kann mit der Zeit Probleme mit der Kühlung der SpaWas (Spannungswandler) bekommen. Vielleicht könnte ja neue Wärmeleitpaste unter den dicken Kühlkörpern ja schon helfen, statt ein neues Mainboard kaufen zu müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich habe jetzt alles Temperatur mäßige nach neuem Absturz per Hand nachgefühlt, und alle Temperaturen schienen im Grünen bereich zu sein ( nur das Netzteil war heißer als Normal, aber jetzt nciht richtig heiß) und die Umluft reicht auch ncicht aus, um meine Füße zu wärmen ^^

kleiner Update:
Nachdem sich der BIOS von selbst resettet hat, hat das streamen von Videos wieder funktioniert und ich dachte schon, dadurch wäre da Problem erledigt... aber als ich dann eine Spiel gestartet habe, ist der Bildschrim nach 5 Minuten eingefroren und diesmal gab es auch gleich danach einen Bluescreen. Als ich später dann den PC wieder hochfahren wollte, gab es nochmal ein paar Fehlzündungen und dann ist er normal hochgefahren...

Ich bin mir immer noch nciht im klaren, was nun die Ursache für mein problem ist. Mainboard? Netzteil? Doch die Kühlung? Bios?

Edit: @Randy89
Selbst bei offenem Gehäuse wird eine Temperatur von 128 Grad bei der SSD angezeigt... und es sind immer 128 Grad, nie ein Grad mehr oder weniger... wahrscheinlich verwechseln die Programme die Speichergröße der SSD (es sind 128 GB) mit der Gradzahl ;)
Ergänzung ()

Ich habe jetzt mal avast drüberlaufen lassen und es hat die gründliche Untersuchung nach schäden durchgeführt in so einem Bios-ähnlichem verfahren, fall ihr wisst, was ich meine. Nur leider ist er genau wie der Memtest86 mitten im Prozess eingefroren und es blieb mir nichts anderes übrig, als den Computer manuell herunterzufahren. Welches Problem kann dafür sorgen, dass sogar die Problemsuchläufe nicht richtig funktionieren? Als ich den PC dann nach einer halben stunde wieder hochgefahren habe (weil er ja normalerweise nciht richtig hochfahren kann, wenn man ihn gleich wieder startet), war ich nach der Windowsanmeldung für ca. 10 sekunden vor einem schwarzen Bildschirm, bevor ich dann meinen Desktop sah...

Ich bin dankbar für alle bisherigen Ideen, und falls jemand eine These mit den weiteren symptomen als besonders wahrscheinlich sieht, dann wäre ich über nen Post dankbar. :)
 
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Eine SSD hat zwar auch Spannungswandler, allerdings würden die nur durch einen Defekt 128°C erreichen und wahrscheinlich würde die SSD kurz danach eh ausfallen. Die Spannungswandler bei AMD Boards stehen ja auch unter massiver Belastung, wenn eine 220W TDP CPU eingebaut ist.
Aber man kann die SSD ja auch einfach mal abklemmen und dann schauen ob der PC beim memtest nicht mehr einfriert. Glaube ich aber nicht, denn memtest interessiert die SSD nicht.

Wenn memtest einfriert, ist die SSD raus, da sie nur den RAM testet und memtest außerdem vom USB Stick ausgeführt wurde. Bei defektem RAM darf memtest nicht einfrieren, in so fern ist der auch wahrscheinlich in Ordnung.

Ich bleibe bei Mainboard oder Netzteil. Wenn das Netzteil immer lauter wird, würde ich da vielleicht anfangen. Aber testen kannst du halt nur noch, indem du die Komponenten austauscht.
 
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