Ja, Ethernet-Adapter über USB oder separate Ethernet-Karten können
unter bestimmten Umständen höheren Ping verursachen als die auf dem Mainboard integrierten Anschlüsse. Ob das passiert, hängt von mehreren Faktoren ab:
1.
- USB-Bandbreite & Controller: USB-2.0-Adapter haben maximal ~480 Mbit/s, USB-3.0 ~5 Gbit/s. Wenn dein Adapter an einem älteren oder stark ausgelasteten USB-Port hängt, kann das die Latenz erhöhen.
- Treiber: Schlechte oder nicht optimal angepasste Treiber können zusätzliche Latenz verursachen.
- CPU-Last: USB-Ethernet-Adapter nutzen die CPU stärker als native PCIe- oder onboard-Controller. Unter hoher Last kann das Ping erhöhen.
- Polling vs. Interrupts: Einige USB-Adapter verarbeiten Pakete weniger effizient, was sich in schwankendem Ping äußern kann.
2.
- Qualität der Karte: Günstige Karten können höhere Latenz haben, während hochwertige Gaming- oder Serverkarten oft niedrige Latenz bieten.
- Treiber und Offloading: Features wie TCP Offloading oder Interrupt Coalescing können Ping erhöhen, wenn sie falsch konfiguriert sind.
- PCIe-Anbindung: Wenn die Karte in einem langsameren Slot steckt (z. B. x1 statt x4/x8), kann das theoretisch minimalen Einfluss auf Latenz haben – meistens eher bei sehr hoher Last.
3.
- Moderne Mainboards haben oft gut optimierte Chipsätze, direkte PCIe-Anbindung, Hardware-Offloading und stabile Treiber.
- Latenz ist hier typischerweise am niedrigsten, besonders bei Gigabit- oder 2,5-Gigabit-Anschlüssen.
Fazit
- Ja, USB-Ethernet-Adapter und manche PCIe-Karten können höheren Ping verursachen, besonders unter Last oder bei minderwertiger Hardware.
- Für minimalen Ping (z. B. Gaming oder Echtzeit-Streaming) ist der Onboard-Anschluss oft die bessere Wahl.
- USB 3.0 / 3.1 Adapter können fast gleichwertig sein, wenn der Treiber und Port gut sind.