News Piraten-Buch: Verlag geht gegen illegale Verbreitung vor

Es interessiert auch keinen ob ich ein Buch schreibe oder nicht. Und wie ich das veröffentliche ist auch meine Sache.

Natürlich gibt es die News nur, weil sie eine Piratin ist. Und ich werde diese Partei (auch) wegen diesem prinzipienlosem Verhalten nicht wählen. Ich bin schon genug Weltverbesserern über den Weg gelaufen, die -Westentaschenphilosophie sei dank- eine bessere Welt für alle wollten. Und hier sieh man, wie so eine Motivation endet.
 
Wen neine Partei in ihrem Programm sagt: Nichtkommerzielles Kopiern von Werken fördert Kultur (was ja auch richtig ist) und dann aber gegen genau dieses Vorgeht, ist das in meinen Augen sehr wohl eine Verletzung der Prinzipien. Daran lässt sich nicht rütteln. Wieso eine Frau Schramm überhaupt noch bei den Piraten aktiv sein darf und von der Partei getragen wird erschließt sich mir nicht. Es ist ja nicht das erste mal das Frau Schramm aus Selbstdarstellungsgründen der Partei schadet.
 
Herdware schrieb:
Was habt ihr alle mit Prinzipien? :freak:

Es gibt wie gesagt keine Forderung der Piraten, dass ein Urheber sein Werk nicht kommerziell verwerten darf. Dieses Recht stellt niemand in Frage.

Solange die Frau Schramm keine Massenüberwachungsmaßnahmen durchzieht, Webseiten sperren lässt oder private Filesharer vor Gericht zerrt oder abmahnt usw., verstößt sie nicht gegen irgendwelche Positionen der Piratenpartei.

Stimmt, aber es gibt die explizite Forderung, privates, nicht kommerzielles kopieren nicht nur zu erlauben, nein, sondern dies weitergehend sogar zu fördern! (zu finden unter piratenpartei.de / Politik / Wahl- und Grundsatzprogramm). Wenn es nun aber für nicht kommerzielle Downloadmöglichkeiten Takedown-Notices nach dem DMCA gibt, dann steht dies dem ganzen doch sehr konträr gegenüber, das ist nicht nur keine "Förderung", dass ist ein direktes unterbinden dessen, was der Partei, der sie angehören will, fordert und zwar ja, genau da, in ihren Grundprinzipien.
 
Stellt die Glaubwürdigkeit mal wieder sehr in Frage.
Ich denke schon dass sie auch für das Löschen des Links war.
Denn sonnt ergibt es keinen Sinn das 100.000 Euro Vorschuss gezahlt wird, wenn es dann kostenlos ins Internet gestellt wird. Es war also von Anfang an nicht geplant es wie von der eigenen Partei gefordert zugänglich zu machen.
 
Herdware schrieb:
Solange die Frau Schramm keine Massenüberwachungsmaßnahmen durchzieht, Webseiten sperren lässt oder private Filesharer vor Gericht zerrt oder abmahnt usw., verstößt sie nicht gegen irgendwelche Positionen der Piratenpartei.

Das es ihr Verlag für sie macht, macht die Sache nicht besser. Denn dann kann man ihr entweder Naivität vorwerfen oder sie hätte in den Vertrag eine entsprechende Klausel hinterlegen lassen müssen. Deshalb ist es absolut logisch, wenn das Verhalten des Verlags auf Frau Schramm und letzten Endes auch auf die Piraten, bei denen sie zum Vorstand gehört, zurückfällt.

Eine weitere Schramm(e) am Image der Piraten. Wobei das selbstgemachte Probleme sind, wenn man allen möglichen Egozentrikern ein Sammelbecken bietet und jeden stammeln lässt, was er will. Die Linie sucht man bei den Piraten genau wie bei allen anderen Parteien.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch ohne diese Geschichte und ihre öffentliche Wirkung sind die Piraten eine Lachnummer. Sie reihen sich auch nur ein in die Kette erbärmlicher, idealismus- und aufopferungsfreier Machthaber. Wie andere Parteien auch. Und das war ehrlichgesagt auch keine Überraschung.
 
Irgendwie ist die News hier extrem Politisch. Viel zu politisch! Denn hier hat man keine Möglichkeit sich eine Meinung dazu zu bilden sondern die wird einem vorgegeben ..: "Böse Piraten".

Wie schon von wenigen richtig erkannt wurde: Dahinter steht ein Verlag, also ein Rechteinhaber der seine Rechte durch setzt ! Gerade bei Büchern ist solch ein Verlag tatsächlich noch notwendig, da eine richtige "freie" Infrastuktur, wie youtube für Musik/Videos nicht existiert.

