Hauwexis schrieb:
Da ist für mich zuviel Doppelmoral und Scheinheiligkeit im Spiel
Eigentlich ist glasklar wo die Reise hin geht. Vor zehn Jahren wurde das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet. Da können die Kleinkinder so bockig sein wie sie wollen, es wird immer teurer nicht co2 neutral zu handeln. Dafür wird die Judikative schon sorgen, falls die Regierungen nicht wollen. Und wer glaubt Sprit wird billiger, wenn die Nachfrage um bspw 90% zurück geht. Dann wird das erhalten der Infrastruktur auf die verbleibenden 10% umgelegt. Das Erdöl kostet heute schon nix, man bedient sich an dem was im Boden ist. Das der Sprit trotzdem nicht umsonst ist, liegt an den Förder-, Raffinerie-, Distributionkosten und natürlich etwas Gewinn plus Steuern. Die OPEC drosselt die Förderung schon entsprechend bevor sie draufzahlen, keine Sorge. Gehen die Mengen zurück, gehen auch die Skaleneffekte zurück. Die Zahl der Tankstellen wird zurück gehen, weniger Konkurrenz, weniger Wettbewerb, Preise rauf. Da wird sich der ein oder andere noch umsehen.
Nero1 schrieb:
Wasserstoff ist ebenso finanziell sinnlos
Zumal er indirekt ein extrem übles Treibhausgas ist. Je nach Betrachtung 11 bis 26 mal so schlimm wie co2. Und da es das flüchtigste Gas überhaupt ist, wird man immer Lecks haben. Sollte man bei seinen Vorteilen, schon auch mal die Nachteile sich bewusst machen. Imho sind die ganzen Nachteile (handling, Lagerung ect) so schwerwiegend, dass niemand auf Wasserstoff wartet. Außer Hubsi vielleicht. Selbst wenn die Effizienz durch Kapilarelektrolyse besser wird.
Katsumoto82 schrieb:
Mich würde mal interessieren wie das die Leute machen die auf dem Land, in einem Mietwohnung im dritten Stockwerk, ohne Möglichkeit das Auto zu laden und die nächste Ladestation 20km entfernt ist.
Dritte Stock aufm Land ist wohl eher die Ausnahme, außer man zählt das Erdgeschoss dazu. Aber sei es so. Wer hat aufm Land keinen privaten Parkplatz? In der Stadt wo sehr viele an der Straße parken sehe ich das Problem, aber am Land? Selbst wenn die Kinder iwann auch Autofahren und der eigene (mit dem Auto erreichbare) Platz dann durchaus eng werden könnte, muss sicher nicht die ganz Familie jeden Tag laden.
Entweder ist dicht besiedelt, ohne eigene Ladestation aber nicht weit zur öffentlichen. Oder dünn besiedelt, mit entsprechend verfügbaren Flächen. Aber es muss ja auch nicht jeder heute wechseln. Diese Jahr kommt BYD Flashcharger Blade 2.0 mit 10-80% SoC in 7 Minuten bzw 10-97% SoC in unter 10 Minuten. In fünf Jahren gibt es das dann gebraucht für ne schmale Mark. Für Leute die ausschließlich laden vergleichbar zu tanken können.
Dr. MaRV schrieb:
Landwirtschaft Stand heute eher nicht. Ein Lkw rollt so vor sich hin, auch mit 40 Tonnen. Ein Traktor, der in der Bodenbearbeitung ist, oder ein Mähdrescher/Häcksler in der Ernte laufen die gesamte Zeit unter Volllast.
Warum muss das auch immer schwarz weiß sein? Da wo es sinnvoll funktioniert kann man auf BEV wechseln. PKW, LKW Nah- und Fehrnverkehr, Stadtbusse, selbst Reisebusse gibt es schon. Wo nicht, ist doch durch den andern Teil auch schon viel geholfen. Zumal die Land- und Forstwirtschaft am deutschen Spritverbrauch nur einen eher kleinen Anteil mit 3,5% hat. Vielleicht ließe sich das mit Rapsöl oder dergleichen abdecken? Und wenn nicht haben wir dann trotzdem über 96% gespart.