PC friert ein und/oder bootet nicht mehr

NoPainNoGain

Lt. Junior Grade
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Okt. 2005
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340
Hallo!

Ich habe hier einen uralten PC aus 2010, der aber bisher klaglos funktioniert hat!

Konfiguration:
Gigabyte GA-P55-UD5
Intel Core i5 750 2,6 GHz
Vapor-X HD5770
RAM 2x 4GB Corsair XMS3
SSD (im AHCI-Modus) + HDD
Netzteil Enermax

Details hier: http://www.sysprofile.de/id123989


Problem:
Vor zwei Tagen im laufenden Betrieb (Surfen im Netz) wurde der Monitor weiß, nach dem Bewegen der Maus kamen feine Streifen dazu. Resetknopf gedrückt und das System fuhr nicht mehr hoch. Es ging gar nichts, kein BIOS, kein Peep, kein Windowsanmeldeklang.
Ich habe dann die Grafikkarte und den Monitor als Fehlerquelle ausgeschlossen, da das System ja nicht mal bis zum BIOS kam.
Ich hatte den Arbeitsspeicher im Verdacht und habe ein paar verschiedene Konfigurationen probiert und siehe da, mit nur 2 statt 4 Riegeln lief das System wieder.

Allerdings nicht recht lange, der Fehler trat heute wieder auf. Also wiederum die RAM-Bausteine untereinander getauscht. Das funktionierte auch nach mehreren Versuchen.

Schlußendlich habe ich 2x 4GB RAM eingebaut (Dual Channel) und alles ok. RAM wird richtig angezeigt, BIOS-Settings sind mehr oder weniger default, es ist nichts übertaktet.

Die Freude währte nicht lange, weil nach etwa 2 Stunden Betrieb der PC wieder einfror - aber wenigstens ließ er sich resetten und neu starten.

Jetzt tippe ich doch auf eine fehlerhafte Grafikkarte - kann sie der Verursacher meines Problems sein?
Oder ist das Mainboard hinüber?
Ich möchte ungern eine Komponente nach der anderen auswechseln - da bau ich doch gleich einen neuen PC auf.

Vielen Dank!
Elmar
 
Benutze mal den HWMonitor und kontrolliere die Temperaturen der Grafikkarte und CPU
 
Wenn der PC einfriert und die ihn dann neustarten willst: Passiert dann gar nichts mehr? Also auch keine Lüfter die sich drehen? Keine LEDs die leuchten? Könnte unter Umständen auch das Netzteil sein. Wenn da eine Schutzschaltung auslöst, egal ob zurecht oder aufgrund eines Defekts, kann es ein paar Minuten dauern bis man den PC wieder starten kann.
 
Die Temperaturen sind alle im grünen Bereich, laut "Everest" jetzt gerade im 2D-Betrieb:
Mainboard 36°
CPU 23°
HDD 34°

Die Grafikkarte hat laut Catalyst-Center eine Temperatur von 36°

Beim Neustart leuchten LEDs auf dem Mainboard, alle Lüfter laufen an, nur das BIOS wollte nicht und Windows 7 erst recht nicht.
Mittlerweile ist es ja so, dass der PC einfriert (Monitor bekommt Streifen) und ich durch einen Reset wieder neu starten kann.
Möglicherweise hat der Austausch der RAM-Riegel geholfen, aber das Problem ist noch nicht ganz beseitigt.
 
Da gewisse Dinge erst mal abkühlen müssen und das Problem nach bestimmten Zeiten (vermute hier liegt einfach die Beanspruchung des System) auftritt, vermute ich ein Temp Problem.

Die Temp. müssen unter Last sein. Nimm den HWMonitor. Starte den, lasse ihn im Hintergrund laufen und starte ein Game. Danach ließt du bei den Cores '(CPU) die Max Temp ab und eben die Werte von der Grafikkarte. In den Jahren trocknet WLP doch mal zu gerne aus.

Eine weitere Sache könnte defekter VRAM (Grafikkarte) sein.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Natürlich könnte man es so machen. Da beide aber sehr aggressiv sind, sollte man das über normale Sachen erst mal kontrollieren.
 