Also CB: Entweder ihr schreibt neutrale politische News (die in nem Computerfrickelforum eigentlich nicht viel zu suchen haben) neutral oder lasst sich wirklich vollständig weg, da euch hier die Kompetenz zu fehlt (Nicht böse gemeint, aber Politische News neutral zu verfassen ist wohl mit das schwierigste was es gibt !)
 
Wenn man 100000€ Vorschuss zahlt müssen die auch wieder reinkommen. Was für eine tollere Werbung gibt es denn als so eine Kontroverse? Das verbreitet sich doch gerade im Internet wie ein Lauffeuer.

noman_ schrieb:
Wenn ihr Filesharing so ein Anliegen ist dann hätte sie es auch gleich frei verfügbar machen können oder gegen eine freiwillige Spende.
Es klingt vielleicht verrückt, aber manche Leute sind der Meinung, dass man Bücher in Buchform lesen sollte.

Arestris schrieb:
Selbst den Vertrag mit einem Verlag (also einem dieser bösen Verwerter) finde ich für sich noch nicht schlimm, nur hätte dieser dann auf die Besonderheiten bzgl. des freien, privaten kopierens eingehen müssen, aber welcher Verlag hätte dann noch 100.000€ raus gerückt?
Das beruht auf der Annahme, dass dafür überhaupt die benötigte Verhandlungsposition bestand. Es ist ja nicht so, als ob sich die Verlage um jedes geschriebene Buch reißen würden. Entweder ist das Buch sehr gut oder der Autor eine bekannte Persönlichkeit, wie z.B. bei zu meinst minderwertigen Biographien. Ich habe von dieser Frau bis heute noch nie gehört, also scheidet letzteres wohl aus. Besonders gut ist das Buch nach Aussagen im Thread auch nicht. Irgendein anderes Motiv muss da bestanden haben, s.o.

MR2007 schrieb:
Andererseits, dass die Rechte höchstwahrscheinlich beim Verlag liegen, so dass die werte Frau gar nichts dafür kann, wenn der Verlag seine Rechte&Pflichten wahrnimmt und dabei idR die Interessen des Autors vertritt.
Der Verlag handelt im Interesse des Verlags. Der einzige Fall, in dem der Verlag im Interesse des Autors handelt ist, wenn dadurch sichergestellt wird, dass der Autor weiter dort unter Vertrag bleibt. Und das tut der Verlag nur, wenn der Autor viel verkauft.
Der Fehler dürfte darin gelegen haben, das dem Verlag vertraut wurde.
 
Und damit beweist die Piraten Partei, dass sie auch nur eine Partei ist wie alle anderen auch, mit Politikern die genauso wenig die Interessen der Partei oder ihrer Wählerschafft im Sinn haben wie das Groß der Politiker der anderen Partein.

Damit machen sie sich für mich unwählbar, schade drum...
 
karamba schrieb:
Deshalb ist es absolut logisch, wenn das Verhalten des Verlags auf Frau Schramm und letzten Endes auch auf die Piraten, bei denen sie zum Vorstand gehört, zurückfällt.

Ist es nicht.
Wer in Deutschland ein Buch in gedruckter Form veröffentlichen will und dass nicht nur in absoluter Kleinstauflage von einigen hundert Stück, ist auf die Verlage angewiesen und die sitzen immer am längeren Hebel und können die Vertragsbedingungen nach belieben diktieren. Man muss schon mehrer Bestseller geschrieben haben um da wirklich eigenen Forderungen in Hinsicht auf Vertriebswege und Preise ect. einbringen zu können. Neuautoren können froh und glücklich sein überhaupt einen Verlag zu finden.

Das Verhalten des Verlages der Autorin anzukreiden ist nicht fair...
 
Haben sich die Piraten ja schön selbst ins Knie geschossen, oder sollte man besser sagen ins Holzbein
 
Übrigens, Frau Schramm steht zu 100% hinter ihrem Verlag und ihrem Vorgehen in diesem Fall, womit dann egal ist, wer nun Auslöser war: http://www.sueddeutsche.de/digital/...recht-jetzt-krakeelt-wieder-der-mob-1.1470935

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Wolfsrabe schrieb:
Auch ohne diese Geschichte und ihre öffentliche Wirkung sind die Piraten eine Lachnummer. Sie reihen sich auch nur ein in die Kette erbärmlicher, idealismus- und aufopferungsfreier Machthaber. Wie andere Parteien auch. Und das war ehrlichgesagt auch keine Überraschung.