Nun, ich sitz jetzt gerade an diesem problematischen PC und schreibe diese Beiträge. Bis jetzt ist nichts abgestürzt oder eingefroren.
Ein Temperaturproblem - egal bei welcher Hardware - kann ich mir nicht vorstellen, da es jetzt 6 Jahre lang ohne derartige Probleme funktioniert hat. Und die Temps sind ja normal, im 2D-Betrieb laste ich den PC so gut wie nie aus.
Aber ich werd mal ein paar Tests laufen lassen.

Wobei ich dann immer noch nicht weiß, worans liegt?
Grafikkarte oder Mainboard?
Das Netzteil wird nicht mal handwarm...
Ergänzung ()

HWMonitor gestartet, Q3A gespielt, keine nennenswerten Erhöhungen der Temperaturen...

d5itvx5ht2ovrklyl.png


Wenn die Grafikkarte schuld an der Misere ist: Kann die GraKa ein System so zerschießen, dass sogar das BIOS tot ist?
 
Wenn du ganz sicher gehen willst, brauchst du ein Zweitsystem in dem du alle Komponenten der Reihe nach durchprobieren kannst. Ein Tempproblem kann ich mir auch nicht richtig vorstellen, ist aber möglich. Man könnte als RAM-Test noch Memtest verwenden und immer nur einen Riegel ins System stecken und diesen dann Testen. So könnte man zumindest schon einmal einen fehlerhaften RAM Riegel finden, sofern vorhanden.

Es könnte weiterhin sein, dass sich irgendwo ein hauchfeiner Haarriss gebildet hat, welcher sich durch unterschiedliche Wärmeeinwirkungen (Materialausdehnung) öffnet und schließt.
 
Die CPU Temp sieht gut aus. Die von der Grafikkarte sieht man jetzt leider nicht (dafür hättest du runter scrollen müssen).

Fehler können jetzt einige sein. Einige sind bereits in den letzen Kommentaren geschrieben worden. Geht halt um eingrenzen.
 
Tja, das ist das Problem....ich habe keinen zweiten PC zum Testen. :(
Ich lass grad Prime95 laufen, Laut HWMonitor kommt die CPU-Temperatur nicht weiter rauf als bis 61°C.

Die Abstürze sind aber auch nicht unter Last passiert, sondern quasi im Leerlauf.

Evtl. lasse ich noch die Grafikkarte richtig arbeiten und einen MEM-Test laufen. Beim RAM sollte aber nichts passieren, weil ich zwei neue Bausteine eingesetzt habe.

Nachtrag: Hier die aktuellen Temperaturen (Prime95 läuft):
d5iud6c2dzlaf6h4d.png
 
Wenn du nicht weis wie Prime95 funktioniert, dann kannst du mit dem Programm überhaupt keine Eingrenzung machen.

Prime bezieht sich auch nur auf Auslastung und Haltungen von Spannungen.

Man kann aber nicht damit die Grafikkarte oder ein direktes überprüfen vom Ram machen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ja, ist mir klar. Prime95 belastet nur die CPU und nicht die GraKa.

Eingrenzen ist gut....ich besorg mir jetzt eine andere Grafikkarte. Wenns das auch nicht war, bleibt nur noch das Mainboard übrig.
Eins für Sockel 1156 gibts aber wohl gar nicht mehr, also muss ich dann wohl oder übel aufrüsten.

Danke euch auf jeden Fall für eure Tipps!
 
Die letzte Software war iTunes vom 07.01.2016, das Problem trat erst am 12.01. auf.

Komischerweise sitze ich jetzt seit einigen Stunden am PC und es gibt keine Probleme. Ich lasse einen Benchmark nach dem anderen laufen, auch FurMark hat meine Grafikkarte auf 80 Grad C raufgetrieben und nichts ist passiert.
Ein thermisches Problem schließe ich also aus.
Ergänzung ()

Der PC läuft noch immer problemlos...aber ich habe mich nun dazu entschlossen, dem Spuk ein Ende zu machen und
Grafikkarte, Mainboard und CPU auszutauschen.
 
Nur zur Info:
Das alte System lief ein paar Tage und am 19.01.2016 trat das Problem wieder auf. Diesmal habe ich es nicht mehr geschafft, die Kiste zum Laufen zu bringen.
Blöderweise funktionierte auch ein neues Mainboard nicht. :(
Gestern wieder ein anderes Mainboard eingebaut und nun läufts wieder - und weit besser / schneller als zuvor
 
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