Das wiederum ist pauschalisierendes Stammtischgelaber! So sehr ich gegen das bin, was sich Frau Schramm hier gerade leistet und gespannt auf die Reaktion der Partei und so sehr ich über vieles, was bei den Piraten abgeht, den Kopf schüttele, sowas ist absolut unnötig! Du verurteilst hier viele Menschen die du absolut nicht kennst! Aber ich sag dir was: Ich kenne ein paar von denen und die sind allesamt dabei, weil sie an das glauben, für was die Piraten ihrem Programm nach stehen, Leute die zum Teil viel Zeit und sogar Geld opfern für diese Ideale. Also bitte ein wenig Abstand von solchen Stammtischphrasen! Nur weil so einiges chaotisch bis falsch läuft bei den Piraten und weil einige Zeitgenossen (und Genossinen) unangenehm auffallen, gibt das noch keinem das Recht, unabhängig eigener Standpunkte, alles und jeden da pauschal zu verurteilen.
 
Wenn das wahr sein sollte, dann muss sie von allen Ämtern zurücktreten und gehört von der Partei ausgeschlossen weil sie eine existenzbedrohende Gefahr darstellt.
 
Ich hätte von Computerbase eine differenziertere Betrachtungsweise erwartet.

1.) Frau Schramm =/= Die Piraten
2.) Der Verlag =/= Frau Schramm

Ein Schelm wer böses denkt. Natürlich kann man über 10 Ecken so etwas konstruieren. In wie weit dies mit „den Piraten“ zu tun hat ist aber fraglich. zumal in der Satzung der Piraten nirgends steht, dass Geld verdienen „böse“ wäre.

Ich kann mir natürlich auch eine Maske aufsetzen und für Anonymous sprechen – klar soweit?

Reine Schlammschlacht initiert durch geprellte Parteien und Ihre fans - äh Wähler die eine Chance sehen ihre eigene dreckige Weste aus der Schußbahn zu bekommen.
 
Wenn schon 100.000,00 € als Vorschuss gezahlt werden, dann hatte Frau Schramm bei Vertragsschluss durchaus eine gewisse Verhandlungsbasis.

Die Frau Schramm hätte z.B. auf 25% Vorschuss verzichten können unter der Bedingung, dass es kostenlose Downloads des Buches gibt o.ä.

Jetzt alles dem Verlag in die Schuhge zu schieben ist doch sehr blauäugig. Als Autor hat man verschiedenste Möglichkeiten diesen Vertrag mit zu beeinflussen.

Zudem wäre doch gerade das eine Chance für die Partei, zu zeigen, wie es anders funktioniert. Gibt ja zich Möglichkeiten. Aber nein es wurde der herkömmliche Weg gewählt und jetzt Sperren/Löscjung von Inhalten/Abmahnung im Internet ausgesprochen. Würde mich nicht wundern, wenn auch eine der berühmten Abmahn-Kanzleien (mit mehreren Mio. Umsatz im Jahr) von dieser Aktion profitiert haben.

Chance vertan, dem Ansehen der Parteri geschadet und der "anderen" Seite in die Hände gespielt.

Traurig aber wahr.
 
Eine bessere und billigere Werbung kann ich mir doch gar nicht vorstellen.
Beispiel:

Sarrazin - Er hat rumgepöbelt und war auch in den Medien. Durch sein Buch ist er jetzt Multimillionär. Dies gelang durch die mediale Aufmerksamkeit die er selbst verursacht hat.

Betina Wulff - Mal ehrlich wer würde das Buch bitte lesen wollen? Aber auch sie wird in den Medien hoch und runter genudelt. Die Kritiker haben ihr Buch bereits als Machwerk in der Luft zerrissen. Aber auch sie wird dabei einen sehr guten Schnitt machen können.

Dingsda Piratin - Irgendein Nobody schreibt ein Buch und bekommt dafür 100.000 Euro. Unpiratiges vorgehen vergrößert die mediale Aufmerksamkeit und die Chance, dass auch andere Parteien virtuell nachtreten wollen. Alles zusammen ist das doch eine super Werbung für ein Buch welches ohne die Piraten und ohne die damit zusammenhängende mediale Aufmerksamkeit keine Chance auf einen Verkaufserfolg gehabt hätte.

Fazit:
Ein schlechtes oder mittelmäßiges Produkt kann man gut verkaufen wenn die Vermarktung stimmt. Apple hat es vorgemacht andere machen es nach.

P.S.
Vielleicht schreibe ich auch mal ein Machwerk oder lasse es schreiben. Mal sehen was für einen Aufmacher ich dann nehme. Vielleicht sollte ich über Mohamed schreiben? Wobei das ist gewagt, aber warum nicht. ;) Ich brauche nur einen guten Künstlernamen, wie wäre es mit Mitt Romeny?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube dass die CDU etc. dahinter steckt. Wäre nicht deren erster Versuch den Ruf der Piraten zu schädigen. Absichtlich im Internet platziert, dann den Verlag informiert.
 
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